Upcycling antiker holländischer Käseschrank - Teil 2: Gartentisch

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    80 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Zugehörig zu meinem Upcycling-Projekt der Gartenbank aus einem antiken holländischen Käseschrank, hier nun der dazu passende Gartentisch. Die Vorgeschichte zu dem Käseschrank und meine Upcycling-Idee findet ihr in der Projektbeschreibung zum ersten Teil, der Gartenbank.


Für die Tischplatte habe ich die noch vorhandenen Zwischen- und Ablageböden des Käseschranks verwendet. Die restlichen Materialien, wie Rahmenhölzer für die Unterkonstruktion und druckimprägnierte Kanthölzer für die Tischbeine, sowie die Marmor-Mosaikmatten habe ich zukaufen müssen.

Zu dem Marmor-Mosaik in der Tischplatte, wieso es diese Form hat, die sicherlich dem einen oder anderen an ein Kreuz erinnert, habe ich darüber etwas in dem letzen Arbeitsschritt geschrieben.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • POF 1200 AE  - Fräse (elektrisch)
  • PSR 14,4 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • PSM Primo  - Schwingschleifer, Multischleifer (elektrisch)
  • PBS 75 A  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • PEX 400 AE  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • Tischkreissäge,  GTS 10 XC
  • Oberfräse,  Akku-Kantenfräse GKF 12V-8
  • Oberfräse,  Flachdübelfräse 900W
  • Kapp- und Gehrungssäge,  GCM 8 SJL Paneelsäge
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Materialliste
  • 2 x Kanthölzer druckimprägniert (70x70x1800mm)
  • 3 x Rahmenhölzer gehobelt (45x45x2000mm)
  • 1 x Rust-Oleum Kreidefarbe Möbellack - kreideweiß (750ml)
  • 1 x Rust-Oleum Kreidefarbe Möbellack - graphit (750ml)
  • 3 x Marmormosaik Black Grey White Mix Brick (28,5 cm x 30,5 cm)
  • SOPRO HaftPrimer S - HPS 673
  • Fugenmasse für Fließen - anthrazit
  • UHU Holz Max
  • Reste. Holzplatten von dem Käseschrank
  • 19mm Eichenbretter - Restbestand vorheriges Projekt

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zusammenstellen der Tischplatte oder auch Restholz-Puzzle

die Reste des urspr. holländischen Käseschranks
von den Zwischenböden die schmalen Enden abgesägt ...
... und auch die Kanten, um gleich große Bretter zu haben
gleiches mit den Brettern der vorherigen Seitenwände
die Einzelteile so zusammengelegt, wie sie zusammengesetzt werden sollen
die Einzelteile nummeriert
Markierungen für die Flachdübel aufgezeichnet
Nuten für die Flachdübel gefräst
an jeder markierten Stelle jeweils zwei Fräsungen übereinander
erst die beiden oberen Reihen miteinander verleimt
danach die Einzelteile aus der Mitte
abschließend die beiden fertig verleimten Teile mit denen aus dem unteren Drittel verleimt
Vorderseite nach dem Verleimen
Rückseite nach dem Verleimen
die Oberflächen mit dem Exzenterschleifer geschliffen
Rückseite nach dem Schleifen
Vorderseite nach dem Schleifen - in die kreuzförmige Vertiefung kommen später Mosaikfliesen

Für die Tischplatte habe ich die kompletten restlichen Holzelemente des ehemaligen Käseschranks verwendet, so dass wirklich nichts von dem Schrank übrig war. Daraus hat sich auch die Größe der Tischplatte ergeben.


Nachdem ich die Einzelteile passend zugeschnitten und auf Größe der Tischplatte zusammengelegt hatte, habe ich die mit Flachdübeln miteinander verbunden. Die Einzelteile dabei vorher nummeriert, um sie nach dem Fräsen wieder richtig zusammenzufügen und die Stellen markiert, wo die Nuten für die Flachdübel gefräst werden mussten.

