Untertisch und Fräserweiterung für die PTS10 (Rohbau ohne Schubladen)

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PTS 10 + LÄTTA Fräse
Der Sohnemann hilft mit
"Rohbau"
Natürlich nicht passend gebohrt. Zum Glück hatte ich noch eine Abdeckung
Erweiterung für die Fräse
Verstärkung, damit es die Säge nicht vom Tisch hebt, wenn ich den Motor starte und vergessen habe, den Trimmer im Käfig zu lösen
Fixierung für die Platte
Der Stellmotor
Das Schaltpanel
Ich hoffe, da müssen auf Dauer nicht mehr als drei Kabel raus
Der Makita Klon und das Frühstücksbrettchen
Zumindest passt es. Dass es nicht stabil genug ist, merke ich erst später
Eingebaut
Impressionen
Impressionen
Impressionen
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    70 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Ein fahrbarer Untertisch mit Fräserweiterung für die Bosch PTS 10.

Leider habe ich beim Rohbau die Fotos vergessen. Jedoch sollte solch ein Untertisch ja relativ leicht zu bauen sein. 
Um es vorweg zu nehmen:

Das ist mein allererstes eigenes Projekt. Mal abgesehen von Arbeitsplatten auf Küchenschränke legen, um daraus eine Werkbank zu erhalten. Ich fange gerade erst richtig mit der Holzbearbeitung an und habe bereits eine lange Liste an Dingen, die ich in den nächsten Wochen/Monaten bauen möchte. 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PST 900 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elekt
  • PTS 10  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Tischbohrmaschine
  • Wolfcraft Meisterdübler

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material zusammentragen und den Korpus dübeln, verleimen, verschrauben

Der Auschnitt für das Sägemehl wird vom Sohnemann erledigt. Früh übt sich!
Fertiger Korpus

Zuerst habe ich mir im Baumarkt Multiplex und OSB 3 Platten in 18mm Dicke zuschneiden lassen. 

Da die PTS 10 ja neu war und noch auf dem Boden stand, wollte ich sie erst danach benutzen. 
Für den Korpus habe ich eine Breite von 900mm genommen, tief ist er 630mm. Da der Tisch später auf Rollen stehen sollte, und ich knapp 900mm Höhe "angepeilt" habe (nein, ich bin etwas höher gekommen ;-)), hatte der Korpus eine Höhe von knapp 460mm.

Ich denke aber, hier wird sich jeder "seine" Maße aussuchen und dann auch nutzen.

Ein Fehler den ich gemacht habe war, dass ich den Boden auch aus teurem Multiplex genommen habe. Da die Platten bei uns im Baumarkt knapp das Doppelte anstelle von OSB kosten, hab ich mir hinterher in den Allerwertesten gebissen. Aber okay, hinterher ist man immer schlauer.

Nachdem alle Bretter in der Werkstatt standen, habe ich die Dübellöcher mit einer Dübelhilfe (praktisch!) gebohrt und den Korpus dann Stück für Stück zusammengesetzt. Die Auflageflächen habe ich verleimt und später auch geschraubt. Im Idealfall soll den Tisch ja später mal mein Sohn erben. Also, so ungefähr ;-)

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PST aufsetzen, ausrichten und dann den Ausschnitt für das Sägemehl aussägen

Als der Korpus fertig war, habe ich die PTS auf den Tisch gestellt und ausgerichtet. Wichtig war mir, dass an den Rändern überall ungefähr derselbe Platz war. Nachdem sie richtig stand, habe ich rund herum Leisten angepasst und mit der Tischplatte verleimt und verschraubt. So kann ich sicher sein, dass sie immer wieder am richtigen Ort steht. 

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Wie kommt denn da jetzt die Oberfräse hin?

Der Auschnitt für den Stellmotor
Die Grundplatte mit eingefräster Nut für den Anschlag
Der Stellmotor mit Kabelsalat (ist ja auch noch nicht fertig)
Seitliche Verstärkung, damit es mir den Tisch nicht anhebt
Das Brett wird auch fixiert

Ich hatte Glück, und habe damals aus Opas altem Relaxsessel dem Motor ausgebaut. Irgendwie kann man ja alles brauchen um "irgendwann" mal etwas draus zu machen...


Mir kam dann die Idee, den Motor zu nutzen, um die Oberfräse anzuheben bzw abzusenken. Durch das eingebaute Schneckengetriebe kann die Höhe auch ganz minimal eingestellt werden. 

Zuerst habe ich also eine Multiplex Platte in 24mm Stärke genommen. Breite 320mm und Länge 640mm. So passt die Platte genau in die ausgezogene Seitenverlängerung der PTS.

Jedoch ist, von den Schienen bis zur Oberkante, eine Höhe von 23mm da. Ich habe einfach die Platte aufgelegt, mir die Schienen angezeichnet und dort 1mm heruntergefräst. Somit lag die Platte dann direkt in einer kleinen Führung.

