• Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Meine Frau hat vor kurzem eine Wolfspatenschaft übernommen. Ich finde ihr Engagement diesbezüglich einfach toll und deshalb habe ich mir überlegt, ihr dazu etwas passendes zu basteln.
Durch mein Valentinstagsprojekt habe ich Gefallen an der Arbeit mit der Dekupiersäge gefunden, deswegen habe ich mich für "Fretwork" entschieden.
Ein meinen Fähigkeiten nicht entgegenstehendes Motiv (sprich: nicht zu kompliziert) fand ich zum kostenfreien Download auf der Homepage von Steve Good (Danke hierfür!)

Die Projektkosten musste ich mal wieder grob schätzen, weil meine Holz-Restekiste scheinbar unerschöpfliche Vorräte beinhaltet (Ich wollte, das wär bei meinem Bankkonto auch so).

Weitere Projekte von mir findet ihr HIER

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge SD1600V
  • Tischbohrmaschine
  • Schleifpapier
  • Schlüsselfeilen
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Materialliste
  • 1 x Platte | Sperrholz Pappel (210mm x 300mm x 12mm )
  • 1 x Platte | Sperrholz Pappel (210m x 300mm x 4mm)
  • Holzleim
  • Holzbeize | Farbton Mahagoni
  • Klarlack
  • Klebeband
  • Klebestift
  • 2 x Bilder-Klappösen

Los geht's - Schritt für Schritt

1 6

Innenschnitte

Bei der Materialwahl habe ich mich aus folgenden Gründen für Sperrholzplatten entschieden:
- lässt sich leicht sägen
- verzieht sich kaum
- hatte ich in meiner scheinbar unerschöpflichen Restekiste in passender Größe rumliegen.

Für die Silhouette habe ich extra 12mm dickes Holz genommen: hiermit wollte ich die Bruchgefahr bei den dünnen Stegen etwas mindern. Bei der Rückplatte muss ich ja nur die Außenkontur sägen, daher habe ich hierfür 4mm dickes Holz genommen.

Als erstes habe ich die auf Normalpapier ausgedruckte Vorlage mit Klebestift (ich habe keinen Sprühkleber, wollte keinen extra kaufen und der Pritt lag grad rum) auf der Sperrholzplatte fixiert. Darüber habe ich dann eine Schicht durchsichtiges Klebeband geklebt: dies dient nicht nur dem zusätzlichen Halt der Vorlage, sondern kühlt auch das Sägeblatt. Auch der Rückseite habe ich eine Schicht Klebeband spendiert: kostet mich wenig, vermindert aber Ausrisse durchs Sägen - eine klassische win-win-Situation also!

Bilder hiervon habe ich mal nicht gemacht. Wer ohne Bildchen bereits daran scheitert, ein Stück Papier auf ein Stück Holz zu kleben, sollte sich eventuell überlegen doch lieber einen Baum zu fällen. Oder sich in die Sonne zu legen.

Apropos Sonne: In meiner Werkstatt (Dachboden, unisoliert) ist es so dermaßen heiss, dass ich mir erstmal aus dem Kühlschrank ein gut gehopftes Kaltgetränk hole: für die kommenden Innenschnitte brauche ich sowieso ein ruhiges Händchen!

Für die gefühlten 189 Innenschnitte bohre ich zunächst die Löcher mit der Standbohrbaschine (2,5mm Bohrer) vor. Dann heisst es: Sägen bis der Kiefer wackelt.
Jaaa, das ist nämlich das größte Problem an meiner tollen Dekupiersäge von Scheppach: sie vibriert so heftig, dass nach zwei Stunden die Fingerspitzen taub sind und man nix mehr sieht. 
Dann mach ich halt morgen weiter. Mir ist hier oben jetzt eh zu heiss...

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Außenkontur

Nach einem Tag "Sägepause" kribbeln auch endlich die Fingerspitzen nicht mehr.
Damit ich die Konturen besser sehe, nehme ich mir aus dem Büro die "Katalog-Preisteil-Vergrößerungsbrille" mit (jaja, das Alter) und säge vorsichtig die Außenkontur.