Beim Verleimen der Einzelteile bin ich in drei Schritten vorgegangen. Im ersten Schritt die Einzelteile des oberen Drittels, im zweiten das Mittelstück und im dritten das fertig verleimte obere Stück mit dem Mittelstück und daran die Einzelteile der unteren Seite der Tischplatte verleimt. Alles zwischendurch mit Schraubzwingen fixiert und nachdem der Leim komplett durchgetrocknet war, die Tischplatte von beiden Seiten mit dem Exzenterschleifer geschliffen.

Da die die Seitenbretter von dem Käseschrank nicht die gleiche Stärke wie die der Zwischenböden hatten, habe ich die so platziert und in die Tischplatte eingearbeitet, wie auf dem letzen Bild zu sehen ist. In diese Vertiefung werden später Marmor-Mosaikmatten eingearbeitet.

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erste Fräsarbeiten für das Marmor-Mosaik

Vorbereitung zum Fräsen für die Mosaikfliesen
Vertiefung in der Querrichtung
Vertiefung in der Querrichtung
gefräste Vertiefung in der Längsrichtung
so tief ausgefräst, bis die Mosaikfliesen bündig in der Tischplatte lagen
Tischplatte nach den Fräsarbeiten
die noch etwas tiefer liegenden Flächen, die nicht gefliest werden sollen, mit Holzstücken ausgefüllt und verleimt
Holzstücke Stück für Stück angepasst und eingesetzt
fertig ausgefüllt
mit Schraubzwingen bis zum Durchtrocknen des Holzleims fixiert
Endergebnis

Wie bereits geschrieben, werden in die tiefer liegenden Stellen der Tischplatte später Marmor-Mosaikmatten eingesetzt. Dafür mussten diese Vertiefungen vorher jedoch noch etwas tiefer und zwar auf die Stärke der Marmor-Mosaikmatten ausgefräst werden, was ich mit der Oberfräse gemacht habe.


In der Querrichtung wurden die Vertiefungen mit kleinen Holzstücken der Tischplatte an den Stellen angeglichen und darauf verleimt, wo kein Marmor-Mosaik hineinkommen sollte.

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Grundierung für den Fliesenspiegel

spezieller Haftgrund für auf Holz verlegte Fliesen
aufgetragener Haftgrund
alle Unebenheiten mit dem Haftgrund ausgeglichen

Da Holz bekanntlich immer etwas arbeitet, habe ich einen speziellen Haftgrund für auf Holz verlegte Fliesen verwendet. Diesen Haftgrund in die Vertiefungen aufgetragen und glattgestrichen, wodurch auch die vorherigen Unebenheiten ausgeglichen wurden.


Den Haftgrund und Fliesenkleber, sowie die Fugenmasse habe ich von einem Bekannten bekommen, der ein eigenes Fliesenunternehmen hat. Die handelsüblichen Gebinde waren für dieses Projekt viel zu groß und dadurch auch zu teuer gewesen und ich hätte zu viel übrig gehabt, was ich so nicht mehr gebraucht hätte. Nun konnte ich die Mengen entnehmen, die ich tatsächlich brauchte und den Rest wieder zurückgeben.

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Unterkonstruktion

45x45mm Rahmenhölzer auf die passenden Länge zugeschnitten
die Enden mit der Handsäge ausgekerbt, damit die Rahmenhölzer hinterher ineinandergreifen
in der richtigen Reihenfolge nummeriert
Dübellöcher in die Rahmenhölzer und die Tischplatte gebohrt
Rahmenhölzer mit Holzdübel auf die Unterseite der Tischplatte verleimt
Tischplatte mit fertiger Unterkonstruktion

Um der Tischplatte eine bessere Stabilität zu geben und später auch die Tischbeine daran besser anbringen zu können, habe ich auf der Unterseite aus 45x45mm Rahmenhölzern eine Unterkonstruktion angebracht.


Die Rahmenhölzer dafür an den Enden ausgekerbt, damit sie ineinanderliegen und mit Holzdübeln aufgeleimt und an der Unterseite Löcher für die Runddübel hineingebohrt. Mit Dübelmarkierer die Löcher in den Rahmenhölzern auf die Tischplatte übertragenen dort die Dübellöcher gebohrt.

