Spenderstele aus Eichenholz

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Fertige Stele
Fertige Stele
Fertige Spenderstele
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    60 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Unsere Ortsgruppe, eines bundesweiten Jugendnaturschutzverbandes, ist in den vergangenen 40 Jahren stetig gewachsen, sodass nun über 100 aktive Kinder und Jugendliche sich für den Naturschutz engagieren. Leider ist unser Domizil, eine Hütte am Forsthaus nicht mitgewachsen, weshalb eine Doppelbelegung durch die neun Gruppen nicht möglich ist. Deshalb planten wir in den letzten drei Jahren einen Neubau, der u. a. auch unserer naturkundlichen Ausstellung eine eigene Fläche zur Verfügung stellen wird. Da das Ganze extrem viel Geld kostet, gibt es viele Stiftungen, Firmen und Privatpersonen, die sich an der Finanzierung beteiligt haben. Um all denen für ihre großzügige Unterstützung zu danken, wollten wir ein Schild mit den Spendern am Waldweg vor dem Grundstück aufstellen.
Zunächst war es unklar, wie das Ganze aussehen soll, da es auch entscheidend darauf ankommt, welches Material man zur Verfügung hat. Der günstige Erwerb einer 16 cm starken Eichenbohle aus einem Sägewerk ließ das Vorhaben konkretisieren. So plante ich eine Stele herzustellen, die die drei Bäume des Verbandslogos beinhaltet. Unregelmäßigkeiten, wie Äste im Holz waren durchaus erwünscht, da Holz schließlich ein Naturprodukt ist und im Wald ein fein geschliffenes „Möbelstück“ wie ein Fremdkörper aussähe. Deshalb wollte ich nur die Vorderfläche glattschleifen und an den Konturen die Bearbeitungsspuren sichtbar lassen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Hobel
  • Akku-Bohrschrauber
  • Oberfräse
  • Kettensäge
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Materialliste
  • 1 x Eichenholz (1,5 m x 0,4 m x 0,16 m)
  • 12 x Sechskantmutter | Edelstahl (M10)
  • 8 x Karosseriescheiben | Edelstahl
  • 4 x Gewindestangen | Edelstahl (M10 x 360)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Besäumen

Der Transport der Bohle
Planung der Stele

Zunächst musste der Transport der 3 Meter langen und 16 cm starken Bohle bewerkstelligt werden. Das Einladen auf den Anhänger war noch mit Hilfe des Gabelstaplers vom Sägewerk recht einfach.
Das Abladen von Hand, jedoch erwies sich zu zweit als eine fiese Plackerei.

Nachdem das gute Stück auf zwei niedrigen Böcken Platz gefunden hatte, übernahm ich nun den Bau der Stele. Die Bohle wies einen sehr großen Teil als Baumkante auf. Diesen musste ich besäumen, sodass ich einen 20 x 16 cm breiten Balken erhielt.
Der Versuch, mit einer Handkreissäge und mit Führungsschiene vorzuschneiden misslang nicht nur deshalb, weil ich nicht darauf geachtet hatte, das richtige Sägeblatt einzuspannen.
Also musste Plan B her. Ich zeichnete mir den Schnittverlauf, sowie den rechten Winkel auf die Stirnseiten der Bohle. Den Schnitt machte ich dann mit der Kettensäge und war über mich selbst erstaunt, den Schnitt nicht nur gerade, sondern auch weitestgehend winkelig ausgeführt zu haben. Die eine Seite, an der ich den in der Länge halbierten Balken zusammenlegen wollte, glättete ich mit einer Handhobelmaschine.

