VW Bus T1 "Samba"

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Das Modell
Das Original
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Nachdem Delorean und dem Aston Martin zeige ich heute mein neuestes Auto aus alten Hölzern. Dieses mal habe ich mich am berühmten VW Bus T1 in der legendären "Samba" Variante versucht. Also der mit den 23 Fenstern und dem Faltdach. Im Massstab bin ich bei dem geblieben, wie ich es bisher auch gemacht habe - ca. 1 zu 15,5. Im Gegensatz zu den bisherigen Modellen, spielte Palettenholz diesmal nur eine untergeordnete Rolle. Da das Original stets zweifarbig auftritt, (siehe Bild Nr 2) entschloss ich mich, dies ebenfalls durch unterschiedliche Holzfarben nachzubilden. Also kam für den unteren Teil Buchenholz und für den oberen Teil Nadelholz (z.T. eben Palettenholz) zum Einsatz. Auch hier wollte ich wieder etwas neues ausprobieren und entschied mich, einen Teil der Details mit gebogenem Holz zu fertigen.
Die Kosten von 5,- sind eher symbolisch, denn Material war vollständig vorhanden. Lediglich eine neue Tube Sekundenkleber war nötig...;-)
Dies ist nun das dritte von insgesamt 5 geplanten Modellen.

Weitere Projekte von mir sind hier zu finden!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PTA 2000  - Arbeitstisch
  • PPS 7 S  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • PSR 9.6 VE-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • PBS 75 A  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • unbekannt
  • PST 900 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elektrisch)
  • Deltaschleifer,  *
  • Furniersäge
  • Laubsäge
  • Stechbeitel
  • Schnitzmesser
  • Feilen
  • Raspeln
  • Schleifpapier, diverse
  • Lochsäge
  • Forstnerbohrer
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Materialliste
  • 1 x Wandboard | Buche (30 mm)
  • 2 x Quadratstab | Nadelholz/Palette
  • Rest x Kantholz | Nadelholz (30 x 60 mm)
  • 1 x Leiste | Buche
  • Rest x Sperrholz | Pappel (4 mm)
  • Schaschlikspiese
  • Zahnstocher
  • Rest x Rundstab | Buche (6 mm)
  • Rest x Rundstab | Buche (8 mm)
  • Rest x Rundstab | Buche (18 mm)
  • Spachtelmasse
  • Leim
  • Reste | diverse Hölzer

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung, Materialauswahl und erste Schritte

Photoshopskizzen..
...von allen Seiten...
... dienen als Bauplan.
Das Ausgangsmaterial.
Buchholz in Streifen und auf Gehrung gesägt...
...ergeben den Kasten für den Unterbau.
Mit Hartfaser zu einem Klotz verschraubt.

Zunächst recherchierte ich die benötigten Daten im Netz und entwarf mir mit Photoshop massstabsgerechte Skizzen. Über diesen grübelte ich dann eine halbe Ewigkeit, wie welches Detail zu machen wäre. 7 Hektoliter Kaffee und drei Stangen Zigaretten später waren im Kopf alle Probleme gelöst. In Theorie war ich ja schon immer gut, mal sehen, was davon in der Praxis übrig bleibt.
Ich konnte für lau ein schönes Buchenholzwandboard ergattern (geölt und 30 mm stark) Kantholzreste, Palettenabschnitte und Sperrholz ergänzten den Materialbedarf.
Das Buchenholz wurde zunächst mit der PPS 7 auf die benötigten Masse herunterfiletiert. Bis auf das Dach sollte der T1 nicht aus dem Vollen entstehen (so wie die früheren Modelle von mir), sondern aus einer Art Kasten. Ich habe die Ecken auf Gehrung gesägt, damit später, nach dem Formschliff, die Maserung an den Ecken ohne optische Brüche verläuft. Dieser Kasten muss im Verlauf der Bearbeitung noch wieder ausseinander genommen werden können, deshalb habe ich ihn zunächst nur mit Hartfaser zu einem Klotz verschraubt.

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Formgebung der unteren Hälfte

Skizzenausschnitte aufgeklebt zum Anzeichnen der Konturen.
Der Bleistift zeigt, was weg muss.
Erster Formschliff am Bandschleifer.
Erster Grobschliff. Allmählich wird das Eckige rund.
Hier nach dem ersten Feinschliff.
Radkästen anzeichnen.
Mit der Stichsäge ausgesägt.
Aussparung an den hinteren Radkästen.
Verleimung. Verschraubung statt Zwingen.

