Weinflaschenständer aus Akazienleimholz

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Flaschenständer aus Akazienleimholz - Ist das Akazienleimholz Müll oder brauchbares Holz???
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Im Newsletter von Steve Good kam kürzlich die Vorlage zu diesem Weinregal.
Das kam mir gerade recht, um das Akazienleimholz, das ich mir mal besorgt hatte, zu verwenden.
Doch die Qualität dieses Leimholzes ist eher unterdurchschnittlich. Wie man daraus trotzdem noch was vernünftiges herstellen kann, zeige ich in diesem Projekt.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material

Ich hatte schon früher mal gesehen, dass dieses Holz sehr unterschiedlich in der Zusammensetzung ist. Und auch die Kommentare auf der Homepage des Baumarktes sprachen nicht gerade positiv über diese Leimholzplatten.
Ich wollte es genau wissen und habe mir mal zwei dieser Platten 80cm x 20cm besorgt, als ich sie beim Baumarktbesuch sah.

Die Platten habe ich dann erst einmal durch den Dickenhobel geschickt, um die Öl/Beize-Schicht abzutragen und das Holz darunter zum Vorschein zu bringen.

Was ich dann zu sehen bekam entsprach den Beschreibungen.
Das Holz war zwar Akazie, aber eine bunte Mischung aus Splintholz und Kernholz und auch teilweise gut mit Ästen durchsetzt.

Also musste ich irgendwie die guten Teile des Holzes da raus holen.

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Das Leimholzpuzzle

Um an die brauchbaren Teile zu kommen, schnitt ich das Leimholz erst einmal in seine Bestandteile.
Ich hatte also einen Haufen Kleinholz, bestehend aus den Holzbrettchen, aus denen das Leimholz ursprünglich zusammen gesetzt war.

Aus diesem Kleinholzhaufen suchte ich nun Stück raus, die von der Holzfarbe und Maserung einigermaßen zusammen passten.
Für das Testprojekt brauchte ich 3 Leimholzbrettchen.

Die Leisten fügte ich mit Leim zusammen, so dass ich dann meine drei Brettchen hatte.

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Auf Dicke hobeln

Die Leimholzbrettchen hatten jetzt noch nahezu die Ausgangsstärke von 18mm.
Die Vorlage gab eine Materialstärke von 12mm vor. Die Brettchen, die aufrecht stehen sollten, brachte ich also mit dem Dickenhobel auf diese 12mm.
Die Grundplatte hobelt ich nur auf 14mm runter, um die Bodenplatte etwas stabiler zu haben.
Zudem wollte ich noch einen kleinen Kontrast bezüglich der Holzstärken haben.

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Sägen

Die ausgedruckten Vorlagen klebte ich auf die vorbereiteten Brettchen. Dazwischen wie immer eine Lage Kreppband.
Nach dem Bohren der Löcher für die Innenschnitte sägte ich die zunächst die vertikalen Teile an der Dekupiersäge.

Die Zapfen der der vertikalen Teile sollten gut sitzen. Sie waren zwar in der Vorlage schon eingezeichnet. Aber für die genaue Passung zeichnete ich mir die genaue Dicke mit einem Messer an.

Dann sägte ich auch die Bodenplatte aus.

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Schleifen

Schleifen war hier nicht wirklich aufwändig.
Das relativ harte Holz und die Sägeblätter mit Gegenzahn ergaben so gut wie keine Ausrisse und ich musste nur die Kanten etwas brechen.

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Die Panne

Nun wollte ich schauen, ob die Zapfenverbindung auch schön passt, oder ob ich nachschleifen muss.
Das erste Brettchen passte prima.
Beim zweiten gab es einen Knacks und eine Leise der Bodenplatte war weggebrochen.
Meinen Fehler hatte ich dann auch gleich erkannt: ich hatte eine originale, geölte Kante des ursprünglichen Leimholzes direkt verleimt. Das konnte nicht halten.

Der Fehler konnte aber schnell behoben werden. Kurz abschleifen und wieder neu verleimen und schon war meine Bodenplatte wieder intakt.

Den überstehenden Leim schabte ich noch mit einem Stechbeitel ab und die leichte Kante die entstanden war schliff ich noch eben.

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Zusammenbau

Jetzt konnte ich erneut den Zusammenbau probieren.
Da durch die Reparatur die Zapfenlöcher minimal kleiner geworden sind, musste ich jetzt doch etwas nachschleifen, aber dann passte es.
Eigentlich sitzen die Zapfenverbindungen sehr stabil. Ich habe sie trotzdem noch verleimt, dass sie auch stabil bleiben, wenn das Holz etwas schwinden sollte.

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Ölen

Zum Schutz der Oberfläche und um die Maserung noch zu betonen, habe ich das kleine Holzregal noch mit Leinölfirnis eingepinselt und nach kurzer Zeit den Ölüberstand mit einem Lappen wieder abgenommen.
Die Unterseite des Bodens habe ich auch eingeölt, auch wenn man diese Seite nicht sieht. Ich wollte vorbeugen, dass sich die Platte verzieht, wenn nur einseitig geölt ist.

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Füßchen

Damit das kleine Weinregal besser steht habe ich noch kleine Gummifüßchen aufgeklebt.

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Bestücken und Fertig

Nun war der Weinflaschenständer fertig und konnte mit Weinflaschen bestückt werden.
Ich finde, das Ergebnis ist, in Anbetracht der Ausgangslage bezüglich des Holzes, eigentlich ganz ordentlich geworden.


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