Weihnachtsschmuck oder Weihnachtskarten gesägt

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Zu Beginn der Adventszeit hatte ich so richtig Lust etwas mit meiner Dekupiersäge zu machen und so beschloss ich einige sehr zeitaufwendige fummelige Baumanhänger zu sägen.
In der Weihnachtszeit ist mein Briefkasten leider immer voll mit diesen computergeschriebenen Weihnachtsgrüssen, die dann womöglich noch als Massensendung aufgegeben wurden und dermaßen unpersönlich sind, dass es eigentlich besser wäre, sie erst gar nicht zu erhalten. Wie schön ist es dann, wenn zwischen all dem Müll mal eine richtige schöne handgeschriebene Weihnachtskarte dabei ist. Daher habe ich dann bei meiner Sägerei mich entschieden auch einige dieser Anhänger aus etwas dünnerem Holz zu sägen und sie zur Verzierung von Weihnachtskarten herzunehmen.
Ich hoffe, Euch gefallen die kleinen Schmuckstücke.


Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber,  Easy Drill
  • Dekupiersäge,  Multicut S2
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Materialliste
  • 1 x Eichenkantholz (16x6x40cm)
  • Holzlasur | verschiedene
  • Walnußöl

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holzwahl

Ich hatte vor einiger Zeit bei einem Holzhändler ein Stück Eichenkantel gekauft, Als ich nun die Anhänger sägen wollte, fiel mir dieses Holz ein. Ich wollte unbedingt hartes Vollholz nehmen und keinesfalls Spanplatten, Multiplex oder ähnliches. Ich weiß, dass diese Holzsorten zwar viel leichter zu sägen sind, aber mir gefällt das Vollholz einfach besser. Nachdem ich das Eichenholz hervor geholt hatte, habe ich leider feststellen müssen, dass es einen leichten Riss bekommen hatte.

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Zuschnitt des Eichenkantels

Das Eichenholz sollte nun so aufgeschnitten werden, dass zum einen das eingerissene Stück wegfällt und zum anderen aus dem Rest lauter dünne Brettchen gesägt werden können. An dieser Aufgabe wäre ich fast verzweifelt. 16 cm Höhe war einfach für meinen kleinen Maschinenpark zu viel. Also habe ich als erstes von der Höhe 1,5 cm weggesägt, (leider, das tat meiner Seele richtig weh), damit meine  Bandsäge die Höhe schaffte. Dann habe ich das eingerissene Stück mit viel Zugabe abgesägt. Danach hatte ich 2 Teile, die nicht mehr so lange waren, dass meine  Bandsäge schon zu rauchen anfing, wenn sie die ganze Länge schneiden sollte.

Nun wurden aus den beiden Klötzen mit viel Geduld lauter kleine 3-5 mm dicke Brettchen gesägt, was bei mir gar nicht so einfach war, da es zu meiner Bandsäge keinen Parallelanschlag gibt und der auch nichts nützen würde, da das Blatt nur einseitig gehämmert ist, also immer einen Drang nach rechts unten hat, ähnlich den meisten Dekupiersägeblättern.

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Vorlagen

Am PC habe ich mir aus verschiedenen Motiven mehrere Vorlagebögen erstellt. Motive hierzu findet man überall im Internet oder bei Steve Good oder man nimmt die Ausstechformen vom Platzerlteig dafür her..

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Die Seele einstimmen - es sich gemütlich machen

Da es ja Advent war und die ganze Sägerei kein Stress war, sondern etwas, das mir Freude bereitete, habe ich mir für diese Arbeit meine Werkstatt etwas gemütlicher gemacht. Ich habe einen leuchtenden Weihnachtssstern in die eine Ecke gestellt und während der Arbeit die LED's leuchten lassen, mir dazu meinen Bluetoothlautsprecher und das Handy für passende Musik mitgenommen und mein Mann hatte mir eine Tasse wunderbaren Tee dazu gestellt.

So vorbereitet konnte die Arbeit jetzt völlig entspannt beginnen.

