Upcycling antiker holländischer Käseschrank - Teil 1: Gartenbank

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Vor zwei Jahren fiel mir beim Vorbeifahren ein Sperrmüllhaufen mit scheinbar antiken Möbeln auf. Sofort angehalten wollte ich mir das doch nun genauer anschauen. Und tatsächlich, hier standen ein paar wirkliche Schätze, wie u.a. ein halb offenen Schrank aus sehr altem Eichenholz. Diese Sachen konnte ich dort einfach nicht stehen lassen.


Da nun rein gesetzlich der Sperrmüll bis zur Abholung noch den eigentlichen Besitzern gehört, bin ich zu dem Haus gegangen, um um Erlaubnis zu fragen. Es war ein älteres Ehepaar, von dem die Frau in einem Elektrorollstuhl saß. Beide hatten mich unbemerkt aus dem Haus beobachtet, amüsiert mit welchem Ehrgeiz die Möbel zu meinem Auto gewuchtet hatte und dann auch der Grund war, warum ich diese Möbelstücke mitnehmen durfte. Die Frau schickte ihren Mann los eine Sackkarre zu holen, um mir die Möbel ins Auto packen zu helfen und lud mich hinterher ins Haus auf einen Tee ein. Dabei erfuhr ich dann auch etwas über diesen merkwürdigen Schrank. Das war ein ca. 80 Jahre alter holländischer Käseschrank, in dem früher Käselaibe zum Trocknen und Reifen gelagert worden sind.

Zuhause angekommen packte ich die Möbel in mein Carport, wo sie mangels Zeit mich damit zu beschäftigen auch über ein Jahr stehen blieben. Mit dem Käseschrank wusste ich zudem auch nicht, was ich daraus machen könnte. Als ich dann im Juni letzten Jahres mein Carport aufräumen wollte, hatte ich mit mal eine Holzbank vor Augen, die ich daraus bauen könnte. Meine Freundin, die vor zwei Jahren in ein Reihenhaus gezogen war, wünschte sich bis Dato immer noch eine gemütliche Bank mit einem Tisch für ihre Terrasse. Das passte doch perfekt zusammen. Und so begann es, mein Upcyclingprojekt des holl. Käseschranks.

Leider habe ich nicht von allen Arbeitsschritten Fotos gemacht. Um die dennoch nachvollziehbar zu machen, habe ich davon nun nachträglich 3D-Grafiken erstellt und diese bei den jeweiligen Arbeitsschritten hinzugefügt.


Teil 2 des Upcycling-Projektes

Nachdem ich diese Gartenbank fertig und noch die Zwischen- und Ablageböden des Käseschrankes über hatte, habe ich die in einen dazugehörigen Gartentisch verbaut.
Das Projekt dazu findet ihr hier:

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PSM 18 LI  - Multischleifer (Akku)
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • POF 1200 AE  - Fräse (elektrisch)
  • PSR 14,4 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • PSM Primo  - Schwingschleifer, Multischleifer (elektrisch)
  • PBS 75 A  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • PEX 400 AE  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • PSS 250 AE  - Schwingschleifer, Multischleifer (elektrisch)
  • Tischkreissäge,  GTS 10 XC
  • Oberfräse,  Akku-Kantenfräse GKF 12V-8
  • Oberfräse,  Flachdübelfräse 900W
  • Akku-Bohrschrauber,  GSR 12V-15 FC
  • Handkreissäge,  GSK190
  • Holzdübel-Set (Dübelsetzer + Tiefenstopp)
  • Topfbohrer
  • Pinsel für Lasuren
  • Farbwalzen
  • Holzhammer/Tischlerhammer
  • Stechbeitel
  • Holzbohrer
  • Forstnerbohrer
  • Messschieber
  • Winkellineal
  • Schraubzwingen

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der holländische Käseschrank

so sah er vorher aus, allerdings dann mit Türen unten

So sah er zunächst aus, der holländische Käseschrank aus massivem Eichenholz.Leider hatte ich kein Foto vorher gemacht, bevor ich die unteren Türen, die Zwischenböden und auch die Rundhölzer, die in den Löchern der Seitenwände steckten, abmontiert hatte. Aber so habt ihr zumindest einen ungefähren Eindruck darüber, wie dieser Käseschrank vorher aussah.