Weil die Dübellöcher in den Rahmenhölzern nicht an den exakt gleichen Stellen sind, habe ich die Rahmenhölzer nummeriert und die Zahlen auch auf die Tischplatte geschrieben. Nun konnten die Rahmenhölzer mit den Runddübeln ohne langes Überlegen, wo welche passt, auf die Tischplatte verleimt werden.

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Bohrhilfe für die Dübellöcher der Tischbeine

Tischbein und Material aus Restholz für die Bohrhilfe
Seitenschenkel an das vorgebohrte Mittelstück verschraubt, die verhindern, dass die Bohrhilfe verrutscht
Bohrlöcher auf der Bohrhilfe und den Tischbein nummeriert
Bohrhilfe bündig auf das Tischbein aufgesetzt
den vorderen Seitenschenkel angeschraubt, damit die Bohrhilfe stramm auf dem Tischbein aufliegt
die Dübellöcher durch die Bohrhilfe in das Tischbein gebohrt
fertig gebohrte Dübellöcher in dem Tischbein
das Mittelstück der Bohrhilfe spiegelverkehrt auf die Tischplatte aufgelegt und mit Schraubzwingen fixiert
die Dübellöcher durch die Bohrhilfe in die Tischplatte gebohrt
die Ecken mit den fertig gebohrten Dübellöcher mit den Buchstaben gekennzeichnet, wie die zugehörigen Tischbeine

Die Tischbeine wurden unter die Tischplatte und in den Ecken der Unterkonstruktion zunächst mit Holzdübeln angebracht. Damit die Dübellöcher in den Tischbeinen und den Gegenlöchern in der Tischplatte übereinstimmen, habe ich mir wieder eine Bohrhilfe angefertigt, wie ich sie auch bei der Gartenbank (siehe dort Arbeitsschritt 9) gemacht habe.


  1. ein Stück von dem Kantholz für die Tischbeine abgeschnitten und in den Ecken komplett durchgebohrt
  2. damit die Bohrhilfe nicht verrutscht, zunächst an drei Seiten Holzbretter angebschraubt
  3. die Bohrlöcher auf der Bohrhilfe und dem Tischbein nummeriert und bündig auf das Tischbein aufgesetzt
  4. an der Vorderseite die vierte Holzplatte angeschraubt, so dass die Bohrhilfe stramm und fest auf dem Tischbein sitzt
  5. die Dübellöcher durch die Bohrhilfe in das Tischbein gebohrt
  6. das Mittelstück der Bohrhilfe spiegelverkehrt in die Ecke der Unterkonstruktion auf der Tischunterseite aufgelegt, mit Schraubzwingen fixiert und die Dübellöcher durch die Bohrhilfe in die Tischplatte gebohrt
  7. die Ecken mit den gebohrten Dübellöchern mit den gleichen Buchstaben beschriftet, wie das jeweils dazugehörige Tischbein

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Bohrungen für die Befestigung der Tischbeine an der Unterkonstruktion

Bohrungen in den Tischbeinen von zwei Seiten
Anzeichnen der Bohrlochmitte von den Tischbeinen auf die obere Seite der Unterkonstruktion
Anzeichnen der Bohrlochmitte von den Tischbeinen auf die Vorderseite der Unterkonstruktion
Dübelmarkierer zum Übertragen der Bohrung in die Unterkonstruktion
Tischbein mir dem Dübelmarkierer an die Unterkonstruktion angedrückt, wobei die Striche übereinstimmen mussten
Abdruck des Dübelmarkieres
Abstand von der oberen Kante bis zur markierten Stelle ausgemessen
den Abstand auf die Vorderseite der Unterkonstruktion übertragen
mit einem ø8mm Bohrer komplett durchgebohrt
ø8mm Bohrloch von der Innenseite

Die Tischbeine sollten nun nicht nur mit den Dübeln unter der Tischplatte montiert, sondern zusätzlich mit Maschinenschrauben seitlich durch die Unterkonstruktion verschraubt werden. Ohne dem würden die Tischbeine beim Verschieben des Tisches schnell abbrechen.

