Spatzenhaus

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Das Spatzenhaus im Kirschbaum
Spatzenhaus, fertig
Frontal
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Dieses Projekt ist, das muss ich zugeben, eine Verlegenheitslösung, Ich bin einer der Tester der PKS 66 AF und hatte als Projekt den Bau eines Hochbeetes angegeben, das könnte ich aber nur an Ort und Stelle im Schrebergarten erledigen, da ich keine Werkstatt zur Verfügung habe und mir das dauerfeuchte Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Möglicherweise wird am letzten Januarwochenende noch etwas daraus, aber ich wollte natürlich nicht riskieren, die Säge erst auf den letzten Drücker zu testen.

Nun also ein Spatzenhaus bzw. Spatzenreihenhaus. Auch diese Arbeit konnte ich natürlich nicht in der Mietwohnung erledigen, ich habe daher den Wintergarten ausgeräumt und dort meine provisorische Werkstatt eingerichtet. Spatzen brüten gerne in Kolonien und deshalb werden solche Nistplätze, hier ein Dreierreihenhaus für Halbhöhlenbrüter, wohl besonders gerne angenommen. Den Bauplan habe ich von der Homepage des Naturschutzbundes. Als Material habe ich Douglasie gewählt, da dieses Holz auch im Außeneinsatz recht dauerhaft ist. Im Baumarkt hab ich nur noch beschädigte Bretter (teilweise Ende gespalten, Kante beschädigt, verfärbt, vergraut) gefunden, die ich dafür zum halben Preis abstauben konnte. Da ich das Thema Shabby Chic ohnehin teilweise recht spannend finde, und den Spatzen die Optik wahrscheinlich am Bürzel vorbeigeht, nahm ich einfach mal was da war.  Auf der Homepage des Nabu Rheinland-Pfalz gibt es noch eine Reihe anderer Anleitungen, die Maße sind hier etwas abgewandelt, und ich habe den Einflugbalken ähnlich gestaltet. 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PKS 66 AF  - Kreissäge (elektrisch)
  • Akku-Schrauber,  GSR 10,8-2-LI
  • Akku-Säbelsäge,  GSA 10,8 V-Li Solo
  • Lineal
  • Führungsschiene zur Keissäge
  • Feile
  • B&D Workmate
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Materialliste
  • 25 x Spaxschrauben | Edelstahl A2 (3,5x30)
  • 1 x Unterkonstruktion (Balken) | Douglasie (45 x 70 x 2000)
  • 3 x Dielen, einseitig geriffelt | Douglasie, 2. Wahl (120 x 21 x 2000)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuschneiden des Materials

Bauplan mit Schnittangaben
Zuschnitt mit der Führungsschiene.
Aufgespannte Führungsschiene
Die zugeschnittenen, aber noch nicht verleimten Teile
Qualitätskontrolle

Da alle Bauelemente mit Ausnahme der Türchen breiter als 120 mm sind, musste ich die Bretter zunächst längs schneiden, das habe ich teils mit der Führungsschiene, teils mit dem Parallelanschlag erledigt, wobei ich ersteres bevorzuge. Auch hier ist genaue Planung von Vorteil, so habe ich ungeschickterweise die Seiten- und Zwischenwände erst zugeschnitten und dann geleimt, andersherum wäre es natürlich schneller gegangen.

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Verleimen der einzelnen Elemente

Zugeschnittene Teile des Bodens
Schnittkanten
Verleimung in der Workmate
Verleimung der Seitenteile

