Treppenhaussanierung im Einfamielenhaus

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Fertiges Treppenhaus es fehlt nur noch ein neuer Handlauf und ein Anstrich des Geländers
Anfangssituation verursacht vom Vorbesitzer/ Mieter
Anfangsituation mit nackten Mauerwerk auf der linken Seite
Entfernung der Rollschicht vom alten Klinker.
Ankleben von Gipskartonplatten mit Ansetztgips, da eine Holzkonstruktion zuviel Platz weg nimmt.
Obere Platte mit einen Kanntholz abgestützt damit Sie nicht verutscht.
Setzen der Fensterbank mit Fliesenkleber für Naturstein.
Fensterleibung nach Einbau der Fensterbank angesetzt.
Auch an der Tür zum 1.OG musste geklebt werden da die Tiefe der Zarge nicht gereicht hat.
Unterkonstruktion aus Dachlatte 38 x 58 mm in 40cm Abstand.
Fertig beplankte Wand mit fest getackerten Eckschutzschienen.
Gespachtelte Wand.
Mit Renovierungsvlies tapezierte Wand
Fertig gestrichene Wände.
Abschlussleiste damit man den Hohlraum von der Holzkonstruktion von unten nicht sehen kann.
Abschlussleiste von unten.
Abschlussleiste von oben
Abschlussleiste von oben
Fertig bis auf Handlauf und Anstrich des Geländers. Die Zarge bekommt noch neue Abdeckleisten.
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    300 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Wir haben ein Haus gekauft welches mit seinen Vorbesitzern nicht wirklich viel Glück gehabt hatte. Es wurde in den letzten Jahren bevor wir es gekauft haben sehr vernachlässigt und dilettantisch saniert. Was sich natürlich Positiv für uns auf den Preis ausgewirkt hatte.
Das Treppenhaus ist wohl in der Entstehungsphase mit Holz vertäfelt worden und die rechte Seite ist verklinkert worden. Die Vorbewohner hatten die Vertäfelung entfernt und dann nichts mehr unternommen da Ihnen das Geld und Handwerkliche Geschick wohl fehlte. Nachdem wir das 1 OG. ausgebaut haben musste jetzt das Treppenhaus endlich auch mal schön gemacht werden. Da beim Einbau des Fensters im Treppenhaus sehr rumgesaut worden ist (Vorbewohner), war die Klinkerwand im Fensterbereich nicht mehr zu retten. Und musste somit verkleidet werden. Sowie die nackten Wände auf der linken Seite. Die Decke war bereits mal mit Gipskartonplatten versehen worden allerdings nicht verspachtelt worden.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Bohrhammer
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Exzenterschleifer
  • Tacker
  • Akku-Schrauber
  • Cuttermesser
  • Anschlagwinkel
  • Auflageböcke
  • Schraubendreher
  • Lochbohrer 68 mm
  • Bleistift
  • Mörtelkelle
  • Japanspachtel
  • Kartuschenpresse
  • Pinsel
  • Deckenbürste
  • Gummierte Rolle
  • Malerbürste
  • Schere
  • Gehrungslade für Stuck
  • Handsenker für Schrauben
  • Wasserwaage 1 Meter, 60 cm
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Materialliste
  • Schrauben (5 x 80 mm)
  • Schrauben (4 x 30 mm)
  • Dachlatten (38 x 58 mm)
  • Gipskartonplatten
  • Ansetztgips
  • Fensterbank
  • UX-Dübel (8 x 50 mm)
  • Innenfüllspachtel
  • Feinspachtel
  • Eckschutzprofile
  • Edelstahl Tackerklammern
  • Fliesenkleber für Naturstein
  • Renovierungsvlies
  • Kleister für Vliestapeten
  • Malerkrepp Klebeband
  • Abdeckfolie und Abdeckvlies
  • Farbe
  • Weiße Fußleisten
  • Weiße Virtelstableiste
  • Nägel (1 x 30 mm)
  • Maleracryl

Los geht's - Schritt für Schritt

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Entfernen der Rollschicht am Fenster

Entfernen der Rollschicht

Als erstes musste ich die Rollschicht die als Fensterbank fungierte entfernen, da geplant war eine richtige Fensterbank zu setzten und diese so nicht mehr unter den Fensterflügel gepasst hätte. Dabei kam als Überraschung eine Impustromleitung zum Vorschein die den Wechselschalter vom Treppenhaus versorgte.