Die Tischbeine bestehen aus 70x70mm druckimprägniertem Fichte-Kiefer-Kanthölzern, bei denen es schwierig ist, händisch mit dem Akkubohrer so durchzubohren, dass das Bohrloch exakt gerade und im rechten Winkel verläuft. Aus diesem Grund habe ich die Tischbeine zunächst mit der Standbohrmaschine mittig von zwei Seiten in unterschiedlichen Höhen und komplett durchbohrt.

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Anstrich der Tischunterseite

Anstrich mit Rust-Oleum Kreidefarben Möbellack - Frabe: Graphit
fertig lackierte Tischunterseite
vorm Anbringen der Tischbeine wurde der Unterseite der Tischplatte gestrichen

Bevor nun die Bosch eine montiert werden konnten, habe ich die Unterseite der Tischplatte in der vorgesehenen Farbe lackiert. Der Anstrich war zu diesem Zeitpunkt am einfachsten gemacht, weil die Beine somit nicht abgeklebt werden mussten und ich die Fläche somit schneller lackieren konnte.


Verwendet habe ich den Möbellack von Rust-Oleum Kreidefarben in dem Farbton Graphit, mit dem ich bereits bei vorherigen Projekten gute Erfahrungen gemacht habe. Er lässt sich gut streichen, hat eine sehr hohe Deckkraft und ist sowohl von der Haftung, wie auch vom Farberhalt sehr langlebig.

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Tischbeine montieren

12er Runddübel und M8 x 120er Sechskantschrauben mit U-Scheiben und Muttern zum Befestigen der Tischbeine
Tischbeine zunächst mit den Runddübeln auf die Tischplatte mit UHU Holz MAX verleimt ...
... und an beiden Seiten kontrolliert, dass die Beine auch in rechten Winkel stehen
mit Schraubzwingen fixiert und die vorgebauten Löcher mit einem Forstnerbohrer gesenkt
Sechskantschraube mit einer U-Scheibe von außen durchgesteckt ...
... und von der Innenseite mit einer selbstsichernden Mutter verschraubt
den ausgetretenen Holzleim entfernt
mit Schraubzwingen fixiert, bis der Holzleim getrocknet war

Nachdem der Möbellack und auch die zwischenzeitlich in kalkweiß lackierten Tischbeine getrocknet waren, konnten die Tischbeine montiert werden und die mit ø12mm Runddübeln und M8x120 Seckskantschrauben + U-Scheiben + selbstsichernde Muttern, sowie UHU Holz Max zum Verleimen.


Montiert habe ich die Tischbeine wie folgt:

  1. UHU Holz Max in den Ecken der Unterkonstruktion und der Tischplatte aufgetragen
  2. die Tischbeine mit den eingeleimten Runddübeln in die vorgebohrten Dübellöcher aufgesteckt
  3. zu den Seiten hin kontrolliert, ob die Tischbeine auch im rechten Winkel stehen und sie mit Schraubzwingen fixiert
  4. von der Außenseite der Unterkonstruktion die vorgebohrten Löcher mit einem ø22mm Forstnerbohrer ca. 10mm tief gesenkt
  5. die Sechskantschrauben mit einer U-Scheibe von außen durch die Unterkonstruktion und die Tischbeine durchgesteckt und von der Innenseite mit einer U-Scheibe und selbstsichernden Mutter verschraubt
  6. anschließend noch den ausgetretenen Holzleim entfernt und die Tischbeine mit Schraubzwingen von oben fixiert, bis der Holzleim getrocknet war

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Tischbeine von der Innenseite fixieren/verstärken

in einem Stück Rahmenholz in der Mitte ein rechtwinkliges Stück ausgeschnitten
an das Tischbein und auf die Unterkonstruktion gelegt, um die Länge zu ermitteln
die Enden im 45° Winkel abgelängt
hier die "Problemstelle": die hervorstehenden Schraubenden mit den Muttern und U-Scheiben
Mittelpunkt der Mutter angezeichnet
Durchmesser der Mutter gemessen = 14mm ...
... und auf das Rahmenholz übertragen
Abstand zwischen der Unterkonstruktion und der Außenkante der U-Scheibe gemessen ...
... und auch auf das Rahmenholz übertragen
dieser Bereich muss ausgekerbt werden

Die Tischbeine mussten nun noch von der Innenseite fixiert werden, wofür ich in der Mitte von einem 45x445mm Rahmenholz zunächst ein rechtwinkliges Stück ausgeschnitten, das Holzstück an das Tischbein angelegt und auf die Unterkonstruktion aufgelegt habe, um die Länge zu ermitteln und die Ende des Rahmenholzes dann im 45° Winkel abgesägt.


