Werkstatthelfer aus Holzresten selbst gemacht

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Alle Teile im Überblick an der Montgeplatte
Der 45° Winkel
Der Mittefinder
Das Streichmaß
Die Tischlerschmiege
Die Tischlerschmiege
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

In meiner Restekiste ist noch jede Menge Restholz. Z.B Nussbaum- und Ahornleisten.

Aus diesen Resten hab ich heute einige kleine Helfer für meine neue Werkstatt gebaut.
Einen 90 Grad Winkel
Einen45 Grad Winkel
Einen Mittefinder
Ein Streichmaß
Eine Tischlerschmiege

Die ganzen Helferchen danach noch auf eine "French Cleat" Montageplatte aufgehängt und schon warten sie auf den Einsatz in der neuen Werkstatt.

Mit den einzelnen Teilen bin ich sehr zufrieden, denn ich bin der Meinung nützliche Dinge dürfen ruhig auch nett aussehen, schließlich hat man die ja wirklich oft in der Hand (hoffentlich).

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Ständerbohrmaschine
  • Fräse
  • Spindelschleifer
  • Bandsäge
  • 12mm Nutfräser
  • 9mm Bohrer
  • 12mm Bohrer
  • M10 Gewindeschneider
  • 8mm Bohrer
  • Zapfenbohrer / Dübelschneider
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • divers x Holzreste
  • 1 x Lineal | Metall (ca 35cm)
  • 1 x Schraube | M10 x35mm
  • 1 x Unterlegscheibe | M10 (30mm)
  • Leim
  • Epoxitkleber
  • 2 x Rundmagnete | 11mm/5mm

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der 90° Winkel

Leisten aus der Restekiste
Passende suchen
Nussholzleisten auf 18cm ablängen
Ahornleiste abmessen
Querleiste abziehen und ablängen
Die benötigten Teile
Anschlag verleimen
Salz einstreuen
Mit Zwingen sichern
Winkelleiste einleimen
Rechtwinkeligkeit prüfen
von beiden Seiten, danach mit Zwinge fixieren
Dübellöcher anzeichnen
Dübellöcher bohren
fertig gebohrt
Dübel schneiden
gleich mehrere
fertige Ahorndübel
Dübel einleimen
überstehende Dübel abschleifen
rundum sauber schleifen
Öberflächenbehandlung mit Leinölfirnes

Zuerst habe ich passende Leisten aus der Restekiste gesucht.

Die Leistenstärke Länge und Breite ist dabei nicht so wichtig.
Meine Leisten habe ich auf ca 4cm Breite zurecht geschnitten und die Stärke habe ich mit 12mm beim Nussholz und 8mm beim Ahorn so gelassen wie sie waren.

Aus den Nussholzleisten habe ich zwei 18cm lange Stücke abgeschnitten, aus den Ahornleisten ein Stück mit 30 cm und eines mit ca. 14,5cm.

Die 2 Nuss- und die kurze Ahorn Leiste habe ich danach miteinander verleimt, so das diese an einem Ende Bündig sind und am anderen ende eine ca 3,5cm x 8mm Nut entsteht.
TIPP:
Etwas Sals in den nassen Leim einstreuen, das verhindert ein Verrutschen der verleimten Teile und das Salz löst sich Rückstandsfrei im Leim auf.

Nach dem Trocknen habe ich in die 3,5cm x 8cm Nut die 30 cm lange Ahornleiste eingeleimt und mit einer Zwinge gesichert.

Danach den dadurch entstandenen Winkel an eine saubere Brettkante gelegt und einen Strich gezeichnet.
Den Winkel auf der anderen Seite des Striches angelegt und kontrolliert ob der Strich Rechtwinkelig ist.

bei Bedarf können jetzt noch kleinere Korrekturen durchgeführt werden.
Wenn der Winkel Rechtwinkelig eingerichtet ist, die Zwinge fest fixieren und trocknen lassen.
Je genauer das jetzt eingerichtet wird, desto genauer ist später auch der Winkel.

Der Winkel wird danach noch mit Dübel gesichert.
Dafür setze ich an den gewünschten Positionen eine Markierung und bohre an jeder Markierung ein 8mm Loch ganz durch.

Aus anderen ca. 2cm starken Ahornresten schneide ich einige 5cm lange Stücke aus und bohre daraus an der Ständerbohrmaschine mit dem 8mm Bübelbohrer die gewünschten Ahorn Dübel aus.

