Wickelkommode

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    8 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Auf der Suche nach einer Wickelkommode wurde schnell klar, dass der Handel zwar ausreichende Modelle anbietet, sich diese aber kaum unterscheiden und zudem auch noch relativ teuer sind. Ein Kauf kam also eigentlich nicht in Frage - zumal die Zweckmäßigkeit nur auf einige Jahre beschränkt ist.
 
So stand schnell fest – die wird selbst gebaut. Zumindest teilweise, denn eine Kommode die seit langem weitestgehend ungenutzt rumstand eignete sich Ideal um entsprechend umgebaut zu werden.
 
Denn eigentlich sind die Hauptmerkmale ja die große Wickelfläche und die seitlichen Abgrenzungen. Wie bei jeder Kommode war eine Oberfläche logischerweise bereits vorhanden. Diese musste nur entsprechend vergrößert und auf drei Seiten abgegrenzt werden. Und so ein „Zubehör“ ist schnell selbst gefertigt…
 
Großer Vorteil dieser Methode – wenn die Wickelfläche nicht mehr benötigt wird ist ein Rückbau problemlos möglich.
 
Leider gibt es von der Herstellung keine Fotos, weshalb ich nachträglich einige symbolische Fotos gemacht und diese zusammen mit (Detail-)Fotos von der fertigen Kommode hier eingefügt habe.
 
Passend dazu gibt es noch weitere Projekte für ein Zubehör-Regal und einen kleinen Hocker/Beistelltisch

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Oberfräse
  • Stichsäge
  • Schleifpapier
  • Pinsel
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Materialliste
  • 1 x Boden | Leimholz 16mm (890 x 280 mm)
  • 2 x Seitenteile | Leimholz 16mm (800 x 200 mm)
  • 1 x Rückseite | Leimholz 16mm (890 x 200 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Fertigstellung

Da die Kommode in Kiefer für ein Kinderzimmer recht trist war, musste noch etwas Farbe her. Grundfarbe hellgrün mit dunkelgrünen Punkten sollte es werden. Also zunächst alles Hellgrün lackiert, nach dem Trocknen mit 240er Papier angeschliffen und noch mal lackiert.
 
Aufbau und Kommode wurden hierbei wieder demontiert und jeweils getrennt lackiert. So ist die Kommode auch ohne die Auflage später noch nutzbar.
 
Farbwahl, Design und Lackierung lagen hier übrigens komplett in weiblicher Hand! Auf spezielle speichelechte Farbe wurde hier verzichtet. Bei kurzem Kontakt wird sich keine Farbe lösen. Und kaum vorstellbar, dass ein Kind dauerhaft an der Kommode nuckelt…

Komplettiert wurde die Wickelkommode durch eine käufliche Auflage. Die spätere Praxis zeigte, dass zusätzlich zur Kommode noch ein neues Regal her musste. Aber dazu mehr in einem anderen Projekt.

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Planung

Ausgangspunkt war die vorhandene Kommode aus dem schwedischen Möbelhaus, Typ „Biallit“. Die Breite (89 cm) entsprach der Breite käuflicher Wickelkommoden und konnte unverändert bleiben. Lediglich die Tiefe musste vergrößert werden. Käufliche Wickelunterlagen haben in etwa die Maße 85x75 (BxT). Die IKEA-Kommode musste also von bestehenden 52 cm auf ca. 75/80cm verlängert werden – also ca. 25 cm.
 
Die Begrenzung, welche rechts und links das Herunterrollen des Kindes verhindern soll, sollte aus optischen Gründen auf der hinteren Seite fortgeführt werden. Und auch da soll ja nichts herunterfallen. Die Höhe habe ich auf ca. 20 cm geplant – mal sehen was Restholz und/oder Baumarktmaße so hergeben.
 
Aus diesen Grundgedanken entstanden eine Skizze und eine grobe Bemaßung. Mit dieser ging es in den Baumarkt (kein entsprechendes Restholz gefunden). Gekauft wurden zwei Stücke Kiefer Leimholz 16mm: 80x20 und 120x50.

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Zuschnitt und Vorbereitung

Aus dem 120x50 wurden mit der Stichsäge (mangels Handkreissäge) folgende Teile geschnitten: 89x20 (hintere Begrenzung) und 89x28 (Verlängerung der Tiefe auf 80 cm).
 
Die Seitenteile sollten etwas geschwungen sein. Mit etwas Geschick und Symmetrie habe ich eine Form gefunden, welche es ermöglicht aus EINEM 80x20er Leimholz ZWEI Leimhölzer mit den gleichen Maßen zu fertigen. Keine Zauberei – ein diagonaler Schnitt hätte es auch getan, aber zwei langweilige Dreiecke hervorgebracht. Aber es sollte ja geschwungen sein. Nach einigen Versuchen (künftig werde ich dazu eine Schablone anfertigen) habe ich eine Form gefunden, die mir zusagte. Der Schnitt erfolgte ebenfalls mit der Stichsäge.
 
Die seitlichen Begrenzungen wurden an der Oberkante auf beiden Seiten (innen und außen) mit der Oberfräse abgerundet. Ebenso die vordere Kante der hinteren Abgrenzung. Anschließend wurden alle Flächen mit dem Dreiecksschleifer und 120er Papier geschliffen.

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Montage

Hinweis: Leider sind alle Fotos nachträglich entstanden - Lackiert wurde erst NACH dem Zusammenbau!

Zunächst wurden Verlängerung und „Rückwand“ miteinander verleimt. Beide Teile wurden mit Schraubzwingen fixiert. Um den rechten Winkel zu wahren habe ich bis zur Trocknung einen Hilfswinkel mit verspannt.
 
Anschließend habe ich die beiden Seitenteile montiert. Der rechte Winkel wurde hier ja schon von der Rückwand vorgegeben, so dass ich mit den Hilfswinkel sparen konnte. Da ich keine Schraubzwingen dieser Länge besitze, habe das Konstrukt auf die Seite gestellt und von oben beschwert. Auch hier habe ich auf eine Verschraubung verzichtet.
 
Zuletzt wurden noch mal alle Oberflächen und Kanten gründlich geschliffen, damit später das Verletzungsrisiko minimal ist.
 
Somit war der eigentliche Aufbau fertig. Lediglich die Befestigung an die Kommode musste noch hergestellt werden. Dazu habe ich vier Schrauben (stilecht auch von IKEA) gewählt. Die Seitenwände wurden an je zwei Stellen im Durchmesser der Schraube vorgebohrt und gesenkt. Nach provisorischer Befestigung von Auflage und Kommode wurden die Löcher in die Deckplatte der Kommode angezeichnet und anschließend im Kerndurchmesser der Schraube gebohrt. Bei der Positionierung der Schrauben habe ich darauf geachtet, dass diese nicht mit ggf. vorhandenen Schrauben in der Kommode kollidieren.
 
Eigentlich war noch eine Befestigung an der Rückseite geplant. Aber die gewählte Montage war so bombig, dass ich auf eine weitere Befestigung verzichtet habe. Zumal weder auf die Seiten noch auf den hinteren Bereich der Wickelfläche wirklich Druck ausgeübt wird.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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