Verlobungsringschachtel der besonderen Art

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Endprodukt
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Als wichtigstes vorab: Meine noch Freundin und ich sind anders! Wir ärgern uns, wir nehmen uns auf die Schippe, wir halten dem anderen den Spiegel vor. Manchmal scheint das die Menschen in unserem Umfeld, die welche uns noch nicht gut kennen, zu verstören. Daher möchte ich ganz klar sagen, wir lieben uns und keinem von uns beiden kommt es in den Sinn das es anders sein könnte. Zu jedem Topf gibt es einen Deckel und das ist bei uns auch so passend.


Meine Freundin und ich haben vor einigen Jahren mal das Thema Verlobung / Heirat angesprochen. Nach einer kurzen Unterhaltung im Sinne von : "Was meinst Du, sollen wir irgendwann mal heiraten?" Waren wir uns einig das es irgendwann dazu kommen wird.

Die damalige Aussage meiner Freundin ist auch der Grund warum es zu diesem Projekt gekommen ist. Sie lautete: Wenn dann möchte ich aber einen ordentlichen Antrag mit Stein.

Was wäre ich nur für ein Partner wenn der Wunsch meiner Holden mir nicht fast einem Befehl gleich kommen würde. Das ich einem "Befehl" nur dann wortgetreu folge wenn es mir in den Kram passt ist dabei ein anderes Thema. ;-)

Am Ende ist etwas dabei heraus gekommen was ich bisher noch nicht gesehen habe. Natürlich habe ich tolle Schachteln aus Pappe, Papier, Holz und Beton gesehen, ich meine mich entsinnen zu können das mir auch eine aus Stahl über den Weg gelaufen ist. Jedoch sind das alles Dinge die bereits jemand mit sicherlich viel Aufwand geschaffen hat und es entspricht nicht meinem Anspruch die Aussage meiner Freundin bzgl des Steines aufzugreifen.

Mein persönlicher Gewinn ist, neben dem offensichtlichem das ich meiner Freundin ein Geschenk mache und unsere Beziehung einen Schritt weiter entwickle, dass ich wieder mal etwas für mich komplett Neues ausprobieren kann. Ich habe bisher in meinem Leben nur einmal Stein mit einem "bildhauerischem" Aspekt bearbeitet und das war der übliche Speckstein in der Grundschule. Darüber hinaus.......Pustekuchen.

Nun ja, ich hoffe ich kann euch verdeutlichen was ich wie und warum gemacht habe und dabei vllt. sogar für den einen oder anderen Schmunzler sorgen.

Viel Spaß beim lesen. :-)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dremel 4000
  • Schraubendreher
  • Steinfräser
  • Diamanttrennscheibe
  • Steinbohrer
  • Heißklebepistole
  • Siliciumkorundschleifer
  • Schieblehre
  • Streichmaß
  • Bleistift
  • Edding
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Materialliste
  • 2 x Pflasterstein | Granit / Grauwacke (ca 50 x 50 x 50mm)
  • 1 x LED kaltweiß (3mm)
  • 50 cm x Drahtlitze (0,1mm Querschnitt)
  • 1 x Mikroschalter (9 x 6 x 3 mm)
  • 1 x Vorwiderstand
  • 1 x Batterie (R2032)
  • 1 x Batteriehalter
  • 1 x Filz | Filz (3 mm)
  • 1 x Samt | Samt
  • 1 x Scharnier (50 x 15 x 1 mm)
  • 6 x Schraube (M2 x 8)
  • Textilkleber
  • Heißkleber
  • Geschenkband
  • Geschenkbox | Pappe

Los geht's - Schritt für Schritt

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Einen Stein braucht der Mann

Das Objekt der Wahl
Unterschiedliche Größen

Ich hatte zu Anfang mehrere Ideen wir ich ihren Ring in einen Stein verpacke. Der erste Gedanke war einen Flusskiesel zu nehmen, den in der Mitte durchzuschneiden und dann auszuhöhlen.


Der Gedanke hielt sich ca 2 Tage in meinem Kopf und wurde dann verworfen mit der Begründung "Das ist mir zu simpel". Des weiteren wollte ich einen Stein der nicht wirklich schön ist, etwas was nach einer Aufarbeitung allein die inneren Werte betont.

Auf meinem Weg von der Arbeit nach Hause bin ich an einem Abschnitt der Straße entlang gelaufen der in einem sehr spitzen Dreieck ausläuft. In diesem Dreieck stehen Laternen und der Bereich drum herum ist mit kleinen Pflastersteinen gepflastert.