Diese leime ich danach in die bereits vorher gebohrten 8mm Löcher am Winkelanschlag so ein, dass sie auf beiden Seiten etwas über stehen.
Diesen Überstand schleife ich nach dem trocknen des Leimes an der Spindelschleifmaschine bündig ab.
Danach schleife ich per Hand alle Flächen des Winkels glatt und breche die Kanten ganz vorsichtig.

Danach prüfe ich den Winkel auf Rechtwinkeligkeit wie oben beschrieben.
Falls es jetzt noch minimale Abweichungen geben sollte kann möglicherweise etwas Schleifen noch helfen.
In meinem Fall war alles in Ordnung und ich behandle die Oberfläche satt mit Leinölfirnes.

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Der 45° Winkel

Leisten auf 45° schneiden
und ablängen
Die benötigten Teile
Auf die richtige Breite bringen
Anschlag verleimen
Winkelleiste einleimen
Auf Winkeligkeit prüfen
Mit Zwingen fixieren
Dübellöcher anzeichnen
Dübellöcher bohren
Dübel schneiden
an der Ständerbohrmaschine
Fertige Ahorndübel
Dübel einleimen
Schleifen

Für den 45° Winkel verwende ich ebenfalls Nussholzleisten mit einer Stärke von 12mm und Ahornleisten mit einer Stärke von 8mm.


Zuerst schneide ich aus der 4cm breiten Ahornleiste am Schiebeschlitten eine 45° Gehrung an einem Leistenende.
Danach messe ich 30cm Leistenlänge und schneide wieder im 45° Winkel die Leiste ab.
Danach schneide ich noch eine 14,5cm lange Ahornleiste wieder auf beiden Seiten mit einer 45° Gehrung ab.

Aus den Nussholzleisten scheide ich ebenfalls zwei Teile mit je einer Länge von 18cm ab.
Da die Nussholzleisten noch zu breit sind, bringe ich die abgesägten Teile an der Tischkreissäge mit dem Parallelanschlag ebenfalls auf eine Breite von 4cm (wie die Ahornleisten).

Danach verleime ich wieder die beiden kurzen Nussholzleisten und die kurze Ahornleiste miteinander, so dass diese an einem Ende bündig sind und am anderen Ende eine Nut entsteht.

Nach dem Trocknen leime ich die 30 cm lange Ahornleiste in die Nut des verleimten Anschlages ein.

Vor dem fixieren mit der Zwinge prüfe ich den Sitz der Anschlagleiste auf 45°Winkeligkeit.
Dafür nehme ich ein Rechtwinkeligers Brett zur Hand und zeichne von unten an einer Ecke mit dem soeben verleimten Winkel einen 45° Strich über die gesamte Ecke. Danach lege ich den Winkel an der anderen Seite an und prüfe ob der Anschlag genau an der soeben gezeichneten Linie anliegt.
Gegebenenfalls noch etwas nachjustieren und mit Zwingen zum Trocknen fixieren.
Danach nochmals prüfen ob die Winkeligkeit stimmt.

Nach dem Trocknen die Markierungen für die Dübelverbindungen setzten, jeweils ein 8mm Loch ganz durchbohren.

Aus einem Reststück Ahornholz wieder die benötigten Dübel mit dem Dübelbohrer herstellen und in die Dübellöcher einleimen.

Den Überstand wieder am Spindelschleifer bündig schleifen.

Danach die Flächen des Winkels per Hand glatt schleifen und vorsichtig die Kanten brechen.

Nochmals sicherheitshalber auf Winkeligkeit prüfen und gegebenen Falles noch etwas Nachschleifen wenn nötig.

Die Oberflächenbehandlung habe ich wieder mit leinölfirnes durchgeführt.

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Der Mittefinder

Restholzbrett
Kreis zeichnen
90° Winkel einzeichnen (Erst von einer Seite 45°)
danach von der anderen Seite 45° einzeichnen
in der Mitte ein 8mm Loch bohren
angezeichneten 90° Winkel aussägen
Winkeligkeit prüfen
Kreis ausschneiden
Kreis rund schleifen
Restleiste
Kreis auf Restleiste Leimen
Überstand anzeichnen
Überstand am Kreis ansägen
Überstand an der Anschlagleiste absägen
Schleifen
Funktionsprüfung an Quadratischer Leiste
Funktionsprüfung am Rundstab

Für den Mittefinder habe ich noch ein Reststück (vom Messerblock) in der Restekiste, das ist Perfekt.