Obwohl der Schrank wirklich richtig massiv und mega stabil war, hatte ich mich gewundert, wie leicht der sich doch auseinandernehmen ließ. Ich braucht lediglich mit dm Holzhammer gegen die Verbindungen klopfen, die sich dann recht schnell lösten. Alle Einzelteile waren mit Holzdübeln miteinander verbunden und nicht verleimt. Daran konnte ich sehen, wie gut ein Möbelstück zusammenhalten kann, wenn es richtig macht, was die vor 80-100 Jahren wirklich gut gekonnt haben und das ohne den technischen Geräten und Maschinen, die wir heute haben. RESPEKT und Bewunderung!

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Schleifen, schleifen, schleifen

Schleifen mit allen Schleifgeräten, die ich habe
vorher und nachher
Seitenteile des Schrankes, die später das Rückenteil der Bank werden sollte
Stunden später die fertig abgeschliffenen Einzelelemente

Nachdem ich den Käseschrank in seine Einzelteile zerlegt hatte, musste der Lack davon abgeschliffen werden. Das Wetter war super, warum also in der Werkstatt arbeiten und die durch das Schleifen zustauben, wenn man einen Garten hat. Also raus nach draußen damit.


Die Holzelemente auf zwei Holzböcke gelegt, alle Schleifgeräte, die ich habe, hergeholt ging es dann bei strahlendem Sonnenschein ans Schleifen.

Stunden und einiges an abgenutzten Schleifpapieren und Schleifbändern später, war der alte Lack von dem Holz ab, ich über und über mit Holzstaub und wie ich nach dem Duschen feststellte, war meine Haut nebenbei von der Sonne auch noch schön gebräunt worden, hatte allerdings auf den Schultern und im Nacken auch einen fetten Sonnenbrand. Autsch :-$

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Da muss doch die Handkreissäge ran

Demontage mit der Handkreissäge
abgesägte Fuß- und Kopfteile

Mit der Handkreissäge habe ich die geschwungenen Fuß- und Kopfteile abgesägt, da die teilweise so fest mit den Querhölzern verbunden waren, dass sie sich nicht davon lösen ließen.

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Die Einzelteile: was vorher ... war, wird nun ...

die Holzbalken für die Rückenlehne und die Beine von der Gartenbank
die eigentlichen Böden für die Sitzfläche und die Tischplatte
die Fuß- und Kopfteile für die späteren Armlehnen und die Rückenlehne
die einzelnen Elemente für die Beine, Rücken- und Armlehnen
Ansicht, welche Teile vom Käseschrank und nun für die Gartenbank verwendet worden sind

Alle Holzelemente konnten im Prinzip so in die Gartenbank verbaut werden, wie ich sie waren, nur eben anders zusammengesetzt, wie bei dem ursprünglichen Käseschrank. Das so zu erklären, ist schwierig, was aber in den nächsten Arbeitsschritten deutlicher wird.

Damit ihr zumindest sehen und den Zusammenbau der Gartenbank (hoffentlich) besser nachvollziehen könnt, sollen die hier beigefügten Bilder eine Hilfestellung sein.

Vorweg erklärt, welche der Holzteile wofür verwendet werden sollten:
  • die Holzplatten für die Sitzfläche der Bank
  • die Holzbalken die Beine und Rückenlehne der Bank
  • die geschwungenen Fuß- und Kopfteile als Armlehnen
  • Auf dem Bild Nr. 4 seht ihr die Einzelteile mit der Beschriftung, wofür sie eingesetzt werden.
  • Bild Nr. 5 zeigt an, wo ich die Einzelteile von dem urspr. Käseschrank entnommen habe.

Zwar schwebte mir auch ein passender Gartentisch aus dem Holz vor, nur war ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher, ob das Holz dafür auch noch ausreichen würde. Ich musste erst die Gartenbank fertig haben, dann konnte ich weitersehen.

