Windlicht

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    12 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Als Gewinner aus der Heimwerker-Herausforderung Februar 2018 durfte JoergC sich die beiden Gegenstände für die März-Herausforderung raussuchen:
Frühstücksbrettchen und Blumenbindedraht

Mir ist zwar relativ viel dazu eingefallen, aber nichts, was ich zeitlich tatsächlich verwirklichen hätte können (Die Plattenrüstung für einen meiner Neffen zum nächsten Mittelaltermarktbesuch, ein Frühbeet für den anderen Neffen, einen Boomerang für eine Nichte).

Dann hatte ich beim Duschen einen Geistesblitz:
Warum nicht einfach ein Windlicht bzw. eine Laterne basten? Dann hab ich auch gleich ein Ostergeschenk für meine Frau (die hatte sich eh schon darüber mokiert, dass ich die Laterne meiner Schwester und nicht ihr geschenkt habe).

Das Windlicht von Krusse hat mir hier noch zusätzlich Inspiration gegeben, Danke dafür an dieser Stelle!


Meine anderen Projekte findet ihr HIER

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Sägestation,  Dekupiersäge SD1600V
  • Akku-Schrauber,  BDCDC18
  • Multischleifer,  3000 - 15
  • Schleifpapier
  • Silberschnitt Glasschneider
  • Leimzwingen
  • Heißklebepistole
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Materialliste
  • 4 x Frühstücksbrettchen | Bambus (250 mm x 160 mm)
  • 1 x Teelicht
  • 1 x Flasche
  • Draht
  • Nägel
  • Schnur
  • Leim

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ich und Plan?

Meine Zensur in Kunst: "Er war stets bemüht..."
Nimmt Form an
3-D Papiermodell. Ohne Teelicht und Glas...

Im Kopf habe ich eine vage Vorstellung, wie das Ganze letztendlich aussehen soll. Ob das aber überhaupt so realisierbar ist, weiß ich nicht. Also versuche ich mich erst einmal mit einer groben Skizze. Ob meiner nicht vorhandenen Zeichenkünste bleibt es auch bei einem Versuch.

Meine Zeichnung mit Sketchup dokumentiert ich lieber gar nicht erst!

Dann halt ein altmodisches Papiermodell! Klappt? Klappt!
Dann kann ich ja mit dem Bau beginnen!

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Kein X für ein U vormachen lassen

Auspacken
Anzeichnen
Aussägen
Trocken zusammengebaut
Deckel bzw. Boden angezeichnet
Bis hierhin werden Deckel und Boden übrigens gleich gefertigt.
Mein neuer Kreisschneider
Damit nichts ausreißt wird von beiden Seiten gebohrt.

Prinzipiell besteht so ein Windlicht in der Regel  aus vier Seiten, einem Boden, einem Deckel und einer Lichtquelle.

Für die Seiten säge ich mir aus den Frühstücksbrettchen vier U-förmige Teile mit einer Schenkeldicke von 2 cm zurecht. Natürlich zeichne ich mir das vorher an: Pi mal Auge kann ich nicht.

Zwei Teile stehen mit dem Querbalken auf dem Boden und zwei Teile werden um 180° gedreht, so dass sie auf dem Kopf stehen.

Aus den Reststücken säge ich mir dann Boden und Deckel passend zurecht. Damit der Flaschenhals auch durch den Deckel passt, brauche ich hier noch ein Loch drin. Kurz den Hals gemessen und dann mit meinem neuen Kreisschneider von Dieter Schmidt (jaaaa, ich habe einen ergattern können!!) einen mittigen Kreis von 4,5cm ausgeschnitten. Damit die Ränder nicht splittern, schneide ich erst von der einen Seite zur Hälfte, dann von der anderen Seite.

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Windschutz fürs Windlicht

Glasschneider auf Höhe bringen
Flasche anritzen
Fass äähhhh Flasche ohne Boden
Böse Schneide abschleifen
Schmale Leisten abzeichnen und sägen
Und noch passend abgelängt
"Anprobe"
Schenkelform übertragen und kürzen
Reparieren des kaputten Seitenteils: zur Stabilisierung wird der Ausschnitt von Schritt 1 verwendet, so presst die Zwinge die Bruchstelle im korrekten Winkel.

Für die Frühstücksbrettchen wäre eine Weinflasche zu groß dimensioniert. In Bayern gibt es das Bier aber in braunen Flaschen. Hier würde man die Kerze schlecht sehen, das Windlicht hätte mit "Licht" nur noch wenig zu tun. Deswegen kauf' ich im 1-€-Shop extra eine kleine Flasche. Blöd, das treibt mir erstens die Projektkosten in die Höhe und zweitens hab ich immer noch Durst! 


