Die fertige Vase
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Mal wieder habe ich zu wenig Bilder gemacht ..... 

Hoffentlich lässt sich der Bau dennoch ausreichend anhand meiner Beschreibung nachvollziehen.

Aus einem anderen Projekt hatte ich noch jede Menge Reagenzgläser übrig und bei einer Suche nach Büchern zu Holzarbeiten bin ich zufälligerweise über ein Buch gestolpert, das diese Gläser in Vasen verwendet.

Ein Bild aus dem Internet habe ich als Grundlage genommen und von dort die Form in ähnlicher Weise übernommen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Ständerbohrmaschine
  • Schleifmittel
  • Wachs/Öl
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Materialliste
  • 1 x Bucheleimholz | Holz (Je nach Vorlage x 18mm)
  • 1 x Biegedraht | Metall (50 - 100 cm)
  • 1 x Reagenzglas | Glas (20 x 2 cm)
  • 1 x Edelstahlblech | Metall (Je nach Vorlage)
  • 1 x Kupferblech | Metall (Je nach Vorlage)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holz vorbereiten

Das Bucheleimholz habe ich aufgedoppelt, um einen ausreichend dicken Grundkörper zu bekommen. Alles gut verpresst und den Leim je nach Sorte durchtrocknen lassen.

Auf den Holzklotz jetzt die Form übertragen, entweder frei Hand (wer's kann) oder wie ich in Word entwerfen, ausdrucken und aufkleben. Die Kreise und Bögen in Word haben in diesem Fall ohne weiteres ausgereicht, an ein paar Stellen habe ich auf dem Ausdruck noch mit Bleistift nachgearbeitet. Es kann ratsam sein, unter die Vorlage erst noch Paketband zu kleben, damit es später beim sägen keine Brandspuren gibt. Buche ist ja schon ein wenig stabiler und man arbeitet mit weniger Vorschub.

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Loch für Reagenzglas bohren

Vor dem eigentlichen aussägen des Grundkörpers war es bei der von mir gewählten Form notwendig, erst das Loch für die Vase/das Glas zu sägen. Auf den Schrägen lässt sich schließlich kein Bohrer vernünftig ansetzen. Also zuerst aus dem Holzklotz eine Ecke ausgesägt, sodass der Bohrer in der Mitte der beiden Holzplatten plan aufgesetzt werden kann. Dann mit einem 20er Forstnerbohrer nach und nach das Loch bohren. Immer mal wieder messen, ob schon beide Schrägen durchbohrt sind!

Das Loch zu bohren hat sich als ziemlich umständlich heraus gestellt. Den Holzklotz musste ich in der Vorderzange der Werkbank einspannen, die Bohrmaschine im Ständer drehen (hat zum Glück eine runde Säule) und mich dann Stück für Stück voran arbeiten. Um die gewünschte Tiefe zu erreichen habe ich irgendwann die Bohrmaschine auf der Säule so weit senken müssen, dass der Bohrer gar nicht mehr aus dem Loch gehoben werden konnte. Sollte das bei euch auch der Fall sein, bitte darauf achten, dass der Bohrer nicht zu heiß wird und die Späne ab und zu aus dem Loch saugen.

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Aussägen

Jetzt den Grundkörper aus dem Holz aussägen. Dabei ruhig etwas Zeit lassen, umso genauer wird es und man muss später weniger schleifen.

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Holzoberfläche abschließen bearbeiten

Das Holz so lange von Hand oder mit der Maschine schleifen, bis die gewünschte Oberfläche erreicht ist. 

Danach habe ich das Holz noch geölt, mit Wachs behandelt und leicht mit Watte/Filz aufpoliert. Ihr könnt aber auch Lackieren oder das Holz natur belassen.

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Bodenplatte herstellen

Aus einem alten Dustabzugshaubenkamin habe ich mir ein Stück Edelstahlblech geschnitten und auf dieses dann die oben zu sehende Form geklebt. Mit etwas Geduld findet man im Internet etwas, das einem gefällt. Die Form hier war ursprünglich für einen Topfuntersetzer gedacht glaube ich. Das Blech dann auf eine Unterlage (HDF oder dünnes Sperrholz) aufkleben, die Innenschnitte vorbohren und aussägen. Die Außenkontur noch nicht aussägen!

Da die Bodenplatte in dieser Form nicht stabil genug wäre, habe ich mit 100% Kleber von Pattex ein Stück Kupferblech darunter geklebt. Alles gut durchtrocknen lassen. Jetzt kann die Außenkontur gesägt werden. Da alles schon verklebt ist, kann nichts verrutschen und alles passt deckungsgleich aufeinander. Die Unterlage (HDF/Sperrholz) muss dann zwar nochmals darunter geklebt werden, das Ergebnis und die gesparte Schleifarbeit entschädigen dafür aber.

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Glashalter biegen

Aus einem Stück dicken Draht (etwa so dick wie Drahtkleiderbügel) habe ich die im Bild zu sehende Spirale gebogen. Dazu habe ich in einen Bucherundstab ein Loch gebohrt, dann ein Ende des Drahtes hindurch gefädelt und umgebogen. Jetzt noch den Draht um den Rundstab wickeln, dabei lieber etwas mehr Draht wickeln. Kürzen kann man später dann auf die benötigte Länge. Buche habe ich verwendet, da sich der Draht beim Wickeln in zu weiches Holz hinein drücken kann und dann schwer  zu lösen ist. Wenn die Spirale lang genug ist, einfach den Draht abzwicken und die Spirale vom Rundholz schieben.

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Montage

Der Grundkörper wird mittig auf die Bodenplatte geklebt und von unten noch mit zwei kleinen Linsenkopfschrauben gesichert. Die Spirale oben etwas zusammen drücken, damit das Glas nicht durch fällt (das Glas hat einen gebördelten Rand, somit sitzt es auf der Spirale auf). Unter die Bodenplatte habe ich noch ein paar runde Filzgleiter geklebt, damit es

a) trotz der Schrauben nicht wackelt
b) beim Verschieben keine ekligen Kratzgeräusche gibt
c) um Möbeloberflächen zu schonen
In den Glaskörper habe ich dann etwas Dekosand eingefüllt und eine künstliche Blume gesteckt.


Rechtlicher Hinweis

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