Umbaubett (Babybett, Kinderbett)

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

Gute Babybetten aus Echtholz sind teuer. Bei den günstigeren Modellen lassen Material und Verarbeitung meist zu wünschen übrig. Ja, es gibt auch günstige Betten die gut sind aber was gibt es schöneres als das Bettchen selbst zu bauen. Vielleicht kann ich ja ein bis zwei Leute dazu animieren es selbst einmal zu versuchen.


Die Bilder mit den Bemaßungen können auch auf meiner Homepage angesehen werden.
Da hier durch die geringe Bildgröße die Maße etwas schlecht abzulesen sind. Auch ein 3D-Modell ist dort für euch verlinkt.

Viel Spaß beim Ansehen oder selber bauen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Oberfräse
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Akku-Schrauber
  • Schwingschleifer
  • Stemmeisen
  • Hammer
  • Feinsäge
  • Schraubzwingen
  • Winkel
  • Bleistift
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Materialliste
  • 3 x Leimholzplatte | Buche, Kiefer, Eiche o.Ä. (120x40)
  • 2 x Leimholzplatte | Fichte o. Kiefer (80x40)
  • 1 x Leimholzplatte | Buche, Kiefer, Eiche o.Ä. (250x20)
  • 2 x Platte | HDF o. Sperrholz 5mm
  • 32 x Rundstab | Buche, Kiefer, Eiche o.Ä. (100x16)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Lattenrost

Seitenleisten
Lattenrostleisten werden abgerundet
Lattenrostleisten abgerundet
Fertig angezeichnet
Risse mit dem Winkel auf beiden Leisten machen
Bohren
Bohren mit dem Bohranschlag
Stemmen der Zapfenlöcher
Fertiges Zapfenloch
Testen der Verbindung
Fertige gezapfte Seitenleisten
Probesitzen der ersten Latten
Anreißen der Markierungen für die Bohrlöcher
Bohren der Kanäle für die Schrauben
Bohren der Kanäle für die Schrauben
Bohren der Kanäle für die Schrauben
Passt
Leimen des Lattenrost

Ich beginne mit den Seitenleisten. Die beiden Seitenleisten aus Buche Rustikal habe ich aus einer Leimholzplatte [2500x400x19mm] mit der Tischkreissäge zugesägt. In diesen beiden Leisten sitzen später die Latten vom Lattenrost.
Aus zwei Fichten Leimholzplatten [800x400x18] habe ich mir nun die 16 Leisten (+4 falls Ausrisse entstehen), welche 35mm breit sind, für das Lattenrost herausgeschnitten. Auf Länge gebracht werden sie erst später.

Mit einem Abrundfräser habe ich nun alle Kanten der 16 Lattenrostleisten sowie der Seitenleisten abgerundet. Die Stirnseiten werden nicht abgerundet. Im Anschluss können die Leisten noch geschliffen werden. Alternativ kann man die Kanten auch rund schleifen oder mit dem Hobel eine Phase anziehen.

Benutzt Werkzeuge die euch zur Verfügung stehen. Seid kreativ, der Weg ist das Ziel, das Basteln soll ja Spaß machen. So muss sich nun auch jeder bei den nächsten Schritten entscheiden welche Techniken er für die Holzverbindung (Zapfen, Dübeln etc.) verwenden will bzw. kann.

Auf den Seitenleisten werden nun alle Positionen der Lattenrostleisten markiert. Mit dem Streichmaß habe ich bei beiden Leisten über die gesamte Länge jeweils einmal auf der späteren Innenseite angerissen. Das ist später die Mitte der Lattenrostleisten, wenn sie auf oder in die Seitenleisten geklebt werden. Legt man sich beide Seitenleisten mit den Innenseiten zueinander, richtet sie aus und zwingt sie fest, kann man den Riss gleich auf beiden Leisten machen. So sind die Leisten dann auch später wirklich an derselben Stelle und man kann so ggf. Maßabweichungen zwischen den Leisten vermeiden. Guckt euch die Fotos an, dann werdet ihr es verstehen. Nun könnt ihr euch überlegen, ob ihr die Lattenrostleisten in die Seitenleisten einleimen oder verdübeln wollt. Dementsprechend macht ihr nun entweder Löcher für Dübel oder für die Leisten selbst. Ich klebe die Lattenrostleisten in die Seitenleisten und bohre mit einem 18er Forstnerbohrer 2 Löcher und stemme anschließend den Rest zwischen den beiden Löchern heraus, so dass ich die Leisten einsetzen kann.

Nun müssen noch die Löcher für die Rundmuttern und die Flachrundschrauben gebohrt werden. Als erstes wurden mit einem Streichmaß die Markierungen für die Bohrungen angerissen. Beim Bohren der Löcher für die Rundmuttern beachten, dass die Zentrierspitze des Holzbohrers bei zu tiefem Bohren hinten wieder aus dem Material austritt. Ich habe bis zur Hälfte mit einem Holzbohrer (als Führung) und anschließend die endgültige Tiefe mit einem Metallbohrer gebohrt.

Nun kann der Lattenrost zusammengesetzt werden.
Wichtig ist hier, dass der Leim nicht so schnell anzieht, um genug Zeit für das Einsetzen der Latten zu haben. Ich habe Weißleim verwendet. Im Anschluss habe ich bei allen anderen Teilen auf Hautleim zurückgegriffen, da sich Leimreste einfach mit einem Lappen und warmen Wasser wegwischen lassen.