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Gartenbank: Anfertigen der Sitzfläche

Elemente für die Sitzfläche
pass gesägte Einzelteile
Dübellöcher für die Verbindungen bohren
selbstgebaute Bohrhilfe zum exakt senkrechten Bohren
fertig verleimte Sitzfläche vorm Schleifen

Vorweg war die Frage, wie breit die Sitzfläche überhaupt sein muss, wie lang die Beine und wie breit die Rückenlehne, damit man hinterher auch bequem auf der Bank sitzen kann. Wie groß muss der Abstand zwischen der Sitzfläche und der Rückenlehne sein, auf welcher Höhe die Armlehnen usw.? Es mussten Vergleiche zum Maßnehmen her. Wo sitze ich am bequemsten drauf? Auf meinen Küchenstühlen und der Holzbank auf meiner Terrasse. Also den Zollstock her und von denen dann die Maße genommen, die da waren für die Sitzhöhe 47cm und die Tiefe der Sitzfläche 45cm.


Ideal für die Sitzfläche wäre nun die Bodenplatte mit den Ausschnitten an allen vier Ecken gewesen, die ich so hätte verwenden können. Doch die war zu schmal und zu kurz dafür. Folglich musste ich kreativ werden, um aus den vorhandenen Holzstücken eine passend große Sitzfläche zu bekommen und noch möglichst ausreichend viel Holz für die Tischplatte über zu haben.

Nach vielem Maßnehmen und die Teile hin und her aneinanderlegen, habe ich mir aus den vorhandenen Hölzern mit der Tischkreissäge mehrere Einzelteile gesägt, die zusammengefügt eine Länge von 140cm und eine Breite 51cm ergeben sollten. Die Länge entspricht dabei die der von den seitlichen Kanthölzern des Käseschranks, die die Rückenlehne werden sollten.

Natürlich konnte ich diese Teile nicht einfach nur miteinander verleimen, denn das hätte nicht lange gehalten, da halfen nur Holzverbindungen. Mache ich die nun mit Rund- oder mit Flachdübeln? Ich entschied mich für Runddübel, da ich mir nicht sicher war, ob Flachdübel dauerhaft ausreichend genug Halt bieten würden.

Die Bretter passten von der Höhe bzw. Länge nicht unter meine Tischbohrmaschine, so dass ich die Löcher frei Hand bohren musste. Damit die Löcher senkrecht im exakt 90° Winkel und auch nicht zu tief in die schmalen Seiten der Bretter gebohrt werden, habe ich mir eine Bohrhilfe angefertigt. Wie die aussieht, seht ihr im nächsten Arbeitsschritt.

Vorm Bohren habe ich zunächst die Stellen für die Bohrlöcher so markiert, dass diese mit denen in den Brettern übereinstimmen, die miteinander verbunden werden müssen. Anschließen die Bretter mit Bankhaken an meine Werkbank fixiert, die Bohrhilfe aufgesetzt und durch das Führungsloch in der Bohrhilfe exakt senkrecht 32mm tief gebohrt.

Nachdem ich dann die Bretter mit Runddübeln und Holzleim miteinander verbunden hatte und der Leim getrocknet war, ging es nochmal wieder nach draußen für die Feinschleifarbeiten vorm Lackieren. Dieses mal mit vorher aufgetragener Sonnencreme auf Arme und Schultern ;-)

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Bohrhilfe

selbst angefertigte Bohrhilfe
skizzierte Darstellung der Bohrhilfe im Querschnitt

Wie im vorherigen Arbeitsschritt schon erwähnt, hier der Zusammenbau meiner Bohrhilfe, die aus den gleich dicken Holzstücken besteht, wie die für die Sitzfläche.