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Kleben von Gipskartonplatten

Kleben von Gipskartonplatten

An der Klinkerwand habe ich die Platten mit Ansetztgips an geklebt welchen ich Großflächig/ Vollflächig auf die Platten aufgetragen habe. normalerweise macht man nur ein paar Batzen auf die Platten, ich habe mich aber für eine vollflächige Verklebung entschieden da es eine Außenwand ist und ich verhindern wollte das sich Feuchtigkeit in Hohlräumen bilden kann. Bei der vollflächigen Verklebung ist es allerdings ratsam eine helfende Hand zu haben da die Platten sehr schwer werden und schnell brechen können. wen die Platten an der Wand angedrückt werden, sollten Sie mit eine Wasserwage ausgerichtet werden und plan zueinander an die Wand gedrückt werden. Ich persönlich Dübel die Platten auch nochmal mit ein paar Schrauben und Dübel fest, Sicher ist Sicher :o) . Die Platten können mit einen Cuttermesser geschnitten werden, das heißt man setzt eine Wasserwaage an und schneidet die Platten an der Kannte der Wasserwaage. Danach bricht man die Platte und schneidet mit dem Cuttermesser die Unterkannte ab. An Stößen von Platten schneidet man einen Grad mit den Cuttermesser an den Schnittkannten ( Ähnlich wie bei den nicht geschnittenen Kannten der Platten ) damit später der Übergang von Platte zu Platte besser zu spachteln ist und sich nicht die gerade abgeschnittene Schnittkannte abzeichnet.

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Abstützen von Platten

Da gerade bei Fenster und Türen die Platten oben beim kleben verrutschen kann man Sie mit einen Kantholz gegen verrutschen sichern.

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Auch bei Zargen ist kleben eine Alternative

Tür zum Obergeschoß

Da die Metalzarge zum Obergeschoß keine Nennenswerte Tiefe hatte musste auch hier geklebt werden. Hier habe ich eine dünne Gipskartonplatte von 9 mm verwendet den Kleber habe ich allerdings mit einen 12 mm Zahnspachtel auf der Wand aufgetragen, da bei diesen dünnen Platten die Bruchgefahr zu hoch ist.

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Setzten der Fensterbank

Die Fensterbank wird mit Fliesenkleber für Naturstein fixiert. Dies ist wichtig da der normale Kleber durch die Kapillarwirkung in die Fensterbank zieht und später Flecken auf der Oberseite verursachen könnte. Beim Kauf der Fensterbank im Baumarkt, sollte darauf geachtet werden das die Sichtkannten geschliffen sind und auch die Schnittkannte auf der richtigen Seite angesetzt wird. In unseren Fall hatte ich die Fensterbank günstig im Kleinanzeigen Markt geschossen und musste Sie nur in der Tiefe und Breite einkürzen, wofür ich eine große 230 mm Flex mit einer Diamanttrennscheibe (10€ beim Discounter) verwendet habe. Erst nach dem setzten der Fensterbank werden die Leibungen mit Gipskarton versehen. Dadurch ragen die Kanten der Fensterbank ein Stück ins Mauerwerk rein und es sieht einfach besser aus.

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Unterkonstruktion

Montage der Unterkonstruktion

Die Unterkostruktion besteht aus Dachlatten 38 x 58 mm in Abstand von 35 - 40 cm. Ich habe in diesen Fall so starke Latten nehmen müssen da die bereits vom Vorbewohner angeschraubten Platten an der Decke 4 cm vor dem Mauerwerk endeten. Normalerweise langen 20 mm starke Latten. Es empfiehlt sich vorher Gedanken zu machen, gerade an Schrägen wo eventuell noch zusätzliche Schraubpunkte liegen könnten damit die Gipskartonplatten sich später nicht durch biegen. Die Latten sind mit 80 x 5 mm Schrauben in Mauerwerk verschraubt. Ich habe da es eine Ytongwand ist, UX-Dübel verwendet, da diese beim fest Schrauben nicht so schnell mit drehen

