Strandszene mit Leuchtturm, oder Pleiten, Pech und Pannen

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Strandszene im Setzkasten ohne Licht
gleiche Szene mit Licht
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Bei dieser Heimwerker Herausforderung waren eine Mutter M10 und Sand vorgegeben.
Was für eine Kombination, habe ich mir gedacht und meine grauen Gehirnzellen angestrengt.
Da ist mir doch tatsächlich ein Leuchtturm eingefallen, den ich vor langer Zeit mal auf Pinterest gesehen hatte. Er war besaß zwar keine Mutter, aber es war ein Ansatz.
Etwas Sand drumherum und fertig.

Es sollte jedoch nicht dabei bleiben. Alles zu seiner Zeit.
Am nächsten Tag bin ich im Keller auf die Suche nach einem einem Holzstock gegangen. Ich wusste, da lag irgendwo noch etwas vom letzten Jahr.
Im meinem Restekorb, ganz unten, bin ich auch fündig geworden.
Genau! Das war das Richtige.
Nun konnte ich ans Werk gehen.

Das dauert ja nicht lange. Dachte ich zumindest.
Es sollte jedoch nicht dabei bleiben. Doch alles zu seiner Zeit.
Bei diesem Projekt stellte sich mir das Wörtchen "ABER" häufig in den Weg.

Da ich Alles, was ich benötigte zu Hause hatte, habe ich die Projektkosten mit 0€ angegeben.
Wielange ich wirklich dazu gebraucht habe, kann ich nicht sagen, da ich zwischenzeitlich immer wieder an etwas Anderem gearbeitet habe. Ich denke  2 1/2 bis 3 Tage sind gerechtfertigt.



Du brauchst

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Werkzeuge
  • Arbeitstisch
  • Akku-Schrauber
  • Lineal
  • Bleistift
  • Dremel Motosaw
  • 35mm Forstnerbohrer
  • Pinsel
  • Falzbein
  • Cuttermesser
  • Drucker
  • Hammer
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Materialliste
  • 1 x Stock | Holz (25 x. 90 mm)
  • 1 x Hutmutter | Metall (M10)
  • Acrylfarben, | Farbe (mehrere Unterschiedlic. Farben)
  • 1 x Holz, rund | Holz (Ø 35 mm)
  • 1 x Schnur | Faden
  • 5 x Zahnstocher | Holz
  • Kleber | Kleber (Verschiedene)
  • Dekosand | Dekoration (nach Bedarf)
  • 1 x Holzlatte für Kate | Holz (nach Bedarf)
  • 1 x Verschluß einer Pumpsprayflasche | Plastik
  • 3 x Acrylfarben, zinnoberrot, weiß, schwarz | Farben (nach Bedarf)
  • 1 x Krackelierlack | Reißlack (nach Bedarf)
  • 4 x Acrylfaren braun, grün, schwarz, weiß | Farbe (nach Bedarf)
  • 1 x Schnur für das Dach | Faden (nach Bedarf)
  • Holzleim | Kleber
  • 5 x Zahnstocher | Holz
  • Staker August | Kleber
  • 1 x vorderer Teil eines Bilderrahmens | Holz (16,5cm x 21,5cm)
  • 4 x Streifen Pappkarton grau | Papier (20cm x 5cm)
  • 4 x Streifen Pappkarton grau | Papier (x 5cm)
  • 1 x Stck Sperrholz 4mm | Holz (16,5cm x 21,5cm)
  • 1 x Stück Sperrholz 4mm | Holz (x 4cm)
  • Dekosteine , weiß (nach Bedarf)
  • etwas Moos (nach Bedarf)
  • 1 x Aquarellpapier | Papier (A4)
  • 3 x Aquarellfarben | Farbe (rot, gel, blau)
  • 1 x Digistamp | Stempel (Schiff)
  • 1 x Weinkorkenlichterkette mit Batterien | Leuchte (20 Lichter)
  • 1 x Küchenkrepp | Papier
  • 4 x Stck. Abglebeband
  • 1 x harte Unterlage | Holz (etwas größer als A4)
  • 1 x Nagel | Metall
  • 1 x Maulklammer

Los geht's - Schritt für Schritt

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Materialien für Leuchtturm und Häuschen zusammensuchen

gesägter Holzstock
Plattform für den Leuchtturm
der zukünftige Turm
macht sich doch gleich ganz anders.

