Wohnzimmertisch Wild Eiche massiv

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Der neue Wohnzimmertisch
Der neue Wohnzimmertisch von der Seite
Der neue Wohnzimmertisch von oben
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    180 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Da wir uns nun nach gut 15 Jahren ein neues Wohnzimmer samt neuer Couch geleistet haben, fehlte nur noch ein passender Wohnzimmertisch. Egal wo wir geschaut haben, es gab einfach keinen passenden Tisch zu unseren neuen Möbel. Also beschlossen wir, das ich einen selber bauen darf.
Das neue Wohnzimmer ist aus Wildeiche Natur geölt. Und somit relativ hell. Also machte ich mich auf die Suche nach passenden Bohlen aus Wildeiche. Fündig wurde ich dabei beim Holzhändler um die Ecke und kaufte mir dort 15 einzelne Bohlen besäumt und sägerau mit 30x150mm und 1,25 Metern länge.
Zusätzlich benötigte ich noch etwas Hartwachsöl was ich mir dann Online in der Bucht besorgte.
Die Kosten für dieses Projekt setzen sich also aus diesen zwei Posten zusammen ca.165,-€ für das Holz und knapp 13,-€ für das Hartwachsöl.

Und nun viel Spaß beim durchlesen

Hier findet ihr meine anderen Projekte

Los geht's - Schritt für Schritt

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Demontage des alten Wohnzimmertisches

Bild 01: Der alte Wohnzimmertisch in Ahorn Furnier
Bild 02: Die begehrte Höhenverstellung
Bild 03: Das alte Untergestell

Der alte Wohnzimmertisch passte natürlich nicht mehr mit seinem Ahorn Furnier zur neuen Wohnzimmerausstattung. Des weiteren war die Tischplatte schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, hier und dort etliche Abplatzer und deutliche Kratzer. Des weiteren gefiel meiner besseren hälfte die Rundungen der Tischplatte überhaupt nicht mehr.

Dennoch suchten wir nach einem Wohnzimmertisch der unserem alten sehr ähnlich sein sollte (Macht der Gewohnheit).
Was bei unserem alten sehr praktisch war und wir auch sehr oft davon Gebrauch gemacht haben, ist die Höhenverstellung. Also musste sie demontiert werden.

Bild 01: Dies ist der alte Wohnzimmertisch mit den Maßen 75x100cm. Die einstellbare Tischhöhe lag zwischen min. 50cm und max. komplett ausgefahren 70cm.

Bild 02: Das Stahlgestänge mit der integrierten Höhenverstellung ist das einzige Teil was ich vom alten Tisch wiederverwerten möchte. Dazu musste ich zuerst die Tischplatte abschrauben und anschließend vier kleine Schrauben am Oberteil des Tischfußes entfernen. Zumindest dachte ich das so, also zog ich wie wild an dem Gestänge aber es bewegte sich nichts. Somit stellte ich den Tischfuß auf den Kopf und siehe da, nochmal zwei Schrauben die das Gestänge im Tischfuß halten.

Bild 03: Nach dem entfernen des letzten beiden Schrauben konnte das Gestänge entnommen werden. Der Rest, Tischplatte und Tischfuß findet leider keine Verwendung mehr. Somit geht das mitsamt den anderen alten Wohnzimmermöbeln auf den Sperrmüll. Eigentlich sehr schade, aber was soll man auch aus Pressspan machen?? Das sind dann immer die Momente wo ich mir Massivholzmöbel wünsche!

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Vorbereiten der Bohlen

Bild 04: Die unbehandelten Bohlen
Bild 05: Dickenhobeln
Bild 06: Alle auf die gleiche Dicke
Bild 07: zwei Tonnen Späne
Bild 08: Seiten hobeln
Bild 09: Alle Bretter fertig

Bild 04: Als erstes habe ich die einzelnen Bohlen nach ihrer dicke sortiert. Leider hatte ich da erhebliche Abweichungen zwischen 28 und 35mm Dicke! Ich bin davon ausgegangen das wenn ich solche Bretter beim Sägewerk hole und 30mm Dicke möchte, dann auch 30mm Dicke bekomme. Wizigerweise waren aber alle exakt 150mm breit.

Bild 05: Somit musste ich die Bohlen mehr als gewollt durch den Dickenhobel lassen. Für die Tischplatte habe ich durch das Aussortieren sechs Bohlen auf 29mm Dicke hobeln können. Der Rest wurde dann auf 27mm heruntergehobelt bis alles schön sauber war.

Bild 06: Hier mal eine Ansicht der bereits gehobelten Bohlen. Da Eiche sehr hart ist machte ich pro Hobeldurchgang immer nur ca. einen halben Millimeter weg.

Bild 07: Insgesamt habe ich durch das Dickenhobeln zwei 60 Liter Fässer Hobelspäne erzeugt. Wahnsinn was das an Volumen ergibt.

Bild 08: Nach dem Dickenhobeln wurde dann noch die Seiten der einzelnen Bretter winklig gehobelt, zumindest so wie es der Hobel hergab. Und da von einem rechten Winkel zu sprechen ist schon sehr übertrieben. Das seitliche Führungsblech war zwar exakt auf 90 Grad eingestellt, verbog sich aber immer wieder - das wird wohl eines meiner nächsten Projekte, hier eine exakte Führung zu bauen :)

Bild 09: Nachdem alle Bretter komplett gehobelt waren, war für mich erst mal Pause und vor allem für den Hobel, den der war ordentlich warm gelaufen. Es stank in meiner Werkstatt ordentlich nach Gummi, was ich während dem Hobeln mit Maske nicht gerochen habe. Der Riemen musste wohl ordentlich leiden.

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Zwei Tischplattenhälften miteinander verleimen

Bild 10: Bretter aneinander legen
Bild 11: Bretter vorbereiten
Bild 12: Zueinander sägen
Bild 13: Detail auf Sägeschnitt
Bild 14: Jetzt passen sie besser zusammen
Bild 15: Lamellos anzeichnen
Bild 16: Bretter festspannen
Bild 17: Lamelloverbindung fräsen
Bild 18: Alle fertig
Bild 19: Miteinander verleimen
Bild 20: fest verspannen
Bild 21: Dreierpakete herstellen
Bild 22: getrockneten Leim und überstand abkratzen

Bild 10: Nach dem Hobeln lege ich die Bretter welche für die Tischplatte bestimmt sind aneinander. Hier sind trotz dem Hobeln der Seiten deutliche Winkelabweichnungen zu sehn. Daher muss hier nochmals nachgearbeitet werden.

