T. Bold, der etwas andere Osterhase. Eine reine Spaßchallenge

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T. Bold und sein Freund Anti A.
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Es gibt viele, viele Märchen und sie beginnen mit: „Es war einmal“. Sie stammen meistens aus der Vergangenheit.
Auf der anderen Seite, gibt es Visionen, diese hat man jetzt, werden aber in der Zukunft umgesetzt.

Mittlerweile haben wir Ostern schon hinter uns gelassen und Boldi hofft, dass im nächsten Jahr wieder alles ganz normal sein wird.

Mein Projekt geht wieder in die Anfänge dieses Wettbewerbes zurück, denn er war als Spaßchallenge gedacht und so, soll es auch aufgenommen werden.

Als ich die Aufforderung von @Nachtuebergabe dem Gewinner der letzten Heimwerker Herausforderung, oder Spaßchallenge, gelesen habe, hatte ich sofort eine Vision.
Ich sah einen Osterhasen, der aus den vorgegebenen Gegenständen, Toilettenpapierrolle und Gummihandschuhe, entstehen sollte und er sah genau so aus.
Wie ich es umsetzen werde wusste ich jedoch nicht. Bei der Herstellung ließ ich mich von meinem inneren Bild leiten.
Nun hat es mich wieder eingeholt, ohne Plan, ich weiß zwar was, aber noch nicht wie.

Ich nenne ihn einfach „Boldi“.
Bei seinem richtigen Namen, T. Bold, könnte man vielleicht, auf ganz dumme Gedanken kommen. Natürlich spielt auch der Datenschutz eine große Rolle.
Sollte es Übereinstimmungen mit noch existierenden Lebewesen geben wären rein zufällig.

Boldi ist in diesen Coronazeiten ganz verzweifelt. Dieses Jahr fehlt ihm der positive Stress. Dabei mag es so sehr, herumzuwuseln und den Kindern eine kleine Freude zu bereiten. Was soll das für ein Osterfest werden, keine versteckten Ostereier, vom richtigen Osterhasen?
Es blieb ihm nicht anders übrig, als sich die Zeit, anderweitig zu vertreiben.

Für die Materialkosten benötigte ich keinen Cent, doch, den Schnaps musste ich kaufen. Alles andere, was ich dafür brauchte, hatte ich zu Hause.
Die Maße spielen auch keine Rolle. Sie haben sich aus der Größe der Toilettenpapierrolle ergeben.
Man könnte ihn aber auch aus einer Küchenkrepprolle fertigen. Dann wäre er natürlich um einiges größer.

Aber seht selbst wie Boldi entstanden ist.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Nähmaschine
  • Bleistift
  • Permanentstifte
  • Pinsel
  • Schere
  • Stecknadeln
  • Schmirgelpapier, verschiedene Körnung
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Materialliste
  • 2 x Mittelfinger von Gummihandschuhen
  • 1 x Toilettenpapierrolle | Pappe
  • Stck. Multiplex, 12 mm
  • Stck. Sperrholz
  • Farben
  • Stoff, unterschiedlich
  • Stock
  • Bast
  • 2 x Pfeifenreiniger
  • Holzleim
  • anderen Kleber
  • dickes Papier
  • Stifte
  • Likör
  • kleiner Freund
  • Holzteller
  • Ostereierbäumchen
  • Lichterkette
  • Baumrinde

Los geht's - Schritt für Schritt

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Sichtung der Materialien

Füße zeichnen

Wie immer zu Beginn eines Projektes sieht man sich nach den benötigten Gegenständen um,
zwei Gegenstände lagen ja schon auf der Hand:
Gummihandschuhe, für die Ohren (je ein Finger)
Toilettenpapierrolle, für den Körper.

Also, was benötigte ich noch?
Multiplex;
für Kopf, Arme und Füße,

Sperrholz:
für die Fußballen

Äste:
Beine und den Stummelschwanz

Stoff:
für Hose, Hemd, Tuch

Farben;
nach Lust und Laune

Kleber;
Holzleim, der goldene Faden (Stoffkleber), B-7000

Das war es fürs 1.
Um das Gesamtbild etwas abzurunden, kamen später noch andere Gegenstände dazu.

Große Stücken Holz benötigte ich nicht. Für meine Zwecke reichten kleine Reststückchen aus.
Ich ging in den Keller und schaute, was sich dafür eignen würde.

Für den Kopf, die Arme und Beine habe ich mich für Multiplex, 12 mm entschieden. Davon hatte ich genügend kleine Stückchen in meinem Restekorb.