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Beplanken der Wände

Fertig beplankte Wand mit Eckschutzprofil

Die Gipskartonplatten schraube ich immer mit Schrauben fest die mindesten 15 - 20 mm ins Holz reichen. Sie müssen so geschraubt werden das der Kopf der Schraube etwas mehr als Plan in der Platte ist. Damit später beim Spachteln keine Kannten entstehen. Dies sollte wirklich akribisch durchgeführt werden da es echt ärgerlich ist beim Spachteln nach arbeiten zu müssen. Schrauben setzte ich in 25 - 30 cm Abstand. Lieber eine mehr als zu wenig ;o)
Danach werden an den Außenkannten auch Fensterleibung die Eckschutzprofile gesetzt. Zum Befestigen nehme ich einen Elektrotacker mit Edelstahlklammern. Edelstahl deswegen damit Sie später nicht rosten und hässliche Flecken verursachen.

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Spachteln der Flächen

Gespachtelte Flächen

Die Fugen und Schraublöcher habe ich mit Innen-Füllspachtel für Gipskartonplatten zu gespachtelt. Es stellte sich heraus das der Vorbewohner die Platten an der Decke mit einen Tacker angesetzt hatte direkt auf die noch vorhandene Holzvertäfelung, das Problem war das fast alle Klammern noch ein kleines Stück raus ragten. Ich habe die Klammern einzeln mit einen Dorn und Hammer weiter rein geschlagen und konnte dann auch diese Platten verspachteln. Am nächsten Tag habe ich die Flächen abgeschliffen und ein weiteres Mal nach gespachtelt. Die Flächen können von Hand geschliffen werden oder man verwendet eine sogenannte Schleifgiraffe welche man mit Sauger in den meisten Baumärkten leihen kann. durch die größere Schleiffläche der Giraffe werden die Übergänge von den Platten wesentlich ebener und es entstehen so gut wie keine Sichtbaren Kannten. Ein weiteren Tag später wurde mit einem fertigen Feinspachtel die letzten Unebenheiten beseitigt.

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Grundieren und Tapezieren

Mit Renovierungsvlies tapezierte Flächen.

Die Wände und Decken wurden zuerst Grundiert. Das ist nötig damit der Kleister nicht so schnell eintrocknet und später wenn die Tapeten mal entfernt werden sollen, ist dies auch leichter. Danach wurden die Flächen von mir mit Renovierungsvlies tapeziert. Das Vlies hat eine Rissüberbrückene Funktion und kann entstehende Risse von bis zu 5 mm ausgleichen was bei einem Dachstuhl welcher immer leicht in Bewegung ist Sinn macht. weiter sieht das Vlies angestrichen wie eine glatt geputzte Wand aus. Bei Vliestapeten wird erst die Wand eingekleistert und dann die Tapete aufgeklebt das heißt es empfiehlt sich die Bahnen vorher zu schneiden und nach dem kleben passend mit einer Schere zu schneiden. Dafür lege ich die Tapete bis in die Ecke und ziehe mit dem Bleistift einmal in der Ecke längst und Schneide dann mit der Schere den Teil ab. Mit einem Cuttermesser lässt sich die Tapete leider nicht so gut schneiden. Auch das reißen am Spachtel längst ist nicht wirklich produktiv bzw. das Ergebnis war bei mir nicht befriedigend. Profis haben da vielleicht eine andere Methode. Der Vlies wird mit einer Bürste glatt an die Wand aufgebracht und danach mit einer Gummierten Rolle nochmal abgerollt das drückt den Überflüssigen Kleister an den Seiten raus. Kleisterreste wische ich mit einen feuchten Tauch ab. Ganz wichtig ist nicht am Kleister zu sparen, auch wenn er teuer ist, nimmt bloß den Marktführer Met... denn meine Erfahrung ist, wer hier spart hat doppelt so viel Arbeit. Am nächsten Tag klebe ich eventuell gelöste Ecken nach und ziehe in den Innenecken mit Maleracryl längst damit ein sauberer Abschluss bzw. Übergang entsteht. Bitte kein Silikon verwenden da dies bis auf wenige Ausnahmen nicht überstreichbar ist. Sollte beim Tapezieren mal eine Kannte durch leichtes Überlappen entstehen kann man diese punktuell abschleifen. Da dieses sehr Aufwendig ist lieber etwas genauer an den Stößen tapezieren. Fugen zwischen den Tapeten kann man mit Acryl oder Feinspachtel schließen.