Bild 11: Ich lege mir eine Sperrholzplatte auf meinen Sägetisch und fixiere zwei Bretter aneinander liegend mittels doppelseitigem Klebeband.

Bild 12: Ein Brett kann ich nun zusätzlich mit Zwingen befestigen. Das andere hält nur mittels des Klebebandes. Mit der Tauchsäge säge ich nun genau zwischen den beiden aneinander liegenden Platten durch.

Bild 13: Hier im Detail der Sägeschnitt zwischen den Brettern. Durch diesen Schnitt können nun beide Bretter exakt aneinander liegen und es bildet sich kein Spalt dazwischen.

Bild 14: So werden dann alle Bretter bearbeitet. Und nun passen sie perfekt aneinander.

Bild 15: Die einzelnen Bretter möchte ich nun mangels eines Verleimfräsers mit Lamellos miteinander verbinden. Dazu nehme ich pro Verbindung insgesamt 9 Lamellos. Diese zeichne ich nun auf allen Brettern mittig an.

Bild 16: Damit alle Lamelloverbindungen sauber auf einer Höhe sind, spanne ich die Bretter einzeln wieder auf eine ebene Fläche..

Bild 17: Anschließend werden nun alle Fräsungen für die Lamellos vorgenommen.

Bild 18: Da die Tischplatte aus insgesamt sechs Brettern besteht, muss ich dieses 90 mal wiederholen um alle Fräsungen durchzuführen.

Bild 19: Jetzt kann die Tischplatte verleimt werden. Da ich keine Verleimzwingen habe verbinde ich zu erst zwei Bretter miteinander. Und wiederhole dies mit einem zweiten Paar.

Bild 20: Ich nehme dazu was ich so an Zwingen im Fundus habe.

Bild 21: Nachdem die zwei Bretter miteinander verbunden und getrocknet waren, fügte ich ein drittes hinzu.
Ich wiederholte dies mit dem zweiten Paar.

Bild 22: Nach dem trocknen habe ich den ausgetretenen Leim sowie einen evtl. überstand mit einer Ziehklinge abgezogen.

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Einbringen der Gratleistennut in die Tischplattenhälften

Bild 23: Die vorbereiteten zwei Tischplatten
Bild 24: Lamello Verbindung ohne Leim
Bild 25: Fest zusammen fügen
Bild 26: Gratleisten anzeichnen
Bild 27: Gratleistennut einfräsen
Bild 28: Fertig
Bild 29: Die Enden der Gratleistennut
Bild 30: Ausstemmen mit dem Stechbeitel
Bild 31: Nut mit Schwalbenschwanzfräser nachfräsen
Bild 32: Gratleistennuten in Tischplatte sind nun fertig
Bild 33: Trennen der Hälften und Detail einblick.

Bild 23: Somit habe ich nun zwei Dreierpakete mit verleimten Holzbrettern.

Bild 24: Nun setzte ich Lamellos ohne diese zu verleimen in die gefrästen Nuten ein.

Bild 25: Und schob die beiden Hälften so gut es ging zusammen. Wichtig, ohne Leim, da ich diese später wieder auseinander machen möchte.

Bild 26: Nun zeichne ich die Nut für die Gratleiste an. Auf der Unterseite der Tischplatte möchte ich so zwei Gratleisten einbringen. Daran wird dann später das Metallgestell für die Höhenverstellung geschraubt. Somit ist der Abstand der beiden Gratleisten zueinander dadurch vorgegeben.

Bild 27: Hierbei habe ich noch überhaupt keine Erfahrung und brauchte etwas Zeit bis ich mich getraute die erste Fräsung durchzuführen. Bevor ich hier mit der Anfertigung der Gratleisten bzw. Gratleistennut begonnen habe, habe ich mich darüber im Freundeskreis (Danke für die Tipps!!!) und im Netz informiert. Die Passung für die Gratleisten muss schlichtweg perfekt sein, und genau davor hatte ich einen riesen Respekt!
Nun aber los, nach dem anzeichnen nehme ich die Oberfräse mit einem 12er Fräser und fräse 10mm tief, fast über die gesamte Breite des Tisches. Ich lasse auf jeder Seite ca. 5 cm Rest stehen.

Bild 28: Die gefräste Nut ist insgesamt 30mm breit. Diese mache auf auf jeder Seite des Tisches.

Bild 29: Die vier Enden der Fräsung werden natürlich nicht von alleine Eckig.

Bild 30: Also nehme ich den Stechbeitel zur Hand (Jetzt übrigens mit Rasiermesser scharfer Klinge) und arbeite die Ecken heraus.

Bild 31: Würde ich so nun die Gratleiste in die Nut stecken würde diese von alleine wieder heraus fallen. Also kommt zusätzlich noch der Schwalbenschwanzfräser zum Einsatz. Ich fräse damit der länge nach die beiden Nuten auf jeder Seite nach.

Bild 32: Nach dem Fräsen schaut die Tischplatte nun so von unten aus. Nun kann ich die beiden Hälften wieder voneinander trennen.

Bild 33: Hier im Detail gut zu sehen, der V-Ausschnitt welcher durch den Einsatz des Schwalbenschwanzfräsers entsteht. Der vordere kleine Absatz ist dadurch entstanden, das ich die Gratleistennut genau auf einer Lamellofräsung gemacht habe. Dies hätte ich vorab bedenken müssen. Aber darauf hatte ich vorher gar nicht geachtet. Ist aber auch egal. Beim Fräsen der Nut habe ich sogleich auch den Lamello in die richtige Passform gefräst. Somit kann dieser trotzdem eingesetzt werden.