  • Als erstes habe ich die Gesamtlänge des Bohrers gemessen, wenn dieser in dem Bohrfutter des Akkubohrers steckt. In diesem Falle waren das 98mm (ohne die Zentrierspitze).
  • Die Runddübel waren 60mm lang, so dass die Bohrlöcher dafür 30mm +/- 2mm Spiel tief sein mussten.
  • 98mm Bohrerlänge minus 32mm Bohrtiefe = 66mm Restlänge des Bohrers. Das Mittelstück der Bohrhilfe mit dem Führungsloch musste somit 66mm betragen.
  • Die Schenkel, mit denen die Bohrhilfe auf das zu bohrende Holzstück aufgesteckt wird, habe ich auf ca. 100mm zugeschnitten.
  • Die Schenkel sind ca. 40mm länger, wie das Werk- und das Mittelstück. In diese 20mm an beiden Seiten habe ich jeweils ein Holzstück eingesetzt, wodurch die Bohrhilfe auf das Werkstück aufgesteckt und nicht zu den Seiten verrutschen kann.
  • Zum Schluss habe ich mit der Tischbohrmaschine durch das Mittelstück 8mm Löcher gebohrt, die Führungslöcher fürs später Bohrer der Dübellöcher.
Durch das mehrfache Bohren der Dübellöcher weiten sich zwangsläufig die Führungslöcher, wodurch die Dübellöcher nach einiger Zeit nicht mehr auf den Millimeter genau gebohrt werden, wo sie sein sollten. Für einen dauerhaften Einsatz ist diese Bohrhilfe somit auch nicht geeignet und auch nicht gedacht. Sie ist aber sehr hilfreich, wenn es wie in meinem Fall, um das Bohren weniger Dübellöcher geht oder tauscht das Mittelstück zwischendurch gegen ein anderes mit "frisch gebohrten" Führungslöcher aus.

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Grundierung / Voranstrich

fertige Sitzfläche nach dem Schleifen
Auftragen der Grundierung
nach dem Grundieren
Beine, Rücken- und Armstützen ebenfalls grundiert

Bevor es mit dem Zusammenbau weiterging, habe ich die Sitzfläche, die Beine, sowie die Rücken- und Armstützen grundiert. Ursprünglich sollte ich die Gartenbank einen Shabby-Shake-Look bekommen, was mir aber bereits beim Auftragen der Grundierung nicht mehr gefiel und auch nach Rücksprache mit meiner Freundin auch ihr nicht zusagte. Sie wollte gerne weil Gartenmöbel haben. Somit blieb es bei der Grundierung und habe die Bank später komplett in weiß gestrichen.


Anmerkung:
Die viereckigen Aussparungen sind für die Beine und Arm- und Rückenlehnen aus den Kopf- und Fußstützen des urspr. Käseschranks, die aufgrund der gleichen Maße da genau hineinpassen.

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Unterkonstruktion der Sitzfläche

Unterkonstruktion mit Aussparung für ein Stützbein
Stützbein mittig der hinteren Seite der Sitzfläche
Unterkonstruktion aus Fichte/Kiefer-Kanthölzer
Unterkonstruktion aus Fichte/Kiefer-Kanthölzer

Auf der Unterseite der Sitzfläche habe ich aus 44x44mm Kanthölzern eine Unterkonstruktion angebracht, die mit Holzleim aufgeleimt und zusätzlich mit Senkkopfschrauben von der späteren Unterseite verschraubt habe. Zweck der Unterkonstruktion ist es gewesen, die Sitzfläche in sich zu stabilisieren, sowie daran die Beine zu befestigen.


In der Mitte an der hinteren Seite habe ich eine Aussparung gelassen, in die ich mit Runddübeln ein Stützbein eingesetzt habe. Dadurch soll verhindert werden, dass die Sitzfläche durch Belastungen nicht durchhängen kann.

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Kanthölzer verlängern

verlängerte Kanthölzer für die Rückenlehne
Material für die Bohrhilfe aus Restholz
seitlichen Schenkel anschrauben, bis auf einem noch nicht
Bohrhilfe auf das Werkstück aufsetzen
Detailansicht
den vierten Schenkel zwecks Fixierung anschrauben
Dübellöcher bohren
fertig gebohrte Dübellöcher

Die hinteren Bankbeine, an deren nach oben hin auch die Rückenlehne befestigt ist, bestehen aus zwei Elementen (siehe erstes Bild):

  • je einem Stück der Kanthölzer mit den Löchern (Nr.3), die bei dem ehem. Käseschrank seitlich angebracht waren
  • den beiden ehem. Kopfstützen (Nr. 2)

Die beste Art, um die nun miteinander zu verbinden, wären Verzinkungen gewesen. Dafür waren die Hölzer aber zu kurz, weswegen ich Runddübel eingesetzt und mir zum Bohren der Dübellöcher eine vergleichbare Bohrhilfe wie für die Bretter der Sitzfläche in Arbeitsschritt 6 angefertigt habe (siehe Bilder 2-6).

