Stubenwagen aus Zirbenholz

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    175 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Ja, etwas Zirbenholz ist noch im Lager. Da baue ich doch glatt noch einen "Stubenwagen" für unser künftiges Enkelkind.


Die Projektkosten beinhalten den "Himmel" und das "Nestchen" sowie die Matratze welche ich mangels Talent beim Nähen lieber gekauft habe.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holz Vorbereitung

Am Liebsten beginne ich meine Projekte mit der rohen Bohle.


Diese in "handliche" Stücke (in der ungefähr benötigten Länge) an der Kappsäge geteilt ind danach am Abrichthobel abgerichtet.

An der Kreissäge eine Naturkante abgesägt.
Am Dickenhobel die zweite Seite glatt gehobelt und danach die Schmalseite am Abrichthobel abgerichtet.

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Leisten Schneiden

An der Kreissäge habe ich danach die benötigten Leisten zurecht gesägt.


20 Stk. kurze Leisten 4,5x2cm mit ca. 65-80cm Länge
6 Stk. lange Leisten 4,5x2cm mit ca. 95 cm Länge
2 Stk kurze Leisten 4,5x3cm mit 65cm Länge
2 Stk. lange Leisten 4,5x3cm mit 95cm Länge

Das sind die voraussichtlich benötigten Teile.
Da ich sicher im Laufe der Herstellung noch das eine oder andere Teil brauchen werde, lege ich die restlichen Bohlen Stücke einstweilen bei Seite.

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Leisten verleimen

Zuerst verleime ich je 7 kurze 2cm starke Leisten zu je einer Platte
Dazu verwende ich meine selbst gebaute Verleimstation sowie die Planspannvorrichtung.

Danach verleime ich je 2 Stk. der lange 2cm starken Leisten und fixiere diese zum Trocknen mit Zwingen.

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Sprossen herstellen

Für die seitlichen Sprossen säge ich aus einigen 2cm starken, kurzen Leisten 20 Stk. mit 21cm Länge.


Danach schneide ich an der Ständerbohrmaschine mit dem Zapfenschneider an beiden Seiten einen 4cm langen 12mm Zapfen ein.

An der Bandsäge säge ich die überstehenden Teile neben den Zapfen ab.

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Herstellen der Seitenteile

Für die Seitenteile nehme ich zwei lange Leisten (2cm stark) zur Hand und markiere an einer schmalen Längsseite jeweils die Mitte mit einem Mittelfinder. (Bild 1 rechts oben) und zeichne danach im gewünschten Abstand je eine Markierung für die 12 mm Bohrungen.


Diese bohre ich danach an der Ständerbohrmaschine mit einem 12mm Forstnerbohrer 4,2mm tief ein.

Den gleichen Vorgang wiederhole ich an den langen verleimten Leisten.

Danach kürze ich alle 4 Teile auf das gewünschte Endmaß von 90cm.

Zwischen je eine Verleimte und eine einzelne dieser Leisten lege ich die benötigte Anzahl der hergestellten Sprossen (mit den Zapfen) und verleime diese Teile miteinander.

Davon stelle ich zwei Teile her.

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Die Steher

Für den vorderen und hinteren Stehe verwende ich je eine lange und eine kurze Leiste mit 4,5x3cm.

Die kurzen Teile länge ich auf 60cm ab, die Langen auf 92cm.

In die Mitte der kurzen Leisten bohre ich je zwei 8mm Löcher für die Holzdübel und übertrage diese mit Hilfe von Dübelhilfen auf die Stirnseite der langen Leisten.
Danach verleime ich die Leisten zu je einem "T".

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Die Rollenblöcke vorbereiten

Aus zwei Reststücken 5cm starkem Nussholz schneide ich zwei 8cm lange Teile aus.

Diese trenne ich mittig an der Bandsäge auf und schneide sie danach an der Kappsäge zu 4 Stk. Quadrate mit 8cm Seitenlänge und schleife diese rundum und fräse eine 45° Schräge.

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Die Stirnplatten

Die vordere und hintere Stirnplatte schneide ich aus den verleimten Zirbenholzbrettern.


Zuerst Rechteckig mit 60x31,5cm

Danach schräge ich die beiden kurzen Seiten in einem Winkel von 10° an der Kappsäge beidseitig ab und schleife die Teile beiderseits glatt.

Auch die beiden Seitenteile schleife ich rundum glatt.

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Fräsen und Formkorrektur

An der Tischfräse fräse ich danach alle Teile rundum mit einem 45° Abkantfräser.


An den beiden Stirnplatten bringe ich in Höhe der Seitenteil-Längsleisten (Mittig davon) je eine 7mm Bohrung im Abstand von 1cm vom Rand entfernt.

An den beiden Stirnplatten ist an der Oberseite links und rechts eine "spitze" Ecke. Diese säge ich an der Kappsäge mit 45° ab und fräse nochmals die Schnittkanten.

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Das Grundgestell

Die beiden T- Steher aus Arbeitsschritt 6 fräser ich ebenfalls rundum und verbinde sie mit zwei 4,5x3cm Leisten (welche ich natürlich erst aus der Bohle schneiden muss, weil ich sie vorher vergessen habe) zu einem Untergestell.