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Anfertigen der Gratleisten

Bild 34: Zusägen der Gratleisten
Bild 35: 87cm lang
Bild 36: Fräsen auf breite
Bild 37: Abdeckung fräsen
Bild 38: Schwalbenschwanzfräser einstellen
Bild 39: Schwalbenschwanz anfräsen
Bild 40: Exakte Passung
Bild 41: Bandsäge einrichten
Bild 42: Enden abschrägen
Bild 43: So schaut das dann aus
Bild 44: Bandsäge einrichten
Bild 45: Gratleiste der Länge nach sägen
Bild 46: Seitliche schräge
Bild 47: Gratleisten vorbereitet

Bild 34: Aus einem 35mm Dickem Brett säge ich mir die Gratleisten zurecht. Die Breite des Tisches beträgt knapp 88cm und somit Säge ich die Gratleisten auf 87cm Länge zu.

Bild 35: Die Breite der beiden Leisten säge ich auf 6cm.

Bild 36: Nun spanne ich in meinen MFT einen 12mm breiten Fräser und fräse an den beiden Gratleisten ringsum den 12mm Breiten und 10mm tiefen Absatz an.

Bild 37: Ich möchte das die Gratleiste die komplette gefräste Nut in der Tischplatte abdeckt. Somit fräse ich auf beiden Seiten knapp 6cm ab. Die Gratleiste muss für die Ausdehnung bzw. dem Zusammenziehen des Tisches Platz bieten. Die Seiten werden auch nochmals etwas abgefräst. Ich lasse einen mittleren Steg von ca. 40mm stehen.

Bild 38: Jetzt spanne ich den Schwalbenschwanzfräser wieder ein und fräse die Negativform zur Nut.

Bild 39: Dies ist der heikelste Schritt, Die Verbindung zwischen Gratleiste und Nut muss sehr stramm sein und darf kein spiel aufweisen. Somit taste ich mich zum Schluss zehntel für zehntel an die Nut in der Tischplatte an.

Bild 40: Dafür habe ich relativ lange gebraucht. Aber die Gratleiste lässt sich gerade mal 20mm tief einschieben, ab da benötigt man schon einen deutlich höheren Kraftaufwand. Ich denke das ist Perfekt, zumindest hoffe ich das.

Bild 41: Die beiden Gratleisten unter dem Tisch sollen keine blockigen Vierkantpfosten sein, Somit stelle ich meine Bandsäge mittels kleinen Hilfshölzchen auf einen Winkel ein un die Enden abzuschrägen.

Bild 42: Diese Schräge säge ich an allen vier Enden der Gratleisten an.

Bild 43: Der fertige Schnitt schaut dann so aus. Den Winkel habe ich frei gewählt, so das er für mich schön war.

Bild 44: Nun stelle ich die Bandsäge erneut ein und kippe sie um 10 Grad ab. Als Anschlag für die Gratleisten befestige ich einen Anschlagwinkel daran.

Bild 45: Jetzt muss ich nur noch die Gratleisten durch die Bandsäge schieben, na los trau dich :) ich hatte wirklich ein wenig Angst, das ich die Gratleisten nun nach der ganzen Arbeit verhunze.

Bild 46: Aber alles ging gut. Der Schnitt wurde sehr sauber.

Bild 47: Ansicht von oben nach dem abschrägen. So können die Gratleisten nun verbaut werden.

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Zusammenbau der Tischplatte

Bild 48: Eine Tischplattenhälfte festzwingen
Bild 49: Einschlagen der Gratleisten
Bild 50: Zweite Tischplatte aufschieben
Bild 51: Lamellos und Tischhälften mit Leim bestreichen
Bild 52: Tischhälften zusammen ziehen
Bild 53: fest verspannen
Bild 54: Nach dem trocknen abziehen
Bild 55: Ansicht von unten
Bild 56: Tisch auf Länge sägen
Bild 57: Fertige Tischplatte

Bild 48: Damit ich die beiden Tischhälften mit den Gratleisten zusammenschieben kann, muss ich eine der bedien Hälften auf meinem MFT festzwingen.

Bild 49: Die beiden Gratleisten werden nun in die Nut eingeschoben, dies gelingt mir von Hand mit großem Kraftaufwand gerade mal ca. 10cm tief. Den Rest schlage ich mit einem Gummihammer voll ein. Dies ging dann recht gut.

Bild 50: Nachdem beide eingeschlagen waren, wurde die zweite Tischplattenhälfte aufgeschoben und mit sanften Hammerschlägen eingeschlagen.

Bild 51: Nun stelle ich die Tischplatte Senkrecht und bestreiche die Verbindungsstelle mit Leim. Wichtig dabei ist das an der Stelle wo die Gratleisten laufen kein Leim hinkommt. Denn diese müssen sich frei bewegen können. Da sich der Tisch je nach Luftfeuchtigkeit ausdehnt oder zusammenzieht.

Bild 52: Unter Zuhilfenahme von vier Zwingen die ich miteinander verbunden habe ziehe ich nun die beiden Tischplattenhälften zusammen.

Bild 53: Und Anschließend werden alle Zwingen fest angezogen und zusätzliche Swingen zur Stabilisierung angebracht. Jetzt muss die Tischplatte erst mal sauber trocknen.

Bild 54: Nach dem trocknen ziehe ich wiederum mittels eine Ziehklinge die Tischplatte ab. Die Ziehklinge ist ein kleiner Edelstahlblechstreifen den ich leicht gebogen habe.

Bild 55: Umgedreht schaut dann die Tischplatte mit den eingebrachten Gratleisten so aus.

Bild 56: Jetzt können die Seiten abgesägt werden, dazu lege ich im rechten Winkel zur Tischplatte meine Führungsschiene auf und säge die erste Seite Bündig ab.

Bild 57: Nach dem säge der zweiten Seite ist die Tischplatte nun fertig und hat ein Gesamtmaß von 88 x 120cm. Der Alte Tisch war etwas kleiner, jedoch ist der zwischenraum unserer neuen Couch auch etwas größer und somit passt wohl der neue Tisch dann auch wieder besser rein.

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Aufbereiten der alten Höhenverstellung

Bild 58: Vorbereitung des Gestells
Bild 59: abschmirgeln
Bild 60: reinigen
Bild 61: Grundierung schwarz
Bild 62: Decklackierung Anthrazit
Bild 63: Finish mit Klarlack Seidenmatt
Bild 64: Fertig

Bild 58: Das höhenverstellbare Stahlgestell schraube ich mit den unteren beiden Schrauben auf eine Pressspanplatte, damit ich es besser stellen kann.