Dann habe ich an der Stelle, wo der Stab des Motors durch die Tischplatte kommen sollte, ein absolut passendes Loch gebohrt. Wirklich absolut passend. Leider an der falschen Stelle. Den Rest dann mit der Stichsäge nach bearbeitet und nach einer kurzen Suche eine Hülse gefunden, die genau über den Stab, in das Loch und über mein "Kunstwerk gepasst hat. Damit war ich auch das hässliche Loch los.

Da der Motor wirklich viel Kraft hat, musste ich die Grundplatte an der PTS befestigen. Dazu habe ich links und rechts neben die Schienen zwei Hölzer verleimt/verschraubt und mir aus Metall WInkel gebaut, mit denen ich das Ganze fixieren kann. Wenn der Motor jetzt jedoch mit festgestellter Fräse nach oben geht, hebt es mir die PTS an. Das habe ich verhindert, in dem ich seitlich am Blech (der abnehmbare Anschlag), zwei Leisten montiert und unten mit dem Tisch verbunden habe. 

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Warum LÄTTA Fräse? Und warum war das keine gute Idee?

Ein Fühstücksbrettchen...
...mit montierter Fräse
Und eingebaut

Eigentlich hatte ich vor, die Oberfräse direkt auf die, ausgefräste, Multiplex Platte zu montieren.

Da ich jedoch nicht zwei Wochen lang von 24 auf 5mm fräsen wollte, musste eine Einlegeplatte her.

Kurz vor dem Wochenende jedoch eine Einlegeplatte zu bekommen war eher spannend. Die meisten Baumärkte haben solche Teile nicht und online hätte zum Wochenende nicht mehr geklappt.

Eine Alternative musste her. 

Schnell die Schränke durchsucht und ein Frühstücksbrettchen von Lätta gefunden. Das Brettchen ist aus Melamin und machte auf den ersten Blick einen richtig stabilen Eindruck. 

Ich habe dann den Umriss passend zur Tiefe des Brettchens ausgefräst und in den Pausen die Platte an den Käfig der Oberfräse geschraubt. Auf den ersten Blick sah alles super aus und die Stabilität konnte sich auch sehen lassen. 
Nachdem ich dann ein paar Male mit der Oberfräse verrutscht bin und dann gefühlt 2 Stunden lang die Tiefe ausgefräst habe, war der Tag eigentlich schon gelaufen.

Jedoch passte es irgendwann und und ich habe die Platte mitsamt der Oberfräse (eigentlich ist es ja ein Trimmer) eingebaut. 

Die Höhenverstellung klappt super, jedoch biegt sich das Brettchen leicht durch. Und im Nachhinein bin ich auch fest davon überzeugt, dass man hier lieber was vernünftiges nehmen sollte. Wenn einem eine Oberfräse mit 30.000 Umdrehungen pro Minute um die Ohren fliegt, war es dann mit der Bastelei. Aber zum Testen ob die ganze Konstruktion überhaupt funktioniert, hat es gereicht. 


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Wie sieht es bisher aus, was kommt noch?

Der Rest folgt noch
Ansicht von oben

Mir ging es am Anfang darum, zumindest den Tisch so schnell wie möglich fertig zu bekommen, um nebenbei mit den ersten "wichtigen" Dingen beginnen zu können. 


Ich habe mir jetzt eine vernünftige Einlegeplatte für den Makita Klon gekauft, die ich in nächster Zeit in eine neue Multiplex Platte einbauen werde. Das Frühstücksbrettchen ist leider etwas größer. 

Da sich die jetzige Holzplatte bereits leicht wölbt, werde ich die nächste Platte an den Seiten mit Alu Winkelschienen verstärken. Die Schienen kommen auch an die beiden anderen Enden, da mir später aufgefallen ist, dass ich den Parallelanschlag auch auf dem Brett nutzen kann. Damit sich das nicht abnutzt, gibt es die Schiene. 
Evtl. werde ich irgendwann mal die Skala erweitern, um wesentlich größere Stücke sägen zu können. 
Hier gibt es ja einige Projekte die das beschreiben. 

Dann erhält der Untertisch natürlich noch Schubladen. Ganz oben eine, aus der ich das Sägemehl später aussaugen kann und zwei bis drei Schubladen darunter, in denen ich irgendwelche Dinge lagern werde. Ins rechte Fach kommt noch eine aufklappbare Platte. An die kommen Leisten, in denen ich die Fräser stecken kann. Die Steckdosenleiste setze ich dafür einfach etwas nach hinten, baue unten Scharniere ein und seitlich gibt es ein längeres Blech, welches die Klappe daran hindert, herunterzufallen. 

Hinter die, ich nenne sie mal Workstation, kommt später noch eine selbstgebaute Werkbank mit ähnlichen Maßen, so kann ich beides verbinden und habe eine größere Fläche. 

Fazit:

Das ist mein allererster Tisch den ich selber gebaut habe. Verwundert war ich, dass meine Berechnungen für die Maße gestimmt haben und ich alles direkt montieren konnte. Normalerweise verrechne ich mich an irgendeiner Ecke immer. 
Ich weiß dass es noch Potential nach oben gibt. Aber für jemanden, der sonst nur irgendwelche Möbel aus Europaletten gebaut hat, bin ich recht zufrieden. 


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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