Wandhalterung langer Werkzeuge

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Aufbewahrung von Wasserwaagen oder ähnlichem
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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Schon seit langer Zeit bewahre ich meine langen Wasserwaagen und Anschlagleisten hochkant in einer einfachen Halterung an der Wand auf. Damals dachte ich, es ist zu einfach als es hier als Projekt einzustellen. Nun sind mehrere Jahre vergangen und die Wandhalterung hat sich bei mir als sehr effektiv ergeben. Da ich hier etwas Zuwachs bekommen habe, musste ich die Halterungen um zwei Stück erweitern. Somit möchte ich euch dies kurz vorstellen und evtl. den einen oder anderen zum Nachbau anregen. Dies ist ein sehr einfaches Projekt, das mit Restmaterial einfach und sehr schnell zu machen ist. Die Aufbewahrung ist sauber und Platzsparend. Wenn eine Wasserwaage oder ähnliches benötigt wird ist diese somit schnell zur Hand. Für eine Halterung braucht man ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde. Also etwas für zwischendurch.

Hier findet ihr meine anderen Projekte

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material und Grobzuschnitt

Bild 1: Das benötigte Material
Bild 2: Zuschnitt der Oberteile
Bild 3: die fertigen Oberteile
Bild 4: Zuschnitt der Unterteile
Bild 5: Die fertig zugeschnittenen Außenteile

Bild 1: Als erstes suche ich in meiner Restekiste nach brauchbaren Holzresten. Ich entscheide mich hierbei für 18mm starkes Sperrholz. Darauf zeichne ich die benötigten Formen mit Bleistift auf. 
Es werden insgesamt drei Teile für das Unterteil sowie drei Teile für das Oberteil benötigt. Die jeweiligen Größenverhältnisse ergeben sich aus dem was ich an die Wand hängen möchte. Daher sind die hier genannten Maße nur als Richtwert zu sehen. 

Bild 2: Als erstes erfolgt der Zuschnitt der Oberteile. Es werden insgesamt drei Teile benötigt.
Zwei für die Außenführung mit einer länge von 75mm und einer breite von 40mm.
Eine für den Spannhebel mit einer länge von 85mm länge und einer breite von 35mm breit.
Die drei Teile säge ich kurzerhand mit der Bandsäge zu.

Bild 3: Bei den beiden oberen Außenführungen mache ich noch einen 10x10mm 45 Grad Schnitt an einer Kante, das ist nur für das Design :)

Bild 4: Nun kommen die drei Unterteile. Hier werden für die Außenteile ebenfalls zwei Brettchen benötigt. Diese haben das Maß 90x90mm und sind in der Mitte unter 45 Grad getrennt. Anschließend wird auf einer Seite auf 75mm gekürzt.
Das dritte Brettchen (Mittelteil) säge ich gleich mit den beiden anderen zusammen zurecht. Es hat genau die gleiche Bearbeitung wie die beiden Aussenteile. 

Bild 5: Hier sind leider nur vier Teile abgebildet. Aber insgesamt solltet ihr nun sechs Teile haben. Welche so aussehen sollten.

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Restzuschnitt

Bild 6: Leisten auf Breite sägen
Bild 7: untere Innenleiste anzeichnen
Bild 8: obere Innenleiste anzeichnen
Bild 9: Leisten zurechtsägen

Bild 6: Je nachdem was man hier an die Wand hängen möchte ist die Breite des Werkzeuges zu messen. Ich möchte ein 1m langes Lineal aufhängen, dieses hat eine Breite von knapp 11mm und eine länge von 65mm. Also säge ich die beiden Leisten für die Innenteile auf knapp über 11mm breite an der Bandsäge zurecht.

Bild 7: Danach lege ich das zugesägte innere Brettchen des Unterteils an das aufzuhängende Werkzeug und übertrage die benötigte Breite. Die Breite der Aussparung zeichne ich 1mm breiter an als das aufzuhängende Werkzeug ist. Die Tiefe liegt bei 10mm.

Bild 8: Für das obere Innenteil übertrage ich eine Freiform eines Spannhebels. Die Maße von links nach rechts:
Der vordere Finger hat eine breite von 10mm und auch eine länge von 10mm. Die Innenkontur ist nun genau so lang wie das aufzuhängende Werkzeug. Hier sind es 65mm und 15mm breit für die ersten 30mm Länge. Auf der rechten Seite mache ich die Breite auf 20mm für die restliche länge von 35mm. Ich hoffe das ist nachvollziehbar. Ist aber im nächsten Bild evtl. selbsterklärend.

Bild 9: Nach dem anzeichnen wird alles auf der Bandsäge ausgesägt. Die beiden Innenteile sehen nun so aus.

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Fertigstellung des Unterteils

Bild 10: erstes Außenteil mit Leim bestreichen
Bild 11: Innenteil aufleimen
Bild 12: Zweites Außenteil aufleimen
Bild 13: Fertig verleimtes Unterteil
Bild 14: Befestigung vorbohren
Bild 15: Befestigung aufbohren
Bild 16: Fertige Befestigung mit Schraube

Bild 10: Nun wird das innere Unterteil mit Holzleim bestrichen (Das Loch in der Mitte ist leider in meinem Restholz gewesen, dies wird nicht benötigt :))

Bild 11: Dann wird das Innenteil auf eines der Außenteile aufgeleimt.