Bild 59: Anschließend kommt meine Lieblingsbeschäftigung, das gesamte Gestell abschmirgeln und von altem Dreck befreien. Die erledigte ich komplett von Hand, da mir hierzu die geeigneten Maschinen fehlen.

Bild 60: Nach dem schmirgeln wird das gesamte Gestell mit Isopropanol abgereinigt und ist somit bereit für neuen Glanz!

Bild 61: Ich beginne mit Grundierfarbe in schwarz matt und grundiere das gesamte Gestell damit insgesamt zwei mal.

Bild 62:
Nachdem die Grundierung getrocknet ist, schleife ich diese nochmals mit einer 1000er Schmirgelleinwand an, danach nochmals abreinigen und gebe dann den Decklack darauf. Der Farbton ist ein sehr dunkles Anthrazit. Auch diese Lackierung wiederhole ich ein zweites mal.

Bild 63: Für das Finish wird das komplette Gestell dann noch mit Klarlack in Seidenmatt überlackiert.

Bild 64: Und fertig ist das Ganze. Schaut auf jeden Fall schon mal besser aus als zuvor. Zumindest passt es nun farblich zu unserer neuen Einrichtung. Da dort ebenfalls kleine Akzente in Anthrazit vorhanden sind.

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Anfertigen der Platten für die Füße

Bild 65: Zusägen der einzelnen Bretter
Bild 66: Auf länge sägen
Bild 67: verschiedene Dicken
Bild 68: Lamellos setzen
Bild 69: Leim auftragen
Bild 70: verspannen
Bild 71: Alle Platten verleimt
Bild 72: Auf endgültige Breite sägen
Bild 73: So sollen sie dann miteinander verleimt werden

Bild 65: Für die seitlichen Füße möchte ich drei Platten aufeinander Leimen und diese sollen jeweils nach außen hin, immer schmäler werden. Von den gehobelten Platten habe ich nun verschiedene Reststücke mit unterschiedlicher Dicke. Es sind noch zwei mit einer Dicke von 29mm und der Rest mit 27mm Dicke vorhanden.

Bild 66: Diese säge ich dann alle auf meinem MFT auf eine einheitliche länge von 50cm zu.

Bild 67: Anschließend werden die Bretter nach Dicke und Maserung sortiert. Ich brauche insgesamt sechs Platten und davon werden vier Platten mit jeweils drei Brettern verleimt und zwei Platten mit je zwei Brettern.

Bild 68: Nach dem sägen und sortieren werden dann die Bretter mit der Lamellofräse gefräst. Ich setze vier Lamellos pro Verbindung ein. Das sollte dicke reichen.

Bild 69: Die Lamellos werden dann eingeleimt und die Verbindungsstellen mit Holzleim sauber bestrichen.

Bild 70: Im Anschluss daran werden die einzelnen Platten mittels Schraubzwingen zusammen gepresst. Bei diesen Platten habe ich dann immer alle einzelnen Bretter auf einmal verarbeitet und nicht wie bei der Tischplatte jeweils nur zwei Bretter.

Bild 71: Nach dem Trocknen wurden hier ebenfalls alle Nahtstellen mit der Ziehklinge abgezogen und somit kann es nun weiter gehen um die feine Abstufung an die einzelnen Platten anzusägen.

Bild 72: Die sechs Platten werden nun noch seitlich auf ihr endgültiges Maß gesägt.

Bild 73: Somit komme ich bei den jeweils drei aufeinander liegenden Platten auf folgende Maße. Die Höhe ist jeweils 50cm. Die untere breiteste Platte hat 43cm in der Breite und die darauf liegende Platte hat 36cm. Die oberste Platte schließt mit 29cm Breite ab.

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Aussparung für Höhenverstellung einbringen

Bild 74: Anzeichnen für die Höhenverstellung
Bild 75: Bandsäge einrichten
Bild 76: Aussägen
Bild 77: Quersteg ausbohren
Bild 78: Ausgesägtes Holz heraustrennen
Bild 79: Ausfeilen
Bild 80: Obere und untere Deckplatte ausfräsen
Bild 81: Endstück
Bild 82: Eckig ausstemmen
Bild 83: Die Fertigen Deckplatten
Bild 84: Passprobe Sicht von unten
Bild 85: Passprobe Sicht von oben
Bild 86: Verbrannte Sägeschnitte
Bild 87: abschleifen
Bild 88: fertig geschliffen
Bild 89: Deckplatten schleifen
Bild 90: fertig für den nächsten Schritt

Bild 74: Um die Höhenverstellung in die beiden Füße einbauen zu können muss dafür Platz geschaffen werden. Somit zeichne ich dies mittig an den einzelnen Platten an.

Bild 75: Da jeder Fuß aus drei Platten besteht muss ich aus der inneren Platte das Stück für die Höhenverstellung aussägen. Dazu verwende ich auf der Bandsäge meinen Schiebetisch.

Bild 76: Und somit werden nun bei beiden inneren Platten die Aussparungen ausgesägt.

Bild 77: Da der Sägeschnitt nicht komplett durch geht und ca. 5cm stehen bleiben, bohre ich am Grund eine Reihe mit einem 8er Holzbohrer.

Bild 78: Somit kann ich nun das ausgesägte Mittelstück ausbrechen.

Bild 79: Den Grund bearbeite ich nun mit einer Feile.

Bild 80: Bei den beiden (Bzw. bei den vier) Deckplatten muss auch noch die gleiche Aussparung herausgearbeitet werden. Jedoch nicht mit der Bandsäge sondern auf dem Frästisch. Die gesamte Aussparung soll ja später auch unsichtbar bleiben.

Bild 81: Bedingt durch den Radius des Fräsers bleibt natürlich am Grund eine Rundung stehen. Diese wird mit dem Stechbeitel bearbeitet.

Bild 82: So das saubere Ecken entstehen und die Höhenverstellung sauber eingesetzt werden kann.

