Zyklon in the Box

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Zyklonabscheider im Schrank
Unterschrank mit Auffangbehälter
Altes Equipment
Die ersten Entwürfe für die Aushebevorrichtung
Ermittlung des Höhenmaßes
Weitere Ideensammlung
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    60 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Seit langer Zeit liebäugelte ich mit einem Zyklonabscheider. Da hier schon viele Projekte vorgestellt wurden, habe ich mir meine Gedanken gemacht wie ich meinen ausführen wollte. Dabei war mir wichtig, das der Auffangbehälter eine Funktion erhält, das dieser durch eine Höhenverstellung geöffnet und geschlossen werden kann ohne den eigentlichen Spanner der Tonne zu verwenden. Des weiteren wollte ich meinen Zyklon in einem Schrank unterbringen damit dieser sauber aufgeräumt ist. Den Staubsauger wollte ich eigentlich daneben installieren, jedoch hat es sich im Projektfortschritt ergeben, das ich diesen ebenfalls in dem Schrank integrierte und diesen gleichzeitig gedämmt habe um die Lautstärke des Saugers zu reduzieren. Im Normalbetrieb lag er bei 92 db! Ohne Gehörschutz unerträglich! Vielen Dank an alle die ihren Zyklon bereits hier dargestellt haben, ich konnte mir dadurch viele Anregungen holen. Vor allem zu dem Thema Erdung. Des weiteren wollte ich das Zubehör zum Sauger integrieren, da dieses in meiner Werkstatt überall herumlag und ich es jedesmal suchen musste, wenn ich es benötigte. Zu den Projektkosten sei soviel gesagt, das diese eher geschätzt als gewusst sind. Der Zyklon kostete mich ca. 20 €, der Schlauch mit 6m länge ca. 40€, den Rest hatte ich noch herumliegen bzw. habe ich für lau bekommen. So, genug der Vorworte, nun wünsche ich euch viel Spaß beim durchlesen und ich hoffe ihr findet bei mir auch die ein oder andere Anregung für euer nächstes Projekt.

Übrigends, die Tonne und die Lager sind von einem Schrottplatz und am alten Sauger war das Oberteil gebrochen, alles eigentlich ein Fall für den Müll, jedoch für dieses Projekt Gold wert.

Hier findet ihr meine anderen Projekte

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Ausgangsbasis

Mein alter Sauger
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Meine Bisherige Absaugung bestand aus einem Naß- und Trockensauger eines einschlägigen Discounters welcher schon sehr leiden musste. Des weiteren hatte ich eine Kunststoff Auffangtonne die als grober Staubabscheider ihre zwecke verrichtete. Eigentlich hat sie dies gut gemacht. Den Sauger musste ich drei bis viermal jährlich leeren. In der Tonne sammelte sich der grobe Staub und Spänne und im Sauger der Feinstaub. Bei Schleifarbeiten war der Sauger dementsprechend schneller voll. Das größte Problem allerdings war die Statik, die Tonne lud sich bei jedem Saugen dermaßen auf das mir buchstäblich die Haare abstanden.
Bild 1: Diese 50 Liter Blechtonne bekam ich für Lau vom Schrottplatz und sie war die Ausgangsbasis für meine Konstruktion.
Bild 2: Im Anschluss daran kaufte ich in der Bucht den Zyklon aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Bild 3: Danach untersuchte ich meinen Staubsauger was ich davon noch verwenden wollte. Somit zerlegte ich diesen als erstes mal in seine Einzelteile.
Bild 4: Den Radsatz und den Auffangbehälter möchte ich weiter verwenden. Der Rest kann in eine andere Tonne :)
Bild 5: Der eigentliche Sauger wurde auch gleich genauer unter die Lupe genommen, da die integrierte Steckdose nicht mehr funktionierte musste hier die Elektrik untersucht werden. Der Fehler war schnell gefunden, der Magnetschalter war defekt und somit musste dieser getauscht werden. Nun funktioniert die Steckdose wieder. Danach alles wieder schön zusammenbauen damit ich den Sauger auch für die weiteren Arbeiten verwenden konnte.
Bild 6: Mittels Sketchup plante ich meine Konstruktion in groben zügen, damit ich ein paar Anhaltspunkte für den Projektstart hatte. Im Projektverlauf vielen mir noch weitere Detail ein, die ich aber nicht in Sketchup übertragen hatte.