Hmm.
Ging vor zwei Tagen irgendwie besser.
Da werde ich aber einiges feilen müssen!

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Mini-Zwischenprojekt: Feilen selbst gemacht

Die groben Sägefehler kann ich ja zum Glück mit meinen Schlüsselfeilen relativ gut ausbügeln, allerdings sieht man dann die Feilenstriche doch recht deutlich. Mit feinem Schleifpapier könnte man die ja weg bekommen, aber wie komme ich damit dahin?

Von meinem Laternenprojekt habe ich noch Reste (es scheint sich hier ein Muster entwickelt zu haben, fällt mir gerade auf!) vom Bastelglas rumliegen.
Ich nehme mir davon drei Stücke, schneide mir passende Stücke Schleifpapier zurecht (120er, 180er, 220er und 400er Körnung) zurecht und klebe diese mit Sekundenkleber auf die Stäbchen:
Et voilà: drei feine Feilen!

4 6

Rückplatte

Bei der Rückenplatte der Maske verfahre ich fast genauso, wie bei dem anderen Teil. Allerdings lasse ich die Innenschnitte aus, die gibt es hier nämlich nicht. Außerdem trinke ich kein Bier: es ist zwar schon wieder verdammt heiss hier, aber halb 11 Uhr morgens ist einfach die falsche Zeit dafür.
- Vorlage aufkleben und mit Klebeband überkleben
- Konturen aussägen
- Schleifen schleifen schleifen (120er, 180er, 220er Körnung)

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Farbgebung

Analog zur Vorlage wollte ich die beiden Teile in unterschiedlichen Farben haben.
In meinem Farbenschrank habe ich noch ein Fläschchen Holzbeize gefunden, was ich irgendwann mal gekauft aber nie verwendet habe. Zu der hellen Rückenplatte passt der Farbton Mahagoni hervorragend, meine ich.
Dummerweise hat die Beize wohl irgendwann mal Frost abbekommen (ihr erinnert euch: Dachboden, unisoliert) und die Pigmente waren etwas ausgeflockt. Ich habe lieber erst mal auf einem Abfallholz probiert, ob die Beize überhaupt noch färbt.
Nach bestandenem Test habe ich dann die Beize großzügig mit dem Pinsel aufgetragen: die Ausflockungen habe ich so gut es ging verstrichen.
Der Rest Beize wird (fachgerecht) entsorgt.

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Kleben und Nageln

Als nächstes habe ich die Rückseite der Stege sparsam mit Holzleim eingestrichen. Nicht weil ich geizig bin und dem armen Wolf keinen Leim gönne, sondern damit zwischen Maske und Rückenplatte kein überschüssiger Laim hervorquillt.

Die Rückenplatte lege ich auf ein Holzbrett, die mahagonifarbene Maske wird ausgemittelt daraufgelegt und vorsichtig angedrückt. Erst dann kommt noch ein weiteres Holzbrett oben drauf und dann wird das ganze Gebilde vorsichtig mittels Einhandzwingen verpresst.

Dank der immer noch hohen Tempreaturen in der Werkstatt zieht der Leim so schnell an, dass ich die erste Schicht Klarlack bereits nach zwei Stunden aufbringen kann - die zweite Schicht dann nachmittags und abends bereits die dritte Schicht!
Die Wartezeit vertreibe ich mir mit Rasenmähen, Gassi gehen, Kinder bespaßen und Abendessen vorbereiten.

Zu guter Letzt muss noch ein Aufhänger dran.
Beziehungsweise zwei Aufhänger: Die Gefahr, in der Mitte mit den Nägeln durch die Rückenplatte zu kommen und damit das Kunstwerk zu zerstören war mir zu groß! Deswegen habe ich jeweils rechts und links hinter die Ohren einen Bildhaken (Klappösen-Aufhänger) genagelt.

Jetzt nur noch in Geschenkpapier einpacken (lag noch von Weihnachten in der Werkstatt), runterbringen und auf dem Küchentisch "vergessen".

"Uiii, ist das für mich?"


Mission MachDieFrauGlücklich erfolgreich beendet!



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