Unterschrank für Drechselbank

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Ich habe mir eine kleine Drechselbank, eine Holzmann D405XFL zugelegt und wollte ihr eine Heimat in meiner Werkstatt schaffen. Stabil sollte dieser Unterbau sein und natürlich eine optimale Arbeitshöhe für mich bieten. Da ich noch ein paar Balkenabschnitte vom Bau eines Carportes hatte, ist das Design des Unterbaus um diese Balken herum gewachsen. 

Zwischenzeitlich wurde mir klar, dass der Raum unter der Arbeitsplatte zu schade ist, um ihn mit "Rumstehern" oder Holzresten zu füllen. So kamen die Schubladen unter die Bank.
Wie gesagt, es sollte primär ein Unterbau sein und ein Werkstattmöbel. Das muss nicht häßlich sein, aber ich stelle auch keine großen Ansprüche an die Optik.
Durch die verwendeten Balken, die massive Arbeitsplatte und die breiten Schubladen ist das Eigengewicht dieses "Drechselschranks" recht hoch. Er verspricht der Drechselbank ein stabiles Zuhause.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Tischkreissäge
  • Hobel
  • Exzenterschleifer
  • Allzwecksauger
  • Staubabsaugung
  • Stemmeisen, Messwerkzeuge, Hammer, Schraubenschlüssel
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Materialliste
  • Balken | Holz (Stärke 11 x 9 cm)
  • Balken | Holz (Stärke 6 x 8 cm)
  • Arbeitsplatte | Birke Multiplex (120 x 60 x 3 cm)
  • Holzplatten | Birke Multiplex (Stärke 15 mm)
  • Schubladenauszüge
  • diverse Holzschrauben

Los geht's - Schritt für Schritt

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Rahmenbau

Grobe Holzarbeit
Detail
Fertiger Grundrahmen

Ich hatte noch Rest-Holzbalken vom Carport-Bau übrig, ca. 11 x 9 cm stark. Die kamen mir gerade recht, weil der Unterbau recht stabil sein sollte. Da sie schon ein paar Jahre draußen (aber überdacht) lagerten, habe ich sie durch die Hobelmaschine geschoben, um eine schönere Oberfläche zu erhalten. 

Das "Querwerk" bilden 4 Balken vom Holzdiscounter, 6 x 8 cm. Mit der Kreissäge habe ich die Ausschnitte für die Verbindungen geschlitzt, mit dem Stemmeisen ausgearbeitet.
Passte alles gut und da es ein Werkstattschrank werden sollte, war ich nicht zu kritisch, wenn mal eine Ecke einen Millimeter überstand.
Die dickeren U-Stücke sind verleimt und mit Holzschrauben verbunden, das Querwerk ist mit eingepaßten Schloßschrauben fixiert und grundsätzlich demontierbar.

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Arbeitsplatte aufsetzen

Schloßschraube in der Bohrung
Bohrung für den Holzdübel
Ihm schwant Übles......
Weg ist er.
Platte sitzt

Ich habe mir eine 30 mm Multiplexplatte als Arbeitsplatte "gegönnt". Die Größe ist 60 x 120 cm. Ich habe die Oberseite geschliffen und mit Hartöl behandelt. 

Für die Befestigung der Platte auf dem Untergestell habe ich zwei Stufenbohrungen (20 mm und 10 mm) durch die Platte und das Untergestell (hier nur 10 mm) gebohrt. Hier habe ich zwei M8-Schloßschrauben von oben eingesetzt, unten mit Scheibe und Mutter festgezogen. Verschlossen habe ich die offenen Löcher mit Stücken von einem Buche-Rundstab.
So sitzt die Platte, unterstützt durch ihr Eigengewicht schon bombenfest. Da ich aber die (recht kleine  Drechselbank an der Arbeitsplatte befestigen möchte, habe ich zwei "Holzdübel" eingesetzt. Hierzu habe ich zwei 3/4"-Löcher mit einem Forstnerbohrer durch die Platte bin in das Untergestell gebohrt, ca. 60 mm tief. Hier habe ich dann je ein 50mm langes Stück eines Buchenrundstabes von 20 mm Durchmesser mit einem Hammer eingetrieben. Hier habe ich keinen Leim verwendet, grundsätzlich sollte die Platte mit sanfter Gewalt wieder demontierbar sein.

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Schubladen

Tragplatte für dei Schubladenauszüge
Detail der Auszugsplatte
Detail Schublade
Draufsicht
Erste Bewohner
Mit eingesetzten Schubladen

Da ich die Anordnung von Werkzeug und Zubehör in Schubladen liebe, habe ich mir schnell ein paar Vollauszüge im Netz bestellt und mir eine einfache Einbauart überlegt.

Die Auszüge sollten an einfachen Brettern befestigt werden, die auf den Streben des Untergestells aufstehen und durch einfache Holzschrauben seitlich fixiert werden. So ist das alles wieder einfach demontierbar. Zusätzlich kann ich die beinen Trägerplatten mit den Auszügen auf der Werkbank komplett vorbereiten, später einfach einsetzen und fixiert.
Vom Bau der Schubladen habe ich keine Bilder. Ich habe 15mm Multiplexplatten als Boden und Seitenteile genutzt und stumpf zusammen geleimt, verstärkt mit Holzschrauben. Vor dem Zusammenbau habe ich im Abstand von 15 cm rundum innen Schlitze gesägt, um später freie Hand beim Einsetzen von Unterteilungen zu haben. Dazu zeige ich später noch ein 

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Schubladenblenden

Montage der Fronten
Griffe
Fertig

Da ich erwarte, mit der Drechselbank eine Menge Späne zu produzieren, wollte ich die Schubladen noch mit Blenden versehen, um sie von den von oben fallenden Spänen zu schützen.

Ich habe Multiplexplatten zugeschnitten und geschliffen. Die jeweils vordere rundumlaufende Kante habe ich auf dem Frästisch leicht abgerundet. Schließlich bekamen die drei Fronten noch eine Abreibung mit Hartöl und einen einfachen Griff verpaßt.
Ich habe die untere Front zuerst ausgerichtet, zwei Abstandsbrettchen eingesetzt und die Front von innen durch die Vorderwand des Schubladenkastens mit drei Holzschrauben befestigt. So habe ich mich zweimal nach oben gearbeitet, bis alles an seinem Platz saß.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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