Da alle Teile des Nistkastens, mit Ausnahme der Türen, breiter sind als 120mm, mussten die Einzelteile nicht nur zugesägt, sondern anschließend auch noch verleimt werden. Ursprünglich wollte ich die einzelnen Bretter mit Holzdübeln verbinden und verleimen. Hierzu hatte ich mir ein Set von Lux mit Bohrer incl. Tiefenstopp, kleinen Spikes zur Markierung der Position auf dem jeweiligen Gegenstück, einigen Holzdübeln und einem winzigen Fläschchen Leim zugelegt, kostete knapp 7 Euro und gibt es identisch auch mit Bosch-Aufdruck. Dann habe ich wieder einmal etwas gelernt, nämlich dass ich nicht in der Lage bin, aus der freien Hand ein Loch lotrecht ins Holz zu bohren. Als ich die beiden Teile dann zusammengesteckt hatte, merkte ich dass es krumm und schief wird. Also zurückgerudert und die Teile jeweils stumpf zusammengeleimt. Konstruktiv dürfte das kein Problem darstellen, da alle Elemente noch einmal miteinander verschraubt und verleimt werden und sich so gegenseitig stabilisieren. Beim Verleimen hat mir meine jüngst per Kleinanzeige (15€!) erstandene alte (shabby) B&D Workmate  gute Dienste geleistet. Da die Temperatur am Sonntag abend im Wintergarten auf unter 6° gefallen war und der Holzleim nicht mehr abbinden wollte, musste ich die weiteren Schritte ins Wohnzimmer verlegen, das war aber kein Problem, da der laute und staubige Teil bereits erledigt war.

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Montage des Nistkastens

Passt alles?
Passt.
Rückwand und Boden werden verleimt und verschraubt.
Der Boden wird mit Löchern für die Belüftung und "Entwässerung" versehen.
Montage der Seitenwände.
Die Zwischenwände kommen rein. Das Bild ist ein wenig gefaked, bin eigentlich Rechtshänder kann aber nicht mit links fotografieren.
Anzeichnen der Ausschnitte von Türchen und Einflugbalken
Nuten der Innenseite der Türen
Ausschneiden des Einflugbalkens
Die untere Leiste ist bei der letzten Schraube gerissen, das habe ich geleimt
Die Türchen mit Querleiste

Nach einer zufriedenstellenden verlaufenen "Trockenkontrolle", ob alle Teile passen, habe ich mich ans Leimen und verschrauben gemacht. Ich habe wasserfesten Leim und Spaxschrauben aus Edelstahl verwendet. Zunächst werden Boden und Rückwand verleimt und verschraubt. Dann kommt die Montage der Seiten- und Zwischenwände dran. Auch das Dach wird verleimt und verschraubt. Der Einflugbalken wird aus einem Konstruktionsholz 45x70 auf 45x45x440 zugeschnitten, Ich schneide mit dem Parallelanschlag zunächst einmal eine Leiste von 10mm Dicke ab, die später im unteren frontalen Bereich angebracht wird, um die Türchen zu halten. Dann werden die Schrägen in Einflugbalken und Türchen angezeichnet und mit der Säbelsäge ausgeschnitten. Die Türen werden an der Innenseite genutet, um den kleinen Spatzen die Flucht zu erleichtern und außen werden Leisten aufgeleimt und geschraubt.

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Anpassung

Türchen mit Querleiste und genuteten Innenseiten.
Öffenen und Schließen der Türchen des Spatzenhauses
Fertiges Reihenhäuschen

Da meine Bretter geringfügig dicker waren als das im Plan angegebene Material (21 vs. 20 mm) musste ich die Türchen noch ein wenig in der Breite anpassen, hier habe ich in Ermangelung eines Hobels mit dem Taschenmesser und der Feile gearbeitet. Das Endergebnis sieht zwar recht rustikal aus, aber es ist sehr stabil und auch dicht. Ein Brettchen oder ein Stück Konstruktionsholz zur Aufhängung werde ich hinten anbringen, wenn ich den passenden Ast im Kirschbaum gefunden habe, dann bekommt der Kasten auch noch einen Holzölanstrich, um die Haltbarkeit zu erhöhen.

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Aufhängen des Nistkastens

Zunächst erhielt der Kasten einen Anstrich mit Leinöl-Firnis. Danach habe ich eine Leiste am Kasten und eine senkrecht im Kirschbaum angebracht und die Kasten mit Edelstahlschrauben aufgehängt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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