Windlicht

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

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Herzlichen Dank für die Wahl dieses Projektes auf den 
ersten Platz des 1-2-do-Weihnachtswettbewerbs:

„Weihnachten für kleines Geld“

https://www.1-2-do.com/de/wettbewerb/5086/Weihnachten-fuer-kleines-Geld/
Hier findet ihr noch ganz viele tolle Weihnachtsprojekte. 

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Hallo zusammen,

meine Eltern basteln viel ehrenamtlich und die Dekoartikel werden für gute Zwecke verkauft. Und kürzlich hat mein Papa sehr schöne Leuchten gemacht, die ich daraufhin sogleich kopiert habe. Allerdings hat er einen Restposten an vorgestanzter Kunststofffolie dazu verwendet und ich musste mich erst mal umschauen, was dafür geeignet sein könnte. Da ich sehr gerne im Gegensatz zu ihm an Frästisch arbeite, habe ich den Sockel dann auch gefräst und das eine oder andere auch etwas anders gemacht. 

Kurzum ich habe sehr viele Windlichter gebaut, die mit LED-Beleuchtung ausgestattet sind. Die LEDs bekommen den Strom aus Batterien, die Leuchtdauer beträgt rund 2 Wochen bei allabendlicher Leuchtdauer von rund 4 Stunden. 

Einesdieser Windlichter habe ich beim Adventskalender 2018 bei einem Gewinnspiel ausgelobt und die Gewinnerin darf sich jetzt über eine romantische Winterbeleuchtung im Wohnzimmer freuen. Und beim Community-Wichteln habe ich auch schon ein Windlicht verschickt. Für alle anderen stelle ich hier die Bauanleitung ein - Nachbau erwünscht und empfohlen! 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Oberfräse
  • Tischbohrmaschine
  • Klebepistole
  • Sxhleifpapier
  • Schere
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Materialliste
  • Weiße Folie s. Text
  • MDF-Platte
  • Schnur
  • Schnur
  • LED-Stripes mit Batterien
  • LED-Lichterkette mit Batterien

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Bodenplatte zusägen

Die Bodenplatte fräse ich aus MDF.  Dieses Material hat für mich den Vorteil, dass ich es beim Fräsen ohne großartig zu schleifen sehr glatt bekomme, ich brauche es auch nicht unbedingt lackieren oder behandeln. 


Zuerst zeichne ich mit einem Zirkel die Grundform auf. Die Maße hängen maßgeblich von den späteren Folien ab, die Ihr benutzt. Wer es aber wirklich wissen möchte, die größeren von mir haben 11 cm, die kleineren 9 cm Durchmesser. 

Die einzelnen Felder werden dann auf der Bandsäge erstmal voneinander getrennt und dann grob in Kreisform ausgesägt. Man sollte schon rund 2 mm größer sägen als die spätere Bodenplatte sein soll. Ich verwende am selbstgebauten Zirkel einen Eddingstift, so säge ich am Außenrand, spater bildet der Innenring das Endmaß. 

Den Zirkel findet man in meinen Projekten. Hierzu verwende ich den kleinen Zirkel. 

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Bodenplatte fräsen

Da man nie wirklich exakt rund sägen kann, mache ich die endgültige Form am Frästisch. 


Hierzu mache ich mir zunächst eine sehr einfache Vorrichtung: Ein dünnes Brettchen, ein Lock für einen Regalbodenträger, eine Leiste die in die vordere Nut des Frästisches eingesetzt wird. Sie bleibt beweglich, bekommt aber links einen Stoppklotz. Ich kann nun die Scheibe nach und nach an den Fräser heranführen bis diese ihre Endgröße erreicht hat. 

Am Abdruck der Zirkelspitze bohre ich nun die MDF-Bodenplatten im Durchmesser des Regalbodenträgers, so dass die Scheibe sich auf der Vorrichtung drehen lässt. 

Nun werden die Bodenplatten erst mal rund am Rand gefräst.

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Bodenplatte nuten

Jetzt mache ich mir eine zweite Vorrichtung. Wieder ein dünnes Brettchen mit einer Leiste für die Vordere Tisch jt. Diese wird allerdings festgespannt, der laufende Nutfräser wird durch die Platte nach oben gedrückt. Dann auf die Frästiefe justiert. Nun muss man den Abstand der Nut vom Mittelpunkt der Bodenplatte festlegen und in entsprechendem Abstand vom Fräser eine Bohrung für einen Fachbodenträger in die Virrichtung gebohrt werden. 


