Zweites Leben für eine alte Säge

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Vorher
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Seit Jahren liegt die alte Säge rum. Sie wurde immer wieder von Regal zu Regal verräumt, oder in irgendeine Kiste. Dabei ist es eine ziemlich schöne Tenonsäge. Das Sägeblatt war verrostet, der Messingrücken verblichen und dreckig aber am schlimmsten hat es den Griff erwischt. Nicht nur war der Griff gerissen, eine Schraube hielt alles zusammen. Darüber hinaus, der Griff hat für mich überhaupt nicht gepasst. Also, entweder Sperrmüll oder Restaurieren...

Du brauchst

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Materialliste
  • Hartholz (zB Eiche)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Begutachten

Der Griff musste weg, soviel war sofort klar. Nicht nur war der kaputt, der Form passte überhaupt nicht zu meinen Händen.

Eine Schraube hielt alles zusammen :-)

Man sieht auch eindeutig, dass das Blatt Rostschäden hatte, die ich niemals ganz rauskriegen würde. Es müsste aber auch nicht sein. Ziel war es, die Säge nochmal hernehmen zu können. Auf den Messingrücken liest man "Tyzack & Son" aus Sheffield.

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Neuer Griff

Ich habe mich für Eich entschieden. Ich wollte Eichenteile aufbrauchen, und für einen Sägengriff braucht man nicht allzu viel Holz. Also, die dünnen Restleisten zusammenleimen und dann grob den Viereck ausschneiden was ich hernehmen wollte.

Danach ging es ans Hobel, um den Brett gerade und eben zu bekommen. Das ging flott mit dem Handhobel (einen scharfen Klingel vorausgesetzt).

Danach mit der Bandsäge grob den Form von der alten Säge ausgesägt. Hier bin ich aber teilweise von der alten Säge abgewichen, damit der Griff dann für mich besser passen würde. Meine Hände sind doch ein bisschen größer als die der ursprünglichen Besitzer.

Nach dem Aussägen müsste das Loch für den Finger ausgestochen werden. Um Zeit und Nerven zu sparen entschiede ich mich für den Forstnerbohrer und die Laubsäge. Die Arbeit mit dem Forstnerbohrer war einfach, die mit der Laubsäge nicht. Die Blätter sind dermassen empfindlich und Eiche ist auch nicht das weichste Holz.

Nach dem Aussägen habe ich Kurven besser hinbekommen mit Schleifblöcke die ich in dem Standbohrer eingespannt habe - von 40er bis auf 120er Schleifpapier.

Die seitliche Rundungen habe ich dann auf dne Frästisch fertiggestellt und danach geschliffen.

Der erste Vergleich alt gegen neu sah war dann schon interessant.

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Löcher bohren und verbinden

Nachdem der Griff fertig war, musste ich einen Schlitz mit der Japansäge einsägen, damit das Blatt auch reinpasste. Zuerst Dozuki fürs eigentliche Blatt und dann Ryobi für den Rücken. Ein bisschen Arbeit mit dem Stemmeisen blieb mir aber nicht erspart.

Nachdem das Blatt ordentlich passte, musste ich die Löcher bohren. Zuerst vorbohren mit dem Forstnerbohrer (2mm tief) und dann mit einem 8er Bohrer durch. Die Schrauben haben irgendeinem Zollmass aber die sitzen gut genug in der 8er Bohrung.

Nachdem das Blatt verbunden wurde, ging es ans Fertigstellen.

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Fertigstellen

Für das Blatt und für den Messingrücken habe ich Tomatenketchup verwendet. Die Säure in den Tomaten (oder Essig?) bleibt dank der Dickflüssigkeit gut heften. Nach 30 Minuten Einwirkzeit, einfach wegwischen und siehe da - alles glänzt wieder. Da kam sogar einen Elefant zum vorschein.

Der Griff wurde bis 180er Körnung geschliffen und hat dann zweimal Leinölfirnis aufgetragen bekommen.

Fertig ist die alte Säge. Die liegt gut in den Händen, ist bequem zu benutzen und musste also doch nicht weggeschmissen werden. Demnächst muss ich sie ordentlich schärfen aber fürs Erste bin ich doch ziemlich zufrieden.


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