Zwingenpyramide

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    30 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Eigentlich nur als kleines Zwischendurchprojekt geplant, wurde dann doch etwas mehr daraus. Wie kam es hierzu?
Nun ja: Als ich so mein Werkbankupdate durchführte, entnahm ich u.a. auch die ganzen Zwingen aus der Schublade. Die lagen dann so auf der Werkbank und daneben auf dem Fußboden, bald mal hier und bald mal da... Das ging so lange gut (eine Woche), bis mir der Geduldsfaden riss, weil ich ständig den Kram entweder wegräumen oder drauf-/drübertreten mußte. Eine Lösung mußte her.
So kam es also, dass ich eines Abends bei einer kühlen Tasse Hopfenkaltschale vor dem heimischen PC saß und mir meine LieblingsYTber ansah... Dabei stieß ich dann auch auf den von mir abonierten FranksShed, der dort eine drehbare Zwingenaufbewahrung vorstellte. Also genauer aufgepasst, festgestellt, dass sowas auch bei mir ganz gut reinpassen würde, und mal eben die Maße abgenommen, so weit, wie man sie halt abnehmen kann. Transportrollen hatte ich eh grad einige Sätze für weitere Projekte bestellt, also konnte ich am nächsten Tag frisch ans Werk gehen.
Das Projekt kann man locker leicht an einem Tag fertigstellen. Bei mir hat das etwas länger gedauert. Das ist dem Umstand geschuldet, dass ich nicht immer volle 8 Stunden am Stück in die Werkstatt darf. Meistens kommt die Regierung und hat neue Pläne für meinen Tagesablauf vorgesehen und die sind unbedingt zu erfüllen, sonst könnte es zu Komplikationen führen... :)

Wie immer gilt auch hier:
Konstruktive Kritik nehme ich gern an, destruktive prallt an mir ab ;) Auf Fragen versuche ich gern schnell zu antworten, gerne auch per PN:)

Gruß
Christian

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PEX 220 A  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • PTS 10  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • Akku-Schrauber,  BS 14.4
  • Akku-Schrauber,  SB 18 LT Impuls
  • Allzwecksauger,  GAS 25 L SFC
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Wolfcraft Undercover-Jig
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Materialliste
  • 1 x OSB3-Verlegeplatten | OSB (60x60cm)
  • Sparschalungsbretter | Vollholz (22x72mm)
  • Spanplatte | Holz (diverse Größen)
  • Schrauben | Metall (diverse Größen)
  • Transportrollen | Metall/Gummi (75mm, 4xLenkrolle, 2gebremst)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Grundaufbau/Rahmen und Fahrwerk

Zuschnitt der Eckhölzer an der gerade fertig gewordenen Kapp-und Gehrungssägenstation
5° schräge Füße
...und alles schön gleichmäßig mit nur marginalem Ausriß,-BOSCH Sägeblatt sei dank!
Grundplatte besteht aus OSB3-18mm in der Größe 60x60cm. In den Ecken Verstärkungen für die Rollen aufgeleimt.
Laufrollen auflegen, anzeichnen, vorbohren und verschrauben
Die verwendeten Schrauben und U-Scheiben
Verstärkungsbretter unten mit einem Winkel von 5° geschnitten.
Mit undercover Jig Befestigungsbohrungen gefertigt
Lage markiert, verleimt und geschraubt
Die Eckhölzer ebenfalls mit undercover Jig gebohrt und eine weitere Bohrung für eine Schraube zum Verstärkungsbrett
Für die obere Querverbindung wurden kleine Stützhölzchen zugeschnitten. 45° Winkel plus ~5° nach hinten geneigt. Verleimt und gebohrt und geschraubt
Bis dieses Bild entstanden ist, lief eine Menge Holz als Späne durch die Maschine...

