Standfüße für LED Außenbeleuchtung

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Das Ergebnis
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    50 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Hallo ihr Lieben,

anbei lasse ich euch mal an meinem zweiten Projekt hier teilhaben.
Meine Frau hat aus einem Discounter zwei LED Außenbeleuchtungen gekauft. Quasi Lampen, verpackt in Bälle. So ungefähr..
Als wir sie dann in unseren mit Schotter gefüllten "Vorgarten" buddeln wollten, kam ich auf die Idee sie ein wenig "aufzuhübschen". Ich wollte das ewige Grau eh ein wenig auflockern, warum also nicht irgendwas basteln?
Kurz überlegt, ab in den nächsten Baumarkt und auf dem Heimweg haben mich 3 Meter Kantholz in 80x80 (sägerau), eine Packung Holzlasur (Teak) und ne Pulle Bootslack (transparent) begleitet.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PTS 10  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • Schwingschleifer
  • Oberfräse
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Materialliste
  • 3 x Kantholz sägerau | Kiefer (80x80 3 Meter)
  • 1 x Holzlasur Teak | ? (?)
  • 1 x Bootslack | ? (?)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Kantholz zurechtschneiden und schleifen

Die geschnittenen Stücke.
Sieht schon ganz sauber aus.
Hier eher nicht....

Zuerst habe ich das Kantholz an der TK geschnitten. 

Da ich insgesamt 10 Stücke brauchte, hatte ich mir anfangs Maße zurechtgelegt, die die Stücke haben sollten.
Dummerweise kam mir dann die Kabellänge an den Lampen ein wenig in die Quere, so dass ich meinen Plan (10,20,30,40,50cm) auf 12,17,22,27,32cm anpassen musste. 

Mein Schiebeschlitten für die PTS 10 ist bisher noch nicht fertig (er liegt als "unbehandelter" Bausatz in der Ecke ;-)), also musste ich die Stücke so schneiden. Bis auf ein paar kleine Ungenauigkeiten (warum sagt einem Anfänger denn keiner, dass man mal einen genauen Blick auf das Sägeblatt werfen muss, das stand nämlich leicht schief) hatten die Stücke zumindest dieselbe Länge. 
Na ja, fast.

Eigentlich wollte ich den Balken dann mit einem Hobel an den Kragen gehen. Die Idee habe ich dann relativ fix wieder verworfen und für mich festgestellt: Ich kann NICHT hobeln! Zumindest jetzt noch nicht..

Also die Schleifmaschine ausgepackt und Vollgas gegeben....

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Werkstücke säubern und nacharbeiten

Druckluft ist was feines.
Schön konzentrieren!!
Ich hab eine Treppe gebaut..

Nach dem Schleifen habe ich die Blöcke mit Druckluft vom feinen Staub befreit und Ungenauigkeiten vom Zuschnitt "hochkonzentriert" mit der TK, dem einen oder anderen Gebet und mit, für mich ungewöhnlich, absolut ruhiger Hand entfernt. 

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Fräsen und Fräsen und.... ja Fräsen..

Die Lätta Fräse gibt alles!
Gut dass unterm Tisch abgesaugt wird....
Für einen Fräser aus einem 30€ Set schlägt er sich ganz gut.
Ich nenne es "Sägemehl auf Tisch". Unbezahlbar!

Das war der erste große Einsatz meiner Lätta Fräse (nein, den neuen Tisch habe ich noch nicht angef.. fertig, ich wollte fertig sagen).


Die Kanten habe ich mit dem Abrundfräser (heißt der so?) ja, abgerundet. Das Ganze an den Seiten und oben. Die Unterseite sollte bleiben wie sie war. 

Da mein Fräskopf jetzt nicht das Topmodell ist und aus einem 30€ Set stammt, hatte ich nebenbei auch einen wohligen Geruch in der Werkstatt. Minze dazu und es ergibt einen tollen Aufguss. 

Was ich damit sagen möchte ist, er hat sich des öfteren durch das Holz gebrannt, egal welche Geschwindigkeit ich an der Fräse gewählt habe. Bald ist ja wieder Weihnachten und dann gibt es was Besseres....



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Ach guck, wieder Fräsen, jetzt aber eine Nut

710 Watt Oberfräse vs. Kantholz
Oberfräse 1, Kantholz 0
Gar nicht so schlecht
Die Abdeckung in edlem Weiß
Jetzt liegend

Da die Lampen natürlich miteinander verbunden sind und aus jeder, außer aus der Letzten, zwei Kabel gucken, musste ich sie irgendwie verstecken. 