Das Holzstück passte nun zwar genau in die Ecke, aber die Schraubenenden mit den Muttern und den U-Scheiben waren noch im Weg, so dass das Rahmenholz an den Stellen ausgekerbt werden musste. Mit welchen Abständen und in welcher Tiefe habe ich dann wie folgt ermittelt:

  1. das Rahmenholz wieder an das Tischbein angelegt und den Mittelpunkt der Schraube angezeichnet
  2. den Durchmesser der Mutter gemessen (14mm) und auf das Rahmenholz übertragen
  3. den Abstand gemessen von der Außenkante der U-Scheibe bis an die Innenseite der Unterkonstruktion, an die das Kantholz anliegt und auf das Rahmenholz aufgezeichnet
  4. das gleiche für die Schraube auf der anderen Seite des Tischbeines

Diese nun markierten Bereich sind die, die ausgekerbt werden mussten, damit das Rahmenholz an das Tischbein angelegt und verschraubt werden kann.

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Auskerben mit einer Bohrhilfe

Innenleben der 45° Bohrhilfe
45° Bohrhilfe
das Rahmenholz in die Bohrhilfe hineingesteckt ...
... und mit Einhandzwingen fixiert
unter der Tischbohrmaschinen mit einem Forstnerbohrer ...
... der markierte Bereich ausgebohrt und das auf beiden Seiten
das fertig ausgebohrte Rahmenholz
so liegt es nun exakt an dem Tischbein, der Innenseite der Unterkonstruktion und auf die Tischplattenunterseite
um das Rahmenholz zu verschrauben, ...
... die Stellen markieren, an denen für die Schrauben vorgebohrt werden muss und mit Senkkopfschrauben verschrauben

Um die markierten Bereiche nun ausbohren zu können, müssen die Rahmenhölzer im 45° Winkel unter der Tischbohrmaschine stehen. Da man aber die Bohrplatte meiner PBD 40 nicht schräg stellen kann, habe ich mir wieder einmal eine Bohrhilfe angefertigt und zwar aus ein paar Holzstücken aus meiner Restkiste:


  1. zwei verschieden lange und gleich große Rahmenhölzer an einer Seite im 45° Winkel abgelängt und die auf eine Holzplatte von unten verschraubt
  2. vor dem aufliegenden Ende ein einfaches Stück Kantholz ebenfalls von unten verschraubt (siehe Bild 1)
  3. an beiden Seiten eine Holzplatte angeschraubt (siehe Bild 2)

In diese Bohrhilfe habe ich dann die vorbereiteten Rahmenhölzer hineinstecken können, mit Einhandzwingen fixiert und unter die Tischbohrmaschinen gestellt. Mit einem Forstnerbohrer anschließend die markierten Bereiche ausgebohrt (auf beiden Seiten) und die Rahmenhölzer lagen anschließend exakt an den Tischbeinen, der Innenseite der Unterkonstruktion an und auf der Tischplatte auf.

Um die Rahmenhölzer nun noch zu fixieren, habe ich darauf die Stellen markiert, an denen für die Schrauben vorgebohrt werden musste und die Rahmenhölzer dann mit Senkkopfschrauben von der Innenseite an die Tischbeine und die Unterkonstruktion verschraubt.