Meinen aktuellen Erkenntnissen nach gibt es Pflastersteine zwischen 50 und 150 mm Kantenlänge. Die größeren kennt glaube ich jeder der mal in einer etwas älteren Innenstadt unterwegs war. Die kleineren habe ich nun nachdem ich darauf geachtet habe an den verschiedensten Stellen gesehen. Mal als Einfassung um Stromkästen oder Laternen, aber auch als Gehwegbelag in teilweise wirklich schönen Verlegemustern.

Wieder einmal auf den Nachhauseweg kam ich an einer Baustelle vorbei wo man gerade dabei war den Bodenbelag zu erneuern. Nach einigen kurzen Worten und einer Frage hatte ich einen der kleinen Pflastersteine in meinem Besitz.

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Der erste Feindkontakt

Höhenanriss
Trennschnitt
Fehlschlag

Da eine Schachtel / Schatulle im Regelfall aus mindestens zwei Teilen besteht (Obere und untere Hälfte) war mir klar das ich den Stein in der Mitte auftrennen muss.


Auf Grund der geringen Größe (50 x 50 x 50 mm) hatte ich mir für die Bearbeitung meinen Dremel ausgesucht. Seitens Dremel gibt es im Originalzubehör eine Diamanttrennscheibe welche ohne Kühlung genutzt werden kann. Aus Holzresten und einem Bleistift habe ich mir einen primitiven Höhenanreißer gebaut so, dass ich rund um den Stein auf einer Höhe einen Strich ziehen konnte.

Nachdem ich den Stein in den Schraubstock eingespannt hatte habe ich den Stein rundherum mit der Trennscheibe eingeschnitten. Leider war die Schnitttiefe mit der Trennscheibe nicht ausreichend um den Stein, auch als ich alle 4 Seiten eingeschnitten hatte, durchzuschneiden. In der irrigen Annahme das der verbleibende Steg in der Mitte schon klein genug sein wird habe ich den Stein an der Kante in den Schraubstock gespannt und habe Druck ausgeübt. Das Prinzip war super, der Stein ist gebrochen, nur leider an der falschen Stelle....

Also alles wieder auf Anfang.


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Aufgeben gilt nicht

Erfolg

Nach dem Desaster am Vortag bin ich wieder an der Baustelle vorbei und habe die Herren dort gefragt ob ich einen weiteren Stein haben könnte. Auch diesmal war man bereit mir zu helfen und ich habe mich bei den Herren mit einem Kaffee revanchiert.


Zuhause angekommen habe ich eigentlich den gleichen Weg eingeschlagen, nur mit dem Unterschied das ich diesmal erst die Unterseite des Steines ein wenig plan schleifen musste. Dieser Stein war eben etwas anders in seiner Beschaffenheit aber wir sprechen hier ja immerhin von einem Naturprodukt.

Geändert habe ich auch die Art und Weise wie ich den Stein rund herum eingeschnitten habe. Diesmal habe ich die Trennscheibe in die Bosch PBD 40 eingespannt und habe den Stein von allen Seiten so lange eingeschnitten bis ich nicht mehr weiter rein kam. im Anschluss wurde der Stein wieder in den Schraubstock gespannt und ganz vorsichtig auf einer Seite Druck aufgebaut.

Erfolg!!! Die erste Hürde ist genommen.

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Zwischenschritt / Vorbereitung auf die Schlacht

Anriss

Nachdem ich nun zwei Hälften hatte habe ich auf beiden Seiten mittels eines Streichmaßes eine Markierung 8 mm von den Außenseiten entfernt angebracht. Hintergrund hierbei, ich wollte Innen in groben Zügen die von Außen gegebene Kontur aufgreifen.


Ist leider das gleiche Bild wie beim vorherigen Schritt da ich mich mehr auf die Arbeit als auf das anfertigen von Fotos konzentriert habe. Die Markierung ist aber als grauer Strich auf dem grauen Stein zu erkennen.

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Was habe ich mir nur eingebrockt?

Lochfraß

Der Titel dieses Abschnittes ist mir zwar mehrfach während der Arbeiten an diesem Projekt in den Kopf gekommen, aber hier war er am lautesten.


Wie höhle ich einen Stein aus? Diese Frage war für mich als absoluten Laien in der Steinbearbeitung schnell beantwortet. Einfach viele Löcher nebeneinander setzen um hinterher den kleinen Rest der Stege usw. raus zu schleifen.

Nach den ersten 3 Löchern wurde mir bewusst das dies eine miese Idee war. Anscheinend war der normale Steinbohrer den ich gewählt hatte schon verdammt stumpf oder das Material zu hart. Ja ich habe Sacklöcher hinein bekommen, aber nur mit Ohrenschmerzen, einer verbrannten Fingerkuppe und einigen Flüchen.

