Wir gestalten unseren Vorgarten

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Wir haben es getan. Seit einigen Jahren haben wir ein Thema immer wieder vor uns hergeschoben. Der Vorgarten. Nun haben wir dieses Projekt mal in Angriff genommen. Ideen hatten wir viele: Ein kleiner Teich, eine Eisenbahn, halt einfach was Besonderes. Diese Ideen haben wir dann aber immer wieder verworfen, weil es ein immens hoher Aufwand und sehr hohe Kosten mit sich gebracht hätte, und das eigentlich nur für die Leute, die auf der Straße an unserem Grundstück vorbei laufen. Nun kam die Idee, ein bisschen mit Granitsteinen zu spielen und eine kleine Landschaft mit einem Berg in der Mitte zu gestalten. Haben wir so in der Art auch noch die gesehen und es ist mit wesentlich geringeren Kosten verbunden. Außerdem fühlen sich in den Zwischenräumen zwischen den Steinen auch sehr viele Tiere wohl, sodass uns diese Idee sehr gut gefiel.

Als Projektkosten habe ich pauschal 200€ angegeben. Einiges an Material hatte ich bereits, einiges musste ich kaufen. Im Grunde spielt es auch keine Rolle, jeder den Garten so baut, wie er möchte und somit auch der finanzielle Aufwand variiert.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ausgangssituation

Ausgangslage war eine Rasenfläche, auf der ein paar gesetzte Pflanzen beim Rasenmähen sehr hinderlich sind. Als Spritzschutz am Haus hatte ich damals lediglich auf die Schnelle ein paar Pflastersteine hingezimmert. Damit war das Gröbste damals erstmal erledigt uns wir haben uns anderen Projekten gewidmet, auf die wir mehr Lust hatten.

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Planung

Für die Planung hatten wir maßstabsgetreu auf kariertes Papier die Fläche aufgemalt und die Pflanzen als fixe Punkte eingezeichnet. Nun konnte die eigentliche Planung beginnen. Angedacht war ein Hochbeet im hinteren Bereich und ein kleinerer Granitsteinhaufen vorne. So sollte eine Art Gebirgslandschaft entstehen. Aus dem Hochbeet ist später lediglich ein Berg entstanden und für den vorderen Haufen hatten die Steine nicht mehr gereicht. Aber macht ja nichts. Ein Plan ist dafür da, anders umgesetzt zu werden als geplant…

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Die Grasnarbe muss weg

Eine Strafarbeit, wenn man keine Hilfsmittel hat. Also haben wir etwa 30qm Grasnarbe mit dem Spaten entfernt. Immer wieder mal ein Stückchen, wenn mal Lust und Zeit dafür da war. Weiterhin mussten natürlich auch die Pflastersteine weichen, die ich sogleich für den Untergrund des IBC-Behälters verwendet habe (siehe entsprechendes Projekt dazu).
Die Grasnarbe selbst haben wir erstmal in Haufen liegen gelassen.

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Schachten für den neuen Spritzschutz

Naja, Schachten kann man nicht direkt sagen. Wir sind etwa 60-65 cm in die Tiefe gegangen. Es sollte ein Bordstein gesetzt werden, darin eine Drainage und darauf dann Waschkies. Ich weiß, dass die Drainage eigentlich tiefer gehört. Aber auch so sehe ich einen Nutzen, weil sonst ggf. Genau auf der Höhe, wo der Unterbau anfängt, das Wasser in die Wand laufen würde.
Eingefüllt habe ich dann etwa 35 cm Mineralgemisch, welches ich mit einem Stampfer verdichtet habe. Dabei habe ich eine Noppenbahn an der Wand eingebaut. Ich weiß, dass man da eigentlich noch eine Sperrschicht an der Wand auftragen müsste. Aber dafür hätte ich wirklich die komplette Wand freilegen müssen.