Nachdem ich die Dübellöcher in das Kantholz Nr. 3 gebohrt hatte (Bild 7+8), habe ich die Dübelhilfe genau spiegelverkehrt herum auf das flache Ende der Kopfstütze (Nr.2) aufgelegt. Damit die Bohrhilfe auch hier fest aufliegt und nicht verrutschen kann, habe ich die Schenkel vorher abgenommen und dann umgekehrt herum wieder an das Mittelstück angeschraubt.

Durch diese Vorgehensweise stimmten die Dübellöcher im Kantholz und der Kopfstütze genau überein und habe dann beide mit 8x80mm Holzdübel und Holzleim miteinander verbunden.

Durch das Verschieben und Verrückten der Bank, könnten sich die Verbindungen im Laufe der Zeit dennoch lösen bzw. die Beine an den Stellen brechen. Da ich die Beine jedoch mittig der Verbindungen an die Unterkonstruktion und der Sitzfläche mit Runddübel verleimt und zusätzlich verschraubt habe, ist das nicht mehr möglich.

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fehlende Fotos

eines von nur zwei Fotos vom Zusammenbau
das leider nur zweite Foto vom Zusammenbau

Wie in der anfänglichen Projektbeschreibung bereits erwähnt, habe ich keine Fotos von dem Zusammenbau gemacht. Ich war dabei so in meinem Tun vertieft, dass ich es einfach vergessen habe bzw. mir teilweise wegen dem schnell trocknendem Holzleim auch die Zeit dafür gefehlt hatte. Somit bleibt mir nur, den Zusammenbau anhand meiner nachträglich erstellten 3D-Grafiken zu erklären. Ich denke und hoffe, ihr könnt den Ablauf dadurch dennoch ausreichend gut nachvollziehen.

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Rundhölzer vorbereiten und die Rückenlehne zusammensetzen

Querstreben für die Rückenlehne
lange und kurze Querstreben, die in die Kanthölzer der Beine gesteckt werden
die Rundstäbe zuerst in den unteren Holzbalken verleimt
anschließend den oberen Holzbalken auf die Rundstäbe aufgesteckt und verleimt
Rückenlehne mit den Querstreben

Durch die Kanthölzer des ehem. Käseschranks waren in gleichmäßigen Abständen Löcher, in denen früher runde Holzstäbe steckten. In diese Löcher wollte ich für die Optik und zwecks Stabilisierung nun auch Rundhölzer einsetzen, die sich farblich von der weißen Grundfarbe der Gartenbank absetzen sollten.

Um die Rundstäbe mit 15mm Durchmesser einsetzen zu können, musste ich zunächst die vorhandenen Löcher von 13mm auf 15mm größer bohren.
Vor dem Anstrich in anthrazit habe ich die Rundhölzer auf die passenden Längen zugeschnitten. Die Längen für die Rundhölzer unter der Sitzfläche ergaben sich zwangsläufig durch die Abstände der Beine. Für die hintere Seite waren das 4 Stück a/870mm und für die Seiten 4 Stück a/350mm.

Für die Höhe der Rückenlehne habe ich mich wieder an die meiner Küchenstühle gerichtet, wodurch sich ein Abstand zwischen den beiden Kanthölzern von 210mm ergab. Plus die Tiefe der Löcher in den Kanthölzer, mussten die Rundstäbe auf 300mm abgelenkt werden. Davon brauchte ich 14 Stück.

Beim Zusammensetzen der Rückenlehne habe ich die vorbereiteten Rundstäbe zunächst in das untere Kantholz mit Holzleim eingesteckt (Bild Nr. 3) und darauf dann das zweite Kantholz aufgesteckt (Bild Nr. 4).