Da ich aktuell keinen E-Hobel mehr habe, wurde die Formgebung mit dem Bandschleifer gemacht. Hierfür musste ich zunächst eine Stationäreinrichtung basteln, diese habe ich als Projekt hier beschrieben. Die herauszuarbeitende Form wurde mit Hilfe der Skizzen aufgezeichnet und dann mit dem PBS 75 A Stück für Stück abgetragen. Ich habe dafür eine 40er Körnung genommen. Der Feinschliff erfolgte mit dem Delta, erst mit 80er und dann mit 240er Körnung.
Als nächstes wurde der Klotz wieder auseinander genommen um die Radkästen auszusägen. Auch hier habe ich mir die entsprechenden Skizzen ausgeschnitten, aufgeklebt und angezeichnet. Der Schnitt erfolgte mit der Stichsäge, was mir schwerer fiel als erwartet. Hat aber doch irgendwie geklappt, wurde nur etwas unsauber. Da leistete dann die Feile Abhilfe. Da die Hinterräder später etwas im Radkasten verschwinden werden, musste ich dort von innen eine Aussparung bohren. Da mir das von Beginn an klar war, habe ich diesen Teil des Samba extra so entworfen, dass ich ihn während des Baus noch ausseinander nehmen kann. Die Aussparungen habe ich dann am Bohrständer mit 35er Forstner und Opferholz gemacht. Danach konnte die vier Teile verleimen. Statt sie mit Zwingen zu spannen, habe ich einfach wieder die Hartfaserplatte verschraubt.

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Formgebung obere Hälfte Teil 1 - Fensterreihe

Eine Hälfte der Fenstereihe, wir sehen hier dem Leim beim trocknen zu.
Konturenübertrag mit Skizzenausschnitten.
Schleifen und anpassen...
...schleifen und anpassen...
...und so weiter.
Für gemeinsamen Schliff wurden untere Karosserie und Fensterreihe verschraubt.

Die obere Hälfte teilt sich in zwei Teile auf. Zum einen in den Mittelteil der die Fensterreihe trägt. Die zweite Hälfte ist das Dach mit dem Faltdach.

Für die Fensterreihe nahm ich Quadratstäbe, die mal bei einer Einwegpalette übrig geblieben waren. Diese wurden zunächst auf Gehrung abgelängt und so ein Rahmen gestaltet, der auf den unteren Kasten aus Buchenholz passt. Ich habe etwas viel an Überstand gelassen, nicht schlimm - verlängerte nur den Schleifvorgang. Auch hier wieder: Skizzen ausschneiden, aufkleben, Konturen anzeichnen. Dann mit dem Bandschleifer Material abtragen bis die grobe Form erkenbar wird. Dann wieder mit Delta detailierter und feiner ausarbeiten. Trotz aller Sorgfalt wurden Gehrungsübergänge nicht sauber, spätere Spachtelarbeiten kündigten sich also schon an.

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Formgebung obere Hälfte Teil 2 - Das Dach

Kantholz 30 x 60 mm ...
... in Streifen gesägt... (einer fehlt im Bild)
...eingeleimt...
..und zum Trocknen eingespannt.
Nach dem Schliff: Schön geworden.
Dachform grob ausgesägt.
Erster Formschliff (Delta/40er)
Zweiter Formschliff (Delta/120er)
Dritter Schliff für Form und Fein (Delta/240)
Erste "Stellprobe" der Rohkarosse.
Für das Faltdach Buchenholzleiste abgelängt...
... und miteinander verleimt.
Anschliessend etwas geschliffen.
Ausschnitt mit der Stichsäge im Dach. Sieht bescheiden aus...
...weshalb ich hier viel spachteln und vorallem schleifen muss.
Spachtelmasse in Kiefer und Buche.
Übergang zum Faltdach fertig gespachtelt und geschliffen.
Dach vollflächig eingespachtelt. Auch die Wölbung am Faltdach ist hier zu sehen.
Das fertige und geschliffene Dach.

