Werktisch/Hobelbank

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Was mir in meiner Werkstatt bisher noch fehlte, war ein recht stabiler Werktisch, der jederzeit aber auch die Funktion einer Hobelbank und /oder Maschinentisch übernehmen kann.
Besonderen Wert legte ich hierbei auf die Stabilität des Tisches. Es gibt ja kaum etwas schlimmeres, als dass so ein Tisch wie ein Kuhschwanz hin und herwackelt.
Wichtig ist zunächst die Planung und natürlich die Platzverhältnisse. Dementsprechend sind die Maße anzupassen und natürlich auch individuell flexibel.
Als Material habe ich sägeraue Kanthölzer aus Kiefer 80x100x2000 verwendet. Gibt es recht günstig in jedem Baumarkt.
Für dieses Projekt war es mir wichtig, alles in Selbstarbeit anzufertigen. Deswegen habe ich mir die Kanthölzer auch sägerau und nicht abgelängt gekauft.
Für meine Werkstatt habe ich dann die Maße des Tisches wie folgt gewählt:
900 hoch, 1000 breit und 1600 lang.
Alle (auch folgende) Maße in mm.

Also dann, auf geht's zu meinem ersten Projekt auf dieser Seite.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Hobel
  • Akku-Bohrschrauber
  • Zollstock
  • Stechbeitel
  • Klopfholz
  • Winkel
  • Forstnerbohrer
  • Schraubzwingen
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Materialliste
  • 8 x Kanthölzer | Kiefer (80x100x2000 mm)
  • 1 x Holzleim
  • 16 x Schrauben (6x70 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ablängen und Hobeln

Das Ablängen der Kanthölzer funktioniert ja mittels einer Tischkreissäge recht einfach und bedarf hier wohl keine genaueren Erläuterungen.
Ich habe das in diesem Fall mit einer kleinen Motorsäge gemacht.
4 Kanthölzer auf 1600
4 Kanthölzer auf 1000
4 Kanthölzer auf  900
Für manch einen stellt sich wohl die Frage, was machste nun mit dem Abschnitt. Ganz einfach, so ein Stück Kantholz kann man immer mal gebrauchen.
In der Folge wurden alle Hölzer mit einem Maß von 5 gehobelt.

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Überlattungen an den unteren Tischbeinen herstellen

Für die Verbindungen der Tischbeine mit den Längs- und Quertraversen habe ich mich für einfach herzustellende Überlattungen entschieden, welche sich sehr gut mit der Tischkreissäge oder auch Bandsäge verwirklichen lassen.
Dazu mehrere dicht aneinanderliegende Schnitte machen und dann mit dem Stechbeitel behutsam herausbrechen.
Danach noch etwas die Aussparungen nacharbeiten und eventuell nachschleifen.

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Überlattungen an den oberen Tischbeinen herstellen

Eine erste Passprobe der Verbindungen im unteren Teil des Tisches.
Nachdem die Überlattungen am unteren Teil des Tisches hergestellt waren, wurden die Zapfen an den oberen Enden der Tischbeine ausgerbeitet. Dies lässt sich entweder mit der Kreis- oder auch Bandsäge machen.
Die oberen Zapfen sollen dann die Längs- und Querträger bündig aufnehmen, auf denen dann später die Tischplatte bündig und plan aufliegen soll.

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Passprobe und Quertraverse für die Tischplatte

Nachdem alle Verbindungen hergestellt waren, erfolgte natürlich eine Passprobe unter Verwendung aller einzelnen Kompenenten.
Ich habe mir dann noch überlegt zwei mittlere Quertraversen für die Tischplatte einzupassen, um für die Tischplatte ebenfalls die größtmögliche Stabilität zu erhalten.
Hierfür habe ich einfach zwei Dachlatten verwendet, die bislang mehr oder weniger nutzlos in einer Kellerecke standen. Erst ganz zum Schluß, nachdem der Tisch komplett verleimt und verschraubt ist werden die Latten exakt eingearbeitet.
Als eine der letzten Vorbereitungsarbeiten habe ich dann noch eine obere Längstraverse für die spätere Aufnahme einer Klemmvorrichtung bearbeitet. Da die Traverse eine Stärke von 100 hat, wäre für die Klemme nur eine Spannbreite von 50 verblieben.
Also kurzerhand die Traverse in einer Tiefe von 70 ausgespart, damit später die Klemme dann eine Spannweite von 120 hat.

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Leimen und Schrauben

Kommen wir also nun endlich zum spannensten Teil der Arbeit.
Verleimen und verschrauben des Tisches, nachdem alle Einzelteile zuvor eine Passprobe durchlaufen haben und ggf. etwas nachgearbeitet wurden. In meinem Fall mußte ich hier und da noch den ein oder anderen mm nachschleifen.
Ich habe alle Schraubenlöcher mit einem 3er Holzbohrer vorgebohrt, die Bohrlöcher dann mit einem 12 Forstnerbohrer nachgearbeitet, damit sich die Köpfe der Schrauben auch gut versenken, dann die entsprechenden Überlattungen satt geleimt und in der Folge mit 6x70 er Schrauben fixiert. In großen Teilen habe ich dadurch auch auf die Fixierung mit Zwingen verzichten können.


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