Das den Körber der Leuchtturmes hatte ich nun schon mal, nur war er etwas lang. Mit der Dremel habe ich ein Stück, von 9 cm abgesägt. Der Ø war 2,5cm  Perfekt!
Ich habe mich für eine Hutmutter, M10 entschieden, da diese mehr einem Leuchtfeuer ähnelt.
Dekosand habe ich eigentlich immer welchen zu Hause, also auch kein Problem.

Den Leuchtturm hatte ich mir auf die Länge zusgesägt. Die Hutmutter war im Durchmesser etwas kleiner, genau, wie es sein sollte. Der Stab und die Hutmutter konnten es aber nicht sein. Sieht schon etwas komisch aus.
Da ein Leuchtturm auch eine Plattform hat, habe ich mir mit einem 35mm Forstnerbohrer eine ausgesägt.
Alles übereinandergestellt sah schon mal nicht schlecht aus.
ABER, wo steht so einsam und verlassen ein Leuchtrurm?

Da war es schon, das kleine Wörtchen  ABER.

Da gehört doch auch ein Häuschen für den Wärter dazu.
Wieder im Restekorb gekramt und siehe da, ein Stück einer  Holzleiste, welches an einer Seite abgeschrägt war kam zum Vorschein. Das könnte eine kleine Kate werden.

Der durchsichtige Deckel eines kleines Pumpsprayfläschchens war  Lichtschutz für ddas Leuchtfeuer, eben der Hutmutter.

Stöckchen und Lattenstück habe ich vom Staub befreit und mich dann mit Farbe und Pinsel bewaffnet.


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Bemalen und Zusammenbau

Zinnoberrot für Leuchtturm
Hutmutter passt
rote Ringe aufmalen
fertig bemalter Leuchtturm und Hutmutter
Grundfarbe Häuschen, grau
Häuschen, Grundfarbe grau
bemalte Utensilien
5 zerbrochene Zahnstocher um Plattform kleben.
Fertiger Leuchtturm
Kleber, der "August der Starke"
aufgeklebte Plattform
Bedachung der Kate
Leuchttur und Kate fertig

Mit zinnoberroter Acrylfarbe habe ich den Leuchtturm und die Hutmutter bemalt.
Nachdem die Farbe getrocknet war, habe ich den Leuchtturm mit Krackelierlack bestrichen. Dieser muss vollständig trochnen und beim Auftragen sollte man beachten, dass man nur in eine Richtung streicht. Als er völlig trocken war, habe ich mit weißer Acrylfarbe darüber gestrichen und anschließend mit dem gleichen Rot drei Ringe aufgepinselt.
Nun noch die Eingangstür und der Leuchtturm war fertig bemalt.

Der kleinen Kate habe ich als Grundfarbe ein grau (schwarz und weiß gemischt) verpasst, trocknen lassen, den Krakelierlack aufgetragen, trocknen lassen und mit weißer Acrylfarbe überstrichen.

Nun konnte ich beginnen der kleinen Kate ein Gesicht zu verpassen. Ich habe ihm ein Fenster, eine Eingangstür, eine kleine Bank vor den Haus und einen Baum aufgemalt. Ich denke, dass ist mir ganz gut gelungen. Etwas schief und grumm, aber es ist ja auch schon eine alte Kate.

Auf ging es zur Plattform. Womit sollte ich eine Begrenzung bauen?
Wenn da der Wärter hochsteigt und abstürzt, bin ich die Schuldige.Ohje!

Dann kam mir die Idee.
Zahnstocher, die haben eine richtige Stärke. In der Mitte geteilt dürften sie sogar die richtige Größe haben!  Zur Not kann man sie auch ganz leicht ein Stück kürzen.
Vorher hatte ich die Plattform beschliffen und lackiert, 5 Zahnstocher in der Mitte auseinander gebrochen und? passt!
Diese Zahnstocher habe ich mit Hilfe von Holzleim außen, an den Rand der Plattform, geklebt, ein Schnur rumgewickelt und mit Holzleim eingepinselt. Hält!. 
Mit Hilfe des  "Starken August", nicht was ihr vielleicht denkt, kein Mann, ein Kleber, der alles Mögliche zusammenhält habe ich die Hutmutter und den Verschlußl aufgeklebt.
Nun konnte ich, ungefähr in der Hälfte der befestigten Holzstäbchen eine Schnur kleben. Der Wärter kann sich bei einer steifen Priese, oder wenn er einen Korn zuviel hatte, auch mal wie an einer Reeling festhalten.
Ich glaube jetzt gehen die Gäule mit mir durch und dabei hätte ich doch beinahe das Dach der Kate vergessen.