Den Flaschenboden entferne ich mit meinem neuen Glasschneider (extra hierfür gekauft. Ich rechne ihn aber nicht in die Projektkosten, wär ja albern!). Und zwar genauso, wie ich es von Krusse gelernt hab: Glasschneider in der richtigen Höhe mit Zwinge fixieren, Flasche mit leichtem Druck daran entlang drehen, Flaschenboden mit Lötlampe vorsichtig erhitzen und dann im kalten Wasser abschrecken: der Boden fällt von alleine ab. 

Damit beim Kerzenwechsel später kein unnötiges Blutvergießen stattfindet, wird die böse Schnittkante mit Schleifpapier entschärft.

Da die Flasche etwas zu klein ist, muss ich dann die langen Schenkel der Seitenteile noch passend absägen. Weil mir aber die Rundungen am Ende so gut gefallen, übertrage ich diese einfach auf die endgültige Länge.

Dummerweise bricht mir ein "U" bei der Anprobe: ich könnte jetzt entweder ein neues aussägen, oder ich verleime das kaputte einfach wieder an der Bruchstelle. Ich fauler Hund entscheide mich für den geringeren Aufwand, klebe das kaputte Teil zusammen und mach mir ein Bierchen auf (weil ich ja immer noch Durst habe), während ich warte, dass der Leim bindet.

Um die Flasche noch seitlich zu sichern, säge ich mir vom Reststück eines Brettchens zwei schmale Leisten ab, teile diese in vier Teile und leime sie im Quadrat um die Flasche auf den Boden des Windlichtes.

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Zusammenbau

Seitenteile verleimen
Draht verzwirbelt
Löcher für die Henkel
Henkel verzwurbeln
Der Knödel schützt vor dem durchrutschen
Gscheid Leim drauf
Und Deckel festzwingen
Boden
Deckel
Damit hier lein Licht durchscheint und man die unsauber gesägten Stoße sieht, wird einfach ein Stück Schnur in die Ecke geklebt.
Ein Schnurende ins Eck kleben und dann stramm wickeln. Das andere Ende wird dann auch mit Heißkleber fixiert
Teelicht druff & Flasche rin
Strandwindlicht ist fertig!
...und funzelt gar fein!

Der Zusammenbau geht einfach: zwei Seitenteile werden mit dem Querbalken auf den Rand der Bodenplatte geleimt. Die zwei anderen Seitenteile werden so plaziert, dass sie mit den Enden ihrer Längsbalken die Bodenplatte am Eck umspannen. Schwer zu beschreiben, die Bilder sind hier aussagekräftiger! Zur Sicherheit werden die Verbindungen noch mit einen kleinen Nagel gesichert.


Jetzt kommt der Draht zum Einsatz: 
Völlig von der Rolle wird der Draht mehrfach gefaltet. Ein Ende kommt in den Maschinenschraubstock, das andere ins Bohrfutter des Akkuschraubers: auf Spannung gehalten wird jetzt der Schrauber angeschaltet, der Draht verdrillt sich - fertig!

Ich bohre oben mittig in die Seitenteile zwei 3mm Löcher, die ich noch mit dem Senker nachbearbeite. Hier wird jetzt mein verdrillter Draht durchgeführt und innen verknödelt (umgebogen und verquetscht). Jetzt hat das Windlicht auch einen Henkel!

Noch den Deckel drauf leimen und das Ganze mit kleinen Nägeln sichern.

Eigentlich wär das Windlicht fast fertig - nur gefällt es mir noch nicht so richtig: bei den Stössen der Seitenteile scheint Licht durch (Wirklich gerade sägt meine Deku nicht. Oder ich kann es nicht). Auch ansonsten ist es recht schmucklos. Das will ich ändern:

Ich nehme ein bisschen Schnur, scheide vier kurze Stücke (ca. 12cm) ab und klebe diese in die Fugenkanten der Seitenteile. Dann schneide ich noch acht längere Stücke (ca. 40cm) ab, klebe je ein Ende mit Heißkleber ins Eck und wickle die Schnur dann um den Stoß. (Auch hier sind die Bilder aussagekräftiger als mein Gefasel.)

Das mache ich sowohl an den unteren als auch an den oberen Ecken. 

Jetzt gefällt mir die Laterne schon besser und passt optisch auch mehr zu der Flasche!

Zu guter Letzt noch die Flasche und ein Teelicht plaziert: fertig ist das Windlicht! 
Und so sieht's dann aus.

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Luft für die Kerze! Ein ungeplantes Update

Freihand angezeichnet. Ich sag's doch: ich kann nicht zeichnen!
Fräsen
Fertig
Löcher rein
Brennt

Was ich nicht bedacht hatte: eine Kerze mag genauso gerne atmen wie wir! 

Zwar ist das Teelicht nicht erstickt, die Flamme aber nur sehr klein; hebt man die Flasche nur etwas an um Luft von unten durchzulassen, wird die Flamme heller und größer. Danke euch für den Tipp!

Ich zeichne einen Stern auf den Boden und Größe diesen mit dem Dremel nach. In die Ecken bohre ich zusätzlich noch kleine Löcher. 
Das war's auch schon!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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