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Das Fahrgestell

Das fertige Fahrgestell
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Bild 7: Zuallererst sägte ich mir eine Grundplatte mit den Maßen 450x450mm zurecht.
Bild 8: Die Räder des Staubsaugers wollte ich bei meinem Schrank weiterverwenden, jedoch waren diese Abmaßlich so unpraktisch das ich mir hierfür einiges ausdenken musste um diese zu befestigen.
Bild 9: Also, zuerst alles sauber anzeichnen.
Bild 10: im Anschluss alle vier Seiten mit der BS aussägen.
Bild 11: Die Räder einschieben und abbohren.
Bild 12: Mit einem Forstnerbohrer wurde dann die Vertiefung für die Aufnahme der Räder realisiert.
Bild 13: So sieht das Ganze dann erstmal aus.
Bild 14: Um die Räder alle auf die gleiche höhe zu bekommen musste ich noch bei den beiden vorderen Räder eine Vertiefung ausfräsen.
Bild 15: Nun konnte alles montiert und verschraubt werden.
Bild 16: Der fertig montierte Boden mit den Rädern. Ich habe diesen dann anschließend einem Belastungstest unterzogen indem ich selbst darauf gestanden bin und ein wenig gefedert habe. Hält, somit steht dem weiteren Aufbau nichts im Wege.

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Die Höhenverstellung - die erste Lage

Die erste Lage
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Bild 17: Nun sägte ich mir drei Bretter zurecht wo ich drei Kreisscheiben mit einem Durchmesser 350mm und zwei Kreisscheiben mit einem Durchmesser von 400mm zurechtsägen konnte.
Bild 18: das ganze kam dann auf meine Kreisschneidevorrichtung für die BS
Bild 19: Dort sägte ich dann die drei Innenkreise mit Ø 350mm und die zwei Aussenkreise mit Ø 400mm und 350 mm Innen-Ø aus.
Bild 20: Diese wurden dann mit der Schleifscheibe nochmals sauber geschliffen.
Bild 21: Die Kreise mit Aussen-Ø 400mm wurden auch sauber geschliffen.
Bild 22: Erste Probemontage um das ganze sauber ausrichten zu können. Um das Ganze zentrisch aufnehmen zu können habe ich in der Mitte ein Durchgangsloch mit 3mm gebohrt, somit konnte ich dort ein 3mm Rundstab durchstecken und musste das Ganze nicht jedesmal ausrichten.
Bild 23: Der Außenkreis wurde nun in 4 Segmente aufgeteilt und mittels der BS gesägt. Daraus sollen im Anschluss die Stufen für die Aushebung werden.

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Die Höhenverstellung - anfertigen der Stufen

Die fertigen Stufen
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Bild 24: Nun mache ich mich daran, die vier Segmente des Außenringes weiter zu bearbeiten. Dazu befestige ich auf meinem Schiebeschlitten der BS ein Restholz mittels doppelseitigem Klebeband um die exakte Steigung welche ich benötige sägen zu können.
Bild 25: Die vier Einzelsegmente schiebe ich dann nacheinander mittels des Schiebeschlittens durch die BS um die erste Stufe zu erhalten. Der Sägerest ist kein Abfall sondern wird später weiterverwendet.
Bild 26: Die gesägte Stelle wird nun sauber geschliffen.
Bild 27: Der Sägerest wird im Anschluss daran auf die untere Lage aufgeklebt.
Bild 28: Somit erhalte ich eine Stufe mit einer Gesamthöhe von 45mm. Diesen Weg benötige ich um die Tonne sauber öffnen und wieder schließen zu können, aber dazu später mehr.
Bild 29: nachdem alle vier Segmente geklebt waren, machte ich zur Übersicht wiedermal eine Probemontage.
Bild 30: Nun musste noch die hintere offene Stufe geschlossen werden, dazu klebte ich ein Stück Holz ein. Dieses dient dazu das ich an der oberen Lage eine Gerade erhalte.
Bild 31: Der Überhang nach oben und nach hinten müssen nun noch legalisiert werden.
Bild 32: Somit wird oben eine gerade Fläche mittels der BS angesägt.
Bild 33: Und das hintere überstehende Stück entfernt.
Bild 34: Die zweite Scheibe mit Ø 350mm wird aufgelegt und wieder erfolgt eine Probemontage, passt soweit alles. Der Schuhabdruck hat sich leider durch einen weiteren Belastungstest ergeben. Ich wollte hier nur wissen ob sich die Bodenplatte verbiegt und die außen angelegten Segmente verrutschen. Aber alles blieb stabil. Verleimt wurde hier noch nichts, das kommt alles später.