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Seitenverkleidung

auf 45° Gering zugeschnittene 19mm Eichenholzbretter
bündig mit und um die Tischplatte verleimt und an die Unterkonstruktion verschraubt
die gesenkten Schaubenlöcher verspachtelt
die Kanten mit der Kantenfräse abgerundet

Nachdem der Tisch nun fest und sicher auf seinen Beinen stehen konnte, hat der noch eine Seitenverkleidung bekommen. Dafür habe ich 19mm Eichenholzbretter auf den entsprechenden Längen im 45° Winkel zugeschnitten und die mit der Tischplatte bündig verlaufend an die Unterkonstruktion mit UHU Holz Max verleimt und mit Senkkopfschrauben angeschraubt. Die Eichenhozbretter hatte ich noch von einem vorherigen Projekt übrig und konnten hierfür sehr gut verwendet werden.

Die Bohrlöcher für die Schrauben, die ich vorher gesenkt hatte, wurden mit Holzspachtelmasse verspachtelt und glatt geschliffen und abschließend die Kanten der Seitenverkleidung mit der Kantenfräse abgerundet.

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Streichen

Anpassen der Vertiefungen für die Mosaikfliesen mit der Oberfräse
Grundanstrich mit weißem Möbellack
einen Rahmen mit Kreppband aufgeklebt
mit graphitfarbenem Möbellck lackiert und das Kreppband entfernt

Vorweg erwähnt hat mir die Vertiefung für die Marmor-Mosaik-Platten (siehe Arbeitsschritt 2) im Nachhinein nicht ganz so gut gefallen, weswegen ich sie zwischendurch mit der Oberfräse noch etwas nachgearbeitet und verändert habe (siehe Bild 1).


Die Tischplatte und die Seitenverkleidungen wurden nun komplett mit kalkweißem Möbellack von Rust-Oleum grundiert, mit dem ich vorher auch die Tischbeine gestrichen hatte. Nachdem der Lack getrocknet war, habe ich mit Kreppband einen Rahmen auf die Tischplatte aufgeklebt und die Tischplatte nebst der Seitenverkleidung mit dem graphitfarbenen Möbellack gestrichen. Das Kreppband nach dem Trocknen abgezogen, waren die Streicharbeiten in sich auch erledigt.

Anmerkung:
Das auf dem letzten Bild zu sehende Krepp um die Vertiefung herum, habe ich nachdem der Möbellack getrocknet war aufgeklebt, damit mir im nächsten Arbeitsschritt beim Einkleben und späterem Verfugen durch den Fliesenkleber oder der Fugenmasse die bereits lackierte Tischplatte nicht verhunzt.

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Marmor-Mosaikmatten einsetzen

Marmor-Mosaikmatten auf einem Opferbrett aufgelegt
Konturen für die Schnittkanten aufgezeichnet
mit dem Akku-Winkelschleifer und einer Diamant-Trennscheibe die Fliesen zugeschnitten
Rückseite der Mosaikmatten
Fliesenkleber angerührt und etwas anziehen lassen
Fliesenkleber gleichmäßig in die Vertiefung der Tischplatte verteilt
... und mit einem Zahnspachtel drüberher gezogen
die zugeschnittenen Mosaikmatten aufgelegt und in den Kleber hineingedrückt
Mosaikmatten liegen bündig in der Tischplatte

Das Ende ist zum Greifen nahe ;-) Nun musste nur noch die ausgefräste Vertiefung in der Tischplatte gefüllt werden. Dafür hatte ich mir aus dem Baumarkt drei Marmor-Mosaikmatten in den Farben weiß-grau-schwarz und der Größe von 28,5x30,5cm besorgt.

Für die mittlere, lange schmale Vertiefung eine Mosaikmatte in drei Teile geschnitten, die auf eine Opferplatte mit einem Pappkarton darüber gelegt und mittig die anderen beiden Mosaikmatten angelegt. Dadurch ergab sich schon die ungefähre Form. Darauf habe ich die Außenkonturen der Vertiefung aufgezeichnet und die Mosaikplatten mit dem Akku-Winkelschleifer und einer Diamant-Trennscheibe den Linien entlang zugeschnitten.