Bild 83: Dies wird natürlich bei allen zwei bzw. vier Deckplatten gemacht.

Bild 84: Hier kurz zur Veranschaulichung die eingeschobene Höhenverstellung, mit der Sicht von unten. Die Passung hat etwas spiel, da das Holz später sicherlich noch ordentlich arbeiten wird.

Bild 85: Und hier die Sicht von oben. Der Obere Anschlag der Höhenverstellung wird später noch eingepasst.

Bild 86: Nun kümmere ich mich um das Finish der einzelnen Platten. Vor allem an den Stellen wo ich später nicht mehr oder nur bedingt herankomme. Gerade auf den Seitenflanken oder am Stirnholz sind deutliche Verbrennungen vom Sägeblatt zu sehen. Ist halt nicht mehr das beste, bzw. hat es für dieses Holz zu viele Zähne :)

Bild 87: Mit der Rotex ist das aber alles sehr schnell erledigt.

Bild 88: Und einer schönen Seitenflanke steht somit nichts mehr im Weg.

Bild 89: Auch die Decklage wird geschliffen. Ich gehe hier bis Korn 320. Das Holz fühlt sich anschließend an wie wenn man einen Pfirisch streichelt.

Bild 90: Somit sind die Platten für den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet. Die Stirnflächen habe ich noch nicht geschliffen, das mache ich später.

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Füße abrunden, beizen und weitere Aussparung fräsen

Bild 91: Abrunden der Außenkanten
Bild 92: Fertig
Bild 93: schwarze Beize vorbereiten
Bild 94: Mittelteile beizen
Bild 95: Mittelteile erneut schleifen
Bild 96: Mittelteile erneut beizen
Bild 97: Aussparung für Verbindungsholm fräsen
Bild 98: bei beiden inneren großen Platten
Bild 99: Aussparung für Griff Höhenverstellung fräsen
Bild 100: Nur bei einer Außenplatte

Bild 91: Nun spanne ich in den Frästisch einen 6er Radiusfräser und fräse bei den Platten die jeweilige Außenkante rund.

Bild 92: Das soll dann so aussehen.

Bild 93: Damit der Tisch einen zusätzlichen Akzent bekommt, möchte ich die beiden mittleren Platten schwarz beizen. Dazu nehme ich von Clou die Spiritusbeize.

Bild 94: Beide mittlere Platten werden nun damit eingestrichen. Da nur jeweils die äußeren Ränder sichtbar sind, brauche ich mir auch nur dort etwas mehr mühe zu geben.

Bild 95: Nachdem die Beize abgetrocknet war, hat sich das Holz mit seinen Fasern etwas aufgestellt. Diese habe ich mit einem 320er Schmirgelpapier von Hand nochmals nachgearbeitet.

Bild 96: Somit musste natürlich auch nochmals nachgebeizt werden. Man sieht hier deutlich, das ich nur die Stellen nachgearbeitet habe wo später auch entscheidend sind.

Bild 97: Da das Metallgestell der Höhenverstellung mittig mit einem Holm miteinander verbunden ist, musste dafür bei den beiden inneren Platten eine Aussparung eingefräst werden. Dies erledigte ich ebenfalls auf dem Frästisch. Als Fräser verwendete ich hierzu einen 6mm Fräser. Da der Holm 3mm Radien aufweist, ist das genau passend und muss später nicht nachgearbeitet werden.

Bild 98: Hier nochmal deutlich zu sehn wie tief die Einsparung ausgesägt wurde.

Bild 99: An einer der beiden Außenplatten wird der Drehgriff für die Höhenverstellung nach außen geführt. Auch hierfür musste Platz geschaffen werden. Da der Griff ein 9,5mm Rundmaterial ist, habe ich die Aussparung mit einem 10mm Fräser hergestellt.

Bild 100: Auch hier nochmals der Blich auf die komplette einzelne Außenplatte mit der Aussparung für den Drehgriff.

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Füße nochmals abrunden und verleimen

Bild 101: Zusammensetzen
Bild 102: und ausrichten
Bild 103: Rundung fräsen
Bild 104: wieder demontieren
Bild 105: und nachbeizen
Bild 106: Loch für Verschraubung
Bild 107: Platten mit Holzleim bestreichen
Bild 108: Und verpannen
Bild 109: Der erste Fuß
Bild 110: der zweite Fuß
Bild 111: Füße mit eingeschobener Höhenverstellung

Bild 101: Nun werden die einzelnen Platten aufeinander gelegt und die Höhenverstellung eingeschoben...

Bild 102: ...diese dient als Ausrichtpunkt. Somit kann ich die einzelnen Platten sehr einfach und sauber zueinander ausrichten. Anschließend werden die Platten mit Schraubzwingen zusammen gezwungen.

Bild 103: Mit dieser Konstruktion gehe ich nochmals über den Frästisch und dem 6mm Radiusfräser. Jetzt werden nochmals alle Radien an der Ober und Unterseite gefräst. Dies habe ich daher im zusammengebauten Zustand gemacht, da ich mich somit mit den einzelnen Endpunkten der Radien leichter tue.

Bild 104: Das schaut dann nach dem fräsen so aus. Und ganz klar, es muss nochmals nachgebeizt und geschliffen werden.

Bild 105: Also hole ich nochmals die Beize heraus und streiche die zuvor gefrästen Radien nach.

Bild 106: Am Mittelteil bohre ich nun noch kurz mit einem 3mm Bohrer genau in der Mitte der Platte ein Durchgangsloch. Dieses wird später aufgebohrt und dient dann als Verschraubungspunkt für das Gestell der Höhenverstellung.
Würde ich dieses gleich aufbohren, würde vermutlich die mittlere Platte in zwei Teile auseinander brechen.

Bild 107: Jetzt werden jeweils die drei zueinander gehörenden Platten miteinander verleimt.

Bild 108: Und mit allem was mir zur Verfügung steht verspannt. Das ist ein heikler Punkt, gerade wenn man sehr großflächig verleimt, rutscht einem eine Platte fast unbemerkt um einen Millimeter davon. Das wäre an dieser Stelle sehr fatal. Also ist beim zusammenspannen äußerste Vorsicht geboten.