Reet war mir gerade mal ausgegangen und auch keinen Bast im Haus, aber Schnur. Diese habe ich stufenweise, übereinander, in 2 Lagen auf dem Dach befestigt.
Sieht doch gleich etwas wohnlicher aus.
Nun noch etwas Dekosand drumherhum und fertig.
Na ja, das sieht ja erst einmal aus!
Ein Leuchtturm, eine Kate, Sand und nichts drum herum!

ABER, da war es nun wieder. Das kann es noch nicht sein.


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Teil eines Bilderrahmens fertigen und bepinseln

streichen des Rahmens
Vorderteil auf Sperrholz aufzeichnen
Zuschnitt 4mm Sperrholzplatte
ausgesägt und passt
Sperrholz beschliffen
Zuschnitte Pappkarton
Maß...nahme
Finalanstrich des Rahmens
Sperrholzboden einkleben und fixieren

Das war es auch noch nicht.

Damit das Ganze nicht aus dem Rahmen fällt, habe ich mir einen solchen gesucht. Natürlich hatte ich in der Größe, die ich benötigte, nur noch das Vorderteil da und das auch noch braun. In der Tiefe hätte er jedoch eh nicht gereicht. Ein Glas war auch nicht mehr dabei,
Mist, was jetzt? Also improvisieren. Wird es eben ein Setzkasten.

Zuerst habe ich mir mein Vorderteil, genau wie die Kate , grau gestrichen.
Während der Zeit der Trocknung habe ich ein Stück, von einer 4mm Sperrholzplatte, in der gleichen Größe des Rahmens, mit der Dremel Motosaw, zugeschnitten und beschliffen.

Den Zwischenteil habe ich aus grauem Pappkarton gebaut.
Dafür habe ich mir jeweils 4 lange und 4 kurze Seiten zugeschnitten. Normalerweise hätte ich von jedem nur 2 gebraucht, da mir aber das Ganze etwas zu dünn vorkam habe ich verdoppelt und aufeinander geklebt. Das Zwischenteil sollte auf dem hinteren, eingefrästen Rand des Rahmens, gesetzt werden. Deshalb brauchte ich auch nur an einer Seite eine Falz. Die Streifen hatten eine Breite von 5cm, wovon 1cm für die Falz gerechnet wurde. Auf diesen 1cm wurde später das Sperrholz geklebt.

Für den Boden des Rahmens hatte ich mir aus dem gleichen Sperrholz einen Streifen zugesägt (Bild 5), bearbeitet und eingeklebt. So hatte das Ganze noch etwas mehr Stabilität.

Nun konnte ich den Rahmen farblich dem kleinen Strandhaus anpassen, also grau - weiß.



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Rahmen befüllen

der Einzug durch die Hintertür
feinster Dekosand
weißen Alabaster aufkleben
Straße gepflastert
Dekosand einfüllen
begrünter Vorgarten
Leutturm von oben an seinem Standort

Nun habe ich Leuchtturm und Kate in den neuen Rahmen geklebt.
Aus echtem weißen, Marmor (Dekosteinen) habe ich einen Weg von der Kate zum Leuchtturm gepflastert.
Den Dekosand habe ich mittels Kleber, diesmal wieder dem "starken August", auf den Boden aufgebracht.und etwas "Grün" dazugegeben.

Nun kann die Rückwand angeklebt werden.

Was jetzt kommt wisst ihr bestimmt.
ABER, wie sieht die Rückwand aus?
Nackt, kahl und überhaupt nicht einladend, den Leuchturmwärter einen Besuch abzustatten.
So kann es nicht bleiben!

Was tun, ein Meeresbild auf die Rückwand kleben, oder ein Foto ausdrucken, oder?????????