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Die Höhenverstellung - Der Drehkranz

Der Drehkranz
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Bild 35: Nun nehme ich die Scheibe mit Ø 400mm und lege sie mittig auf die unteren zwei Scheiben mit Ø 350mm. Die Scheibe wird nun ringsum alle 11,25° angezeichnet. und gekörnt.
Bild 36: Mit einem Forstnerbohrer Ø 35mm wird nun aussenherum alles abgebohrt.
Bild 37: Die Scheibe sieht nach der Bohrbearbeitung dann erst mal so aus.
Bild 38: Die Scheibe wird nun noch mittels eines Radiusfräsers abgerundet damit alles schön Gratfrei ist.
Bild 39: Nun fräse ich mit der Kreisschneidevorrichtung für die OF eine Aussparung für die Aufnahme eines Kugellagers. Das Lager hat eine Dicke von 32mm somit fräse ich ca. 12mm tief in das Holz ein.
Bild 40: Die fertige Aussparung. Das Kugellager soll hierbei am Innenring gespannt sein. Ich habe hierzu ein Kugellager vom Schrotthändler geholt (Schön war, das ich es um sonst bekommen habe, es war ziemlich Ölig, aber nach dem reinigen fast wie neu).
Der Innenring wurde hier so eng gefräst das ich das Kugellager mittels Schraubzwingen einpressen muss. Zum Außenring habe ich etwas Luft gelassen. Später mehr dazu!
Bild 41: Nun habe ich mir aus Plexiglas einen Ring mit Ø 350mm gesägt. Das Plexiglas hat eine Stärke von ca. 4mm.
Bild 42: Die Holzscheibe habe ich mittels doppelseitigem Klebeband beklebt...
Bild 43: ...und abgezogen.
Bild 44: Um die Plexiglasscheibe sauber auflegen zu können habe ich mittig einen Bohrer eingesteckt und darüber das Plexiglas auf das Holz gesteckt. Im Anschluss musste ich noch den Rest des überstehenden Klebebandes entfernen.
Bild 45: Nun kam wieder meine OF zum Einsatz. Mit der letzten Einstellung als ich die Holzscheibe gefräst hatte fräste ich nun die Plexiglasscheibe aus.
Bild 46: Nun wurde das Kugellager mit Zuhilfenahme zweier Schraubzwingen und einem größeren Stück Holz in die Platte eingepresst. Der Außenring lässt sich sauber drehen wobei der Innenring des Lagers fest sitzt.

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Die Höhenverstellung - Aufnahme für die Tonne

Die Tonnenaufnahme
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Bild 47: Jetzt nehme ich mir die letzte, also die dritte Holzscheibe mit Ø 350mm zur Hand. In diese fräse ich das Gegenstück für das Kugellager, wobei hier wichtig ist, das der Außenring des Lagers fest in der Holzscheibe steckt. Die Tiefe der Fräsung liegt hier ebenfalls bei 12mm.
Bild 48: Hier ist sehr deutlich zu sehen, das ich mich beim fräsen des Inneren Durchmessers an meiner Kreisschneidevorrichtung vermessen habe, ich hatte leider den Fräserduchmesser vergessen dazu zu zählen. Spielt jedoch keine Rolle, da hier der Aussenring entscheidend für die Aufnahme ist. 
Bild 49: Die Holzscheibe wird ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband bezogen.
Bild 50: Und im Anschluss daran wird die zweite Plexiglasscheibe darauf geklebt.
Bild 51: Auch hier wird mit der letzten Einstellung der OF die Plexiglasscheibe ausgefräst. Die Plexiglasscheibe ergibt zusammen mit dem Holz eine Tiefe von 16mm. Sowohl im oberteil als auch im Unterteil. Zusammen also 32mm = Kugellagerdicke.
Bild 52: Nun stecke ich die Holzscheibe auf den Drehranz auf. Und fräse mit der Oberfräse eine Nut für die Aufnahme der Blechtonne. Damit diese eine saubere Fixierung hat.
Bild 53: Der fertige Drehkranz mit der drehbaren oberen Holzscheibe. Die Funktion erkläre ich später, es ist in diesem Arbeitsschritt evtl. noch schwer nachvollziehbar warum ich so etwas gebaut habe.