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Anschluss für das Drainagerohr

Die einzige Möglichkeit, das Drainagerohr an die Abwasserleitung anzubinden, war das Fallrohr von Dach. Dummerweise musste ich feststellen, dass der Abfluss zum Nachbarn rüber geht und nicht über unser Grundstück. Also musste ich ins Fallrohr rein. Zwischen Fallrohr und Drainagerohr kam eine Mauer, die ich nicht weg machen wollte, um zum Fallrohr zu kommen. Also habe ich durch die Mauer ein über 10cm dickes Loch mit dem Bohrhammer reingehauen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Mauer das nicht aushält, aber sie hat sich tapfer gewehrt. Prima! Mit einem T-Stück bin ich dann ins Fallrohr gegangen und habe die Leitung mit Winkelstücken durch das Loch in der Mauer geleitet.

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Der Bordstein

Nun konnte der Bordstein (also Rasenbord) gesetzt werden. Mit einer Schnur habe ich die gewünschte Höhe ermittelt und markiert. Aber Achtung: die Schnur immer wieder auf Spannung prüfen. Wenn sie durch hängt, nützt sie nichts. Es gibt auch m.E. spezielle Schnuren dafür. Weiß nicht, ob die sich selber spannt? Hierzu könnt ihr mich gerne aufklären.
Den hintersten Bordstein musste ich wegen dem KG-Rohr etwas aussägen.

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Fundament für den Zaun zum Nachbargrundstück

Zwischen den beiden Grundstücken wollten wir schon immer einen Zaun setzen. Und da wir noch etwas von dem Zaun auf Halde hatten und wir das Projekt Vorgarten nun komplett abschließen wollten, haben wir dies nun auch in Angriff genommen. Dummerweise hat der Nachbar von seinem Vorgänger einen Baum nahe der Grundstücksgrenze stehen, den er leider nicht raus schmeißen möchte. Da schauen wir später mal, wie wir das lösen werden. Die Freigabe haben wir uns geholt, wenigstens ein paar Zweige unten auf unserer Seite abschneiden zu dürfen.
Beim Buddeln für das ca. 80cm tiefe Punktfundament sind wir auch auf den ein oder anderen Schatz gestoßen. Naja. Ein Goldbarren war es nicht gerade. Schade eigentlich:-p
Nun noch das Loch mit Betonestrich ausfüllen und mit Brettchen einigermaßen in Form drücken. Nun muss es nur noch abbinden.

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Zaunpfeiler an der Hauswand (erster Versuch)

Den Pfeiler an der Hauswand wollten wir versuchen, auf die vorhandene Mauer aus Lochziegeln zu setzen. Dazu hatte ich versucht, die Erde aus den Löchern zu holen und da Schrauben mit Beton zu fixieren. Leider ist dies komplett schief gegangen. Es hat natürlich nicht gehalten. Wäre ja zu schön und einfach gewesen. Also erstmal liegen lassen und weiter im Projekt.

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Der Weg am Fußgängertor

Hier haben wir einfach Granitsteine mit großen ebenen Flächen eingebuddelt. Die passen sehr viel besser zum restlichen Vorgarten als die alten Platten.

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Verlegung des Drainagerohrs

Dummerweise hatte ich beim Kauf nicht aufgepasst. Ich hatte explizit nach einem Drainagerohr für die Wand bestellt. Bekommen habe ich ein Zuleitungsrohr ohne Löcher. Grrr. Aber der Umtausch wäre zu aufwendig gewesen. Also haben wir kurzerhand sehr viele Löcher gebohrt.
Unter das Drainrohr haben wir Folie ausgelegt. So stellen wir sicher, dass wirklich alles Regenwasser aufgefangen wird und nicht nicht in halber Höhe in die Wand läuft. In die Folie kam noch Drainagevlies und schließlich das Drainagerohr. Beschwert mit Granitsteinen konnte es sich nun nicht mehr nach oben wölben. Ist ja Wahnsinn, wie steif das ist, eigentlich nicht gerade zu bekommen.

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Einfüllen des Filterkies

Nun haben wir Filterkies auf das mit Vlies geschützte Drainagerohr eingefüllt. Die blauen Steine haben wir dabei aussortiert, um unseren künstlichen Bachlauf etwas aufzufüllen (siehe Projekt für den Barfußpfad). Unsere Kleine hatte daran richtig Spaß, tolle Steine auszusortieren.
Beim Einfüllen haben wir dann nach und nach die Granitsteine, die das Drainagerohr beschwerten, wieder raus genommen. Sieht schon viel besser aus als vorher.