Wieder oben in die Wohnung habe ich mir ein paar Zeichnungen gemacht.
Ich wollte, dass Boldi sitzt. Dafür war die Toilettenpapierrolle, die der Körper sein sollte, prädestiniert. Aus 2 Mittelfingern der Handschuhe sollten die Ohren entstehen.

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Sägen und schleifen

ein größeres Stück mit aufgezeichnetem Fuß etwas gekürzt
aufgezeichneter Fuß
Multiplex zum Sägen vorbereitet
beide Füße ausgesägt
Fußballen, aus 3 mm Sperrholz gesägt und probiert, ob es passt
Füße mit zukünftigen Beinen
die gesägten Teile

Nun habe ich per Hand ein paar Hasenfüße, Arme und den Kopf aufgezeichnet. Für die Beine hatte ich Holzstöcke geplant. Da habe ich immer welche im Keller stehen, die schon getrocknet sind.
Mit meinen Zeichnungen bin ich wieder in den Keller und habe die Zeichnungen mit Blaupapier auf die passenden Holzreste übertragen und das Holz mit Klebeband abgeklebt. Beim 1. Fuß habe ich jedoch bemerkt, dass es sich mit dem Klebeband nicht wirklich so gut sägen ließ. Also habe ich es ohne ausprobiert und es ging bedeutend besser. Warum das so war, null Ahnung.
Damit die Füße und Arme gleichmäßig wurden, habe ich sie im Doppelpack, mit der Scheppach Dekupiersäge, ausgesägt, das heißt, 2 Stückchen Multiplex mit Klebeband fixiert.
Beim Kopf habe ich ebenfalls 2 Stücken zusammengeklebt und ausgesägt. An einem Teil, welches der Hinterkopf sein sollte, wurde unten eine Art Halsverlängerung, von 6 cm Länge und 4 cm Breite, zugegeben. So konnte ich später diese Verlängerung, hinten, an die Rolle kleben. Der Vorderkopf sollte auf der Rolle aufliegen.

Die zukünftigen Stockbeine habe ich mit einem Messer von der Rinde befreit und auf die entsprechende Länge gesägt.
Dabei sind mir Bilder aus der Vergangenheit durch meinen Kopf geschossen. Wir saßen auf Baumstümpfen und haben Pfeile aus Stöcken geschnitzt haben.
Es war einmal. Lange ist es her, wie im Märchen.
Unter die Füße kamen noch kleine Ballen aus Sperrholz. Vorne je 3 unter die Zehen und hinten einer unter die Fersen.

Nun wurden alle Teile angefeuchtet und mit verschiedenen Schmirgelpapieren, geschliffen, anschließend die Kanten gebrochen und wieder ab, in die Wohnung

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Grübeln, basteln und bemalen

gesägte Körperteile Ohren wegdenken, wurden geändert
Sitzung abhalten
bemalen der Fußballen
Mittelfinger aus Gummihandschuh ausgeschnitten
basteln der Ohren
Gesicht bemalt und Toupet eingeklebt

Oben angekommen, mussten in einer Sitzung, die neuen Teile, mit und an dem entstehenden Hasen ausprobiert werden. Toilettenpapierrolle aufgestellt, Beine und Füße angestellt.
Sieht schon mal nicht schlecht aus, ob es denn hält, wird sich zeigen.
Jetzt konnte ich mich den Gummihandschuhen zuwenden.
Benötigt habe ich 1Paar. Von beiden Handschuhen habe ich den Mittelfinger, mit einer Zugabe, abgeschnitten. Dann habe ich aus stärkerem Papier, je zwei gleiche Hasenohren aufgezeichnet und ausgeschnitten. Damit sich die Ohren auch schön biegen ließen, wurde zwischen die beiden Papierlagen, je Ohr, ein Pfeifenreiniger geklebt. Vorher haben die Ohren natürlich ihre pinke Farbe erhalten.
Den Pfeifenreiniger habe ich mit Holzleim auf das untere Teil vom Ohr fixiert und das 2. Stück Papier, ebenfalls mit Holzleim, aufgeklebt.
Sie wurden in die Finger gesteckt. Durch die Pfeifenreiniger blieben sie schön in Form und füllten die Gummihandschuhfinger etwas aus.