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Gitter

Gitterbett Seitenteile
Herausnehmen der alten Stäbe
Herausgelöste Gitterstäbe
Heraussägen der 4 Leisten
Anzeichnen der Bohrlöcher für die Gitterstäbe
Bohren der Löcher für die Gitterstäbe
Lackieren der Rundstäbe
Enden wurden abgeklebt
Geleimtes Gitter

Grundsätzlich läuft dieser Arbeitsschritt so ziemlich genauso ab wie der vorherige.

Wir sägen uns die 4 Leisten auf Länge [1400mm] und Breite zu, markieren uns wieder die Positionen der einzelnen Rundstäbe [16mm] und bohren die Löcher in der entsprechenden Größe wieder an der Standbohrmaschine mit dem Bohranschlag.

Ob Rundstäbe aus dem Baumarkt, Holzhandel oder Recycling von altem eBay-Kleinanzeigen Material, für jeden Geldbeutel lässt sich so ein Projekt realisieren. Man muss nur anfangen!

Ich habe alte Gitter geschenkt bekommen welche ich nun zerlege und für mein Projekt nutze werde.

Nun müssen noch die Löcher für die Rundmuttern und die Flachrundschrauben gebohrt werden. Als erstes wurden mit einem Streichmaß die Markierungen für die Bohrungen angerissen. Beim Bohren der Löcher für die Rundmuttern beachten, dass die Zentrierspitze des Holzbohrers bei zu tiefem Bohren hinten wieder aus dem Material austritt.

Die Gitterstäbe werden auf Länge gebracht.

Da ich alte Rundstäbe für meine Gitter verwende, hübsche ich die alten erst einmal auf.

Alle Rundstäbe werden geschliffen, die Enden (Klebestellen) abgeklebt und anschließend mit weißem Lack angesprüht (Prüfen ob die Farbe für Kinderspielzeug etc. geeignet ist).

Geleimt habe ich diesmal mit Hautleim von Titebond, so konnte ich überstehenden Leim mit einem Lappen und heißem Wasser abnehmen. Knochenleim kann man auch schon gebrauchsfertig kaufen, um nicht das Granulat erst einweichen zu müssen. Der Kleber sollte aber eine lange Offenzeit haben, weil man ja viele Teile zusammensetzen muss.

Die vier Kanthölzer haben als Maß den Soll-Abstand der beiden Lochleisten (580mm). So muss ich während des Zusammenbaus nicht ständig messen und kann die Zwingen ohne bedacht ansetzen.

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Seitenteile

Bretter zugesägt und Markiert
Bretter gefast am Frästisch
Nuten fräsen
Nuten gefräst
Nuten der Mittelbretter
Leimen der Teile
Leimen der Teile
Leimen der Teile
Zum Kleben ruhen lassen
Fertig geklebtes Seitenteil

Zuerst wurden die einzelnen Bretter zugesägt. Sind die Bretter auf Breite und Länge gebracht, lege ich mir die Seitenteile so hin, wie ich die Holzmaserung haben will. Anschließend werden die Teile markiert, so dass nichts mehr vertauscht werden kann.

Die Bretter bekommen nun ihre Nuten für die Einlagen. Dafür habe ich einen 6 mm Scheibennutfräser (Bosch 2 608 628 404) verwendet.
Auf den Bilder vom Verleimen kann man erkennen, dass ich die Nuten in den Seitenteilen (Beinen) nicht komplett durchgezogen habe. Da wo die mittleren Bretter angeleimt werden, habe ich die Nut unterbrochen.

Die Kanten aller Bretter habe ich am Frästisch gefast . Hierfür habe ich einen 45° Fräser verwendet (mit Kugellager).

Leider habe ich vom Dübeln und Kleben nicht so viele Bilder, da ich etwas Zeitdruck hatte. Auch hier habe ich Haut- und Knochenleim verwendet, habe aber mit Granulat gearbeitet. .

Um die Dübel zu setzen habe ich mir die Punkte an dein Seitenteilen angezeichnet, wo die Mittelbretter später sitzen. Dann habe ich die Dübellöcher markiert und mit dem Wolfcraft Meisterdübler mittig 8 mm Löcher in die Seitenteile gebohrt. In die gebohrten Löcher habe ich Dübelsetzer eingesteckt und dann die Mittelteile angedrückt, um zu markieren, wo die Dübellöcher in die Mittelteile gebohrt werden.

Ich habe erst die vier Beine (Seiten) auf ihre endgültige Länge zusammen geleimt und im Anschluss 2 Std. mit Schraubzwingen gepresst.

Dann habe ich die 3 mittleren Bretter dran geleimt, die HDF Felder eingeschoben und das andere Bein bzw. Seitenteil dann aufgeleimt.

Auf den Bilder habe ich das Bein am Seitenteil fixiert, das war zum Vorwärmen des Holzes mit dem Föhn nötig. Alles zusammen habe ich dann auf einer ebenen Unterlage mit Schraubzwingen fixiert und über Nacht ruhen lassen.

Zuletzt werden noch die Bohrungen für Lattenrost und Gitter in die Seitenteile gesetzt.


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Finish

Ich habe die Teile mit Leinölfirnis behandelt.

Bei der letzten Ölung :-) habe ich einen Ölschliff gemacht.
Etwas Bimsmehl mit ins Leinöl machen (in einem Schälchen anmischen) und mit wasserfestem Schleifpapier 400er Korn auftragen/einschleifen. Das Holz wird glatt, weil sich die Poren zusetzen und es entsteht ein Glanz. Je öfter der Ölschliff gemacht wird, desto feiner wird die Oberfläche. Mir hat das Ergebnis schon nach dem 2. Auftrag/Schliff gefallen.


Rechtlicher Hinweis

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