Für das Dach wurden aus einem Stück Kantholz 30 x 60 vier Streifen gesägt und zu einem kleinen Brett zusammengeleimt. Nachdem der Leim durchgetrocknet war, wurde die Platte mit dem Delta (80/240) Glatt geschliffen. Die so entstandene Platte hat mich begeistert, weil sie vom Masserungsbild her sehr schön geworden ist. Fast schade, dass ein Großteil davon wieder weggesägt wird. Mit der Stichsäge erfolgte dann der formgerechte Zuschnitt und mit dem Delta der Formschliff.

Das Faltdach sollte sich farblich abheben und wurde deshalb aus Buchenholzleisten gefertigt. Diese wurden abgelängt und zu einem kleinen Brett verleimt. In das Dach wurde dann mit der Stichsäge eine Öffnung gesägt, in die das Faltdach genau reinpasst. So war der Plan. Dummerweise habe ich den Ausschnitt im Dach ziemlich unsauber gemacht, also musste ich auch noch schleifen, spachteln, schleifen...etc. Anschließend wurde mit Raspel und Feile noch die Wölbung in das Faltdach eingearbeitet.
Und da ich ja von vorherigen Modellen weiss, dass auf gespachtelten Stellen der Antikwachs sehr ungleichmäßig angenommen wird, habe ich das Dach zum Schluss noch einmal komplett vollflächig eingespachtelt und geschliffen. Davon erhoffte ich mir nach der Oberflächenbehandlung eine "gleichmäßigere Ungleichmäßigkeit..."

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Die Räder

Aus einer alten Palette...
...auf der TKS auf 12 mm Stärke und 60 mm Breite gebracht.
Vertiefungen mit dem Forstnerbohrer.
Erster Rückschlag: So sollten die Räder nicht aussehen. Also alles auf Anfang.
Drei Streifen aus Kantholz gesägt...
...und miteinander verleimt.
Fertig ausgesägt und geschliffen. Fehlstellen gespachtelt.
Aus diesem Rundholz...
... wurde die Form der Radkappen herausgeschliffen.
Probehalber auf die Räder gelegt.
Festlegen der Spurweite.
Spurweiten an beiden Achsen identisch - wie beim Original.
Einzelradaufhängungen für hinten - aus der Not heraus geboren...
Räder und Radkappen eingewachst.

Für die Räder wählte ich zunächst ein Stück einer alten Palette. Dieses habe ich auf der PPS 7 auf 12 mm Stärke runtergesägt. Dann wurden mit dem Forstner Vertiefungen angebracht, anschliessend mit 6 mm die Radnabe durchgebohrt und das gesamte Rad mit der Lochsäge ausgesägt. Und dann? Tja, dann konnte ich noch mal anfangen, weil ich den Forstner zu groß ausgesucht hatte. Das Ergebnis sah doch sehr nach Niederquerschnittsbereifung aus. Das wollte ich nicht. Da ich leider kein Palettenholz mehr hatte und die kleine Leimholzplatte für das Dach so gut geworden war, habe ich einfach noch eine gemacht. Diesmal eben für die Räder.
Für die Radkappen habe ich 18 mm Rundholz am Bandschleifer und per Hand geschliffen und dann das geschliffene Ende abgesägt. Das ganze viermal.
Als ich dann die Achsträger bauen wollte, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass die beiden hinteren Radkästen nicht fluchteten. Also habe ich, statt einer Starachse hinten eine Einzelradaufhängung gebaut. Für die Vorderachse war das zum Glück nicht erforderlich. Die Räder wurden dann auch schon eingewachst. Im Vergleich zum Delorean und dem DB 5 waren diese Felgen ein Kinderspiel...

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Die "Nase"

Vorlage aus Papier...
... auf 4mm Pappelsperrholz übertragen.
Orientierungslinien für die Kreuzfugen.
Mit der Furniersäge vorsicht angesägt.
Achtung! Nicht zu tief sägen!
Nachdem die Fugen alle fertig waren, war die Anzeichung nicht mehr sichtbar...
...also auf der Rückseite nochmal anzeichnen.
Mit der Laubsäge ausgesägt. Sieht aus wie die Kreuzung aus Tanga und belgischer Waffel.
Murphies Gesetz:
Was kaputt gehen kann, geht kaputt.
Aus dem Kochwasser direkt auf die Karosse, fixiert mit starkem Tesa.
Mit viel Druck und viel Leim - nicht auf die Nase, sondern die Nase drauf.