Bild 109: Aber alles ging gut und hier nun das Ergebnis der ersten Fußplatte mit dem einzelnen Ausschnitt für den Holm der Höhenverstellung.

Bild 110: Und hier die zweite Fußplatte mit den zwei Aussparungen.

Bild 111: Nun wurde das Gestell der Höhenverstellung eingeschoben und die Rechtwinkligkeit überprüft. Soweit so gut und bereit für den nächsten Arbeitsschritt.

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Fräsung für das Gestell der Höhenverstellung

Bild 112: Überstand des oberen Anschlags
Bild 113: Mit Malerkrepp abkleben
Bild 114: anzeichnen
Bild 115: Gestell entfernen
Bild 116: ausfräsen
Bild 117: Krepp entfernen
Bild 118: Gestell einsetzen
Bild 119: verschrauben

Bild 112: Der obere Anschlagbund der Höhenverstellung soll nun in die Füße eingefräst werden, damit hier keine störende Kante zurück bleibt und natürlich auch ein wenig für die Optik.

Bild 113: Da man den Bleistift auf der schwarz gebeizten Fläche nicht richtig sehen kann habe ich bei beiden Füßen die Stellen wo gefräst werden muss mit Malerkrepp abgeklebt.

Bild 114: Dann wird das Gestell für die Höhenverstellung wieder eingeschoben und ich kann dieses ringsum mit Bleistift anzeichnen.

Bild 115: Anschließend wird das Gestell wieder entfernt. Die Kontur ist deutlich zu sehen.

Bild 116: Mit der kleinen Oberfräse und einem 5mm Fräser, fräse ich nun Freihand die angezeichnete Kontur bei beiden Füßen kanpp 3mm tief nach.

Bild 117: Im Anschluss daran entferne ich das Malerkrepp wieder. Trotz Freihandfräsung wurde die Kontur relativ gut.

Bild 118: Jetzt kann das Gestell für die Höhenverstellung wieder eingeschoben werden. Nun Sitzt es auch deutlich satter in den Füßen und ist auch auf seiner endgültigen Tiefe angekommen.

Bild 119: Mit 4x30 Linsenkopfschrauben fixiere ich nun das Gestell an den Füßen

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Füße und Zwischenablage fertigstellen

Bild 120: Filsgleiter aufkleben
Bild 121: Bohrung aufsenken
Bild 122: Bohrung durchbohren
Bild 123: Bretter für Fach zusägen
Bild 124: Bretter Lamellos fräsen
Bild 125: Bretter verleimen
Bild 126: Platte abrunden
Bild 127: Lamellos setzen
Bild 128: Fach einleimen
Bild 129: Ausrichten
Bild 130: Füße sind soweit fertig

Bild 120: Die untere Stellfläche wird nicht mehr abgeschliffen. Dort stören mich die verbrannten Stellen nicht wirklich. Auf die Eckpunkte klebe ich jeweils vier Filzgleiter damit der Tisch auch sauber auf dem Boden steht.

Bild 121: Das zuvor gebohrte 3mm Loch wird nun mit einem 13mm Forstnerbohrer aufgesenkt. Darin soll dann später der Schraubenkopf für die Befestigung des Gestells von unten Platz finden.

Bild 122: Nach dem Aufsenken wird das Loch vollendend mit einem 8,5mm Bohrer durchbohrt.

Bild 123: Nun säge ich mir nochmals drei Bretter auf länge zurecht. Diese sind insgesamt 60cm lang.

Bild 124: Anschließend werden dann die drei Bretter mit der Lamellofräse bearbeitet.

Bild 125: Um danach gleich miteinander verleimt zu werden. Alles wird dann schön verspannt und trocknen lassen.

Bild 126: Die Seitenflächen werden dann ebenfalls mit dem 6mm Radiusfräser abgerundet.

Bild 127: Um die Untere Platte an den Füßen zu befestigen, habe ich mich für eine unlösbare Verbindung mit Lamellos entschieden. Schliesslich soll der gesamte Tischfuß auch sehr stabil sein. Somit fräse ich in die Platte sowie in die beiden Tischfüße jeweils vier Lamellonuten ein.

Bild 128: Danach wird die Platte eingesetzt und verleimt. Die Zwingen werden befestigt und leicht angezogen.

Bild 129: Bevor ich die Zwingen fest anziehe wird alles zueinander im rechten Winkel ausgerichtet. Dann wird gespannt.

Bild 130: Nach dem trocknen ist der Tischfuß fürs erste soweit fertig.

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Verbinden des Untergestells mit der Tischplatte

Bild 131: Untergestell ausrichten
Bild 132: Befestigungspunkte anzeichnen
Bild 133: M8 Rampa Muffen vorbereiten
Bild 134: 11er Loch bohren
Bild 135: ansenken
Bild 136: Rampa Muffen einschrauben
Bild 137: Befestigungspunkte sind fertig
Bild 138: Tischplatte abrunden
Bild 139: Tischplatte abschleifen bis Korn 320
Bild 140: Tischplatte und Untergestell komplett geschliffen
Bild 141: Nochmals Hand anlegen

Bild 131: Als erstes positioniere ich das Untergestell auf der Unterseite der Tischplatte und richte dieses genau Mittig aus.

Bild 132: Nun zeichne ich die Verschraubungspunkte mit einem Bleistift an. Da die Verschraubungspunkte sehr dicht beieinander liegen, gehe ich hier nicht davon aus, das sich das Holz an dieser Stelle zu weit dehnen oder zusammenziehen könnte (Zumindest hoffe ich das). Die Nuten sind 10mm breit, somit hat die M8 Schraube knapp zwei Millimeter Luft um für ausgleich zu sorgen.

Bild 133: Um das Untergestell verschrauben zu können, nehme ich M8 Rampa Muffen. Pro Gratleiste werden vier Rampa Muffen eingesetzt.

Bild 134: Um genügend Halt für die Rampa Muffen zu bieten, bohre ich mit einem 11mm Holzbohrer 15mm tief in die Gratleisten. Das ganze natürlich pro Gratleiste vier mal.

Bild 135: Für den oberen Bund der Rampa Muffen müssen die Löcher dann noch angesenkt werden. Damit die Rampa Muffen nach dem einschrauben auch Bündig mit der Oberfläche abschließen.

