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Bleichen von Holz

 

Manchmal ist es hilfreich, die Grundfarbe des Holzes zu verändern. So sind bei manchen Holzarten bestimmte Farbtöne unerwünscht (Buche der Rot-Ton) oder das Holz ist einfach zu dunkel. Oder man will das Holz künstlich altern lassen. Durch UV-Strahlung bleichen viele Hölzer aus und vergrauen. Das kann man nur schlecht durch Lacke oder beizen erreichen, denn je nach Holzsorte ist der Braun-, Rot- oder gelb-Anteil einfach zu hoch.

Mit Bleichmitteln kann man diese unerwünschten Farbtöne zumindest teilweise aus dem Holz entfernen, so dass man eine bessere Grundfarbe für z.B. eine graue Holzbeize erhalten kann.

Man könnte das Holz beispielsweise einer hohen UV-Strahlung aussetzen. Aber das ist sehr energieaufwändig, dauert lange und ist ggf. auch mit Gefahren für das eigene Augenlicht verbunden. Durch chemische Prozesse kann eine Bleichung sehr schnell ausgeführt werden. llerdings ist dies auch mit Gefahren verbunden. Es können gefährliche Dämpfe entstehen udn die Flüssigkeiten sind in der Regel sehr aggressiv. Hier kann es zu schlimmen Verätzungen kommen. Aber auch durch heftige Reaktionen können Brände entstehen. Insofern sollten die typischen Videos im Netz mit allergrößter Vorsicht behandelt werden und vor Anwendung von Rohrreinigern ist dringend abzuraten. Es werden auch teilweise Sibstanzen benannt, die bis hin zu Explosionen führen können. Auch ist die Beschaffung mancher Chemikalien inzwischen nur schwer möglich, da das eine oder andere durchaus auch zum Bombenbau verwendet werden kann. 

SICHERHEITSHINWEISE UNBEDINGT BEACHTEN

Man sollte nur Tipps von sehr vertrauenswürdigen Internetseiten nutzen und alle Sicherheitshinweise sorgfältig beachten. Hierzu gehören in jedem Fall säurefeste Handschuhe, eine Schutzbrille, idealerweise ein Gesichtsspritzschutz und ein absolut sauberer Arbeitsplatz. Je nach verwendeten Mitteln sollten ggf. ausreichend Wasser zum Löschen, Beenden von unerwarteten Reaktionen oder zum raschen Abwaschen von Spritzern auf der Haut, der Kleidung ... bereitgestellt werden. 

Im Raum sollte gut gelüftet werden oder noch besser im Freien gearbeitet werden. Der Ammoniakduft ist nicht gerade angenehm und möglicherweise schädlich. Achten Sie bitte auch dringend darauf, die Substanzen später in einem abgeschlossenen Schrank zu lagern. Die Chemikalien sind ätzend und gehören auch keinesfalls in Kinderhände, Reste der Ammoniaklösung entsorgen Sie am besten fachgerecht oder kennzeichnen sie das zu verschließende Gefäß mit dem Hinweis auf den ätzenden Inhalt. Dass man hierzu keine Getränkeflaschen verwendet, versteht sich von selbst!

Ein gelungenes Beispiel für das Bleichen von Eichenholz ist in diesem Projekt beschrieben. 

Ich verwende zum einen 10 bis 15prozentige Lösung Wasserstoffperoxid. Diese wird auf das Holz aufgetragen.  Anschließend  wird eine Lösung  9 Teile Wasser und 1 Teil 10prozentige Ammoniaklösung aufgetragen.  Die  Nutzung der Rezeptur erfolgt auf eigene Gefahr, der Autor des Artikels lehnt jegliche Haftung hierfür ab. Beachten Sie unbedingt obige Sicherheitshinweise!

Durch das Wasser in der Ammoniaklösung wird die Bleichwirkung deutlich verstärkt. Achtung! Man sollte dringend vermeiden, diese zwei Mischungen direkt miteinander zu vermengen. Zum einen kann es zu Überkochen kommen, zum anderen ist die Mischung nur etwa einen Tag stabil und wird später nicht mehr bleichen. Also erst auf dem Holz zusammen bringen! 

Die Mischung muss in der Regel mehrmals aufgetragen werden um ein Abtrocknen des Holzes zu verhindern. Eine Einwirkzeit von 15 bis 30 Minuten sind hilfreich und moderate Wärmezufuhr unterstützt die Bleichwirkung. 

Bleichen von Holz 1-2-do.com das Heimwerkerforum mit Ideen zum selber machen 

Hier im Bild liegt ungebleichte Eiche auf gebleichter Eiche (Parkettholz).

Bleichen von Holz 1-2-do.com das Heimwerkerforum mit Ideen zum selber machen

Gebleichte Eiche in grau gebeizt und gewachst.

 

Es empfiehlt sich, an Reststücken zunächst zu testen und zu üben, ob überhaupt ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wird. An Multiplex habe ich beispielsweise weder am Deckbrett noch an den dunklen Schichtungen keinerlei Veränderung feststellen können. Hingegen bei Eiche habe ich eine Bleiche gut hinbekommen. Andererseits sollte auch geprüft werden, ob die Oberfläche mit der hohen Flüssigkeitszufuhr klar kommt. Manches Holz saugt sich so stark auf und reisst bei zu schnellem trocknen. Oder ein Holzfurnier könnte sich lösen. Bei Pressspanplatten sollte ebenfalls die Wasserverträglichkeit geprüft werden.  Also unbedingt vorab einige Tests machen. 

Beim Lackieren des Holzes sollte dieses unbedingt wieder komplett durchgetrocknet sein. Also idealerweise 48 Stunden warten. Bei hohem Feuchtegehalt könnte die Bindung des Lackes leiden oder das Holz selbst, wenn es rundum durch den Lack abgesperrt wird und die Feuchtigkeit eingeschlossen bleibt. Durch noch vorhandenes Peroxid im Holz könnte es auch zu Lackverfärbungen kommen. Also genug Zeit einplanen und Tests durchführen. 

Viel Erfolg! 

Ein hilfreicher Artikel zum Bleichen von Holz finden Sie auf dieser externen Seite.

 

 


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