Um die V förmige Front zu gestalten, fertigte ich zunächst eine passgenaue Schablone aus Papier an. Die übertrug ich auf 4 mm Pappelsperrholz und sägte die Form mit der Laubsäge aus. Dann habe ich in die Rückseite mit der Furniersäge jede Menge Kreuzfugen eingesägt, die sollen das spätere Biegen des Holzes erleichtern. Dann hies es Volldampf geben. Mit dem Wasserkocher wurde das Sperrholz "gekocht" und dann über die Karroserie gebogen. Bei ersten Versuchen passierte, was passieren musste - das Teil zerbrach. Ich habe aber kein neues angefertigt, der Schaden müsste sich doch leimen lassen. Dann wurde die Nase mit viel Leim und noch mehr Druck auf die Karosserie geleimt.

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Wulst und Zierleiste

Aus dem gleichen Sperrholz einen 6 mm breiten Streifen gesägt.
Papiervorlage für die Passstücke auf Sperrholz aufgezeichnet.
Mit der Laubsäge ausgeschnitten.
Nach dem Kochen in Form gebogen.
Die Wulst mit viel Druck aufgeleimt.
Erster Formschliff.
Spachtelarbeit, zum Schutz der umgebenden Flächen...
... mit Kreppband abgeklebt.
Nach zweimal spachteln und schleifen.
Schaschlikspiesse für die Zierleiste...
... in Biegevorrichtung. Das etwas abgesplittert ist, ist nicht tragisch.
Ausgebeitelte Fuge für die Zierleiste - gefiel mir nicht...
...stadessen die Spiesse der Länge nach halbiert.
Alle Zierleisten aufgeklebt, muss noch geschliffen werden.
Fertig geschliffen.
Rückansicht.

Die V förmige Nase geht nahtlos in eine Wulst über, die sich um die gesamte Karosse zieht. Darauf widerum befindet sich eine rundliche Zierleiste. Für die Wulst habe ich auf der PPS 7 aus Sperrholz einen 6 mm breiten Streifen geschnitten. Um den Übergang zwischen der Frontnase und der übrigen, umlaufenden Wulst zu gestalten, habe ich, ebenfalls aus 4 mm Sperrholz, 2 Passstücke (für links und rechts) gesägt. Mit Stechbeitel und Flachfeile dünner gemacht, anschliessend gekocht und über eine Klebebandrolle in Bogenform gezwungen. Trotz aller Sorgfalt ist mir an einigen Stellen was weggebrochen, also auch hier schleifen und spachteln.

Die Zierleiste enstand aus Schaschlikspiessen. Letztere wurden für die Nase auch durchgekocht und in einer improvisierten Vorrichtung gebogen. Um sie in der Wulst versenken zu können, wollte ich auf der gesamten Länge mit dem Stechbeitel eine kleine Nut ausarbeiten. War aber keine gute Idee, deshalb habe ich stattdessen die Schaschlilspiesse der Länge nach halbiert und wie einen Mini-Halbrundstab mit Sekundenkleber aufgeklebt.

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Weitere Details

Buchenholzleiste angezeichnet...
...eingesägt...
...und Material abgenommen.
Es blieben ca. 2 mm übrig.
Emblem aufgeklebt und für die Innenschnitte gebohrt.
Ausgesägt, aber noch ungeschliffen.
Scheinwerfer aus Rundholz 18 mm geschliffen.
Ebenso die Blinker, hier aus 8 mm Rundholz.
Das gleiche Material nahm ich auch für die Rückspiegel.
Noch etwas klobig, wird noch kleiner geschliffen.
Ein fertiger Rückspiegel, kurz vor der Montage.

Nun begann die Detailierung. Die meiste Arbeit machte dabei das...

...VW Emblem:
Ich nahm eine Buchenholzleiste, die mit 5 mm viel zu stark war. Also erst mal ein paar Einschnitte mit der Furniersäge gemacht und dann Stechbeitel, Raspel und Feile soweit Material abgenommen bis nur noch 2 mm Stärke übrig blieben. Dann das Emblem aufgeklebt, mit der Laubsäge ausgesägt und verschliffen.

Scheinwerfer und Blinker:
Hierfür wurde, wie auch bei den Radkappen, 18 mm Rundholz in Form geschliffen. Bei den Blinkern genauso, allerdings aus 8 mm Rundholz.

Rückspiegel:
Die Spiegel wurden auch aus 8 mm Rundholz gesägt. Die Tragarme sind aus zwei Zahnstochern entstanden. Die Halterungen aus kleinen Kieferholz Stücken.

