Standfuss für ein Vogelhäuschen

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Und wieder einmal war es eine Kollegin, die den Wunsch äußerte, für das von ihr im Urlaub erworbene Vogelhäuschen einen Standfuß von mir gebaut zu bekommen. Es müsse auch nicht aufwendiges sein, irgendwas einfaches eben. Dennoch wollte ich schon mehr als ein Kantholz mit Bodenplatte bauen, es soll ja schliesslich nach was aussehen...

Wer meine Projekte kennt, weiß, dass ich nach dem Material nicht lange suchen musste...;-)
Mir zugute kam desweiteren, dass das Vogelhaus später relativ wettergeschützt auf einem überdachten Balkon stehen wird.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Entwurf und Materialauswahl

Dieses Handyfoto war meine einzige Orientierung.
So ungefähr könnte das Ding dann aussehen.

Das Vogelhaus, um das es geht, kannte ich nur von einem Foto. Und ich konnte meine Kollegin überreden, mir wenigstens das Kantenmass anzugeben.
Es dürfte kaum überraschen, dass ich hauptsächlich Palettenholz verwendet habe. Es gibt ja mittlerweile Leute, die denken, dass ich gar nichts anderes könnte...

Da das Vogelhaus 6-eckig ist, wollte ich diese Form auch für den Standfuss aufgreifen. Der Aufbau gestaltet sich von unten nach oben wie folgt:
  • 6-eckige Bodenplatte aus Palettenholz mit erhöhtem Rand
  • Säule aus Latten, ebenfalls 6-eckig
  • Kopfplatte, wiederum aus Palettenholz
Mehr aus Jux machte ich einen Sketchup Entwurf der aber nur noch rudimentär etwas mit dem fertigen Projekt zu tun hat.

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Boden- und Kopfplatte.

Aus dieser Paletten- Leimholzplatte sägte ich...
...die Bodenplatte...
...und die Kopfplatte zurecht.
Palettenholz, gehobelt und...
...auf Gehrung zurecht geschnitten...
...werden unter die Bodenplatte verleimt und verschraubt.
Anschliessend mit dem Exzenter in 40-80-180 geschliffen.
Die Kopfplatte wird unterseitig mit Hölzern stabilisiert.

Ich hatte noch Leimholzbretter da, die ich vor einiger Zeit mal für ein anderes Projekt aus Palettenholz hergestellt hatte, dort aber nicht verwenden konnte. Die Herstellung dieser Bretter zu beschreiben, spare ich mir an dieser Stelle. Jedenfalls habe ich zwei 6-eckige Bretter mit der Akku Handkreissäge heraus gesägt. Für die Bodenplatte mit einem Kantenmass von 25 cm, für die Kopfplatte mit 13 cm.

Für die Bodenplatte fertigte ich aus Palettenholz Streifen an, die unter die Platte geschraubt und geleimt wurden, um die Platte so aufzudoppeln. Unter die Kopfplatte kamen ebenfalls kleine Hölzer zur Stabilisierung.

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Umrandung der Bodenplatte.

Palettenholz...
Abgerundet...
...auf Gehrung geschnitten...
...verschraubt und die Schraubenköpfe...
...mit Rundholz abgedeckt.

Die Bodenplatte soll einen erhöhten Rand bekommen, um hier Zierkies oder Splitt einfüllen zu können. Dafür wurde aus dem Rest der Leimholzplatte 6 Streifen gesägt. Diese wurden dann am Frästisch an einer Seite abgerundet. Dann auf Gehrung gesägt und an die Bodenplatte geschraubt. Die Bohrungen für die Verschraubungen habe ich mit 8 mm vertieft um hier mit Rundholz die Schraubenköpfe zu verstecken.

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Die Säule.

2 lange und 2 kurze ergeben dann...
...6 gleichlange mit Gehrung.
Verleimt und mit Packband fixiert.
Nach dem Schleifen.

Mal nicht aus Palettenholz...
Von einer Tischplattenverpackung hatte ich noch Holzleisten im Format 40 x 22 mm. Diese längte ich auf 6 Stück je 110 cm ab und sägte dann an der TKS eine beidseitige Gehrung von 60°. Diese Leisten wurden dann miteinander verleimt, sodas eine 6-eckige Säule entstand. Ein paar kleine Fehlstellen verspachtelte ich mit einem Leim/Sägemehl Gemisch. Anschliessend wurde die Säule mit dem Delta geschliffen.

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Oberflächenbehandlung und Zusammenbau.

Fussplatte und Säule...
...und Säule mit Kopfplatte....
...miteinander verschraubt.
Alles wieder zerlegt und eingeölt.
Trocknen nach der ersten Schicht.
Nach der zweiten Schicht wieder...
...endgültig zusammengebaut. Hier die Unterseite der Fussplatte.
Fertiger Standfuss bereit zur Übergabe.
Und hier mit Häuschen...
...es dämmerte schon, also mit Blitz.

Alle Teile wurden erst einmal zusammen gebaut, damit ich die entsprechenden Bohrungen vor der Oberflächenbehandlung machen konnte. Dann wurde der Standfuss wieder in seine drei Teile zerlegt und mit Arbeitsplattenöl auf Leinölbasis (Barendpalm) in zwei Schichten eingeölt. Zwischenschliff mit dem Delta und einer 240er Körnung.

Nach ausreichender Trocknungszeit wurde der Standfuss endgültig zusammengebaut und der zukünftigen Eigentümerin übergeben. Bei dieser Gelegenheit bekam ich selber das Vogelhäuschen zum ersten Mal in Natura zu sehen und es wurde auch sogleich von mir mit dem Standfuss verschraubt.

Meine Kollegin zeigte sich begeistert, was mich natürlich sehr freut. Mir persönlich gefällt es, dass ich die Formensprache ganz gut getroffen habe, also das gekaufte Häuschen und mein Machwerk ganz gut miteinander harmonieren.


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