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Die Höhenverstellung - Herstellung der Mittenzentrierung

Der verklebte Drehkranz
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Bild 54: Nun verleime ich die beiden ersten Holzscheiben mit Ø 350mm.
Bild 55: Beschwerung für die Trocknungsphase.
Bild 56: Nach dem trocknen werden die beiden verklebten Scheiben an die Unterseite des Drehkranzes mittig geklebt. Auch hier ist eine Beschwerung im Einsatz. Damit der Trocknungsvorgang ohne weiteres verrutschen ablaufen kann.
Bild 57: Nun Bohre ich mittig in die verleimten Scheiben ein 16mm Loch mit einem Forstnerbohrer (Freihand, da das Ganze nicht unter die Ausladung der Ständerbohrmaschine passt).
Bild 58: In dieses Loch wird diese Hülse eingesteckt. Die Hülse hat ein Durchgangsloch von 12mm. 
Bild 59: Die Hülse wird nun mit dem Hammer in das Loch getrieben.
Bild 60: Das sieht dann so aus.
Bild 61: Um die Rechtswirklichkeit meiner Bohrung zu überprüfen habe ich einen 12mm Rundmaterial eingeschoben - Großer Schreck!!!! Die Freihandbohrung ist mir wohl sehr aus dem Ruder gelaufen. Also Ran an das Ding und mittels eines großen Hammers so lange auf den Rundstab schlagen bis sich die Hülse in der Bohrung geradegestellt hat. Schweißtreibende Arbeit, hat aber zum Schluss doch noch geklappt.
Bild 62: Nun habe ich den Rundstab in eine weitere Buchse mittels eines Schraubstocks eingepresst.
Bild 63: Diese Kombination wurde dann in die Bodenplatte mittig eingeklebt.
Bild 64: Nun konnte ich die verleimten Scheiben wieder aufstecken. Der Bolzen mit den Hülsen dient als zentrische Führung damit hier beim anheben und absenken nichts verkeilen kann.
Bild 65: Nun werden die vier Stufen mit Leim bestrichen und angeklebt.
Bild 66: Ich lasse hier mit der Stufe zu den Scheiben einen Abstand von ca. 1mm.
Bild 67: Nachdem alle vier Stufen verklebt sind sieht das Unterteil erstmal so aus.

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Die Höhenverstellung - Einbau der Kugellager

Die Höhenverstellung in der oberen Position
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Bild 68: Nun müssen die kleinen Kugellager für die Höhenverstellung befestigt werden.
Bild 69: Dazu nehme ich zwei Lager als Führung für meinen 10mm Bohrer. Die Bohrtiefe markiere ich mir mittels eines Klebebandes.
Bild 70: In das vorgebohrte Loch bohre ich für ein M10 Gewinde das Kernloch auf die erforderliche Tiefe.
Bild 71: Und für den Auslauf der Schraube noch ein 8mm Loch.
Bild 72: Nun Schneide ich ein M10 Gewinde bis zur Klebebandmarkierung.
Bild 73: Nun Schraube ich das Lager in das zuvor gebohrte Loch.
Bild 74: Das erste Lager sitzt, fehlen noch drei weitere. Gleiches Verfahren wie eben beschrieben.
Bild 75: So sieht die Aushebevorrichtung in der ausgefahrenen Stellung aus...
Bild 76: ...und so in der Grundstellung. Jetzt fehlt nur noch ein Endanschlag damit ich es nicht überdrehen kann.
Bild 77: Somit wird an einer Stelle ein kleines 5mm Loch gebohrt und ein Passstift eingeschlagen.
Bild 78: Der Passstift ist nur knapp unter dem oberen Kranz wenn die Lager in der untersten Position sind.
Bild 79: In der späteren Grundstellung stößt das Lager an den Passstift an und kann somit nicht überfahren werden.