Auf den vorderen Hasenkopf habe ich sein Gesicht aufgezeichnet.
Die Fußballen bekamen die gleiche Farbe wie die Ohren. Später wurde zwischen die beiden Holzköpfe noch pinker Bast, als Toupet, geklebt.
Die Ohren wurden zwischen Vorder- und Hinterkopf geklebt und mit Holzzwingen, über Nacht ruhen lassen.

Tja, was soll ich sagen? Am nächsten Morgen stellte sich heraus, der Kopf war ringsum nicht ganz dicht. Am Rand war ein Spalt.
Nun musste ich mir etwas einfallen lassen. Wie bringe ich die beiden, störrischen Holzköpfe, doch noch fest aneinander?
Nach einer kleinen Grübelei fand sich auch hierfür eine Lösung.
Ich klebte in den Spalt, von Ohr zu Ohr, einfach wieder einen Pfeifenreiniger. Er dichtete die Teile richtig gut ab.

Die Farbe für Kopf, Arme und Beine hatte ich aus Acrylfarben gemischt und dann mit einem Fächerpinsel die Stoppeln aufgezeichnet.

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In der Schneiderei

Hosenstoff geschnitten
Stoff für Hose zugeschnitten, Bund umgenäht und Smoke Gummi eingezogen
Hose fast fertig
Löcher für Arme ausgeschnitten, Stift als Armersatz und Hemd angepasst
Halstuch genäht
Anprobe. Passt!
Hemd verklebt, am Hals muss nachgebessert werden
Anpassen Stummelschwänzchen

Ich steckte den Kopf in die Rolle und kennzeichnete mir die Stellen an, wo die Arme eingeklebt werden sollten. Hier mussten Löcher in die Rolle geschnitten werden.
Die Arme konnten aber erst eingeklebt werden, wenn Boldi's, weißes Ausgehhemd, fertig war und er es angezogen hatte.
Für die Hose habe ich aus einem alten T-Shirt ein Stück herausgeschnitten. Oben, in den umgenähten Bund wurde mit einer Nadel, Smoke Gummi eingezogen und verknotet. So ergab sich von ganz alleine ein Rock, mit Gehschlitz, hinten. Die hintere Naht konnte nicht ganz zugenäht werden, da der Schwanz, des Hasen herausschauen sollte. Da es ja nun ein männlicher Hase war, brauchte ich keinen Rock, sondern eine Hose. Boldi hätte sich sonst nie wohlgefühlt. Dafür habe ich den Stoff so übereinandergelegt, dass die Naht, hinten in der Mitte lag. Mit der Nähmaschine habe ich ein Stück vom übereinanderliegenden Stoff, von unten nach oben einfach zugenäht und schon hatte ich eine Hose.
Nun kam das Hemd. Hier musste eine alte, schon betagte Kochschürze, herhalten.
Für die Arme wurde vorerst ein Stift, in die Rolle Löcher der Klopapierrolle gesteckt. So hatte ich einen Anhaltspunkt, wo ich für die Ärmöffnungen, Löcher in den Stoff schneiden musste.
Erst hatte ich vor, das Hemd richtig zu nähen, aber mich aber dann der Einfachheit halber, für Stoffkleber entschieden. Auch die Knopfleiste und der Saum wurden einfach zugeklebt.
Leider sind dabei ein paar Flecken entstanden.
Wahrscheinlich hatte ich an diesen Stellen etwas viel von diesem Kleber, "Der goldene Faden."
Das Hemd war soweit fertig. Den Halsausschnitt klebte ich oben, einfach nach Innen in die Rolle. Dafür wurden Dreiecke aus dem Stoffrand geschnitten, dass sich der Stoff nicht ganz so sehr zusammenwuschtelt, so sagt man bei uns.
Nun konnte ich mich über die Befestigung der Beine machen.

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Kleben

Ausschnitt für Beine angezeichnet
Holzstückchen für Füße an Rolle geklebt
Beine eingeklebt und mit Zwingen fixiert
Kopf mit in die Rolle eingeklebt
Hölzchen hinter der Halsverlängerung schon eingeklebt

