Vase aus Holz (Nachbau von Alpenjodel)

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Die ist ein abgewandelter Nachbau vom Alpenjodel's Vase.

Einfach mal drauf klicken. Rentiert sich wirklich.
An der Stelle vielen Dank an Alpenjodel für die klasse Idee.
Meine Frau war total aus dem Häuschen als ich ihr das Teil gab.
Mit dieser Vase hatte ich im Forum eine ganz schöne Welle ausgelöst.
Es ging um das Thema Nachbau und keine Punkte bekommen.

So, nun aber zum Projekt...
Ich sah das Projekt von Alpenjodel und wusste sofort, was meine Frau zum Valentinstag bekommt.
Allerdings bin ich nicht 1:1 vorgegangen beim Nachbau. Ein paar Dinge habe ich für mich passend abgeändert.
Die wichtigste Änderung ist, dass meine Frau nur dann Vase hinstellt, wenn sie sie die auch befüllen kann.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PTS 10  - Tischkreissäge, Unterflur-Zugsäge
  • PEX 300 AE  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • EasyDrill 12
  • Bandsäge Scheppach BASA 1.0
  • Scheppach BTS 800
  • Dekupiersäge
  • RC0700
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Materialliste
  • Eschenholz
  • Erlenholz
  • 500 g x Giesharz
  • 1/2 Do x Klarlack

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorlage und Zuschnitt

Vorlage von Alpenjodel
Die Stirnseiten aus Erle werden mit PU-Leim verleimt.
Das machte ich mit einem glasfaserverstärkten PU-Leim
Nach dem Leimen wird der ausgetretene Leim entfernt und die Platte geschliffen
Der Ast ist Absicht. Passt gut in den Spiegel
Das Innenteil wird aus Esche gemacht. Dazu werden zwei Bretter miteinander verleimt.
Der Hohlraum der Vase wird auf der Bandsäge ausgesägt
Die Bohrungen für die Innenschnitte werden gebohrt
Die Innenschnitte werden auf der Dekupiersäge ausgesägt
Erle lässt sich ausgezeichnet sägen und hinterlässt eine fast polierte Sägefläche
Rückseite

Als allererstes hab ich mir die Vorlage von Alpenjodel gemopst und am CorelDraw für mich angepasst.

Dann habe ich die zweimal ausgedruckt und nach Material gesucht.
Für die Außenseiten ist Erle geplant. Das Innenteil wird aus Esche gemacht.
Aus einer Eschenbohle schnitt ich zwei Stücke zu und verleimte sie zu einem Klotz. Aus dieser wurde vorerst nur das Innenteil ausgesägt. Quasi der Hohlraum der Vase.
Für die Stirnseiten sägte ich aus Erle 4 Bretter mit 15 mm Dicke zu und verleimte sie Spiegelpassend zueinander.
Nach dem Verleimen und Verschleifen wurde die zweite Vorlage auf die Stirnseite geklebt. Es wurden alle Innenschnitte der Rose vorgebohrt und dann an der Dekupiersäge ausgesägt.

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Das Ausgießen mit Harz

Das Harz wird mit einer Einwegspritze in die Ausschnitte gegossen.
Hier sieht man das Relief vom Gießen sehr schön. Auch der Glanz ist echt toll.

Das ausgesägte Brett wird auf eine Holzplatte gespannt. Dazwischen kommt eine Lage Stretchfolie. Die dichtet das Harz etwas ab und verhindert das Verkleben an anderen Materialien.

Leider habe ich vom vergießen selbst keine Fotos gemacht.
Das Harz habe ich auf der Feinwaage angemischt und etwa 2% Färbemittel zugegeben. Gut verrührt und etwas die Blasen aufsteigen lassen. Dann mit einer Einwegspritze vom Arzt, das Harz in die Ausschnitte gegossen. Ich versuche immer das Harz bis Knapp unter die Oberkante zu füllen. Oder maximal mit der Oberkante bündig. Da es  beim aushärten etwas schrumpft,  bildet sich eine hochglänzende runde Oberfläche.  Das gefällt mir sehr gut. Es ist zwar nicht bündig mit der Oberfläche,  erzeugt aber einen schönen Relief Effekt. So gespannt lass ich es im Heizraum trocknen. 

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Teile verkleben und abdichten

Die geschliffene Vase
Hier ist das Harz vom verkleben etwas Wellig geworden. Das wird noch grob verschliffen.
Den letzten schliff gibt es nicht mit der Maschine.
Erst muss alles passen. Dann kann gegossen werden.
Mit Harz wurde vor dem Verkleben, die Innenseite vorgestrichen
Ein Blick ins innere
Hier als Grafik zum verdeutlichen. So lege ich die Vase. Der Rote Strich zeigt das Harz
Im zweiten Schritt wird der obere Teil gegossen.

Nachdem die Rose getrocknet ist, wird die Rückseite geschliffen.

Alle Teile werden mit Harz zusammen geklebt. Zuerst das hintere Teil. Dann wird der Hohlraum mit Harz bestrichen. Das Vorderteil wird ebenfalls auf der Rückseite mit Harz, dick bestrichen und dann mit dem Mittelteil verklebt. Und wieder trocknen lassen. 
Jetzt kann die Kontur der Vase gesägt werden. Natürlich auf der Bandsäge. Die Kanten werden noch mit der Oberfräse gerundet. Und das ganze fein verschliffen.
Nun muss die Vase noch abgedichtet werden. Dazu wird in 7 Schritten die Innenseite ausgegossen.
Ich mische 70 g Harz und gieße es in die Vase. Sie wird aus den Rücken gelegt. Die Oberkante der Vase wird so weit unterlegt bis das Harz an der Kante zum stehen kommt. So bekomme ich eine fast unsichtbare Fläche. Die wird zum Boden hin etwas dicker. Aber das ist nicht sichtbar. Das gleiche auf der anderen Seite. Jetzt wird die Vase hochkant gestellt und die Seite ausgegossen. Immer mit 70 g Harz. Nun den Boden der Vase etwas unterlegen und das Harz erneut an die gleiche stelle gießen. Die Vase so weit neigen bis das Harz am Hals der Vase zum stehen kommt. Natürlich das ganze auch auf der anderen Seite. 
Insgesamt werden 500 g Harz in die Vase gegossen. 

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Lackieren

Rosen für die Rose...

Nachdem alles dicht ist, wird die Vase auf der Außenseite mit Klarlack lackiert.

Die ersten 4 Schichten werden mit 600 er Schleifpapier zwischen geschliffen.  So bekomme ich die Staubeinschlüsse wieder raus. 

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Meine Schwiegermutter wünscht sich nun auch eine Vase zu Ostern.
Aber das wird ein anderes Projekt.


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