Visitenkartenhalter - Heimwerker-Challenge

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Bei unserem Faschingskaffee hat mir meine Freundin erzählt, daß ihre Schwiegertochter gerade promoviert hat und am Freitag die Doktorfeier ist. Sie hat ihr zu diesem Anlaß Visitenkarten drucken lassen und bräuchte noch einen Halter dafür. Eigentlich hätte sie mich bitten wollen diesen zu machen, da ich aber erst aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen bin, wollte sie mich nicht fragen.

Naja, eigentlich war das so auch eine Anfrage und da das eine wirklich gute Freundin ist und ich ihren Sohn von klein an kenne und seine Frau auch schon länger und beide sehr nett finde, habe ich doch zugesagt. Außerdem war das kein Projekt, wo ich tagelang in die Werkstatt mußte, die Zeitspanne war überschaubar. Meine Freundin wollte gerne etwas aus Acryl. Aber Acryl hatte ich keines zuhause und möchte das im Moment auch nicht sägen. Außerdem wollte ich, wenn ich schon entgegen meiner Vorsätze in diesem Monat noch in die Werkstatt gehe, das Projekt wenigstens für die Heimwerker-Challenge nutzen können. Es mußten dafür die Vorgaben Holz und Holzleim verwendet werden.
Nach einem etwas längeren "Beratungsgespräch" hatte ich meine Freundin überzeugt, daß Holz schöner wäre. Sie gab mir dann noch per Telefon die Maße der bestellten Karten und ich konnte loslegen.
Dabei herausgekommen ist dieser kleine Visitenkartenständer - ich hoffe, er gefällt Euch.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber,  Easy Drill
  • Dekupiersäge,  Multicut S2
  • Schleifpapier, Holzleim
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Materialliste
  • Holz (6mm)
  • Holz (4mm)
  • Holzlasur
  • Holzleim
  • Holz (10mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Der Kartenhalter sollte keine strenge Form haben sondern etwas lieblicher in der Ausführung sein, da er für eine junge Dame gedacht ist. Der Schreibtisch der zukünftigen Doktoressa ist dunkles Holz. Also habe ich mir diese Form ausgedacht, schlichte Linien und eine kleine Verzierung im oberen Teil.

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Holzwahl - Vorbereitung - Zuschnitt

zugeschnittene kleinere Platten
gleich große Platten geschnitten

Aus meinen Holzvorräten habe ich eine Platte dunkleres Mehrschichtholz ausgesucht, 6 mm dick. Dann noch eine hellere Sperrholzplatte 4mm dick. Da ich derzeit nichts sägen bzw keinen Staub einatmen soll wegen meiner angegriffenen Lunge, hat mir der Nachbar, dessen Frau oft Gesägtes von mir haben möchte, mit der Handkreissäge aus den großen Platten mehrere kleinere zugeschnitten. Die kleinen Platten konnte ich dann in meiner ziemlich reinen Werkstatt weiter verarbeiten.

Ich benötigte zwei gleichgroße Platten, eine helle und eine dunkle für das Hauptteil und eine etwas kleinere kürzere Platte mit gleicher Breite für den Querstecker. Die kleine Platte muß so dick sein, wie die beiden großen zusammen.

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Vorlage

Beide gleichgroße Platten, also die 6mm dicke und die 4mm dicke Platte habe ich mit Tesa zusammen geklebt und darauf meine Vorlage geklebt. Dann habe ich die angedachte Größe aus den zusammen geklebten Platten gesägt, damit ich zwei wirklich identische Plattenstücke bekomme.

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obere Platte herstellen

Muster ausgesägt
Schlitz für Steckholz
Steckholz für Ständer
Schlitz in Steckholz sägen
erste Paßprobe - stimmt
alle Teile fertig gesägt

Nach dem Zuschnitt habe ich beide Platten wieder getrennt und in die obere Platte mein Fretworkmuster gesägt. Zuerst habe ich mit dem Bohrer die Löcher gebohrt und dann mit einem 1er Sägeblatt ausgesägt.

Dann habe ich wieder beide Platten zusammen geklebt und mit einem 3er Sägeblatt den Schlitz für die Steckvorrichtung in beide gesägt. Danach wurden die Platten wieder getrennt.Bei einer ersten Paßprobe paßt das Steckholz in den gesägten Schlitz.

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Lasieren

Holzlasur-Musterprobe
Lasieren

Die obere Platte wollte ich noch etwas dunkler haben, damit sie besser zum Schreibtisch passen sollte. Dafür habe ich Holzlasur genommen und die obere Platte damit bearbeitet.

Da später ja die helle Platte unter die dunkle geleimt werden sollte und auch die Rückseite und die seitlichen Kanten der hellen Platte dunkel lasiert werden mußten, habe ich mit einem Messer dünne Trennlinien in die helle Platte geritzt. Holzlasur läuft oft dort hin, wo man sie nicht haben möchte und ein zerreißen der Holzfaser stoppt das etwas.
Auch das kleinere Steckstück wurde lasiert.

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Leimen - Anpassen

leimen
trocknen
schleifen

Anschließend habe ich die obere und die untere Platte zusammen geleimt. Hiermit war auch die 2. Vorgabe "Holzleim" erfüllt.

Bei der Steckprobe nach dem Zusammenleimen und Lasieren stellte ich fest, daß das Holz durch die Lasur ganz minimal gequollen war und ich noch eine winzige Kleinigkeit nachschleifen mußte.
Dafür habe ich meinen Minibandschleifer genommen und ganz, ganz wenig noch abgetragen, bis es einwandfrei paßte.

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Fertigstellung

Ich hatte mir schon zuvor von einigen Reataurants und Handwerkern die Visitenkarten herausgelegt, um nach Fertigstellung sehen zu können, wie das Ganze mit Karten wirken würde.

Probehalber habe ich dann diese Karten, die in etwa die gleiche Größe wie die bestellten hatten, aufgelegt und es paßte gut. Ich war mit meinem Werk zufrieden.Als ich heute am Spätnachmittag meine Freundin anrief, sie könne den Ständer abholen, war die ganz begeistert von dem Ergebnis und so hat sich für mich die Arbeit gelohnt, denn für sie habe ich das wirklich gerne gemacht und mir hat auch die Arbeit an dem Projekt Freude gemacht.

Ich bedanke mich für Euer Interesse und das Lesen meines Projektes.


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