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Die Höhenverstellung - Vorbereitung des Deckels der Tonne

Probemontage des Deckels
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Bild 80: Als erstes säge ich mir wiedermal eine Scheibe des Innen-Ø des Deckels der Tonne zu. Da der Tonnendeckel doch sehr elastisch ist möchte ich diesen damit verstärken. Des weiteren benötige ich diese Scheibe als Befestigungspunkt für den Deckel.
Bild 81: Hierzu fräse ich aus dem Deckel eine Aussparung für den Zyklon.
Bild 82: Den Deckel selber beklebe ich mittig mit dem mitgelieferten Aufkleber des Zyklons und körne alle Löcher zum bohren an.
Bild 83: Zuerst dachte ich mir ich säge das Durchgangsloch für den Zyklon mit der Stichsäge heraus. Jedoch durch die Beschaffenheit des Deckels hätte sich dieser dadurch sicherlich total verbogen. Somit griff ich wiedermal zur OF mit dem Kreisschneider und fräste das Loch aus. Jedoch dieses mal mit einem Metallfräser. Das funktionierte erstaunlich gut!
Bild 84: Zur Geräuschminimierung beklebte ich den Deckel mit Schaumgummistreifen...
Bild 85: ...darauf legte ich nun mittig die Holzscheibe.
Bild 86: Das Ganze wurde nun fixiert und von unten angezeichnet, gekörnt und gebohrt.
Bild 87: Danach direkt verschraubt und die Schrauben wurden vorab in Silikon eingetaucht bevor ich sie verschraubt habe.
Bild 88: Nun habe ich den Oberen Deckel an dem der Tonnendeckel befestigt werden soll vorbereitet. Dazu sägte ich ein Brett 450x450mm zu. In dieses habe ich dann mittig für den Zyklon ebenfalls ein Loch gefräst.
Bild 89: Nun wurde alles aufeinander gestellt. Zuerst der Tonnendeckel dann das Brett und zum Schluss noch den Zyklon einstecken. Nun kann ich den Holzdeckel mit dem Tonnendeckel verschrauben.
Bild 90: Alles wird nun umgedreht und der Zyklon wird ebenfalls mit dem Tonnendeckel verschraubt - Silikon nicht vergessen.
Bild 91: An dem Deckel habe ich eine blanke Stelle angeschliffen und dort ein Erdungskabel untergesteckt.
Bild 92: Nun bereitete ich die drei Seitenwände für das Tonnenfach zu. Zusägen, ausklinken, mittels Lamellodübel vorfräsen und dann am Untergestell probemontieren. Durch die Lamellos hält das Ganze sauber zusammen.
Bild 93: Nachdem die Seitenwände montiert  waren wurde der Zyklondeckel aufgesetzt und auf die exakte Schließhöhe eingestellt. Hierbei war etwas Geschick erforderlich, das alles sauber im Winkel ist. 

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Die Höhenverstellung - Abschluss und Test