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Noch mehr Details

Rückleuchten vor dem Feinschliff. Größe ca. 8 x 11 mm.
Stossstangen zur Anzeichnung vorbereitet.
Erster Versuch, zu klein.
Zweiter Versuch, besser. Feinschliff fehlt noch.
Feingeschliffen.
Für die Lüftungsgitter...
...wurde aus Resten eine...
...eine Schneidlade gebastelt.
Links oben schon an den Enden geschliffen.
Türgriffe aus Kiefernholz.
Scheibenwischer aus Zahnstochern...

Rückleuchten:
Keine große Sache, im wahrsten Sinne des Wortes. Aus Resten von Buchenholz wurden zwei Stücke von je 8 x 11 mm mit der Laubsäge zurecht geschnitten und am Trommelschleifer und per Hand geschliffen. Die Einteilung von Blinker sowie Rück- und Bremslicht wurde mit Stechbeitel und Schraubenzieher eingearbeitet.

Stossstangen:
Hier kam wieder das gleiche Kantholzmaterial wie schon beim Dach und bei den Rädern zum Einsatz. Auf einem dünnen Abschnitt wurden die ausgeschnittenen Skizzenteile angezeichnet und mit der Laubsäge ausgeschnitten. Musste ich zweimal machen, der erste Versuch war leider zu klein. Und auch hier Grobschliff mit dem Trommler, Feinschliff mit der Hand.

Lüftungsgitter:
Die hinteren Lüftungsgitter entstanden aus halbierten Zahnstochern, davon waren vom Delorean immer noch welche übrig. Um diese in die exakt gleiche Länge zu schneiden, habe ich mir aus Resten eine Schneidlehre gebastelt.

Türgriffe und Scheibenwischer:
Die Türgriffe entstanden Resten einer Kiefernholzleiste. Auch hier wieder Laubsäge und Schleifen, schleifen, schleifen...
Für die Scheibenwischer kamen erneut Zahnstocher zur Verwendung.

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Fugen und Fenster

Dach verleimt.
Mit Hilfe von Kreppband...
...wurden alle Fugen aufgezeichnet.
Hat lange gedauert.

Allmählich geht es auf die Zielgerade. Die drei Karosserieteile wurden miteinander verleimt. Alle Fugen, Ritzen und Fenster wurden mit Bleistift aufgezeichnet und dann mit Stechbeiteln herausgearbeitet. Zusätzlich habe ich mir aus einer Senkkopfschraube ein Schnitzwerkzeug gebastelt. Dafür habe ich die Schraube in die Bohrmaschine eingespannt und den Kopf mit einer Feile geschärft. Damit liesen sich die Rundungen in den Ecken besser machen.Das war bei insgesamt 23 Fenstern eine ziemliche Arbeit, bis alle Fugen gezeichnet, geschnitzt und geschliffen waren, sind rund 8 Stunden vergangen...

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Oberflächenbehandlung und Zusammenbau

Vor dem Schliff. hier erkennt man auch die untere...
...Zierleiste. Habe ich erst spät gemacht, war mir irgendwie entgangen.
Rückleuchten und Motordeckelgriff aufgeleimt.
Für die Rückspiegel wurden Aussparungen in die Zierleiste geschnitten.
Nach der ersten Wachsschicht. Stossstangen nur fürs Foto drangelegt.
Gewachst, poliert und mit Anbauteilen versehen. Fertig für den Fototermin.

Bevor ich die filligraneren und somit auch zerbrechlicheren Teile angebracht habe, wurde der ganze Samba noch mal feingeschliffen und mit Antikwachs behandelt. Da alle meine Palettenautos eine gewisse Einheitlichkeit haben sollen, nahm ich dafür die gleiche Sorte, wie bisher auch. Die untere Karosseriehälfte wurde, um sie etwas dunkler zu bekommen, zweimal gewachst. Anschliessend mit  einem sauberen Tuch poliert.

Dann konnten die Anbauteile angeklebt werden.

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Fertig!

Gerne hätte ich das Projekt mit in den Recyclingwettbewerb gegeben. Aber das war zeitlich beim besten Willen nicht zu schaffen. Ich hoffe, Euch gefällt meine Bastelei und Ihr seht mir die diversen Schnitzer und Fehler nach.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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  1. Projekt des Monats

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