Als Fliesenkleber habe ich wieder den SOPRO HPS 673 Haftprimer verwendet. Den Haftprimer wieder mit Wasser angerührt, etwas anziehen lassen, in die Vertiefung der Tischplatte gefüllt und mit einem Zahnspachtel gleichmäßig verteilt. Die zugeschnittenen Mosaikmatten habe ich zunächst komplett aufgelegt und anschließend in den Fliesenkleber hineingedrückt, bis die Mosaikmatten fest in dem Fliesenkleber und bündig in der Tischplatte lag. Nun hieß es einen Tag warten, um den Kleber komplett durchtrocknen zu lassen.

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Einschlemmen der Fugen

der Kleber war getrocknet, so dass das Marmor-Mosaik verfugt werden konnte
anthrazitfarbene Fugenmasse und Spachtel zum Einschlemmen
Fugenmasse großzügig auf das Marmor-Mosaik aufgetragen und mit den Schachtel glatt drüberher gezogen
die Fugen komplett eingeschlemmt und anschließend mit einem weichen Schwamm und Wasser die Reste heruntergenommen
fertig verfugt musste es nun knapp eine Tag durchtrocknen
ich habe fertig :-D
die Fugenmasse brauchte nun noch knapp einen Tag zum Durchtrocknen und Aushärten

Nachdem der Fliesenkleber vollständig getrocknet war, bestanden die nun finalen Arbeiten an diesem Gartentisch aus dem Einschlemmen der Fugen. Wie bereits erwähnt, hatte ich das Pulver für die Fugenmasse von meinem Bekannten, einem Fliesenleger bekommen. Passend zu der Farbe der Tischplatte und dem Marmor-Mosaik hat er mir das in der Farbe anthrazit mitgegeben.


Das Pulver wurde zunächst mit Wasser angerührt und etwas anziehen lassen. Die Fugenmasse großzügig auf das Marmor-Mosaik verteilt, habe ich die Masse mit einem Spachtel so lange der das Marmor-Mosaik hin und her gezogen, bis die Fugen komplett gefüllt waren. Recht zügig danach mit einem weichem Schwamm und Wasser die überschüssige Fugenmasse heruntergenommen und dabei peinlichst genau auch die Fugenmasse von der Tischplatte abgeputzt, welches sich beim Einschlemmen darauf verteilt hatte.

Ein letztes Mal knapp einen Tag warten, bis die Fugenmasse vollständig durchgetrocknet war, war nun auch der Gartentisch komplett fertig.

15 15

der fertige Gartentisch

nochmal zum Vergleich: der urspr. antike, holländische Käseschrank aus dem der Tisch und die Bank entstanden ist
die Gartenmöbel haben direkt die Neugier unserer Katze geweckt
gemütliches Plätzen am späten Abend

Und hier ist er nun der fertige Gartentisch zusammen mit der Gartenbank, die ich kurze Zeit später zu meiner Freundin gebracht habe und sie sich sehr darüber gefreut hat. Vorher habe ich von der Bank und dem Tisch aber noch einige Fotos bei mir im Garten gemacht, auf denen man beide in ihrer Gesamtheit sehen kann.



Abschließende Anmerkung zu der Form des Marmor-Mosaiks:

Vielleicht mag dies dem einen oder anderen an ein Kreuz erinnern. Wenn ich ehrlich bin, hat es mich zwischendurch auch daran erinnert und sogar wie eine Art Altar auf mich gewirkt. Ergeben hatte sich die Form zwangsläufig durch die dünneren Holzplatten der Seitenwände von dem ehemaligen Käseschrank, die den Mittelteil der Tischplatte gebildet haben. Der Rest ergab sich dann beim Fräsen der Vertiefung.

Im Nachhinein und im Unterbewusstsein von mir vielleicht sogar so beabsichtigt, passt das Mosaikmotiv und die Gestaltung der Tischplatte ideal zu meiner Freundin. Sie ist eine sehr gläubige Christin, hat Theologie studiert und ist berufliche Gemeindereferentin. Über den Tisch, so wie er ist, hat sie sich insofern besonders gefreut, da bei ihr dann und wann Messen in privaten Rahmen stattfinden und der Tisch dabei tatsächlich als Messtisch fungiert ;-)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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