Staubabsaugung und Fahrgestell für die Tischkreissäge

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Fertig zum Einsatz und endlich mobil
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    16 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Nachdem ich den Kampf mit meinem größten Ferkel der Kapp-Zugsäge vorerst aufgeschoben habe stand die Nummer 2 auf der Liste. Die Tischkreissäge würde zwar eigentlich einen kompletten Umbau benötigen da der Tisch eine Zumutung ist aber für den Moment tut er es noch. Deshalb wurde vorrangig die Staubabsaugung angegangen da diese wirklich absolut nicht funktionierte. Zwar nicht so schlimm wie bei der KZS aber immer noch schlimm genug. Dafür hat sie auch nur etwa 1/9 der KZS gekostet…...

Normalerweise geht ja die Absaugung immer nach hinten weg aber wenn man mit einem Absauggalgen arbeitet ist das keine gute Lösung. Der Schlauch ist dann immer genau dort wo das Werkstück ausgeschoben wird. Deshalb habe ich den Absaugstutzen auf die rechte Seite verlegt.

Die Absaugung selbst war einfach, eine Kiste unter der Säge mit schiefem Boden. Das Bodenblech der Säge das ein echter Staubsammler ist wurde dafür kurzerhand entfernt.

Das Fahrgestell war mir auch ganz wichtig weil ich in meiner kleinen Werkstatt immer umrangieren muß. Es beruht auf dem gleichen Prinzip wie das welches ich für die KZS gebaut habe. 4 Lenkrollen auf Platten die über Hebel nach unten gehalten werden. Es wurde einfach an Dachlatten die ich im Metallgestell der Säge festgeschraubt habe angebracht.

Der Bau hat leider mehrere Tage gedauert weil immer wieder etwas dazwischen kam und dann auch noch der Lack bei den Temperaturen in der Werkstatt nicht besonders „trockenwütig“ war. Jetzt muß ich nur noch eine anständige Tischplatte bauen……...

Meine Projekte auf 1-2-do.com

PDF-Versionen zum herunterladen. Dies sind meine Projekt-Anleitungen mit CAD Zeichnungen und Bildern mit höherer Auflösung.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PHP 500 C2
  • PDT 40 C2
  • PHKS 1350 A1
  • TD0101F
  • 41844, 120V/240W
  • HMS 2000
  • PMFW 310 B1
  • 5312 (120V)
  • Blindnietzange
  • Sägeschiene
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Materialliste
  • x x siehe PDF

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuschnitt (Staubabsaugung)

Aus Reststücken wurden die beiden Dreiecke sowie die Seitenwände mittels Handkreissäge und Sägeschiene auf meinen Sägeböcken mit Sägeeinsätzen zugeschnitten.

In die höhere Seitenwand wurde mit der Lochsäge eine 51mm Bohrung für den Absaugstutzen eingebracht. Auf ca. 75% der Tiefe wurde das Loch dann mit dem Dremel auf 65mm erweitert damit der Flansch der HT-Abzweigung rein paßt. Eine kleine Stütze wurde auch noch befestigt.

Die HDF Bodenplatte wurde passend zugesägt. Maße wurden vom verleimten und verschraubten Rahmen abgenommen da ich keine Lust hatte das zu berechnen.

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Verleimen (Staubabsaugung)

Der schräge Absaugkasten, Rahmen verleimt und verschraubt
Das Loch für den HT-Abzweig. Anschluß der Absaugung.
Innenansicht mit abgeschrägten Ecken

Die zugeschnittenen Teile wurden verleimt und an den Ecken auch noch mit 4*40mm Spanplattenschrauben verbunden.
Da leider auf der Unterseite ein paar Schrauben und Stutzen im Weg waren mußten im Rahmen auch noch ein paar Aussparungen gemacht werden damit er plan aufsitzt. Kein Problem mit dem Multifunktionstool, muß ja keinen Schönheitspreis gewinnen…..

Die MDF Bodenplatte wurde stumpf aufgeleimt und mit ein paar Tackernägeln und Schrauben befestigt.

Damit sich der Staub nicht in den Ecken sammelt wurde aus HDF Resten noch ein paar Dreiecke ausgesägt und in die Ecken geleimt.

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Schleifen und lackieren (Staubabsaugung)

Meine Lieblingsbeschäftigung: warten bis der Lack trocken ist….

Leider immer erforderlich kam jetzt das Schleifen, verrunden der Kanten und anschließend mit Hartlack grundieren und lackieren von innen und außen.
Damit es nicht gar so primitiv aussieht wurde das Ganze dann auch noch schwarz gesprüht. Überall brauche ich keinen OSB Look…..

Nachdem der Lack getrocknet war wurde der HT Rohr Abzweig eingesetzt. Mit zwei Schrauben von oben und Einer von unten gesichert und mit Heißkleber abgedichtet.

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Maschine „zerlegen“ und „ausbessern“ (Staubabsaugung)

Ablenkplatte hinter dem Sägeblatt. Man sieht das zugeklebte Loch der ehemaligen Absaugung.

Jetzt wurde die Maschine zerlegt. Der Boden wurde abgeschraubt und landete in der Wühlkiste zusammen mit der wenig wirksamen internen Absaugvorrichtung, ein Plastikschlauch, der ebenfalls abmontiert wurde.