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Holz vorbereiten und Löcher für Innenschnitte bohren

Meine dünnen Brettchen habe ich mit Tesa abgeklebt und auf den Tesa habe ich dann die Vorlagen aufgeklebt. Ich habe bewußt nicht im Stapel geschnitten, da ich dann auf Grund der dickeren Holzstärke ein dickeres Sägeblatt gebraucht hätte und ich so viel feiner und genauer sägen konnte. Außerdem wäre mein kleiner Bohrer da nicht mehr durchgekommen.

Dann habe ich mit einem kleinen Bohrer überall die Löcher für die Innenschnitte gebohrt.Ich habe einen 1mm und einen 1,5 mm dicken Bohrer genommen.

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Innenschnitte aussägen

Nun habe ich alle Innenschnitte ausgesägt. Hierbei muß man ziemlich aufpassen, da die sehr schmalen Stege einiger Motive sehr leicht brechen, wenn man zu schnell sägt oder ein zu grobes Blatt nimmt.

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Aussenkonturen sägen

Nach dem die Innenschnitte fertig waren, habe ich mit den äußeren Konturen begonnen. 

Eiche ist ja bekanntlich ein sehr hartes Holz ist, ich habe das auch am Verschleiß meiner Sägeblätter bemerkt, wie schnell sie stumpf geworden sind. Was mich aber total überraschte war, wieviel Sägemehl beim Sägen der Eiche angefallen ist und teils in den Motivausschnitten hängen geblieben ist. 

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Schleifen

Obwohl es hartes Holz war, mußte ich ganz leicht die Kanten etwas glätten. Dazu habe ich 220er und 400er Schleifpapier genommen

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Schleifen

Obwohl es hartes Holz war, mußte ich ganz leicht die Kanten etwas glätten. Dazu habe ich 220er und 400er Schleifpapier genommen

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Lasieren

Einen Teil der Weihnachtsanhänger habe ich farbig lasiert. Mir gefallen sie zwar in Natur besser, aber ich weiß, dass etliche Bekannte die bunte Variante lieber mögen. Die Lasur habe ich mit einem dünnen Pinsel aufgetragen und dann einziehen lassen. Danach mußte ich aber unbedingt nochmals schleifen, weil die Lasur wieder die Fasern aufgestellt hatte. Die Lasur habe ich 2x aufgetragen, da sie mir nach einem Mal zu fleckig und dünn erschien.

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Ölen

Die nicht farbig lasierten Anhänger habe ich mit Walnußöl eingepinselt, das Öl gut einziehen lassen und dann mit einem weichen Tuch die Überschüsse wieder abgerieben.

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Nachbesserung

Ich hatte eine neue Lasur benutzt. Diese war etwas dünnflüsiger als die, die ich bisher verwendet hatte. Nun war ich mit dem Ergebnis nicht so 100prozentig zufrieden. Da habe ich an einem Stück versucht, wie das wohl aussieht, wenn ich die lasierten Holzstücke zusätzlich noch öle. Ich war überrascht, die Farben wurden dadurch nochmals kräftiger und es gefiel mir so gut, dass ich alle lasierten Teile dann noch ölte.

Zum Trocknen habe ich immer einen Teil auf einen dünnen Pinsel gesteckt und den über einem Kerzenhalterglas zum trocknen aufgehängt. 

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Baumanhänger fertig

Ich kontrollierte nochmals alle Anhänger auf kleine raue Stellen. Dann fädelte ich eine goldene Schnur oder eine dunkle Schnur (je nach Geschmack) durch das kleine Bohrloch und schon konnte man die Anhänger aufhängen.

Mein Weihnachtsschmuck ist fertig.

Das war gut so, den mittlerweile waren auch etliche Tassen Tee geleert und die Kälte der Keller-Werkstatt drang trotz Strahler so langsam in alle Knochen.

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Weihnachtskarten

Einen Teil des Weihnachtsschmuckes habe ich dann auf Briefkarten geklebt. Dazu habe ich einen winzigen Tropfen Holzleim auf die Rückseite des Anhängers gegeben und auf der Karte fest gedrückt. Diesen kleinen Tropfen kann man gut wieder lösen und so den Anhänger auch aufhängen.


Ich hoffe, Euch gefällt der kleine Schmuck. Die Anhänger sind fast alle circa 4x4 cm groß, manche auch etwas kleiner,  nur das Glockenmotiv ist etwas größer.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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