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Wohin mit dem Rest?

Nun hatten wir noch ein paar Schubkarren von dem Kies übrig. Also habe wir kurzerhand auf der Straßenseite am Zaun die Erde abgetragen, dort Unkrauffolie drauf gelegt und den restlichen Kies darauf verteilt. Als Begrenzung haben wir ebenfalls Granitsteine ausgelegt. Weiterhin haben wir immer wieder zwischendurch größere Granitsteine als Begrenzung zur Straße und als Dekoelemente ausgelegt.

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Lasst uns Berge versetzen

Nun musste das Gelände für den geplanten Berg vorbereitet werden. Dazu haben wir kurzerhand die abgetragene Grasnarbe verwendet und verkehrt herum übereinander gestapelt. So ist die Grasnarbe gleich natürlich entsorgt und gleichzeitig haben wir Material für den Hügel. Die Größe und Form hatten wir beim Bau direkt festgelegt.

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Rindenmulch

Für die restliche Fläche haben wir Rindenmulch verteilt. Dies hatten wir vor den Granitsteinen bereits gemacht, weil es zeitlich gerade gepasst hatte, den Mulch zu holen. Außerdem klopfte bereits ein neuer Corona-Lockdown an der Tür, sodass wir das Material holen wollten, so lange es noch ging. Das gab im Ergebnis gleich ein ganz anderes Bild.

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Modellierung des Hügels

Nun kam der Hügel an die Reihe. Als Erstes haben wir einen Ring gebaut. Nun haben wir die Fläche innerhalb des Ringes mit etwas Sand verfüllt. Das soll dafür sorgen, dass das Regenwasser besser ablaufen soll. Die Steingartenpflanzen mögen keine Staunässe. Eigentlich hätte sich Kies sicherlich besser geeignet, den Sand hatten wir aber da. Nun konnten wir die restliche Fläche mit den Granitsteinen auslegen. Das war ein ganz schönes Gepuzzle, bis es einigermaßen natürlich aussah.

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Der Zaun

Nun konnte zumindest ein Zaunfeld angebracht werden. Dazu musste ich natürlich den Pfosten auf das Fundament schrauben. Damit ich mich nicht vermessen kann, habe ich direkt mit Hilfe des Zaunfeldes Maß für die Bohrlöcher genommen. Durch den Baum an der Grundstücksgrenze musste eine Latte aus dem Zaun entfernt werden. Tja. Nun habe ich eben nicht mehr alle Latten am Zaun…
Das mit der Position des Fundaments war knapp, aber geht gerade noch.

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Zaunpfeiler an der Hauswand (zweiter Versuch)

Nun holte mich für das zweite Zaunfeld natürlich ein zurückgestelltes Problem wieder ein. Der Zaunpfeiler an der Hauswand. Ich habe nun beschlossen, den Pfeiler einfach an dem Fallrohr von der Dachrinne zu befestigen. Ein Anschrauben an der vorhandenen Ziegelmauer war wegen der Lochziegel nicht möglich. Ich habe dazu einen Fallrohrhalter umfunktioniert. Außerdem habe ich einen Pfostenhalter so umgebaut, dass dieser nun als Fixierung des Zaunpfosten am Dachrinnenhalter dient. Zaunfeld dran und fertig. Passt ja prima. Nun haben wir die beiden Zaunfelder noch gestrichen, damit sie farblich besser zum Rest passen.

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Pflanzen für den Vorgarten

Natürlich mussten noch ein paar Pflanzen her. Verschiedene Sträucher, Bodendecker, Steingartenpflanzen wurden nun eingesetzt. Später haben wir nochmal mit einem Anhänger Rindenmulch aufgefüllt.

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Fazit

Ich denke, die Vorrichtung des Vorgartens hat sich gelohnt. Er sieht nun viel einladender aus und hat nun ein stimmiges Thema. Auf jeden Fall besser als die alte mehr oder weniger ansehnliche Wiese.


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