Da sich trotz regelmäßigem Aussaugen schon wieder Staub angesammelt hatte wurde noch einmal kräftig ausgesaugt.

Die Seitenwände hatten leider ein paar übergroße Löcher die wohl als nicht erreichbare Griffe dienen sollten. Da ich keine Lust hatte in diese Löcher Blechstücke einzuschweißen wurden die Wände sauber abgewischt (Alkohol) und von innen und außen selbstklebende Aluminiumfolie über die ganzen Löcher geklebt. Zuvor hatte ich noch aus Karton „Einsätze“ ausgeschnitten die zwischen die innere und äußere Alufolie geklebt wurden.
Damit das außen nicht wie ein Flickenteppich aussieht wurde noch schnell mit einem „Klapperdosenlack“ etwas für die Schönheit getan.

Hinter dem ehemaligen Auswurfstutzen wurde noch eine Prallplatte angebracht damit die Späne schon mal eher in Richtung Absaugung fliegen. Auf der Vorderseite zum Schlitz der Winkeleinstellung war erstaunlicherweise sogar schon eine Platte drin.

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Befestigung (Staubabsaugung)

Ein Wunder, 4Stk aus Edelstahl für 2,56€ einschließlich Versand aus China…….
Absaugkasten fertig montiert (Säge steht noch auf dem Kopf). Der Blitz erzeugt ganz schöne Flecken….

Die Absaugung wird mit vier Kappenschlössern gehalten. Für die Kappen wurden die entsprechenden Bohrungen in der Metall-Wandung der Säge gebohrt und die Kappenseite mit Blindnieten befestigt. Die Haken wurden mit Flachkopfschrauben auf den Seitenwänden aufgeschraubt.

Kasten darunter halten, Kappenschlösser schließen und fertig zum Einsatz……. Das hat den Vorteil daß man die Maschine nicht von oben zerlegen muß wenn mal was rein fällt. Kappenschlösser auf, Schale absenken und „Deserteur“ herausnehmen. Und wem ist noch nichts in die Säge gefallen?

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Ergebnis (Staubabsaugung)

Mit der neuen Absaugung ist die TKS jetzt ziemlich sauber. Nur noch ganz wenig Sägemehl landet auf dem Boden. Nicht mehr so wie Original wo man selbst nach wenigen Schnitten schon im Sägemehl baden konnte und in der Säge sich Berge angesammelt haben. Mit gleichzeitiger Absaugung oben ist es praktisch Null.
Nein, eine Spitzensäge ist es trotzdem noch nicht aber für meine Zwecke tut sie was ich von ihr will. Bei 49€ für ein leicht angeschlagenes Ausstellungsstück darf man auch nicht zu sehr meckern. Das zahlen andere locker schon für das Sägeblatt…...

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Radhalter (Fahrgestell)

Wie geht das für 4€ im Baumarkt?
Die Teile für den Rollenträger, fertig zum Verschrauben

Vorher gehobelte Dachlatten wurden so zugeschnitten daß sie genau in die Stahlfüße der TKS passten. Diese wurden dann mit den Füßen verschraubt. Hierzu habe ich M6 Sechskantschrauben, Kotflügelscheiben und Sicherungsmuttern verwendet.
Die Möbelrollen wurden auf der Innenseite der Trägerplatten mit M6 Schrauben + Mutter + Beilagscheiben und auf den Außenseiten mit 4*16mm Flachkopfschrauben montiert.
Die beiden Träger sind mittels je 2 Scharnieren am Dachlattenrahmen befestigt.

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Betätigungshebel (Fahrgestell)

Fahrwerk montiert, endlich mobil!

Die beiden Hebel wurden auf die Radhalter aufgeleimt und verschraubt. Wo sie aneinander laufen wurde beidseitig noch ein Stück HDF/MDF befestigt damit sie nicht auseinander fallen können. Damit es da nicht klemmt wurde zwischen die großen HDF Stücke und die Dachlatte beidseitig schmalere Streifen HDF eingeleimt.

Der Riegel wurde ausgesägt und mit einer Schraube drehbar gelagert. Damit er bleibt wo er bleiben soll wird er durch ein Gummiband immer in die Senkrechte gezogen.

Natürlich mußte auch hier mal wieder was schief gehen (im wahrsten Sinne des Wortes). Irgend wie war ein Meßfehler drin und das Ding wackelte wenn es auf den Rädern stand. Ein paar Abstandshalter unter die Füße, eines der Besfestigungslöcher in den Dachlatten neu gebohrt und es paßt wieder.

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Ablage

Ablage fertig zum Einlegen

Um das Zubehör bei der Maschine zu haben fehlte ein Platz zum Lagern von Schiebestöcken und Blättern. Die Teile hierfür sind nicht in der Stückliste da das Alles aus der Restekiste kam und nur schnell zusammengebaut wurde. Aus ein paar gehobelten Dachlattenstücken und Maschendraht wurde eine Ablage gebaut die auf den vorhandenen Streben aufliegt. Als „Platte“ wurde Maschendraht verwendet weil da kein Sägemehl drauf liegen bleibt sondern nach unten fällt. Spart die Reinigung wenn die KZS mal wieder den Raum eingestaubt hat.


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