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Fügen der Teile

Fügen der beiden Teile
Fertig verschraubt

Nachdem, die Bohle gesäumt, halbiert und mit einer Winkelkante versehen war, musste ich die beiden Teile fügen.
Von der Ausführung habe ich hierzu leider keine Bilder, da ich damals noch nicht in dem Forum aktiv war.
Zunächst bohrte ich mit einem 12 mm Balkenbohrer durch die obere, der auf der Seite liegenden Stücke. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Bohrer auch in das darunterliegende Teil bohrt. Da die Gesamtbreite der Stele 40 cm beträgt, war der Bohrer zu kurz. Das Anbohren, des darunterliegenden Holzes zeigt aber, an welcher Stelle das Loch weiter gebohrt werden muss.
Die beiden Teile sollten also mit mehreren M10er Gewindestangen zusammengepresst werden. Hierzu werden auf einer Seite, die Muttern gekontert, sowie jeweils mit Karosseriescheiben unterlegt. Sämtliche Metallteile müssen aus Edelstahl sein, da Eichenholz relativ viel Gerbsäure beinhaltet, welches mit normalem Stahl reagiert und bläulich-schwarze Flecken im Holz hinterlässt!
Da die Muttern auf der Stelen-Außenseite nicht besonders attraktiv aussähen, versenkte ich sie, indem ich mit einem Forstnerbohrer ein Durchgangsloch in ein Hilfsbrett bohrte. Dieses richtete ich konzentrisch zu meinen 12 mm Löchern aus und fixierte es mit Schraubzwingen. Das Hilfsbrett dient zur Führung des Forstnerbohrers, da die Zentrierspitze durch das 12er Loch dem Bohrer keine Führung verleiht. Momentan sieht man noch die Muttern, da das Holz durchaus noch schwinden kann, sodass die Muttern noch nachgezogen werden können. Später sollen Holzpfropfen die Muttern verschließen. Die Positionen der Gewindestangen habe ich versetzt angeordnet um eine „Scharnierwirkung „ zuverhindern.

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Logo ausarbeiten

Nuten herausgefräst
Detail der Nut
Ausgearbeitetes Logo

Das Logo, welches drei Bäume darstellt, habe ich im Maßstab 1 : 1 ausgedruckt und mit lösbarem Sprühkleber auf die Stele geklebt. Hierbei befindet sich die Gewindestange an der breitesten Stelle der drei Bäume. Es ist extrem wichtig, dies vorher genau zu planen, um nicht ins Metall zu sägen!
Die Konturen zwischen den drei Bäumen wollte ich mit Nuten darstellen, die sich nicht mit der Kettensäge so herstellen lassen. Hierzu habe ich eine Hälfte der Kontur des Fräsmodells aus MDF hergestellt. Mit einem Kopierring für die Oberfräse fräste ich die Nut in die Stele. Durch Umschlag des Fräsmodells stellte ich die gegenüberliegende Nut, die spielgleich ist her.
Die große Schwierigkeit bestand darin, die Zwischenräume zwischen den Baumstämmen der drei Bäume herauszusägen. Schließlich sind die Konturen sehr eng hier und das Eichenholz 16 cm stark. Mit einer Carvingschiene für die Kettensäge, habe ich schon lange geliebäugelt. Nun war auch ein passendes Projekt am Start, um sich mit diesem Spielzeug auszustatten. Eine Carvingschiene ist sehr schmal und am Ende spitz auslaufend. Da an der Spitze nur ein kleiner Radius die Kette umlenkt, wird die Gefahr eines Rückschlages (Kickback) minimiert. Deshalb eignen sich diese Schienen für Kettensägen-Schnitzereien da man mit ihnen gut einstechen kann.

Also, als Premiere mit der Carvingschiene habe ich das gleich einmal an der Stehle ausprobiert. Die Außenkontur habe ich mit der Standardschiene gesägt.

Mit einem Bandschleifer und einem Exzenterschleifer schliff ich die Vorderseite und die Kanten der Konturen.

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Beschriftung der Stele

Lasertest
Lasern der Überschriften
Aufbau der Technik
Lasern der Spenderlogos und Namen
Lasieren der Oberfläche

Die Beschriftung der Stele, sollte nicht wie ein Fremdkörper aussehen, sondern zu dem rustikalen Holz passen. Deshalb habe ich mir in den Kopf gesetzt, die Beschriftung mit Hilfe meines Lasergravierers zu machen. Zuvor habe ich die Abstände, Schriftgrößen und Größe der Spenderlogos genau berechnet und eine Liste angelegt, die ich Zeile für Zeile abgearbeitet habe. Das hat sehr lange gedauert. Abschließend strich ich die Stele mit Holzschutzlasur.

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Fazit

Fertige Stele

Ich habe lange überlegt, ob das Projekt als solches hier würdig ist, da es wohl nur einen kleinen Kreis gibt, der in die Verlegenheit kommt eine solche Stele anzufertigen. Ich dachte mir jedoch, dass Teilbereiche für andere Projekte von Interesse sein könnten.


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