Umrüstung Kompressor Entwässerung

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

An meinem Kompressor war am tiefsten Punkt, knapp über dem Boden eine Rändelmutter zum entwässern des Kompressorkessels. Da man da fast nicht ran gekommen ist, und die Rändelmutter dazu noch schwergängig war, wollte ich das ändern. Außerdem war es schwer möglich, das austretende Wasser aufzufangen. Nach meinem Umbau ist das alles kein Problem mehr. Der Kugelhahn ist nun leicht zu bedienen, und ein Schlauch am Ende sorgt dafür, das ich das Wasser nun bequem in einem Behälter auffangen kann.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ausgangssituation vor dem Umbau

Hier kann man die Rändelmutter schön sehen, die man zum Entwässern öffnen muß

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Ausbau des alten Enwässerungsteils u. Gewindetest

Alte Entwässerung ausschrauben
Im Licht die Gewinde gegeneinander gehalten, um zu überprüfen ob die Gewinde auch identisch sind.

Als erstes habe ich den Kompressorkessel unter Druck gestellt, und an der herkömlichen Schraube den Kessel entwässert. Nachdem das Wasser raus war, und der Kessel drucklos war, konnte ich mit einem Gabelschlüssel das alte Entwässerungsteil ausschrauben. Ich habe mit dem Lichtest überprüft, ob das neue Gewinde mit dem alten Gewinde identisch ist. Da die Gewindeflanken absolut sauber ineinader lagen, konnte ich mir sicher sein, das ich den richtigen Doppelnippel mit 3/8" Rohrgewinde gekauft habe. Es hätte durchaus sein können, das es sich hier um ein 3/8" NPT Gewinde handelt, was bei Kompressoren gerne verwendet wird.

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Doppelnippel kürzen

Doppelnippel einseitig kürzen
Mit Schmirgelleinen entgraten
Kleine Fase anschleifen

Damit der neue Doppelnippel nicht in den Kessel ragt, habe ich das Teil um ca. einen Gewindegang gekürzt. Anschließend mit Schmirgelleinen entgratet und eine kleine Fase angeschliffen. Wenn das Gewinde in den Kessel hinein geragt hätte, könnte man nicht das komplette Wasser raus holen, weil innen dann eine Kante stehen bleibt. Ich habe mich nach dem ausgebauten Gewinde orientiert

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Rohrteile eindichten

Gewinde mit Sägeblatt aufrauhen
5-6 Lagen Teflonband aufwickeln
Mit dem Daumennagel das Band in die Flanken gedrückt

Damit das Teflonband besser am Gewinde haftet, habe ich alle Gewinde mit dem Sägeblatt aufgerauht. Anschließend ca. 5-6 Lagen Teflonband aufgetragen, und mit dem Daumennagel das Teflonband in die Gewindeflanken eingedrückt.

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Teile zusammenschrauben und Entwässerungsschlauch aufstecken

Doppelnippel mit Gabelschlüssel in den Kessel geschraubt
Kugelhahn einschrauben
Gewindemuffe mit Wasserpumpenzange einschraubt
Mit Sägeblatt überschüssiges Teflonband entfernt
fertiges Ergebnis
Sauerstoffschlauch aus meinem Fundus, den ich dafür zweckentfremde
benötigte Länge mit dem Cuttermesser abgeschnitten
Zum aufstecken des Schlauches hat dieser eine geniale "Muffe"
Zur Sicherheit noch eine Schlauchschelle angebracht

Nun können alle Teile im Schraubstock mit Gabelschlüssel oder Wasserpumpenzange zusammengeschraubt werden. Das überschüssige Teflonband habe ich mit dem Sägeblatt gesäubert, sieht einfach besser aus. Und ganz am Schluß habe ich noch einen 8mm Schlauch von meiner Sauerstofftherapie genommen, und auf die Schlauchtülle gesteckt. Damit der Schlauch unter Druck nicht runter springt, habe ich natürlich noch eine Schlauchschelle angebracht.

So ich hoffe, das euch dieses kleine technisches Projekt gefallen hat


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