Weihnachtskrippe

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Weihnachtskrippe, die aufgrund der Unzufriedenheit der Schwiegermutter mit der bestehenden Krippe und der großen Klappe meinerseits entstanden ist ("Die kann ich bauen, das ist doch kein Problem").

Try and Error waren bei mir eher die Regel. Deshalb sollte man mit dem Start auch nicht bis Ende November warten, sondern evtl. schon im Sommer beginnen :-)

Fragen zu genauen Abläufen bitte in die Kommentare. Ich passe die Anleitung bei Bedarf dann entsprechend an. 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber,  GSR 1440 Li
  • Dekupiersäge,  SD 1600
  • Tischbohrmaschine,  R13
  • Stechbeitel, evtl. Schnitzwerkzeug, Hammer, Messer...
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Materialliste
  • Holzleim
  • jede menge Klemmen und Zwingen
  • Gips
  • Steine
  • Stroh, Sand, Blätter
  • Bastelholz + Vierkanthölzer (gerne auch aus Abfallholz)
  • Halböl und Wachspolitur

Los geht's - Schritt für Schritt

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Größe, Material und Aussehen der Krippe

Vorderansicht
Grundplatte
Außenmaße

Die Größe der Krippe wird immer anhand der Krippenfiguren festgemacht. Idealerweise bestellt man deshalb die Figuren VOR Baubeginn. Bei Aussuchen der Figuren nach Fertigstellung der Krippe gibt es die Wunschfiguren namlich ganz sicher entweder eine Nummer größer, oder eine Nummer kleiner :-)

Für den Bau selbst ist es hilfreich, sich ein Krippenmeter (Googlesuche) auszudrucken. So hat man die gängigsten Längen im gewünschten Maßstab immer im Blick und muss nich bei jedem Modellelement das Rechnen anfangen.

Weiterhin ist es recht hilfreich, sich vorher einen Plan der Krippe zu erstellen. Das geht mit einer Handskizze recht gut (wer es etwas schöner und genauer haben will, kann sich auch ein CAD-Programm installieren und die Zeichnung damit anfertigen).

Leider lassen sich hier keine PDF-Dateien hochladen und die Bilder sind etwas zu klein, um die Maße noch zu erkennen. Bei Bedarf kann ich eine PDF-Datei (oder gerne auch die DWG) zusenden.

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Der Start

  • Unterseite der Grundplatte (400 mm x 600 mm) mit einem Rahmen versehen. Zum einen lässt sich die Krippe so später leichter hochheben, zum Anderen ist so genügend Platz für eine eventuell gewünschte Kabelführung (z.b. Für ein Lagerfeuer).
  • Gebäudemaße auf der Oberseite skizzieren und die benötigten Holzteile für das Gerüst schneiden. Ich habe für den Bau Vierkanthölzer der Größen 12 mm x 12 mm, 10 mm x 10 mm, 7 mm x 10 mm und 5 mm x 10 mm verwendet.

Da ich auf den Einsatz von Schrauben bei der Krippe weitesgehend verzichten wollte habe ich die Element miteinander verzapft. Schaschlikspieße aus dem Supermarkt eignen sich hierfür ganz hervvorragend. Die Verbindungen halten mit ein paar Tropfen Leim wirklich super.

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Details und Farbgebung

Tür
Tür 2
Wandbretter
Behandlung des Holzes
Farbe

  • Zur Herstellung der Wandbretter die unterschiedlichen Latten mit Hilfe der Dekupiersäge der Länge nach schneiden. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf Genauigkeit an (wir willen ja keinen Neubau sondern ein altes Gebäude nachempfinden). Unterschiedliche Dicken, ausgebrochene Stellen usw. sind also durchhaus erwünscht.
  • Nach dem Schneiden die Oberflächen mit einer Drahtbüste behandeln, um die Holzstruktur herauszuarbeiten.
  • Farbe auftragen (ich habe hierfür Pulverbeize in Nußbaum dunkel verwendet).
  • Ich habe die einzelnen Holzelemente noch mit Halböl bzw. Bienenwachspolitur bearbeiten.