Damit ich nicht zu tief bohre habe ich als erstes bei dem Bohrer mit grünem Klebeband eine Markierung gesetzt. Ich wollte es auf jeden Fall vermeiden zu tief zu bohren.

Während ich die Löcher minder fröhlich in den Stein gekreischt habe ist der Bohrer leider mehrfach auf Wanderschaft gegangen. Daraus resultierend hatte ich am Ende des Tages die auf dem Bild zu sehende Hügellandschaft.

Die Hügellandschaft wollte ich mit den Dremelaufsätzen welche bei Dremel zur Steinbearbeitung markiert sind wegschleifen. Das war die zweite miese Idee. Hätte ich versucht das bis zum Ende durch zu ziehen hätte ich beim Besuch auf dem Amt zur Hochzeit auch direkt den Rentenantrag abgeben können. Mit anderen Worten: Ging mal gar nicht in einer akzeptablen Geschwindigkeit.

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Inhalt

Waschmaschinen leben länger mit Calgon.....


Während dieses Projektes habe ich mir stellenweise ernsthaft Lochfrass gewünscht. Nicht an unserer Waschmaschine, aber an dem Stein welchen ich bearbeitet habe.

Nach diversen Versuchen die beiden Hälften auszuhöhlen habe ich bei einem großen Onlineversandhandel für 10 Euro ein Fräserset gefunden. Dieses Set beinhaltet 3x 30 Fräser der verschiedensten Formen. Bestellt habe ich es nur weil ich mir dachte das ich mit den 90 Fräsern durchaus die beiden Aushöhlungen zu Stande bekommen sollte, auch wenn die Fräser nach 10 mm Strecke hinüber sind.

Ich wurde positiv überrascht! Für 10 Euro war das eine super Anschaffung. Es sind genau 2 Fräser kaputt gegangen und das auch nur weil ich mich wieder einmal als Grobmotoriker hervor getan habe und zu fest gedrückt habe.

Den Großteil der Aushöhlung im unteren Stein habe ich mit normalen Steinbohrern gemacht und ich habe länger für die Bohrungen gebraucht (bei denen dann auch noch die Stege weggefräst werden mussten) als für den kompletten oberen Teil mit diesen günstigen Fräsern.

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Es geht vorwärts

Wie der geneigte Leser während der Werbepause feststellen konnte habe ich eine Lösung gefunden die mich wider erwarten sehr zufrieden stellte.


Die Fräser haben einen mega Job gemacht. Das bearbeiten der Hügellandschaft und der kompletten oberen Hälfte gingen mit den neuen Steinfräsern super. Vielleicht merkt man es, ich bin immer noch begeistert von den Teilen.

Nach einigem Fräsen hatte ich endlich die beiden Hälften wie ich es mir vorgestellt habe.

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Warum simpel wenn es auch komplizierter geht.

Batteriehalter
Passt
Innenansicht

Beseelt von dem schnellen Fortschritt habe ich beschlossen das es eine Schatulle werden soll, also ein Stein zum aufklappen.


Als Innenleben hatte ich mir von vornherein den Standard-Ringhalter vorgestellt, eben dieses Schaumstoffkissen mit einem Schlitz in der Mitte wo der Ring drin steckt. Also beim Juwelier vorbei wo ich den Ring für meine Freundin bestellt habe und eines dieser Kissen besorgt.

In Gesprächen mit Freunden wuchs sich die Idee dann noch etwas weiter aus. Übergeben wollte ich ihr zum Planungszeitpunkt den Ring in Schottland am 19.12.2019. Ob dies auch so geschehen ist könnt ihr dann im letzten Abschnitt lesen.

Da es im Winter bekanntlich auch mal Dunkel sein kann und ich mir noch nicht über die Lokation einig war an der dies geschehen sollte einig war, habe ich beschlossen das da auch Licht rein muss. Dauerbeleuchtung ist aber doof, also muss da ein Schalter rein so das der Stein beim öffnen anfängt zu leuchten.

Wie bringt man nun eine Batterie in einem Stein unter der nur noch eine Wandstärke von ~8 mm hat und wo der Freiraum im Inneren auch nicht nennenswert größer ist als 30x30x30 mm?

Ein 9v Block, eine AAA und eine AA Batterie sind hier aufgrund der Abmessungen komplett raus. Was so gerade eben noch passt ist eine R2032 Knopfzelle. Diese ist ausreichend flach als das man auf der Unterseite des Steines wieder etwas ausfräsen kann um die Batterie zu versenken.