Dazu verleime ich zwei weitere 4,5c3cm Leisten mit 8mm Holzdübel zwichen die 2 T-Steher.

Die Dübellöcher übertrage ich wieder mit Dübelhilfen.

An den oberen Enden des Grundgestelles zetze ich 4cm vom oberen Rand entfernt mittig der Steher Leisten je eine 6mm Bohrung für die Schrauben des Drehpunktes.

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Der Wiege Korb

Hier sind noch die falschen Schrauben eingedreht, da die Lieferung nicht rechtzeitig gekommen ist. Diese habe ich später natürlich ausgetauscht.

Die beiden Stirnplatten sowie die beiden Seitenteile versehe ich mit Bohrungen (6mm)

Die Positionen übertrage ich wieder mit Dübelhilfen.

An den Strinbrettern erweitere ich jeweils auf der Außenseite die 6mm Bohrung auf 10mm bis zur halben Materialstärke um die Schrauben versenken zu können.

Die Bohrungen an den Seitenteilen erweitere ich auf 12mm und drehe in jede Bohrung eine M6 Einschraubmutter ein.

An den Stirnbrettern messe ich an der Außenseite 5cm vom oberen Rand die Brettmitte aus und setze ebenfalls eine M6 Einschraubmutter als Drehpunkt für die Wiege ein. Diese Bohrung geht nicht ganz durch, um von der Innenseite aus die Einschraubmutter unsichtbar zu halten.

Danach säge ich noch 4 Leisten mit 1,5x1,5cm und leime diese innen an die Seiten- und Stirnbretter ca. 1,5cm von der Unterkante entfernt an. Dies wird die Auflage für die Matratzenunterlage.

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Die Schrauben für den Drehpunkt

Für den Drehpunkt möchte ich die Schraubenköpfe mit Nussholz verkleiden.

Dazu verwende ich Reststücke aus der Restelade.
Ich zeichne den Schraubenkopf mittig an, bohre mit einem 12mm Bohrer bis zur Hälfte ein und arbeite den Schraubenkopf-Umriss mit einem Stechbeil heraus.

Danach klebe ich eine Schraube in den Holzknopf ein.

Die Bilder sind bei der ersten Variante entstanden.
Ich habe mich aber für ein anderes Design entschieden und diese aber dann ebenfalls so hergestellt.
Leider habe ich die Details da aber nicht mehr fotografiert.

Nach dem Trocknen setze ich den Wiege-Korb in das Grundgestell ein und drehe die beiden Schrauben ein.

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Sicherungsstift

Um ein unerwünschtes Schaukeln zu vermeiden, setze ich noch an einer Stirnseite einen Sicherungsstift ein.

Diesen schneide ich mit dem 10mm Dübelschneider aus einem Reststück Nussholz und lasse an einem Ende das Originalmaß bestehen.

Danach schneide ich an der Bandsäge die Ecken der Dübelbohrung ab und schleife das stehen gebliebene Ende rund.

Ich bohre an der Unterkante des Wiegekorbs durch den Steher durch eine 10mm Bohrung und setze den Sicherungsstift ein.

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Mobilität

Um die Wiege mobil zu halten, montiere ich noch an jeder Ecke eine Möbelrolle.


Dazu verwende ich die unter Arbeitsschritt 7 hergestellten Rollenblöcke.

Ich lege diese mittig auf und zeichne die Position für die Bohrungen an.
Mit einem M5 Gewindeschneidbohrer bohre ich an diesen Positionen ein und schneide gleichzeitig das M5 Gewinde ein.

Danach schraube ich die Rollen mit M5 Schrauben auf die Rollenblöcke.

Auf der anderen Seite der Blöcke bohre ich an einer Seite mittig je zwei 8mm Löcher für die Holzdübel und übertrage diese Positionen wieder mit Dübelhilfen auf die Unterseite der Querleisten des Grundgestelles.

Bohre dor ebenfalls je 2 8mm Löcher und verleime die Rollenblöcke mit 8mm Holzdübel an die Unterseite der Querleisten das Grundgestelles.

Mit Zwingen werden die Blöcke zum Trocknen fixiert.

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Die Matratzenauflage

Für die Matratzenauflage verwende ich 9mm Multiplex und säge ein passendes Stück mit den Innenmaßen des Wiegekorbes -5mm aus.


Danach zeichne ich beliebig einige Positionen an, an denen ich mit einem 35mm Forstnerbohrer je ein Loch bohre.

Danach fräse ich die gebohrten Löche mit dem Abkantfräse nach und schleife die Auflageplatte rundum glatt.

Durch die Löcher ist für ausreichende Hintelüftung der Matratze gesorgt ohne dass die Stabilität verloren geht.

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Himmelhalterung

Die Himmelhalterung habe ich im Fachhandel bestellt. Da dieser heute geliefert wurde, habe ich in die obere Stirnseite jeweils 6cm vom Rand entfernt je eine 6mm Bohrung gesetzt, so dass die Himmelhalterung eingesteckt werden kann.


Rechtlicher Hinweis

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