Bild 136: Jetzt können die Rampa Muffen eingeschraubt werden. Für M8 Muffen ist das 11mm Loch Ideal. Die Muffen sitzen somit bombenfest in der Bohrung.

Bild 137: Somit sind die Verschraubungspunkte fertiggestellt. Jedoch setze ich die Tischplatte noch nicht auf das Untergestell auf.

Bild 138: Da nun die Tischplatte soweit fertig ist, aber die Kannten noch unbehandelt sind. Setze ich im MFT einen 6mm Radiusfräser in die Oberfräse ein. Anschließend runde ich die Tischplatte ringsum ab. Oberseite und Unterseite sowie die vier äußeren Kannten.

Bild 139: Jetzt kommt meine Lieblingsbeschäftigung - Schleifen! Die Tischplatte und das Untergestell werden nun mit der Rotex malträtiert. Am Anfang nehme ich eine 80er Körnung um jegliche Unebenheit zu entfernen, danach steigere ich mich über 120er, 180er, 240, bis zu 320er Körnung hoch. Das dauert eine gefühlte Ewigkeit. Und ich benötige mehrere Pausen, da die Arme lahm wurden.

Bild 140: Zwei Tage später war es dann geschafft, fürs erste! Die Tischplatte und das Untergestell waren komplett geschliffen.

Bild 141: Ich nässte die Oberfläche etwas ein damit sich die Fasern nochmals etwas Hochstellen konnten. Dann nahm ich ein 320er Schleifpapier und zog den Tisch und das Untergestell nochmals ab. Irgendwie Geil wie sich die Holzoberfläche anfühlt, hat was von Samt.

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Hartwachsöl aufbringen

Bild 142: Glitzi Schwamm
Bild 143: Aufteilen
Bild 144: Raues Stück auf das Multitool
Bild 145: Hartwachsöl
Bild 146: Auftragen mit Schwamm
Bild 147: erstmal fertig

Bild 142: Um die Oberfläche des Tisches unempfindlicher gegen Feuchtigkeit und Schmutz zu machen, entschied ich mich ,die Oberflächen des Tisches mit Hartwachsöl zu behandeln. Um dieses auf die Oberflächen aufzubringen verwende ich ichen normalen Handelsüblichen Glitzi Schwamm.

Bild 143: Dieser wird jedoch zuerst noch dafür präpariert. Indem ich den groben grünen Teil vom Schwamm entferne.

Bild 144: Diesen Teil entsorge ich jedoch nicht, sondern setze diesen anstatt eines Schleifpapiers auf die Aufnahme des Deltaschleifers (Multitool) Das funktioniert übrigens prima, Der grüne Schwamm verkrallt sich mit seinen Fasern perfekt in der Klettaufnahme!

Bild 145: Nun zum verwendeten Hartwachsöl. Ich habe mich hier für das osmo Hartwachsöl Farblos in Seidenmatt entschieden. Dieses feuert die Oberfläche fast nicht an und lässt das Holz fast in seiner Ursprünglichen Farbe erscheinen. Dies war mir persönlich wichtig, da die neuen Möbel ebenso hell im Wildeichelook erscheinen.

Bild 146: Dann geht es ans ölen bzw. wachsen. Wichtig ist hierbei, Nitrilhandschuhe. Das Hartwachsöl auf der Haut macht sich nicht gut, den es lässt sich so gut wie nicht mehr abwaschen. Also immer schön vorsichtig.
Das Auftragen des Hartwachsöls mache ich mit dem Faserverlauf des Holzes, hier trage ich im ersten Durchgang einen leicht stehenbleibenden Film auf. Diesen massiere ich dann nach ca. 15min. Einwirkungszeit mit dem groben grünen Schwammteil und dem Multitool in die Oberfläche ein. Danach entferne ich das restliche evtl. überschüssige Hartwachsöl mit einem Baumwolltuch.

Bevor ich die zweite Lage Hartwachsöl auftrage, ziehe ich den gesamten Tisch und das Untergestell nochmals mit einem Schmirgelpapier Korn 320 von Hand ab.

Dann wiederhole ich die gesamte Prozedur ein zweites mal. Dieses mal trage ich jedoch etwas weniger Hartwachsöl auf die Oberfläche auf.


Hiervon gibt es leider nicht so viele Bilder, da sich mein Foto mit den eingesauten Handschuhen und dem Hartwachsöl nicht wirklich anfreunden wollten.

Bild 147: Hier die Sicht auf die komplett geölte Tischplatte und das Untergestell. Der Farbunterschied zum unbehandelten Holz ist minimal. Nice!

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Anfertigen des Knauf's für die Höhenarretierung

Bild 148: Der alte Knauf wird entfernt
Bild 149: Metallflansch aufsenken
Bild 150: Kürzen und verschleifen
Bild 151: Loch für Splint bohren
Bild 152: Brett vorbereiten
Bild 153: Kreis ausschneiden
Bild 154: Vertiefung fräsen
Bild 155: zweiten Kreis ausfräsen
Bild 156: Aufnahme Metallflansch fräsen
Bild 157: Rest entfernen
Bild 158: Aufbohren
Bild 159: Metallflansch einpressen
Bild 160: Metallflansch verschrauben
Bild 161: Neuen Knauf verschleifen
Bild 162: Metallstab an Höhenverstellung kürzen
Bild 163: Splintloch in Metallstab bohren
Bild 164: Knauf schwarz beizen
Bild 165: Inlay zusägen
Bild 166: Inlay einleimen
Bild 167: fertig

Bild 148: Für die Höheneinstellung des Tisches ist ein Ahornknauf auf einem Metallflansch mittels eines Splintes an einem sehr weit herausstehenden Metallstab aufgesteckt. Dieser wird als erstes demontiert und der Metallflansch vom Knauf entfernt.

Bild 149: Da die Schrauben bei dem alten Knauf überstanden Senke ich die beiden Verschraubungspunkte an um später diesen mittels Senkkopfschrauben zu fixieren.

Bild 150: Ebenso wird der Metallflansch in der Länge eingekürzt. Dabei musste leider auch die Splintaufnahmebohrung mit dran glauben. Das Ganze wurde dann am Tellerschleifer verschliffen.