Der Zyklon kurz vor seinem ersten Test
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Bild 94: Um den Zyklondeckel sauber befestigen zu können sägte ich mir drei Leisten zu. Diese waren leider notwendig, da ich mich bei meiner ersten Berechnung vermessen hatte. Meine drei Seitenwände hatte ich zuvor leider etwas zu kurz abgesägt und dadurch stand der Deckel in seiner Endposition mit halber Holzbreite über - Das hätte für die Befestigung nicht ausgereicht.
Bild 95: Diese leimte ich dann an die Unterseite des Deckels.
Bild 96: Jetzt musste ich alles nochmals sauber einstellen, damit ich die exakte höhe des Deckels hatte. Alles wurde nun mit Zwingen verspannt, damit sich hier auch nichts mehr bewegen kann.
Bild 97: Nun zeichnete ich den unteren Rand der Holzleisten an den drei Außenwänden an.
Bild 98: Nun konnte Ich die drei Aussenwände im oberen Teil sowie den Deckel mit der Lamellofräse bearbeiten. Das sieht dann so aus.
Bild 99: Danach wird alles schön winklig zusammen geleimt. Zuerst die Rückwand mit dem Untergestell und dem Deckel.
Bild 100: Danach werden die Räder wieder montiert und die zwei Seitenwände verleimt und verspannt.
Bild 101: Somit ist die Höhenverstellung der Tonne einsatzbereit. Durch drehen im Uhrzeigersinn am Drehkranz lässt sich nun die Tonne anheben und gegen den Deckel drücken. Sowie durch drehen gegen den Uhrzeigersinn wieder absenken. Wenn ich die Tonne verschließe, wird sie über die Rampe soweit angehoben, das sie kurz vor Ende der Rampe gegen den Deckel drückt. Nun bleibt die Tonne durch das große Kugellager stehen und es dreht sich nur noch der Drehkranz bis zum Schluss. Hoffentlich ist alles schön dicht!
Testzeit! Jetzt habe ich zum ersten mal den Staubsauger angeschlossen und meine alte Plastiktonne leer gesaugt. Das Hat richtig Spaß gemacht. Der Zyklon arbeitete einwandfrei. Der Zyklon und die Tonne haben sich statisch unheimlich aufgeladen. Nachdem ich die Tonne abgesenkt hatte um das Ergebnis anzuschauen, waren überall die Holzspäne und der Staub am Inneren angehaftet. Am Deckel haftete eine ca. 5mm dicke Schicht von Staub. Echt Wahnsinn was für eine Reibung hier im Spiel war. Naja soweit so gut, jedoch noch lange nicht fertig.

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Erdung der Tonne und des Zyklons

Meine Mondlandefähre
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Bild 102: Von einer Figur die als Notizzettelhalter diente habe ich so eine art Krokodilklemme abmontiert. Diese habe ich am Maul mit einer Rundfeile ausgefeilt.
Bild 103: Das sieht dann so aus.
Bild 104: Dann noch ein Erdungskabel angeklemmt, somit kann ich diese ganz einfach an dem Haltegriff der Tonne befestigen. Zum entnehmen und leeren der Tonne wird diese ganz einfach abgeklemmt. Das Kabel ist lang genug und wird auf Endstellung etwas gestrafft.
Bild 105: Die Erdungskabel werden alle miteinander verbunden und den Zyklon wickle ich ebenfalls damit ein. Bei meinem Probetest lud sich der Zyklon höllisch auf (Mir standen die Haare zu berge). Somit habe ich diesen ebenfalls geerdet.
Bild 106: Damit das Kupferkabel auch dort bleibt wo es soll, habe ich den Zyklon mit Aluklebeband umwickelt. Wenns nicht funktioniert, hat er vielleicht eine Zukunft auf dem Mond :)
Somit musste ich dies natürlich nochmals testen. also Erdung von Tonne abklemmen, Tonne raus, alles auf den Boden ausschütten, husten, Tonne wieder einbauen, Erdung anklemmen, nochmal husten und dann alles wieder einsaugen. Ergebnis - Einwandfrei, keine statische Aufladung vorhanden. 
Die Erdung habe ich dazu provisorisch am Staubsauger untergeklemmt.

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Einhausung für den Zyklon

Kasten für den Zyklon
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Bild 120.