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Ich male mir einen Hintergrund

Aquarellpapier auf Holz geklebt
Sand auf Strand
Nahaufnahme
von der Seite

Ich gestehe es lieber gleich. Hier habe ich in meinem Eifer wieder vergessen Fotos zu machen, aber ich kann natürlich etwas dazu schreiben.

Mit Hilfe von Kreppabklebestreifen habe ich mir ein Blatt A4 Aquarellpapier auf einen planen Untergrund geklebt. Das Klebeband habe ich so aufgeklebt, dass die zu bemalende Fläche des Papieres etwas größer war, als es der Hintergrund sein musste.

Nun habe ich mit den 3 Farben, Blau, Rot, und Gelb und einem Borstenpinsel das Papier von rechts nach links und umgekehrt bemalt. So wie ich es wollte. Dabei habe ich die Farben untereinander auch gemischt. 
Da das Papier danach ziemlich nass war, habe ich es trocknen lassen um dann das gleiche Spiel noch einmal zu beginnen.
Pinseln und Trocknen.
Den Meereshorizont habe ich nur mit blauer Aquarellfarbe, als eine Art Strich gezogen.
Unterhalb dieses Horizontes habe ich die Farbe mit einem trockenem Kückenpapier wieder abgenommen (weggewischt). Dabei wurde der das Blatt an dieser Stelle wieder hell und ich konnte hier den Strand mit Dünen auffüllen konnte.
Für die Sonne habe ich ebenfalls die Farbe wieder entfernt und
noch ein paar Möven an den Himmel gemalt.

Da zu einem Meer natürlich auch ein Schiff gehört, habe ich mir einen Digistamp ausgedruckt, ausgeschnitten und aufgeklebt.

Für den Sand habe ich dann den Strand mit Holzleim bestrichen.
Dort, wo sich eine Düne befinden sollte habe ich meinen "starken August" wieder aufgetragen.
Nun wurde der Sand auf das Papier gegeben und wieder ab zum Trocknen.
Danach habe ich das Aquarellpapier passend für den Hintergrund mit einem Cuttermesser passend zugeschnitten.
Auf der Rückseite Kleber aufgebracht und auf die Sperrholzplatte geklebt.

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der krönende Abschluß, oder ein neuen Folge von Pleiten, Pech und Pannen

Der angebrachte Korken der Lichterkette
Szene am Strand, ich habe fertig
Licht an,.....

Mein Setzkasten war soweit fertig.
Als Aufhänger habe ich eine Maulklammer benutzt. Diese habe ich einfach mittig in die Rückwand geklemmt und das Bild an einem Nagel aufgehängt.

Nun wollte ich das Licht des Leuchtturmes einschalten,
ABER, die Lichterkette hatte ich leider vergessen anzubringen.
Was ist ein Leuchtturm ohne Leuchte?, nichts weiter, als ein Turm.

Die Rückwand konnte ich nicht mehr entfernen. Sie klebte bombenfest.

Unten in der Ecke hinter dem Leuchtturm ein kleines Loch pieksen und die dünne "Weinflaschenlichterkette"  so einfädeln, dass nur noch der Korken mit dem Ein- und Ausschalter und dem Batterienfach, draußen blieb.
Um den Turm ging es noch ganz gut. Oben an der Plattform war es ein richtiges Gefriemel, da diese fast an der Rückwand anstieß und der Draht  um die Schnur (Reeling) herum gewickelt werden sollte.Es dauerte ein wenig, aber es ließ sich noch machen.

Den Korken habe ich zum Schluß, mit dem Schalter und dem Batteriefach nach unten, an den Rahmen geklebt und zusätzlich mit einem Klebeband fixiert. Er ist kaum zu sehen.

Es ist vollbracht!

Zu Beginn dieses Projektes habe ich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht darüber nachgedacht, was ich eigentlich haben wollte.
Ja, ein Leuchtturm mit Hutmutter und Sand war klar, aber wie das aussehen würde wohl nicht.
So bin ich manchmal. Ich fange an und es entwickelt sich so nach und nach.

Vielleicht geht es dem Einen oder Anderen von euch ebenso.
Es wäre schön zu wissen.

Trotz der vielen Pannen hoffe ich, dass euch mein Projekt etwas gefallen hat.


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