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Die Wände

Bastelholz zuschneiden
Bastelholz bohren und in Rahmen packen
Steine und Gips

Krippenbauer verwenden für die Wandgestaltung gerne sogenannten Krippenmörtel (Eine Mischung aus Holzleim, Sägespähnen und noch einigen weiteren Zusätzen). Mir persönlich leuchtet gerade bei kleinen Krippen nicht ein, weshalb man Steine nachmodellieren soll, wenn man auch echte Steine nehmen kann.

  • Bastelholz so zuschneiden, dass es zwischen die Fachwerkelemente passt
  • Die einzelnen Holzplatten dann zunächst mit Löchern und dann mit gießrahmen versehen.
  • Ganz normalen Gips aus dem Baumarkt anrühren, in die Rahmen gießen und Steine leicht eindrücken.
  • Nach dem Trocknen die Kanten mit einer Feile so bearbeiten, dass die Übergänge zwischen Gießrahmen und Gips nicht mehr zu sehen sind.
  • Zur Befestigung der Wände auf der Innenseite der Krippe Vierkanthölzer anbringen und an diesen dann die Wandelemente anleimen.

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Das Dach

Unterseite

  • Bastelholz (4 mm) für beide Dachhälften passend zurechtschneiden und mit den Sparren verbinden.
  • Nach langem Überlegen, wie man die Dachschindeln möglichst einfach aber auch möglichst natürlich ausführen kann, waren Abschnitte von Holundersträuchern die Idee. Das Mark aus den Zweigen lässt sich mit Hilfe einer Bohrmaschine relativ leicht entfernen. Dann die Abschnitte halbieren und Plätten (Geht mit einem Schraubstock ganz hervorragend).
  • Nach dem Trocknen können die Schindeln mit Hilfen von Holzleim auf den Dachplatten angebracht werden (vermutlich könnte man hier auch eine Heißklebepistole nehmen, wenn man darauf steht, dass man im Nachhinein jede Menge der feine Klebstofffäden entfernen mag).

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Elektrik

Ob man eine Krippenbeleuchtung braucht hängt natürlich stark von den persönlichen Vorlieben ab. Ich habe sowohl eine Beleuchtung des Krippenstalls als auch ein Lagerfeuer eingebaut.

  • Für die Stallbeleuchtung fand habe ich gelbe LEDs verbaut. Achtung: LEDs können verdammt Hell sein. Es schadet sicher nichts, wenn man sich noch ein Poti zwischenschaltet um die Helligkeit zu regulieren.
  • Für ein Lagerfeuer gibt es im Handel LEDs, in die die Flackerfuntion bereits eingebaut ist. Für die Verteilung auf die einzelnen Lichtquellen eignet sich ein Stromverteiler aus dem Modellbahnbereich.

Ich habe die Möglichkeit mit eingbaut, die Beleuchtung auch über das Stromnetz zu fahren, was aber nicht nötig ist, wenn man sich den Stromverbrauch von LEDs vor Augen hält. Die Batterien halten locker eine Weihnachtssaison durch.

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Deko

Bei der Dekoration sind dem Bastler natürlich keine Grenzen gesetzt. Waldspaziergänge sind aber extrem Inspierierend :-). Auch bei der Herstellung von Zäunen, Sitzgelegeheiten, Türen etc. sollte man sich weniger auf eine detaillierte Anleitung als auf sein Gefühl verlassen.

  • Den Boden im Krippenstall ist mit klein geschnittenem Heu und Stroh ausgelegt. Hierfür den Boden großzügig mit Holzleim bestreichen und dann noch großzügiger die (zerkleinerten) Heu- und Strohstücke im Stall verteilen. Nach dem Trocknen das nicht verklebte Streumaterial entfernen.
  • Den Boden um die Krippe herum ebenfalls dick einleimen und mit Spielsand bestreuen. Nach dem Trocknen auch hier den überflüssigen Sand entfernen. Die Sandschicht ist nach dem ersten Klebedurchgang recht dünn, Man kann das Bekleben des Bodens daher auch häufigre machen. Dann kommt auch noch ein wenig Struktur rein.
  • Zur Deko eignen sich weiterhin getrocknete zerkleinerte Blätter, Moos, etc.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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