Testfräsung und Ergebnis. Eine schicke runde Nut in der Bodenplatte. 

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Bodenplatte abrunden

Anschließend wird jede Bodenplatte mit einem Abrundfräser am Rand schön rund gefräst. Das schaut deutlich besser aus als mit harten Kanten. 


Fotos vom Fräser habe ich leider keine gemacht. 

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Die „Leuchtsäule“

Da ich kein passendes Rundholz in der Werkstatt hatte, aber unbedingt eine Lampe fertig machen wollte, verwendete ich für meine zwei erstn Lampen verchromte Metallröhrchen mit Durchmesser 16 mm. Später habe ich dann Rundholz verwendet. 


Das Chromrohr habe ich mit der Akku-Gartensäge Keo von Bosch gesägt. Mit einem Metallsägeblatt verwende ich sie fast ausschließlich in der Werkstatt. Mit einem entsprechenden Holzbohrer habe ich das mittige Loch auf 16 mm etwa zur Hälfte der Bodenplatte tief aufgebohrt.  

In dieses Loch wird dann das Rohr bzw. das Rundholz gesteckt. Zur Befestigung habe ich einfach Heisskleber verwendet. 

Da ich zwei Varianten an LEDs habe, wurden beide ausprobiert. Was wirkt schöner und gibt das schönere Licht? Zum einen LED-Stripes ca. 50 cm lang und LED-Lichterkette mit 30 Lämpchen. 

Die LED-Stripes sind selbstklebend und können einfach spiralförmig auf die Säule geklebt werden. Zum Schluss hin musste ich etwa 5 cm abschneiden, da sie zu lang waren. Die Lichterkette wickelt man ebenfals einfach rundum. Dabei hilft hin und wieder etwas Heißkleber damit man das Kabel stramm wickeln kann. 

Hierbei sollte man auch darauf achten, dass die Lämpchen entweder leicht nach unten oder nach oben schauen. Da diese bei rechtwinkliger Ausrichtung einen kleinen hellen Punkt auf der späteren Folie ergeben. Besser ist schräges Auftreffen des Lichtkegels, das schaut viel besser aus. Deshalb klebe ich jedes Lämpchen schräg an die Kabel.

Nun kann man in zwei Varianten mit den Batteriekästchen umgehen: 

  • Entweder man stellt es einfach in das Windlicht auf die Bodenplatte. So sieht man es nicht, muss aber zum An- oder Ausschalten den Lampenschirm anheben. 
  • Oder man bohrt ein Loch durch die Bodenplatte zieht die Lichterkette bzw. Die LED-Stripes hindurch und legt das Batteriekästchen neben das Windlicht. Bei den meisten Windlichtern habe ich mich für diese zweite Variante entschieden. So ist einfacher an -und ausgeschaltet. Damit die Bodenplatte eben steht ohne durch das Kabel schief zu stehen habe ich Filzmöbelgleiter unten aufgeklebt. Da das auch bei den Windlichtern mit innen liegendem Batteriekästchen gut ausschaut, habe ich kurzerjphand alle Windlichter so beklebt. 

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Die Folie

Die Folie hatte ich tatsächlich bereits zuhause. Die hatte ich vor längerer Zeit bei Graupner direkt bestellt. Ich habe damit versucht Tiefzieheinlagen zu machen, allerdings zu diesem Zweck etwas zu dünn. Seither liegen 9 Folien in der Werkstatt. 


2 Euro für eine Folie in weiß mit 50 x 30 cm Größe. Da bekommt man schon 2 bis 3 Windlichtfolien heraus. Also ich finde der Preis ist OK. Die Folien sind auf der einen Seite glänzend auf der anderen Seite matt. So kann man sich auswählen welches Dekor die Windlichter haben sollen. Ich habe mich für Matt entschieden. 

Bei dieser Stärke sind die Folien gut mit einer Papierschneidemasxhine zu schneiden, die Ecken habe ich mit einer Nagelschere abgerundet.