Bild 107: Kommen wir vom Erdgeschoss zum ersten Stock. Wieder säge ich ein Brett 450x450mm zu.
Bild 108: In die Brettoberseite fräse ich mit der OF einen Kreis für die Aufnahme der Staubsaugertonne.
Bild 109: In der Mitte mache ich eine größere Aussparung für die evtl. später mal notwendige aber hoffentlich überflüssige Wartung des Zyklons.
Bild 110: Probemontage des Staubsaugers. Passt soweit.
Bild 111: Nun säge ich mir die Seitenwände und die Rückwand zurecht.
Bild 112: Die Seitenwände und die Rückwand werden wiederum mit der Lamellofräse bearbeitet damit alles schön zusammenpasst.
Bild 113: Wiedermal probemontage um den Deckel einzupasasen. Soweit so gut...
Bild 114: Nun wird auch noch der Deckel mit Lamellos versehen.
Bild 115: Nun wird alles zusammengeleimt. Zuerst der Deckel mit der Rückwand. Im Anschluss daran die beiden Seitenwände.
Bild 116: Und nach dem trocknen wird alles auf das Erdgeschoss aufgeleimt und verspannt.
Bild 117: Auf der linken hinteren Seite des Deckels zeichne ich nun das Durchgangsloch für den Staubsaugerschlauch an.
Bild 118: Dieses Loch fräse ich dann mit der OF und dem Kreisschneider aus.
Bild 119: Im nächsten Schritt wird links vom Zyklon eine Holzplatte im Winkel eingeleimt.
Bild 120: Das gleiche auch rechts vom Zyklon.

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Einbau Schubladen, Schalter und Steckdose

Der erste Stock ist fertig
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Bild 121: Nun säge ich mir alle Teile für die Schubladen und die Schalterabdeckung zu.
Bild 122: Die Schubladenführung wird auf dem Frästisch ausgefräst. Das ganze acht mal für vier Schubladen.
Bild 123: Die Auszüge hatte ich noch von einem alten Schrank übrig, welcher dem Sperrmüll vor Jahren zum Opfer viel. Ein Schwabe wirft halt nichts weg :)
Bild 124: Die Böden hatte ich noch vergessen, natürlich mussten diese auch zugesägt werden.
Bild 125: Für die Böden sägte ich die Aussparung in die Schubladenseitenteile an der TKS.
Bild 126: Das Befestigungsloch für die Auszüge um die Schublade zu befestigen darf auch nicht vergessen werden.
Bild 127: Nun werden die vier Schubladen Schritt für Schritt zusammengeleimt.
Bild 128: Die vordere Abdeckung der Schublade habe ich weggelassen, da ich diese erst nach einbau dieser Anzeichen konnte.
Bild 129: Nun werden die Auszüge im Schrank eingeschraubt. Hierbei war ich richtig glücklich Besitzer eines IXO mit Winkelkopf zu sein :)
Bild 130: Nun können die Schubkästen eingeschoben werden und innen mit je Seite einer Schraube verschraubt werden.
Bild 131: Nach dem Anzeichen des Schubladendeckels kann dieser auch auf seinen Platz verleimt werden. Das alles mal vier und fertig.
Bild 132: Kommen wir zur mittleren Abdeckung. Hier zeichne ich den Durchgang des Schlauches an und fräse diesen mittels der OF aus.
Bild 133: Den ausgebauten Schalter des Staubsaugers zeichne ich ebenfalls auf der Abdeckung an.
Bild 134: mit einem 3mm Fräser und der OF sowie dem Kreisschneider fräse ich die beiden äußeren Halbkreise in je zwei Durchgängen aus, danach wird die untere Gerade gefräst...
Bild 135: ...und die obere Gerade sowie die restlichen Außenkonturen. Alles ca. 15mm tief.
Bild 136: Nun wechsle ich zur Dekupiersäge und entferne das Innenleben.
Bild 137: Zum Schluss wird noch der rechte Durchbruch für die Steckdose gefräst.
Bild 138: Im Untergeschoss ist noch die Vordertür zu montieren. Somit wird diese zugesägt und in die Tür sowie die linke Seitenwand die Löcher für die Türscharniere gebohrt. 
Bild 139: Die Scharniere stammen ebenfalls von alten Schränken. Diese werden dann einfach verschraubt. Zuerst in die Seitenwand dann wird die Tür befestigt. fertig.
Bild 140: Die mittlere Abdeckplatte wird von innen durch das Wartungsloch mittels Winkelstücken verschraubt. Im Falle eines Falles möchte ich da auch mal wieder drankommen und so ist es ganz gut das die Abdeckplatte wieder entfernt werden kann.
Die Anschlüsse wurden alle sauber Isoliert und mittels Schrumpfschläuchen geschützt. Die Erdung wurde nun auch schon komplett angeschlossen. Soweit wäre mal alles funktionstüchtig.