Bild 12: Danach noch natürlich die andere Außenseite aufleimen und miteinander verpressen.

Bild 13: Hier sieht man deutlich, dass das Innenteil um 10mm kürzer ist als die beiden Außenwände. Dies dient dazu, dass der aufzuhängende Gegenstand einfach eine bessere Führung hat. 

Bild 14: Danach kann die Bohrung für die Wandbefestigung angefertigt werden. Ich verwende hierzu eine 4x30 Holzschraube und bohre somit ca. mittig mit einem 4mm Holzbohrer durch das verleimte Unterteil.

Bild 15: Damit die Schraube auf der hinteren Seite ca. 20mm hinausragt. Senke ich mit einem 9mm Bohrer das Loch auf um die Schraube versenkt einschrauben zu können. Durch das anbohren einer 45 Grad schräge verläuft der Bohrer sehr gerne, daher hier anfangs sehr langsam bohren.

Bild 16: Das Unterteil ist soweit vorbereitet und fertig zur Wandmontage, kommen wir zum Oberteil.

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Fertigstellung des Unterteils

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Fertigstellung des Oberteils

Bild 17: 5mm Stab
Bild 18: Oberer Hebel bohren
Bild 19: Obere Außenteile bohren
Bild 20: Hebel schleifen
Bild 21: Griff schleifen
Bild 22: Stab einstecken
Bild 23: Vorbereitetes Oberteil
Bild 24: Kreg-Jig
Bild 25: Löcher bohren
Bild 26: Fertiges Oberteil

Bild 17: In meinem Fundus habe ich Kunststoffstäbe mit einem Durchmesser von 5mm Diese nehme ich des öfteren um bewegliche Verbindungen zu erstellen. Es kann hier aber auch jedes andere Rundmaterial genommen werden und der Durchmesser ist eigentlich auch egal.

Bild 18: Da das hintere Stück des Hebels (Oberteil inneres Stück) 15mm breite hat wird auf dem Maß 7,5mm vom Rand angezeichnet und mit einem 4,9mm Bohrer durchgebohrt.

Bild 19: Bei den beiden oberen Außenteilen wird ebenfalls vom hinteren Rand bei 7,5mm mit einem 4,9mm Bohrer durchgebohrt.

Bild 20: Danach schleife ich am Tellerschleifer an das Hinterteil des Hebels eine Rundung, damit dich dieser nachher auch bewegen lässt.

Bild 21: Am vorderen Hebelende (Das kleine Griffchen) schleife ich ebenfalls am Tellerschleifer einen kleinen Radius an.

Bild 22: Nun fädele ich die drei Teile auf den Stab auf. Das kleiner gebohrte Loch dient eigentlich nur dazu, damit alles etwas schwergängiger wird. Wenn es sich nicht auffädeln lässt, einfach größer bohren.

Bild 23: Nach dem Auffädeln schaut das dann so aus. Es fehlt hier nur noch die Möglichkeit, das Oberteil an die Wand zu befestigen.

Bild 24: Hierzu nehme ich mein Kreg-Jig, da es sich genau für solch eine Befestigung am besten anbietet. Dazu spanne ich das Oberteil mit der Unterseite nach oben in den Schraubstock ein.

Bild 25: Spanne das Kreg-Jig darauf und bohre das schräge Loch auf beiden Seiten ein.

Bild 26: Hier sieht mann die beiden Befestigungsbohrungen im Oberteil auf der Unterseite. Dort werden dann einfach zwei Holzschrauben 4x30mm eingedreht und das Oberteil ist Fest mit der Wand verbunden.

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Fertig und alles ist ordentlich

Bild 27: Die obere Leiste
Bild 28: Die unterschiedlichen unteren Befestigungen
Bild 29: Gesamtansicht

Bild 27: Jetzt werden eigentlich nur noch die beiden Teile an die Wand geschraubt und das Werkzeug eingehängt. Durch den oberen Hebel wird das Werkzeug sicher gehalten und da dieser nach oben gedrückt werden kann, ist eine Entnahme sehr einfach. Ich habe auf diese weise alle meine Wasserwaagen und Stahlleisten, welche ich als Anschlag für Säge oder Fräsarbeiten verwende, befestigt.

Bild 28: Je nachdem was man darin aufbewahren möchte ist das Unterteil entsprechend zu befestigen. Bei den Wasserwaagen oder einem längeren Lineal reicht hier sicherlich eine Schraube. Bei  Stahlleisten ist eine ordentlichere Verschraubung vorzusehen. 

Bild 29: Hier nochmals ein Foto in Hochkant um die Details besser zu erkennen. Die Rote Wasserwaage ganz rechts geht bis zum Boden. Genau diese stand immer im weg herum. Durch diese Aufbewahrung hat alles seinen sauberen Platz und kann auch nicht mehr umfallen.
Ich hoffe euch hat dieses kleine Projektchen gefallen und es kann der eine oder andere für sich davon etwas abschauen oder kam dadurch zumindest auf eine Idee. 
Vielen Dank fürs Durchlesen.

Euer
saberlod


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