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Folie bohren für die Ziernaht mit Schnur

Da die Folie ja später rund in die Nut der Bidenplatte gestellt werden soll, muss ich die beiden Enden überlappend miteinander befestigen. Uhu Hart klebt diese Folie sehr gut, allerdings bei Hinterleuchtung könnte man den Kleber als Schatten sehen. Ich entschied mich dafur, die Folie mit Schnur zu vernähen. Also brauche ich eine Lochreihe durch die die Schnur gefädelt werden kann. 


Zuerst zeichne ich die Löcher mit meinem Wolfcraft-Winkel an. Und dann lege ich alle Folien auf einen Stapel und bohre die Löcher mit der Ständerbohrmaschine und einem Holzbohrer durch. Mit etwas Geduld, genauem Anpeilen gelingt das sehr gut. 

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Foliendekor

An meinen Prototypen stelle ich rasch fest, dass die Folie alleine etwas langweilig ausschaut. Ich experimentiere mit verschiedenen Möglichkeiten und finde rasch in Frauchens Deko-Korb. Tischläufer aus einem feinen Gewebe und ein ebensolches Geschenkband. Versuche mit diesem Gewebe bringen einen sehr schönen Effekt. Dieses besprühe ich einfach mit Sprühkleber und lege dieses dann auf die Innenseite der Folie auf. Dann kommen noch schräg Abschnitte des Dekobandes darauf. 


Schade, auf den Fotos erkennt man es nicht so gut. Aber ich sage: Das muss unbedingt sein!

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Vernähen der Folie

An das Schnurende mache ich einen festen Knoten und dann wird die Schnur einfach durch die Löcher gefädelt, so dass eine Naht entsteht. Das Ende wird wiederum innen verknotet. Und so ergibt sich eine ungeeade Anzahl an Löcher. Sonst wäre ein Knoten außen, was nicht gut aussehen würde. 


Im Bild 2 sieht man in das Innere des Windlichts und sieht auch gut das Gewebe auf der Folie.

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Das Muster auf der Folie

Auf diesen Bildern sieht man nun die Schattierung des Dekogewebes ganz gut. Besser als einfarbig matt. Oder?


Bild 3: Da ich die Säule rund 4 cm niedriger als die Folie gemacht habe, entsteht am oberen Rand eine dunklereStelle, die durchaus wirkungsvoll ist. Da kann man ruhig vorher mal testen, was einem gut oder besser gefällt.

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Die zwei Varianten - warm oder kalt?

Bild 1: Direkter Vergleich. 


Links: LED-Lichterkette warmweiß
Rechts: LED-Stripes

Das Licht der Lichterkette wirkt viel romatischer und auch sehr viel weihnachtlicher. Ideal für Winterabende in der Adventszeit. 
Das eher kalte weiß der LED-Stripes ist nüchterner und wirkt moderner.  Passt sicher besser in modern eingerichtete Wohnungen und besonders an Sommerabenden an denen man eher weihnachtliche Stimmung vermeiden möchte. In meiner Familie gibt es unterschiedliche Meinungen, je nach Geschmack gefällt die eine oder die andere Variante. 

Rechts erkennt man auch schön die Schattierung, die diagonal verläuft. Das ist das zusätzlich eingeklebte Dekorband. Besonders wirkungsvoll ist, wenn man dieses an den Rändern wellig schneidet, so dass der Schatten mal breiter oder achmäler, also eher diffus und nicht mit harter Kante erscheint. Bei der Lichterkettenvariante ist das eher nicht wichtig, hier wirken die Lichtpunkte besonders. 
 

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Die Serienproduktion startet

Nachdem ich alle wesentlichen Details ausgearbeitet habe mache ich jetzt einen Lampe nach der anderen fertig. Durch die zwei Größen kann man zwei Windlichter direkt nebeneinander stellen. Das wirkt sehr gut. 


Wer mag, stellt die Windlichter so, dass man die Naht sieht, was durchaus schön aussieht, wer es nicht mag, dreht die Naht einfach nach hinten. 

Nun wünsche ich viel Spaß beim Nachbauen, insbesondere aber der Gewinnerin des Adventskalenderrätsels und meinem Wichtelempfänger viel Freude mit meinen Windlichtern. 


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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