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Streichen der Wände

Fertig gestichene Wände und Decke
Fertig gestichene Wände und Decke im tollen Kontrast zur Klinkerwand.

Auch beim Streichen der Wände gilt wer sorgfältig vor arbeitet erspart sich später viel Arbeit. Gerade das Abkleben war hier sehr wichtig da Farbspritzer auf der rauen Klinkerwand sehr schwer zu entfernen sind. Ich habe die Wand mit einer Malerfolie komplett abgedeckt und mit Malerkrepp festgeklebt. Den Boden habe ich mit Malervlies abgedeckt und an den Rändern mit Malerkrepp abgeklebt. danach habe ich erst angefangen zu streichen. Auch bei der Farbe gilt lieber ein Euro mehr aus zu geben da man letztendlich nicht spart sondern mehr Arbeit hat. Da man bei billigere Farbe mehr Anstriche für ein zufriedenstellendes Ergebnis braucht und somit mehr Farbe benötigt. Ich streiche immer Fläche für Fläche erst einmal quer und dann längst an schwerzugänglichen Stellen nehme ich einen Pinsel ( Kuttenlecker) oder die kleine Rolle, bei großen Flächen die große Rolle. Nach dem Streichen entferne ich das Klebeband sofort damit eventuell runter gelaufene Farbe leichter zu entfernen ist. Außerdem lässt sich das Malerkrepp-Klebeband besser entfernen.

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Anbringen der Abschlussleisten

Abschlussleiste von unten gesehen
Abschlussleiste von oben gesehen

Durch die Holzunterkonstruktion und die Tatsache dass der Vorbewohner die Decke im Erdgeschoß bündig am Treppenauge hat enden lassen war es Notwendig eine Abschlussleiste von unten an zu bringen damit man keinen Hohlraum bzw. die Holzunterkonstruktion von unten nicht sieht. Da ich keine Lust hatte noch Leisten zu lackieren habe ich mich für fertig lackierte Fußleiste und Virtelstableisten entschieden. welche ich mit einer Kapp und Gehrungssäge geschnitten habe. Für ungeübte empfehle ich mit Verschnittholz vorher die Gehrung aus zu probieren da hier schnell mal ein Fehlschnitt passiert und dann die teure Leiste hin ist. bei der Virtelstableiste empfehle ich eine Gehrungslade für Stuck zu verwenden da hier die Gehrung nochmal ganz anders ist und für ein ungeübten doch sehr schwierig sein kann. Beim Anschrauben ist es Ratsam eine helfende Hand zu haben die die Leiste fest hält. Ich habe vorgebohrt 1,0 mm dünner als die Schraube. Dann habe ich mit einen Handsenker das Loch erweitert so dass der Schraubenkopf versenkt ist. nach dem Schrauben habe ich die Abdeckkappen auf die Schrauben aufgesetzt. Ich verwende immer noch ein kleinen Klecks Kleber dabei so fallen Sie nicht wieder ab. an den Gehrungen fülle ich eventuelle Fugen mit Maleracryl auf und wische alles danach ab.

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Freuen über das tolle Ergeniss

Unser Hund (Kleinspitz) hat jetzt ein Luxus Aussichtsplatz (Deswegen das schwarze Handtuch)
Mal als Vergleich

Auch wenn es eine Menge Arbeit war hat es sich wie ich finde gelohnt. Wir sind noch am Überlegen den Handlauf zu erneuern und das Geländer zu lackieren. Sollte dies noch gemacht werden, liefere ich Dies natürlich noch nach oder eröffne ein neues Projekt.

Grüße aus dem hohen Norden

Euer Krusse


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Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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