Wohin mit dem Friteusenfett - Klorollenfackel

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Feu Feu
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Vielleicht geht es jemanden so wie mir, dass mit der Friteuse recht wenig fritiert wird und dann immer das Fett alt ist und ausgetauscht werden muss.
In die Biotonne und in den Abfluß soll das alte Fett nicht. Entweder im festen Zustand in die schwarze Tonne; am Besten aber zu einer Sammelstation.
Das ist mir alles zu viel Aufwand. Außerdem war ich schon immer ein Freund der thermischen Verwertung.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Was ist der einfachste Weg...

Bei einer Bekannten haben wir eine Klopapierrollen-Fackel gesehen, die ich seitdem auch haben wollte.
In dieses Teil kommt eine unbenutzte Klopapierrolle und so viel Friteusenfett wie die Rolle aufsaugen kann.
Die Preise bei den Kunstmärkten waren mir für die Fackel zu hoch, deshalb habe ich geschaut was sich gut zum selbst Schweißen eignen würde.
Eine Platte auf eine Röhre zu schweißen war mir zu viel Aufwand. Noch schlimmer, die Röhre vorher selbst zu biegen und schweißen.
Am wenigsten Arbeit ist ein Edelstahl Spargeltopf mit 16cm Durchmesser und ca. 25cm Höhe.
Noch dazu ist jetzt Herbst und die Spargelsaison zu Ende. Somit sollten die Töpfe bei Kleinanzeigen billig sein.

Also habe ich für wenig Geld einen Spargeltopf von Kleinanzeigen,
einen Bauarbeiter-Pfahl (D=16mm) vom Flohmarkt-Mann und
M16er Edelstahlmutter mit M16er Maschinenschraube vom Werkmarkt besorgt.

Dies ist meine allererste Schweiß-Arbeit worauf ich mich natürlich nochmal extra gefreut habe.
(Die Mechaniker werden gleich merken, dass dies ein Elektroniker geschrieben hat.)

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Maschinenschraube ablängen und Baustickl vorbereiten

Zuerst habe ich die Maschinenschraube mit der Flex abgelängt and großzügig entgratet/gefast. (Länge = Breite der Mutter + 1-2cm für die Schweißnaht.)
Dann habe ich den Stab, wo geschweißt werden soll großzügig entgratet/gefast und alles in dem Bereich vom Rost befreit.

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Mutter auf Topf

Die Mutter habe ich mittig auf den Topf gelegt und mit einem Fäustel (Hammer) beschwert.
Anschließend den ersten Schweißpunkt gesetzt und das ganze Werk mit der Drahtbürste gereinigt.
Jetzt den Fäustel weg und eine Schweißnaht rundherum setzen.
Meine Lötkenntnisse haben mir leider rein gar nichts gebracht; beim Schweißen muss ich wohl noch viele Male üben.
Zum Glück kann mit Flex und Fächerscheibe das Ganze etwas ausgeglichen und geschönt werden.

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Muster vorzeichnen

Muster Test

Der Topf soll abgeschrägt werden und später ggf. noch ein Muster mit dem Bohrer bekommen. Die Schräge wurde schon einmal grob eingezeichnet und Bohrmuster wurden ausprobiert.


Statt Abschlägen kann man natürlich seiner Fantasie freien Lauf lassen und z.B. eine Krone, Flammen, oder eine Silhouette rein schneiden.

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Gewindestück auf Baustickl

Ich habe keine Ahnung aus welchem Metall dieser alte Baustickl (für die rot/weißen Absperrbänder) ist.
Das Material hat beim Schweißen komplett anders reagiert; es hat Funken ohne Ende geregnet als würde das Schutzgas fehlen.
Als erstes wollte ich einen Schweißpunkt setzen um die Stange noch etwas auszurichten.
Plan war den Topf auf den Boden zu stellen, die Stange einzuschrauben und mit dem ersten Schweißpunkt auszurichten.
Leider ist der Punkt beim Ausrichten immer abgerissen. Also haben wir den Topf auf den Boden gestellt, das Gewinde in die Schraube geschraubt

und die Stange direkt ausgerichtet. Anschließend habe ich die Schweißnaht rundherum gesetzt (mit Funkenregen vom Feinsten..)

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Topf wird angeschrägt

Spargelkochen auf dem Lagerfeuer

Der unbearbeitete Topf auf nem Stiel schaut schon sehr albern aus.
Mit der Flex habe ich den Topf abgeschrägt (Maximum vom Topf oben, bis Klorollen-Breite unten) und jetzt kann sich das Werk endlich sehen lassen.
Natürlich könnten statt Anschräge auch Flammen, oder Muster mit der Stichsäge gesägt werden.

Ich wollte es schlicht und schick. Ggf. kommt noch ein Muster mit dem 3mm Kobalt-Bohrer dazu, wie oben beschrieben.
Wichtiger war erst einmal das Teil ein mal zu befeuern..

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Finale

In Summe hat mich das Teil ca. 15,- Euro und wenige Minuten Zeit gekostet
und endlich kann ich das alte Frittierfett thermisch verwerten. *Feu Feu - freu freu*
(ich hoffe das Projekt treibt jetzt nicht die Preise für gebrauchte Spargeltöpfe exorbitant in die Höhe..)

Vielen Dank an meinen Kumpel, bei dem ich das erste Mal schweißen durfte.


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