Auf dieses kleine 8mm starke Brett zeichne ich mit dem Zirkel einen Kreis (ca. 10cm Durchmesser)
Danach zeichne ich mit dem oben hergestellten 45° Winkel (JUHU 1. Einsatz) von beiden Seiten des Brettes aus eine Linie zum Kreismittelpunkt.
Dadurch entsteht ein 90° "Tortenstück" im Kreis.

In der Mitte bohre ich ein 8mm Loch und schneide an der Bandsäge das angezeichnete "Tortenstück" aus dem Kreis aus.
Danach prüfe ich den Ausschnitt mit einem Winkel auf Rechtwinkeligkeit.
Wenn nötig noch etwas nachschleifen.
Wenn allse passt, schneide ich an der Bandsäge den Kreis grob aus und schleife ihn danach am Spindelschleifer ordentlich rund.

Das Reststück Nussholzleiste von der Herstellung des 45° Winkels passt genau, also nehme ich es und leime den ausgeschnittenen Kreis auf die Leiste.
Dabei unbedingt darauf achten, dass eine Ausschnittseite des Kreises genau 45° zur inneren Leistenkante ausgerichtet ist.
Wenn das der Fall ist, mit einer Zwinge zum trocknen fixieren.

Nach dem Trocknen zeichne ich an der angeleimten Anschlagleiste von der Kreisaußenkante zur Leisteninnenkante eine Schräge an.
Der Winkel ist dabei völlig unerheblich.

An der Bandsäge schneide ich den Anschlagleistenüberstand entlang der Rundung des Kreises und entlang der angezeichneten Linie ab.
Danach schleife ich alle Außenkanten und die Ober- und Unterseite nochmals bündig am Spindelschleifer.

Danach folgt die Funktionsprobe an einer Quadratischen Leiste und an einem Rundstab.
Alles funktioniert perfekt. (So mag ich das :-))

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Das Streichmaß

Leisten zur Hand nehmen
Blöcke gleicher Breite und Länge, unterschiedliche Stärke
Breite des Lineals anzeichnen
Schnitte setzen
Mit dem Stemmbeil ausarbeiten
etwas nachschleifen
Lineal Passprobe
12mm Löcher bohren
Epoxitkleber anmischen
Kleber einbringen
Magnete einkleben
Zweiten Block aufleimen
Bündig setzen
Mit Zwingen im Schraubstock fixieren

Für das Streichmaß nehme ich eine weitere 12mm starke Nussholzleiste und eine 20mm starke Ahornleiste.

Aus beiden säge ich ein ca. 6cm langes Stück ab.
Da die Nußholzleiste etwas breiter ist, bringe ich diese an der Tischkreissäge auf die gleiche Breite wie die Ahornleiste (3cm)

Mittig auf die Ahornleiste lege ich das Metalllineal und zeichne beide Seiten des Lineals mit einem Teppichmesser an.
An diesen Markierungen säge ich mit der Japansäge ca 1mm tief ein und arbeite mit dem Stemmbeil den Mittelteil vorsichtig heraus.
Danach schleife ich den herausgearbeiteten Mittelteil noch glatt.

Mit einem 12 mm Bohrer bohre ich zwei ac 5mm tiefe Löcher in den Mittelteil, da die mir zur Verfügung stehenden Magnete 11mm Durchmesser haben.

Ich mische etwas Epoxitkleber an, bringe ihn in die Löcher ein und klebe die beiden Magnete in die Löcher ein.
Dabei unbedingt darauf achten, das der Kleber wirklich nur in den Löchern ist und keinesfalls übersteht!

Danach leime ich den ausgesägten 8mm Nussholzblock an beiden Enden des Linealausschnittes auf das Ahornstück, zwinge alles zusammen in den Schraubstock und fixiere es mit zwei Zwingen zum Trocknen.

Nach dem Trocknen schleife ich den verleimten Block am Spindelschleifer auf allen Seiten schön glatt und breche alle Kanten per Hand mit Schleifpapier.
Die Oberflächenbehandlung wieder mit Leinölfirnes.

Jetzt wird noch das Metalllineal eingesteckt und schon ist das Streichmaß fertig.