Bild 151: Für den Splint wurde dann anschließend die neue Bohrung gesetzt.

Bild 152: Nun bereite ich eine Eichenplatte vor. Auf dieser wird nun der neue Knauf ausgefräst. Dazu zeichne ich den gewünschten Radius an und bohre mittig ein 2,5mm Loch als Führung für den Kreisschneider.

Bild 153: Die Platte sichere ich mittels doppelseitigem Klebeband auf einer Opferplatte. Dann wird der Kreis mit Ø 80mm gefräst.

Bild 154: In den Knauf wird dann auf der Sichtseite eine Aussparung 2mm tief mit Ø 55mm gefräst.

Bild 155: Danach fräse ich einen weiteren Kreis mit Ø 55mm.

Bild 156: Auf der anderen Seite des Knaufes fräse ich nun die Aussparung, ebenfalls 2mm tief, für die Aufnahme des Metallflansches.

Bild 157: Den restlichen Überstand welchen ich mit meinem Kreisschneider nicht mehr abfräsen kann, entferne ich mit dem Stechbeitel.

Bild 158: Nun wird 10mm tief mit einem 10mm Bohrer aufgebohrt um den Metallflansch einsetzen zu können.

Bild 159: Den gekürzten Metallflansch presse ich nun am Schraubstock in den Knauf ein.

Bild 160: Im Anschluss daran drehe ich zwei 16mm lange Senkkopfschrauben ein um den Flansch zusätzlich gegen verdrehen zu sichern.

Bild 161: Jetzt schleife ich am Tellerschleifer die Außenkontur rund und verschleife den gesamten Knauf nochmals von Hand bis Korn 320.

Bild 162: Auch an der Hebevorrichtung des Tisches ist der Metallstab noch deutlich zu lang. Diesen Säge ich auf die gewünschte Länge ab.

Bild 163: Stecke den neuen Knauf darauf und bohre das neue Loch für den Splint.

Bild 164: Den Knauf beize ich nun schwarz.

Bild 165: Von der anfangs gefrästen Ø 55mm Scheibe säge ich auf der Bandsäge ein 2mm dickes Stück ab und verschleife es sauber.

Bild 166: Im Anschluss daran leime ich diese dünne Scheibe als Inlay auf die Knauf Vorderseite ein.

Bild 167: Fertig

Bild 168: und Splint rein

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Restlicher Zusammenbau und Fazit

Bild 169: Höhenverstellung sichern
Bild 170: und fest anziehen
Bild 171: Tischplatte aufsetzen
Bild 172: und verschrauben
Bild 173: Funktion der Höheneinstellung überprüfen
Bild 174: Zusätzlicher einbau der Fernbedienung für Vitrinenbeleuchtung
Bild 175: Loch mit 45er Forstnerbohrer
Bild 176: Fernbedienung einklipsen
Bild 177: Eingebaute und Funktionstüchtige Fernbedienung
Bild 178: Der neue Tisch in seiner vollen Pracht

Bild 169: Da fällt mir ein, das an der Unterseite des Untergestells ja noch die zwei Löcher für die Verschraubung der Höheneinstellung sind. Also, Schraube rein...

Bild 170: ...und fest anziehen. Dies dient als zusätzliche Sicherung.

Bild 171: Nun wird der Tisch mit beiden Teilen, Tischplatte und Untergestell an seinen Bestimmungsort gebracht. Ganz schön schwer!
Jetzt kann die Tischplatte aufgelegt werde. Zum verschrauben der Tischplatte auf der Unterseite verwende ich M8x16 Sechskantschrauben.

Bild 172: Diese werden eingedreht und fest angezogen. Die Tischplatte sitzt nun satt auf dem Untergestell. Das schaut wirklich prima aus.

Bild 173: Jetzt wird die Höheneinstellung getestet. Bei meinem alten Tisch war die Tischplatte wesentlich leichter und somit fuhr der Tisch fast von alleine, nach dem lösen des Knaufes, nach oben.
Da die Tischplatte nun deutlich schwerer ist, muss ich diese beim hochfahren etwas unterstützen. Jedoch um die Tischplatte wieder nach unten zu bekommen, bedarf es trotzdem etwas druck von oben. Somit ist zumindest schon mal sicher, das beim lösen des Knauf's die Tischplatte nicht nach unten knallt. Ich bin erleichtert!

Bild 174: Nachdem die Neue Schrankwand geliefert wurde, war da auch eine Fernbedienung für die Vitrinen dabei. Diese wollte ich auf der Tisch Unterseite integrieren.

Bild 175: Dazu musste nur ein 12mm tiefes Loch mit einem 45er Forstnerbohrer gebohrt werden.

Bild 176: Anschließend wird die Fernbedienung einfach eingeklipst.

Bild 177: So schaut das dann von unten aus. Unsichtbar für alle aber dennoch leicht erreichbar

Bild 178: Der neue Tisch in seiner vollen Pracht.

Fazit: Das Anfertigen des Tisches hat mir viel Spaß gemacht und meiner Meinung nach kann sich das Ergebnis auch sehen lassen.
Endlich einen Tisch wie wir uns diesen vorgestellt haben.
Der schwierigste Part war die Anfertigung der Gratleisten, darin steckt schon ein sehr hoher Aufwand und ich war mir stellenweise sehr unsicher ob ich das auch hin bekomme.
Nachdem der Tisch nun schon mehrere Wochen in unserem Wohnzimmer steht und sich klimatisch auch angepasst hat. Zeigt sich, das die Gratleisten doch ordentlich was zu arbeiten haben. Anfänglich in der Werkstatt hatten die Gratleisten jeweils außen einen Abstand von gut 1,5cm zum Tischplattenrand. Nun ist der Abstand auf beiden Seiten noch ca. 5mm. Somit hat sich die Tischplatte heraus aus meinem feuchten Kellerloch doch um gut zwei Zentimeter zusammen gezogen. Das ist schon recht ordentlich.
Ansonsten ist alles sauber in Funktion und funktioniert tadellos. Wir sind Happy!

Vielen Dank für's durchlesen

Euer saberlod


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