Und wieder kam ich an den Punkt an dem ich meinen eigenen Plan über den Haufen geworfen habe. Seit vielen Jahren begleitet mich Murphys Gesetz, wenn ich nun eine Batterie einsetze und diese einfach fest verlöte ist spätestens am Morgen vor der Übergabe die Batterie leer. Also muss es auswechselbar sein. Einen Lötkolben wollte ich nicht mit in den Urlaub nehmen, daher muss ein Batteriehalter eingebaut werden.

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Beleuchtung im oberen Teil

Schaltplan.... oder so
Sehr kleiner Schalter

Die R2032-Bakterie musste ihren Strom natürlich auch noch sinnvoll verwenden können. Daher habe ich im oberen Teil der Schachtel eine weiße LED eingeklebt. Um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern und auch ein wenig für den netten Effekt musste ein kleiner Schalter eingebaut werden. In Ermangelung einer Alternative habe ich mir beim blauen Claus einen 2 Wege Schalter besorgt. Dieser Schalter ist "extrem" klein (9x6x3mm HxBxT) und war daher das was am meisten meinen Ansprüchen zugesagt hat. Des weiteren schließt der Schalter je nachdem wie man ihn anschließt den Stromkreis entweder wenn man den Taster reindrückt oder aber wenn er entlastet wird. Da meine Schachtel sich beim öffnen beleuchten sollte habe ich die Variante gewählt das er beim Öffnen den Stromkreis schließt. Auf Grund eines fehlenden Datenblattes habe ich es einfach mit meinem Durchgangsprüfer getestet. Hierzu zwei Anmerkungen: Zum einen hätte ich es auch einfach mit der LED testen können und zum anderen hat sich bei genauerer Betrachtung des Schalters heraus gestellt dass das Schaltbild auf dem Schalter selber war. Naja, viele Wege führen zur beleuchteten Schachtel.

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M2 Schraube vs. Grobmotoriker oder "wie befestige ich ein Scharnier"

Bohrungen
Ein wenig Platz für die Kabel
Hinten rum ist auch ein Weg

Schachtel gibt es ja in diversen Formen und Ausgestaltungen. Wenn ich allerdings an die Schachteln für einen Verlobungsring denke ist es immer eine Schachtel welche man aufklappt. Zumindest ist dies das Bild was ich immer als erstes im Kopf habe. Fazit: Da muss ein Scharnier rein.


Um den Titel dieses Abschnitts aufzugreifen: Nach dem vorbohren der Löcher für das Scharnier habe ich die M2x8 Schräubchen in die Löcher eingedreht. Ich weiß bis heute nicht ob ich den Durchmesser des Bohrlochs falsch gewählt habe (eigentlich bin ich mir sicher das es nicht daran lag) oder aber ob es in dem Bohrloch noch irgendwelche Rückstände gab. Ich weiß nur zu 100% das ich es geschafft habe bei 2 der Schrauben den Kopf abzureißen und es mich eine Menge Mühe gekostet habe die Schrauben wieder aus dem Stein raus zu bekommen ohne all meine bisherige Arbeit zu ruinieren.

Mir fiel auf Anhieb kein besserer Weg ein um die Kabel für die LED in den oberen Teil der Schachtel zu führen als unter dem Scharnier ein klein wenig weg zu fräsen. Klar hätte ich die Kabel auch innen hochführen können, dann hätte man sie aber gesehen oder ich hätte ein Problem mit der Funktionalität des Schalters bekomme. Daher habe ich mich hier für diesen einfacheren Weg entschieden.

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Innenleben

Wieder mal ein Fehlschlag
Steckpolster aufbauen
Test mit einem anderen Ring
Anprobe der oberen Hälfte
Einzelteile für obere Hälfte
Fehlt noch der Samt
Es klebt bald

Ich denke fast jeder von euch kennt die Steckpolster in denen Ringe überreicht werden. Auch hier hatte ich wieder ein klein wenig meine Probleme mit dem Material. Ursprünglich wollte ich einfach ein Polster aus einer anderen Schachtel nehmen, dieses mit blauen Samt bekleben und alles wäre schick. Nein auch das funktionierte nicht wie ich es wollte. Ich hatte das Polster soweit zurecht geschnitten das es in die untere Aushöhlung passte und habe es versucht mit Sprühkleber einzusprühen.


