T-Nutschienen fräsen

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Sechskantkopf in T - Nut - Schiene
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Eine Nut - Schiene bietet die Möglichkeit einer präzisen Führung. Bei präziser Abstimmung von Nut und Führungselement, kann ohne Spiel verschoben werden. Das Einsetzen und Herausnehmen des Führungselementes von oben ist möglich.
Eine T - Nutschiene bietet nun die Möglichkeit diese Herausnahme zu unterbinden, so dass nur eine seitliche Einführung / Herausnahme möglich ist. Das bietet schon einmal den Vorteil, dass bei einer Positionsveränderung das Führungselement nicht "rausfallen" kann. Hier am Frästisch geht es darum, eine Sechskantschraube zu führen und diese auch bei Bedarf fixieren zu können.
Es gibt auf dem deutschen Markt eine unglaubliche Anzahl von Profilen und Schienen. T - Nut - Schienen sind aber kaum dabei. Entweder sehr teuer, oder keine metrischen Maße lassen schnell den Wunsch nach einer einfachen Selbstbaulösung aufkommen.

Es gibt einige Anleitungen dazu im Netz.

Hier von mir umgesetzt + meine Erfahrungen + Probleme.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • POF 1400 ACE  - Fräse (elektrisch)
  • 6 mm Nutfräser HSS oder HM
  • Schmiergelpapier 60er ,120er
  • Schlüsselfeilenset
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Materialliste
  • 1 x alfer Rechteckrohr Alu blank | Aluminium (7,5 x 12,5 x 1,0)

Los geht's - Schritt für Schritt

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T - Nut - Schiene selber fräsen

Zunächst muss bestimmt werden, welche Materialstärken benötigt werden.
Bei mir ging es um die Möglichkeit den Parallelanschlag am Frästisch komfortabel verstellen und fixieren zu können.

Für meine Zwecke reichte es also aus, dass der Sechskantkopf einer M6 Schraube halt finfdet und sich in der Schiene bewegen lässt.

1. Arbeitsbegin

Ein passendes Holzstück (als Führung für das Alfer-Profil beim Fräsen) muss gefunden werden.



2. Hier wird nun eine Nut hineingefräßt, die den Aussenmaßen des Profils entspricht. !!! Hier sehr genau arbeiten, sonst "tanzt" das Aluprofil während des Fräsens hin und her !!!


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Werkstück am Fräser ausrichten

Den Anschlag genau ausrichten. Der Fräser sollte absolut mittig am Werkstück anliegen.

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Sicherheit

UNBEDINGT eine Schutzbrille tragen !!! Jeder wird den Fräsergang prüfen! Dabei kommt man sehr nah mit den Augen an den Fräser heran. Und Aluspäne lassen sich noch viel blöder aus den Augen reiben als Holzspäne!!! Auch an den Schreck denken... Man schließt das Auge - lässt das Werkstück los - das macht sich selbstständig und schießt auf einmal durch den Raum... Also Schutzbrille tragen. Gehörschutz und eine Feinstaubmaske sind auch nicht verkehrt!

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Schicht um Schicht

Nun wird die Fräse angeworfen. Der oder die Staubsauger laufen auch. Das Werkstück wird mit der Schablone nun langsam und gleichmäßig am Fräser entlanggeschoben. Hier und da hakelt es schon mal. Also ruhig mit den Handballen und den Fingern arbeiten. Ich habe die Ballen auf meinem Parallelanschlag aufgelegt (als Drehpunkt) und mit den Fingern das Werkstück weiterbewegt.

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Kühlung und Prüfung

Es entsteht schon eine gewisse Wärme. Die sorgt im Extremfall dafür, dass sich Aluminiumspäne um den Fräser wickeln. Also öfter die Fräse ausschalten. Das Werkstück entnehmen und prüfen.Hier auf dem Bild ist zu sehen, dass ich beim Üben immer vorne angefangen habe und dann die Fräserhöhe korrigierte. Deshalb fehlt am Anfang schon die volle Materialstärke und im hinteren Bereich sieht man noch die Nut.

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Schleifen und Entgraten

T - Nut.wmv
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Fertig gefräst. Jetzt sofort die Breite der Nut prüfen. Dazu wird der Schraubenkopf eingeführt und hin und her bewegt. Dabei fallen schon einige Späne aus der Schiene raus. Falls die Fräsbreite überall ausreicht kann mit dem Schleifen begonnen werden. Schleifpapier mehrfach falten und auf die Finger achten. (Papier bleibt hängen, Finger gleiten weiter und man schneidet sich leicht an dem scharfen Aluminiumgrat.

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Anpassen, Zuschneiden - Festschrauben.

Das Werkstück auf die gewünschte Länge kürzen. Ich habe es vorsichtig mit einer Metallsäge im Schraubstock bearbeitet (auf den Anpressdruck der Backen achten - nicht zu viel) Dann wurden die Enden entgratet. Danach die Schienen anlegen. Die Mitte der zu bohrenden Löcher ankörnen und dann mit dem Schraubendurchmesser bohren. Sitzt das Loch nicht genau mittig, wird beim ansenken mit dem größeren Bohrer später Material aus der Schiene entfernt (Bild 1)

Beim ansenken nicht zu tief bohren... Das Alu ist an der Stelle nur noch sehr sehr dünn und schwubs hat die Schraube keinen halt mehr. (Bild 2)

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Montage prüfen und Ecken entschärfen

Die Montierte Schiene vorsichtig mit den Finger auf Scharfe Ecken und Grate prüfen. (Bei mir waren doch noch welche übrig geblieben, was ich später erst mit dem Unterarm feststellte)

So viel Erfolg beim Nachbau.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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