Hierfür habe ich eine 8mm Nut ca. 7-8mm (keine Ahnung) in mehreren Schritten in das Holz gefräst. Mehrere Schritte, weil meine Oberfräse nur 710 Watt hat und ich nicht wollte, dass sie mir um die Ohren fliegt.
Wobei, is ja noch Garantie drauf..

In der Werkstatt hatte nicht noch Leisten, die rein zufällig genau in die Nut gepasst haben, jedoch nicht so tief waren, dass sie die Nut komplett ausfüllen. So kann ich die Kabel der Lampen relativ schön und halbwegs unsichtbar zum Boden führen.

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Jetzt wird gebohrt und erneut nachgearbeitet

Bleistift sieht man nicht...
Der Staubsauger freut sich, meine Frau nicht..
Pi mal Daumen
Nochmal hübsch sägen

Die Lampen haben die üblichen Halterungen (Pfähle um sie in den Boden zu stecken), also musste ich oben in die Blöcke Löcher bohren. 


Zum Glück hatten die Pfähle ungefähr 13mm Durchmesser, ansonsten hätte ich keinen passenden Bohrer gehabt oder hätte sie runterfeilen müssen. 

Nach dem Anzeichnen der Mitte, ganz klassisch mit Edding, da der Bleistift nicht funktioniert hat, klappte das Bohren relativ schnell und gut. Mal abgesehen vom ersten Versuch, die Lampe steckt jetzt eben schief im Block..

Danach fiel mir auf, dass die Oberseite noch sehr sägerau war und es an der gefrästen Rundung eine Kante gab. Ich schätze ich habe den Fräser zu hoch gestellt.

Also wieder ab an die TK, erneut ein kleines Gebet und gib ihm. Es war zwar noch immer rau, jedoch nicht mehr so schlimm. Ich habe quasi vom drei Tage Bart auf zwei Tage runter geschnitten. 

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Füße, wir brauchen Füße!

Alte Terassendielen
Einfach rein damit
Da würde ich auch so gucken..
Die Nut

Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass die Blöcke so nicht stehen konnten. Also mussten Standfüße her.
Ich hatte noch alte Terassendielen da, ich ich passend, je nach Größe des Blocks, geschnitten habe.

Um mit dem Kabel bis an den Boden zu kommen, habe ich auch hier hinten eine kleine Nut eingefräst und eine Zweite unter der Diele, um die Kabel nach link und rechts zu führen (Spoiler: Die Nut war zu dünn und das Kabel rutschte raus).

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Endlich lackieren

Lasur
Trocknen
Die erste Schicht Bootslack, angeschliffen
Fertig

Nachdem alle Vorarbeiten erledigt waren, konnte ich anfangen die Blöcke zu lackieren.


Dazu habe ich Holzlasur in Teak genommen und eine Schicht lackiert.

Nach dem Trocknen ging es direkt mit dem Bootslack los. Hier macht es Sinn, sich explizit an die Vorgaben des Herstellers zu halten. Also was die Verdünnung etc. angeht. 

Nach der ersten Schicht habe ich die Blöcke leicht angeschliffen. Dazu habe ich 400er Schleifpapier genommen und die Blöcke quasi gestreichelt. Ich hab keine Ahnung wie man das macht, dachte aber, dass es Sinn macht, die nächste Schicht auf eine möglichst glatte Oberfläche zu pinseln. 

Die zweite und somit auch letzte Schicht habe ich unverdünnt aufgetragen.
Dazu muss ich sagen, dass das Lackieren die meiste Zeit in Anspruch genommen hat. Es dauert ewig bis das Zeug vernünftig getrocknet ist. 

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Leisten verleimen und die Lampen im Garten "montieren"

Aha, die Halter waren abnehmbar..
Hab zu wenig Schraubzwingen...
Der erste Satz ist fertig ;-)

Nachdem endlich alles trocken war, konnte ich die Lampen vor der Garage montieren. 

Die Leisten habe ich relativ grob zurecht geschnitten und verleimt. Bei gefühlten 8 Grad bin ich froh, dass der Leim tatsächlich irgendwann getrocknet ist. 
Dabei ist mir auch aufgefallen, dass ich eindeutig zu wenige Schraubzwingen habe. 

Nachdem der Leim trocken war, habe ich die Lampen im Vorgarten verbuddelt und der erste Satz stand.

In der Werkstatt habe ich jetzt noch die restlichen Blöcke für die zweite Lampe. Jedoch muss ich erst neue Leisten kaufen. Mein Vorrat ist aufgebraucht. 

Fazit: Hat Spaß gemacht, muss ich aber nicht nochmal machen. 
Ich hoffe, dass die Blöcke jetzt eine Weile halten.
Petrus hat sich auch bereit erklärt, den Lack auf Herz und Nieren zu testen, denn seit drei Tagen regnet es hier fast ununterbrochen. 




Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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