Anmerkung:
Neben den Holzlatten für die Unterkonstruktion, den Schrauben und der Farbe waren die Rundstäbe (10 Stück a/1m Länge) die einzigen Materialien, die ich für die Gartenbank zukaufen musste.

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Zusammensetzen der Einzelteile - Schritt 2

Verbindungen hintere Beine, Rückenlehne, Sitzfläche und Rundstäbe
Verbindungen hintere Beine, Rückenlehne, Sitzfläche und Rundstäbe

Nachdem der Leim bei der Rückenlehne getrocknet war, habe ich die hinteren Beine mit der Rückenlehne und der Sitzfläche mit Runddübeln zusammengesetzt, sowie die lange Rundhölzer unten in die Beine ein- bzw. durchgesteckt und verleimt.

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Zusammensetzen der Einzelteile - Schritt 3

3D-Grafik der hinteren Beine
3D-Grafik der hinteren Beine - rückseitige Ansicht
die kurzen Rundstäbe wurden nach vorne hin eingesetzt
die kurzen Rundstäbe wurden nach vorne hin eingesetzt

Mit Holzleim wurden nun die kurzen Rundstäbe in die vorgebohrten Löcher der hinteren Beine eingesetzt.

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Zusammensetzen der Einzelteile - Schritt 4

3D-Grafik der vorderen Beine
3D-Grafik der vorderen Beine
die vorderen Beine werden an die Sitzfläche und den Rundstäben angesetzt

In die ausgeschnittenen Ecken der Sitzfläche und auf die Rundhölzer habe ich die vorderen Beine mit Runddübeln verbunden und verleimt.

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Zusammensetzen der Einzelteile - Schritt 5

3D-Grafik der Armlehnen
ø8mm Löcher für die Runddübel-Verbindungen mit den vorderen Beinen
Anbringen der Armlehnen
Verbindung mit 8mm Runddübeln
Verschraubungen mit 6x120mm Tellerkopfschrauben

Jetzt fehlten nur noch die Armlehnen, die auf die Runddübel oben auf den vorderen Beinen aufgesteckt und verleimt worden sind. An den hinteren Beinen habe ich die Armlehnen mit 6x120mm Tellerkopfschrauben verschraubt.


Mit mit den gleichen Schrauben habe ich zusätzlich die mittlere, vorderen und hinteren Beine mit der Sitzfläche verschraubt, sprich durch die Beine in die Kanthölzer der Unterkonstruktion von der Sitzfläche, sowie auch die Rückenlehne mit den hinteren Beinen.

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Anstrich

die in sich fertige Gartenbank
die in sich fertige Gartenbank
nun fehlt nur noch der letzte Anstrich
die Löcher wurde mit Holzspachtelmasse gefüllt
finaler Anstrich mit weißer Lackfarbe
Zwei Bretter von dem Käseschrank waren übrig, dass ich doch noch einen passenden Gartentisch bauen konnte

In sich war die Gartenbank nun fertig, nur gefiel mir der Shabby-Chic-Look so überhaupt gar nicht, in dem ich die Hölzer zuvor gestrichen hatte. Also den Farbtopf und Pinsel noch einmal hergeholt und die Bank dann mit in weiß gestrichen - bis auf die Rundhölzer, den die sollten in anthrazit bleiben. Verwendet habe ich Bondex Garden Colour in Kreideweiß, die sich sehr gut streichen lässt, eine hohe Deckkraft hat und sehr langlebig ist.


Vor dem Anstrich habe ich noch die leicht sichtbaren Löcher oben auf der Rückenlehne mit Holzspachtelmasse gefüllt, geglättet und glatt geschliffen.

Übrigens:
Es waren am Ende noch zwei Bretter von dem Käseschrank da, aus denen ich doch noch einen passenden Gartentisch bauen konnte :-D
Dazu aber alles weitere in dem Folgeprojekt, welches ihr unter diesem Link sehen könnt.

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Finale - die nun fertige Gartenbank

Und hier ist sie nun, die fertige Gartenbank als Upcycling eines antiken, holländischen Käseschranks :-D


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