Um die Beine einzukleben brauchte ich wieder Löcher in der Rolle. So habe ich die Stöckchen angezeichnet und mir mit der Nagelschere, da sie schön rund schneidet, vorne, zwei Löcher in selbige geschnitten.
Schon zeigte sich das nächste Problem. Der verlängerte Hals vom Hinterkopf reichte natürlich nicht bis zum unteren Rand der Rolle, damit ich die Beine daran hätte befestigen können.
In solchen Fällen rede ich dann mit mir und mache mit Mut. Meistens kommt dabei sogar etwas Brauchbares heraus. So auch jetzt.
Ab in den Keller und schauen. Da lagen, doch wirklich 2 Stückchen, die passten wie die Faust aufs Auge. Sie reichten so weit nach oben, dass ich sie später mit der Halsverlängerung verkleben konnte.
Mit Holzleim habe ich diese beiden Stücken erst, von Innen, an die Pappe geklebt und mit Zwingen stehen lassen, bis zur vollkommenen Trockenheit.
Die Beine konnten nun mit den dafür vorgesehenen Stückchen Holz im Körper verleimt werden. Wieder mit Holzzwingen mussten sie bis zum nächsten Tag trocknen.
Der Hals, welcher hinten an die Pappe geleimt werden sollte, klebte leider nicht.
Außerdem war da noch ziemlich viel Platz im Körper. Deshalb klebte ich auch hinter den Hals noch ein Stück Holz von 4 x 9 cm, welches von oben, bis fast zum unteren Ende der Rolle reichte. Daran konnte ich das Stummelschwänzchen, wieder durch einen Ausschnitt in der Rolle, kleben.
Ja, Stück für Stück und immer anders als gedacht, aber so kennt ihr mich ja.

Aus dem gleichen Stoff, wie die Hose, hat Boldi, noch ein Dreieckstuch, genäht bekommen. Ich glaube, es steht ihm ganz gut.
Arme und Füße konnten auch bemalt werden. Dafür habe ich das gleiche Braun, wie für das Gesicht benutzt. Sobald die Farbe getrocknet war, habe ich die Füße an die Beine geklebt.
Boldi saß jetzt richtig schön aufrecht.
In der Nacht sind ihm doch auch an den Füßen und Armen und im Gesicht, Stoppeln gewachsen. Er ist jetzt ein richtiger Osterhasenmann geworden.

Nun fehlten noch die Arme.
Das war wohl das größte Problem. Mit Zwingen war da nichts zu machen. Ich konnte auch kein Bild davon machen, da ich beide Hände zum Halten der Arme benötigte.

Ich habe eine gute Stunde, die eingekleisterten Oberarme, die an der Halsverlängerung und dem Rückenstück angeklebt wurden, zusammengehalten.
Dabei musste ich aufpassen, dass mein Kopf nicht auf der Tischplatte aufschlug. So ein kleines Nickerchen hätte mir bestimmt gutgetan.
Ich kann euch sagen, das war ein richtiger Kraftakt.
Den Schal noch um ordentlich angezogen und fertig war Boldi.

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Fertig? Fast!

Traurig sieht er aus
Boldi ist fertig
mit seinem kleinen Freund Anti A.
Die Waldlichtung von oben
die beiden passen doch gut zusammen
von hinten
bei Nacht

Er saß so ganz alleine herum, dass ich mir gedacht habe, Boldi braucht etwas, damit er sich wohlfühlen kann. Er sah traurig aus, auch wenn er sich ganz große Mühe gibt und lächelt.
Eierlikör gab es keinen, also musste ich ihm einen Ersatz kaufen. Das war es aber nicht.
Er war immer noch traurig. Ich glaube, sein kleiner Freund und Gehilfe würden ihm etwas guttun. Auch seine gewohnte Umgebung, würden etwas dazu beitragen, ihm, seine Traurigkeit wenigstens ein klein wenig zu nehmen.
Aus einem Holzteller habe ich eine Waldlichtung gebaut.
Aus Sperrholz habe ich einen Kreis, mit der Größe des Tellerbodens gesägt. Diesen habe ich mit grünem Stoff bespannt, ihm seinen kleinen Freund, Anti A. zur Seite gesetzt, einen Ostereierbaum gebaut und eine Lichterkette spendiert. Jetzt fühlen sich die Beiden schon etwas wohler in ihrem Fell. Sie hoffen, dass es nächstes Jahr wieder ein ganz normales Osterfest geben wird, dann können sie sagen:
„Es war einmal“.

Vielen Dank schon jetzt für Euer Interesse und fürs Lesen.
Ich hoffe, mein Projekt gefällt Euch etwas.
Ich freue mich über jeden Kommentar, auch, wenn er nicht ganz so gut ausfällt. Man lernt nie aus.
Berechtigte Kritik nehme ich gerne an, ziehe mich aber in mein Kämmerchen zurück und heule wie ein Schlosshund.
Bei Unklarheiten, der Beschreibung, einfach nachfragen.
Ich hoffe das Spaßprojekt gefällt Euch.


Rechtlicher Hinweis

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