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Aufbau des zweiten Stockwerks

Der untere Teil der Staubsaugerabdeckung
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Bild 141: Die Spiralschläuche neigen dazu wenn sich beim saugen ein Vakuum bildet zusammenzuziehen. Somit habe ich für den Staubsauger einen Verdrehschutz montiert.
Bild 142: Der Verdrehschutz ist hier links zu sehen und von seiner Funktion evtl. besser zu verstehen. Die Kabelzuleitung ist extra so lang gewählt, da ich ja den Staubsaugerdeckel für Reinigungszwecke abnehmen können muss.
Bild 143: Nun werden die Rückwand, zwei Seitenwände und die Vorderwand zugesägt. Hier nur ein kurzes Beispiel zu meinem verwendeten Holz für dieses Projekt. Einfaches Pappel Sperrholz welches ich umsonst bekomme. Dieses ist jedoch einseitig immer sehr schmutzig. Somit ist schleifen angesagt. 
Bild 144: Danach kann es sich sehen lassen.
Bild 145: An die Oberkanten der vier Platten fräse ich mit einem 9mm Fräser eine 9x9mm Kante an.
Bild 146: Wieder eine Probemontage. Hier ist die Kante schön zu sehen.
Bild147: Auch diese Bretter werden mit Lamellos verbunden.
Bild 148: Nun wird der Kasten zusammengeleimt und Rechtwinklig verspannt.
Bild 149: Nachdem alles trocken ist wird der gesamte Kasten auf den ersten Stock aufgesteckt und ebenfalls verleimt sowie verspannt.
Bild 150: Der Kasten wird innen noch mit Schaumstoff ausgespant zur besseren Geräuschdämmung des Staubsaugers.
Bild 151: Nun ist das Erdgeschoss, der erste Stock und der zweite Stock fertig.

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Das Dachgeschoss

Der fertige Deckel
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Bild 159.
Bild 160.
Bild 161.
Bild 162.
Bild 163.
Bild 164.
Bild 165.

Bild 152: Für den Deckel werden nun alle Teile zugesägt, zwei Seitenteile, die Rückwand, die Vorderseite sowie der Deckel selbst.
Bild 153: Auch diese Teile werden mittels Lamellos verbunden.
Bild 154: An den Wänden des Deckels wird ebenfalls eine Kante mit 9x9mm angefräst, jedoch dieses mal als Innenkante ausgeführt.
Bild 155: In die Rückwand werden nun die Lüftungsschlitze für die Abluft des Staubsaugers eingefräst.
Bild 156: Diese fräse ich mit einem 5mm Fräser ca. 6mm tief ein.
Bild 157: Von der Innenseite der Rückwand fräse ich ca. 13mm tief die Belüftung aus bis alle Lüftungsschlitze freigelegt sind.
Bild 158: Von einem alten Staubsauger hatte ich noch ein Lüftungsflies, dies eignet sich hervorragend für diesen Zweck um die Lüftungsgitter von innen zu verschließen.
Bild 159: Dazu säge ich eine passende Holzleiste auf der BS zurecht...
Bild 160: ...womit ich dann das Flies ganz einfach auf seine Position klemme.
Bild 161: Von außen sieht das dann so aus.
Bild 162: Nun wird wieder alles zusammengeleimt. Zuerst der Deckel mit der Rückseite...
Bild 163: ...dann die Seitenwände und zum Schluss die Vorderwand.
Bild 164: Der Deckel wird innen bis auf die Abluftschlitze ebenfalls mit Schaumstoff ausgepolstert.
Bild 165: Dann muss noch ein Durchgang für das Stromkabel gebohrt werden und der Deckel (Bzw. das Dachgeschoss) wird einfach aufgesetzt. Ging etwas stramm aber das ist glaube ich gerade gut so!
Test: Staubsauger einschalten und Geräuschmessung vornehmen. Wir erinnern uns das der Staubsauger vorher mit Rund 92 db zu Buche schlug. Jetzt sind es gerade noch knappe 67 db - Wow, ich bin begeistert. Somit kann ich auch mal saugen ohne gleich einen Gehörschutz zu benützen. Die Ablüftung funktioniert super.