Tomaten-Bewässerung mit Regenwasser

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Jedes Jahr hatten wir dasselbe Problem. Trotz Freiland-Tomatenpflanzen haben diese immer wieder sehr schnell die Braunfäule bekommen. Dem wollte ich nun ein Ende setzen und habe mir ein einfaches Gestell als Überstand gebaut. Dieses soll hier nicht Bestandteil des Projektes sein, möchte ich aber ebenfalls kurz anreißen.

Für das Gestell habe ich 4 Einschlaghülsen in den Boden gehauen und daran alte Balken als Pfosten geschraubt. Oben habe ich dann eine Unterkonstruktion für das Welldach gebaut. Dann noch eine umlaufende Holzverkleidung und eine Dachrinne dran.

Nun komme ich zum eigentlichen Projekt: Die Bewässerung der Tomatenpflanzen. Die Umsetzung erfolgte bereits vor meiner aktiven Zeit hier, sodass ich während des Baus keine Fotos gemacht habe. Da es aber ein sehr kleines Projekt ist, denke ich dennoch, dass es verständlich sein dürfte.

Ausgangspunkt war gewesen, dass die Tomaten durch das Dach nun viel weniger Regenwasser abbekommen. So muss man auch gießen, wenn es eigentlich sowieso regnet. Daraufhin ist meine Idee geboren, trotzdem das Regenwasser für die Tomaten nutzen zu können.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Cuttermesser
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Materialliste
  • 1 x Schlauch (Länge nach Bedarf)
  • 1 x Material für Befestigung Schlauch an Regenrinne
  • 1 x Stange für den Überlauf
  • 1 x Faden/Strick
  • 1 x Vlies
  • 1 x Rohrschelle

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Wenn man das so als Planung bezeichnen kann... Irgendwie soll das Wasser aus der Dachrinne zu den Tomatenpflanzen. Schnell bin ich auf einen einfachen Schlauch gekommen.

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Anschluss an die Regenrinne

Der Schlauch musste nun mit dem Fallrohranschluss (wenn man das so nennt) verbunden werden. So habe ich nach passenden Adaptern in meinem Bestand gesucht. Gefunden hatte ich ein Reduzierstück sowie eine Kunststoff-Bodenhülse eines Sonnenschirms, an deren schmalen Ende perfekt der Schlauch drauf passt. Diese Einzelteile haben so gut zusammengepasst, dass ich alles nur zusammenstecken musste.

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Positionierung des Schlauches

Es war klar, dass der Schlauch einmal um alle Pflanzen gelegt werden muss. Zusätzlich braucht es einen Überlauf, den ich in die Mitte gesetzt habe. Funktioniert die Bewässerung nicht oder regnet es zu stark, läuft somit nicht die Dachrinne über, sondern das Wasser landet dennoch im Beet. Für den Überlauf habe ich einfach eine Eisenstange in den Boden gesteckt und daran den Schlauch festgebunden.

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Löcher in den Schlauch

Natürlich müssen an den Positionen, wo sich die Pflanzen befinden, Löcher in den Schlauch gebohrt werden. Anfangs hab ich dafür einen 3,5mm Bohrer genommen. Diese Löcher waren dann aber schnell verstopft. Mit 4,5mm habe ich später nachgebohrt. Pro Pflanze habe ich ein Loch seitlich gebohrt.

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Probelauf mit Schmunzeln

Beim ersten Testlauf hatte ich ein breites verzweifeltes Grinsen im Gesicht. Der Wasserdruck war so hoch, dass das Wasser durch die Bohrungen geschossen kam und überall hin gespritzt hatte, nur nicht zu den Pflanzen. Eine Lösung hatte ich schnell gefunden. Ich habe einfach etwas Vlies um die Bohrung gebunden. Dadurch wird der Wasserstrahl aufgefangen.

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Fertig

Die Konstruktion ist nun fertig. Es sieht zwar nicht schön aus, ist aber selten ;-)
Bei Regen werden somit nun auch die Tomatenpflanzen gewässert, welche eigentlich unter dem Dach stehen. Und die Blätter bleiben dennoch trocken, sodass die Braunfäule dieses Jahr nun hoffentlich nicht mehr zuschlägt. Allerdings hat meine Frau gestern die Pflanzen meiner Meinung nach ziemlich stark ausgedünnt. Ich hoffe, dass es da nun nicht ein anderes Problem gibt, weil die Pflanzen ihre Blätter vermissen :-p

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Pflege

Natürlich sammelt sich mit der Zeit Schmutz im Schlauch, welcher dann auch die Löscher verstopft. Diesen muss man dann halt mal ausspülen. Auch müssen bestimmt hin und wieder die Löcher erneut gebohrt werden. Dafür hat mich das Projekt, außer ein bisschen Zeit, nichts gekostet.


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