Der Aufbau ist an und für sich super einfach. Wenn, ja wenn ich nicht auf die Wahnsinnsidee gekommen wäre, anstelle eines normalen Turms einen Pyramidenstumpf zu bauen, also die gleiche Konstruktion wie der Kollege aus dem Internet...
Aber vom Anfang:
Ich habe zunächst die Grundplatte aus einer OSB3-Verlegeplatte 18mm zugeschnitten. Größe: 60x60cm. Dann in die Ecken je ein Stück Brett zur Aufnahme und Verstärkung der Laufrollen verleimt. Die Laufrollen sind je zwei normal drehbar und zwei drehbar mit Feststeller. So weit, so schlecht.
Jetzt ging es an den Aufbau. Vier Sparschalungsbretter (regelmäßige Leser meiner Projekte werden spätestens jetzt etwas merken;)) auf Länge geschnitten und die "Füße" mit einem Winkel von 5° versehen auf der Kapp-und Gehrungssäge. Dann die Verstärkungsbretter zugeschnitten, ebenfalls mit 5° unterem Winkel. Auch gut.
Die Bretter sowie die Eckhölzer wurde mittels Wolfcraft undercover jig zum Verschrauben vorbereitet. Auf dem Grundbrett habe ich die genaue Lage für die Verstärkungsbretter sowie die Eckhölzer ermittelt. Mit einem langen Winkel zunächst über Kreuz ein Kreuz gezeichnet. Von hier aus jeweils halbe Stärke nach oben und unten (Längsbegrenzungen). Vom Schnittpunkt dieser Linien zu den Außengrenzen des Brettes eine Linie (äußere Kante der Eckhölzer). 72mm nach innen eine weitere Linie (äußere Kante der Verstärkungsbretter).
Das war alles Spielkram und binnen ich glaube 2 Stunden komplett erledigt...
Aber dann...
Der werte Herr zeigt dann, dass er die einzelnen "Etagen" der Aufhängung mit Holzklötzchen verstärkt. Er schneidet da eine Menge Klötzchen zu. Ok. Mache ich. 45° Winkel war ja logisch. Länge ermittelt und gut. Höhe von oben ermittelt, angeleimt und verschraubt. Und jetzt noch schnell das erste Brett mit 2x 45°Winkel zugeschnitten und eingepa...?!? Häh??? Wieso paßt das nicht???
Es hat einige Zeit gedauert, bis ich verstanden hatte, warum das Brett nicht passen wollte...
Logischerweise handelt es sich ja hierbei um eine Pyramide bzw. einen -stumpf. Daher ja auch der ominöse 5°Winkel. Blöd nur, dass man diese 5° jetzt auch auf die Streben übertragen muß. OK, 5° nach hinten neigen das Sägeblatt und dann nochmal mit 45° schräg... ?!? Wieso paßt das denn jetzt nicht??? Blödhammel... Der Winkel teilt sich ja auf beide Seiten auf... Also einmal 2,5° links nach hinten und einmal -2,5° rechts nach hinten, jeweils mit 45°Winkel...
Jetzt braucht man nur noch aufzupassen, dass man auch richtig herum sägt...

Den Rest dürft ihr euch denken. Es hat mich etwas mehr gekostet als die abgebildeten Bretter... Die Verschnitte landeten unmittelbar im wasserführenden Kamin und gingen in die Heizung über;):D

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Bestückung der Zwingenpyramide/Resumee

Die restlichen Etagen habe ich dann nach und nach aufgebaut und geschnitten, ich wußte ja jetzt, worauf es ankam:)
Danach habe ich aus allen Räumen meine Zwingen und Klemmen zusammengesucht und die Halter bestückt.
Wie ihr sehen könnt ist da noch reichlich Platz vorhanden. Keine Panik, es werden im Laufe der Jahre bestimmt noch einige Zwingen dazukommen. Mein Wunschzettel ist ziemlich lang.

Fazit: Einfach zu bauendes, sehr stabiles und mobiles Teil zur Aufbewahrung von reichlich Zwingen. Raten kann ich euch nur, dass ihr diesen ominösen 5°Winkel einfach weglasst. Baut einen Kubus, also senkrechte Wände. Das hält allemal, da fällt auch nix um und sehen kann man das eh kaum:)

Bis zum nächsten Projekt und Grüße aus Niedersachsen

Christian


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