Für die Unterseite der Schachtel hatte ich so oder so eine Filzunterlage vorgesehen damit der Stein mir nicht die Oberflächen zerkratz auf denen er mal abgestellt werden wird. Dem entsprechend habe ich aus diversen miteinander verklebten Lagen das Steckpolster nachgebildet. Diese Idee hat dann auch nach der richtigen Wahl des Klebers auch gut funktioniert. Auch hier gab es wieder einen Lerneffekt. Auch wenn auf der Verpackung des Sprühklebers steht das er für Stoff usw geeignet ist das klappt bei Filz und Samt nicht. Den Filz klebt er nicht vernünftig zusammen und durch den Samt drückt er sich durch. Also habe ich mir in einem Nähladen hier ums Eck einen Textilkleber gekauft. Dieser funktionierte wie ich es wollte und ich konnte auch die kleinen Teile für die obere Hälfte ohne Probleme bekleben. Gehalten wird sowohl das Polster als auch das Innenleben der oberen Hälfte durch Heißkleber. Hält und war der einfachste Weg.

Es sind 2 Dinge passiert: Beim ersten Versuch flog das Polster auf Grund des Drucks der Sprühdose durch die Luft. Ich hatte einfach vergessen das auf der Dose gut Druck ist. Beim zweiten Versuch habe ich den Kleber auf ein Brettchen gesprüht und ihn mit dem Pinsel aufgetragen. Leider war der Schaumstoff aus einem Material welches vom Sprühkleber zersetzt wurde und hat sich dem entsprechend in deinen sehr hässlichen Klumpen verwandelt.

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Intermezzo während der gesamten Bauphase (kann übersprungen werden)

Während der gesamten Bauzeit habe ich meiner Freundin immer wieder kleine Hinweise gegeben was es denn sein könnte. Naja, eigentlich habe ich ihr nur gesagt welche Materialien ich verwendet habe.


Hinweise waren:
- Samt
- Filz
- LED
- Kabel
- Batterie
- Schrauben
- Heißkleber
- blaues Geschenkband
- Papier
- Pappschachtel
- Kohlenstoff


Auf Grund meiner herausragenden Hinweise hat meine Freundin zusammen mit den Kollegen bei ihr im Büro angefangen zu raten. Drauf gekommen was es ist sind sie jedoch nicht. Ich gebe zu das war auch pure Absicht und ich wollte meine Freundin nur ein wenig ärgern. Das es allerdings bei den Damen dann zu einem "Sonntagsrätsel" wird konnte ich ja nicht ahnen. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß dabei. ^^

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Fertig, der Antrag kann gestellt werden.

Ein hübscher Stein ^^
Rückseite
Ohne Geschenkband
Innenleben
Innenleben II
Im Dunkeln
Die Füllung

Hier sind noch ein paar Bilder der fertigen Schatulle. Das Geschenkband sollte zum einen die Schatulle zu halten und zum anderen die Schnitte verdecken. Hat wunderbar geklappt!.

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Abschließendes Fazit und Kommentare

Als Fazit kann ich sagen die ganze Aktion hatte einen großen Lerneffekt für mich.


Gelernt habe ich:
- Drahtlitze mit 0,1mm Querschnitt ist nichts für meine Finger.
- Manchmal brauche ich mehr Geduld.
- Unbekanntes Material erst einmal auf Verträglichkeit mit anderen Komponenten testen.
- Meine Fertigkeiten beim Fotografieren muss ich eindeutig verbessern.
- Es war jede Minute Arbeit wert!


Kommentare von Menschen aus unserem Umfeld die Kenntnis über meine Idee hatten oder die Bilder davon gesehen haben:
- Du bist verrückt. (meine Arbeitskollegen)

- Ein Pflasterstein? Ist das dein Ernst? (meine Arbeitskollegen)

- Wie kommt man auf so eine Idee? (meine Arbeitskollegen)

- Es zeugt von hoher Motivation. (Aussage Arbeitskollegin meiner baldigen Frau)

- Hammer, das sieht genial aus. (Meine beste Freundin)

- Kann man bei Dir so etwas bestellen? (meine Arbeitskollegen)

- Ich brauche bitte Bilder um meinen Mann unter Zugzwang zu setzen. (meine Arbeitskollegen)

- Das ist etwas ganz besonderes und einfach nur toll. (Die Damen meines Juweliers)

- Wenn sie es nicht nimmt, ich nehme es. (Gemeinsame beste Freundin)

- Kohlenstoff als Material ist eindeutig kein ausreichender Hinweis. (Diverse)

- Wenn Du es bekommst, ich will im gleichen Moment ein Foto. (Aussage Arbeitskollegin meiner baldigen Frau)

- Es hat mehrere Funktionen, man kann es im Notfall auch werfen. (Aussage baldige Frau)

- Jetzt weiß ich endlich woher dieser ominöse graue Staub auf dir her kommt (Aussage baldige Frau)


Das wichtigste zum Schluß: Sie hat "Ja" gesagt".


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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