Sternenpuzzle statt Süßigkeiten im Nikolaussack

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    3 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Wie jedes Jahr bekommen meine Neffen zum Nikolaus von mir statt Süßigkeiten irgendeine Kleinigkeit zum Spielen. Dieses Jahr sollte es eigentlich für meinen kleinsten Neffen ein Weihnachtsternpuzzle sein. Aber als ich den Stern fertig gesägt hatte, habe ich beim Anmalen die Teile durcheinander gebracht und dann wirklich schwer überlegen müssen und getüftelt um sie wieder richtig zusammen zu stecken. Das Puzzle war eindeutig für einen Sechsjährigen zu schwer. Also bekommt es der ältere Neffe (ich habe ja fünf in allen Altersgruppen) und für den Kleinen muß dann halt noch etwas anderes gesägt werden (was es geworden ist, zeige ich Euch in einem anderen Projekt),


Nachdem jetzt schon Nikolaustag war, kann ich Euch sagen, dass die Entscheidung, dieses Sternenpuzzle dem Größeren zu geben, goldrichtig war. Er hat auch schon ganz schön überlegen und probieren müssen, aber doch nicht so lange, dass er die Lust verloren hätte. Er fand es "kniffelig" aber toll und hat es überall stolz herumgezeigt.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Multicut S2
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • 1 x Holz (20x20 cm)
  • Acrylfarben | verschiedene
  • Lack farblos matt

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holzauswahl und Zuschnitt

Da ich wollte, dass das Puzzle aus leichtem Holz sein sollte, habe ich mir ein Vollholzbrett aus Paulownia geholt. Leider gab es das Brett nur mit 2m Länge, was für mich dann doch eine Herausforderung des Zuschnittes bedeutete. Da meine Werkstatt so klein ist, mußte ich für das Absägen der 20 cm die Türe aufmachen, in die Türe einen Stuhl stellen, wo das Ende des Brettes auflag und so konnte ich dann auf der anderen Seite meine benötigten 20 Zentimeter absägen. Da ich dadurch keine richtige Auflage für das Brett hatte, wurde die Schnittlinie etwas krumm, aber das spielte keine Rolle, da ich ja zwei Sterne aus den abgeschnittenen Teilen sägen wollte  und keine gerade Linie benötigte.

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Skizze anfertigen

Mit Photoshop habe ich mir einen Stern aufgezeichnet und dann in den Stern das Puzzlemuster mit einer zweiten Ebene eingeblendet.

Anschließend habe ich die Skizze ausgedruckt.

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Sägeblatt auswählen

Bei Puzzlen ist es ganz wichtig das richtige Sägeblatt zu wählen. Da man an der Schnittfläche Material verliert, würden bei einem zu dick gewählten Blatt die einzelnen Puzzleteile wackeln und es sieht sehr häßlich aus. Nimmt man ein zu feines, dann sieht zwar die Schnittkante sehr schön aus, aber die Puzzleteile sind schwierig zu stecken. Hier muß man die Blattstärke etwas am Verwendungszweck anpassen. Bei Puzzlen, die nur als Deko gedacht sind, kann es ein ganz schmales Blatt sein, bei welchen zum Spielen muß man das Blatt dem Alter anpassen.

Außerem muß der Sägetisch unbedingt 100%ig gerade sein.

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Umrisse aussägen

Mein abgeschnittenes Holzstück habe ich mit Tesa abgeklebt, dann die Skizze mit Sprühkleber aufgebracht und anschließend die Außenkanten des Stern ausgesägt.

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einzelne Puzzleteile aussägen

Hierfür habe ich ein besonders feines Sägeblatt genommen, damit die Abstände zwischen den Puzzleteilen nicht zu groß sind. 

Allerdings habe ich erst nach Fertigstellung bemerkt, daß das Puzzle so mit den vielen Teilen und dem feinen Sägeblatt zu schwierig ist. Ist das Puzzle für ein Kind sollte man dann vielleicht doch auf die feine Sägearbeit verzichten und ein etwas dickeres Blatt nehmen, damit sich das Kind leichter tut.

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Sortieren

Nachdem ich alle Teile ausgesägt hatte, war das Sortieren und Zusammensetzen der einzelnen Puzzleteile nicht schwer, da man noch genau erkennen konnte, wo oben und unten ist, da das Paulowniaholz auf der Unterseite vom Sägen leicht rau war.

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Schleifen

Mit feinem Schleifpapier habe ich die ganzen unteren Schnitte gesäubert. Am den anderen Schnittflächen mußte ich nichts schleifen, da ich ja das sehr feine Sägeblatt verwendet hatte.

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Anmalen

Nach dem Schleifen habe ich mit einem feinen Pinsel nur die Oberseite der Puzzleteile zweiumal  farbig mit Acrylfarbe angemalt. Da ich im Malen geübt bin und eine sehr ruhige Hand habe, habe ich darauf verzichtet die Seiten abzukleben.

Als ich alles fertig hatte, hat es mir aber nicht gefallen und ich habe doch noch, aber nur dünn und einmal, die Puzzleschnittkanten innen auch farbig angemalt.
Für den feinen Auftrag der Farben gebe ich immer etwas auf den Deckel eines Yoghurtbechers und nehme diesen als Farbpalette.
Anschließend habe ich nur die Oberfläche mit mattem Klarlack überzogen.

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Zusammensetzen der Puzzlesteine

Oh weh, nach dem Schleifen und anmalen konnte ich nicht mehr unterscheiden, was ursprünglich oben oder unten war. Ich mußte wirklich überlegen und probieren und habe ganz schön Zeit gebraucht um meinen Stern wieder zusammen zu setzen. Die Puzzleteile saßen sehr gut, keines hatte irgendwo gewackelt, ich war zufrieden.


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Fertigstellung und Erkenntnis

Das fertige Puzzle passte  und sah auch gut aus aber:


Erkenntnis: zu schwer für einen Sechsjährigen.

Was tun? Das Puzzle einfach dem älteren Neffen geben und für den Kleinen ein neues leichteres machen - und das wird dann vielleicht mein nächstes Projekt, das ich Euch zeigen werde.

Ich hoffe, das Puzzle gefällt Euch.

Und wer Lust hat es einmal zu versuchen, dem sende ich gerne per PN die Skizze - viel Spaß dann beim Nachpuzzlen.


Rechtlicher Hinweis

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