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Die Tischlerschmiege

3 30cm lange Leisten
Die mittlere ac. 1,5cm vom Rand weg auf 45° abgeschnitten
den kleinen Abschnitt zwischen die ..
... beiden Ahornleisten einleimen
Die mittlere Leiste anzeichnen
und eine 12mm Nut fräsen
Alle Leisten zusammen stecken und eine Rundung anzeichnen
Rundung schleifen
in beide Leisten ein 9mm Loch bohren
auf einer Seite auf 12mm aufbohren
in die 9mm Bohrung ein M10 Gewinde einschneiden
Schraube M10 x 35mm und eine 30mm Unterlegscheibe
Oberflächenbehandlung und Zusammenbau

Für die Tischlerschmiege nehme ich wieder restholzleisten aus Nuss (13mm stark) und Ahorn (10mm stark)

Beide säge ich auf eine Breite von 4cm und eine Länge von 30cm

Die Nussholzleiste säge ich mit einem 45° schnitt ca. 1,5cm vom Rand entfernt in zwei Teile.

Den kleinen Teil leime ich zwischen die beiden Ahornleisten und fixiere diese mit Zwingen zum Trocknen.
(Dabei verwende ich ein Abfallstück als Distanzhalter auf der anderen Seite)

Das größere Teil der Nussholzleiste nehme ich zur Hand und zeichne mittig der Länge nach eine Markierung.
Danach messe ich von der geraden Schnittseite (90°) 3cm nach innen und von der schrägen Seite (45°) von der Spitze weg, 7cm nach innen.

An dieser Position fräse ich in mehreren Durchgängen an der Tischfräse eine 12mm Nut.

Nach dem Trocknen der verleimten Teile, bringe ich das Nussholzteil mit der Längsnut zwischen die Ahornleisten bündig ein und sicher sie mit Klebeband.
Danach zeichne ich am nicht verleimten Ende eine Rundung an, säge diese an der Bandsäge aus und schleife sie am Spindelschleifer glatt und ordentlich rund und entnehme die eingelegte Nussholzleiste wieder.

Am runden Ende der verleimten Ahornleisten zeichne ich 2cm von links, rechts und vorne eine Markierung und bohre dort an der Ständerbohrmaschine ein 9mm Loch ganz durch.
Zum durchbohren unbedingt ein Distanzholz zwischen die Leisten legen um gerade bohren zu können.

an einer Seite (Leiste) bohre ich das 9mm Loch mit einem 12mm Bohrer auf.
In das verbleibende 9mm Loch schneide ich mit einem Gewindeschneider ein M10 Gewinde in das 9mm Loch ein.

Danach die Oberflächenbehandlung wieder mit Leinölfirnes.

Der Zusammenbau ist relativ einfach.
Ich stecke die Nussholzleiste mit der 12mm Nut wieder zwischen die Ahornleisten drehe das gesamte Teil so, dass die 12mm Bohrung oben liegt, lege eine 30mm Unterlegscheibe auf die Bohrung und drehe eine M10 x 35mm Schraube von oben in das Loch ein.

Schon ist die Tischlerschmiege fertig.

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Die Aufhängung

Passende Anordnung finden
Halterungen bauen
Je nach Werkzeug..
... eine Passende
Halterungen fertig

Für die heute gebauten Werkzeuge brauche ich natürlich noch eine Halterung.

Dafür schneide ich aus einer 10mm Siebdruckplatte ein Stück mit 50x38xm aus. (Da meine Plattenreststück noch genau 50cm breit ist)

Darauf lege ich jetzt in mehreren versuchen alle hergestellten Werkzeuge auf, bis ich eine halbwegs "sinnvolle" Anordnung gefunden habe,

Danach baue ich aus den unterschiedlichsten Reststücken entsprechende "Aufnahmen und schraube diese von hinten an die gewünschte Position an der Siebdruckplatte.

Für den Mittefinder und das Streichmaß drehe ich einen Haken in die Platte.

Die Montageplatte für die Helferchen kommt in der neuen Werkstatt an eine "French Cleat" Wand. Da ich diese noch nicht zur Verfügung habe, (Weil ich ja erst die Werkstatt bauen muss :-) ) habe ich die Halterung dafür vorerst noch nicht auf die Montageplattenrückseite montiert.

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Die hergestellten Teile im Überblick

Der 90° Winkel
Der 90° Winkel
Der 45° Winkel
Der 45° Winkel
Der Mittefinder
Der Mittefinder
Das Streichmaß
Das Streichmaß
Die Tischlerschmiege
Die Tischlerschmiege
Die Tischlerschmiege

Hier nochmals alle hergestellten Teile im Überblick.


Ich hoffe ihr habt beim Nachbauen genau so viel Spaß wie ich.


Rechtlicher Hinweis

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