Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Schalterdose Unterputz

Eine Schalterdose für die Unterputzmontage ist eine runde Dose mit einem Durchmesser von 60 mm und einer Tiefe von 46 mm. Durch viele Vorstanzungen für Löcher können Leitungen aus fast allen Richtungen eingeführt werden. Hierfür werden einfach die Löcher mit einem Werkzeug,  z. Bsp. einem Schraubendreher, aufgebrochen.

Als Vorarbeit der Montage werden mittels Dosenfräse (72 mm Durchmesser) und/ oder einem Meißel Löcher in die Wand / Mauer gestemmt. Diese sollten ausreichend tief sein. Damit die Dose beim eingipsen Halt bekommt, sollten sich hinter der Dose zusätzlich noch ca 5 mm Platz befinden.
Die Vorderkante richtet man entweder an der Fläche der fertigen Wand aus oder, insofern diese noch nicht vergipst wurde, annähernd an der Dicke des Gipses. Sollte auch dies nicht funktionieren, erfolgt die Ausrichtung bündig mit der Mauer.
Zum Befestigen mit Elektriker-Montagegips rührt man in einem Gummibecher den Gips an und füllt zuerst den Hohlraum hinter der Dose, danach drückt man die Dose mitsammt eingeführten Leitungen in diesen Gips.
Den restlichen Gips nutzt man um den Platz außerhalb der Dose aufzufüllen. Alles sollte schnell und zügig ausgeführt werden, da ansonsten der Gips ausgehärtet und nicht mehr zu gebrauchen ist.

Ist nun nach 1-2 Tagen der Gips vollständig durchgetrocknet, kann man die Leitungen mit dem Dosenmesser abmanteln und die Schalter oder Steckdose einbauen.


Die Schalterdose hat zusätzlich jeweils einen Stutzen und einen Tunnelstutzen ( die beiden Schächte an der Außenseite), diese dienen zum einen zum Verbinden mehrer Schalterdosen miteinander, zum anderen zur Einführung von Leerrohren.
Duch das Verbinden mehrerer Schalterdosen miteinander hat man automatisch den passenden Abstand der einzelnen Schalter / Steckdosen, um später Mehrfachrahmen verwenden zu können. Gängig sind 2er, 3er und 4er Mehrfachrahmen.


Schalter oder Steckdosen können auf 2 Arten in der Schalterdose befestigt werden. Zum Ersten nach Aushärtung des Gips mittels der Haltekrallen (Spreizkrallenfedern) an den Schaltern selbst, oder zweitens mit Schrauben in den Haltelöchern ( Schraubdomen). Je nach Hersteller gibt es hier 2 oder 4 Schraubpunkte.


Das Eingipsen sollte sorgfältig gemacht werden, denn zum einen soll nich die ganze Dose (samt Tapete und Leitungen) aus der Wand gerissen werden, falls mal wer an einem Stecker zieht, zum anderen ragt die Dose aus dem Gips heraus, kann man die Schalter und Rahmen nicht bündig an die Wand bekommen.

Fürt man die Arbeiten vor dem Vergipsen der Wand aus, hat man das Problem, dass man die Dosen später wieder finden muss. Hierfür gibt es zum einen spezielle Deckel mit beweglichen Gummifahnen dran, die in die Dose eingesetzt werden. Der Gipser/Verputzer kann nun über die komplette Dose drübergehen aber die beweglichen Fähnchen klappen immer wieder nach vorn aus dem Feuchten Gips und sind somit nach dem Trocknen des Gipses sehr gut zu sehen und können nun mit einem Hammer, Meißel oder Messer geöffnet werden.
Hat man keine solchen Deckel, kann man die Dosen auch mit Papier oder Plastikfolie locker aber komplett füllen. Während der Gips dann trocknet sind die Dosen eine Weile lang sehr gut zu erkennen, da diese Stellen meist länger feucht bleiben.


Schalterdose Unterputz: Eine Schalterdose für die ... 1-2-do Wissen


Projekte

Antworten zum Thema Basteln, Heimwerken, Gärtnern findet ihr in unserem großen Heimwerker-Wiki! Antworten zum Thema Basteln, Heimwerken, Gärtnern findet ihr in unserem großen Heimwerker-Wiki!