Spannplatte-Aufsatz für Maschinentisch

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Mein erstes Projekt in diesem Forum. Meine bisherigen Projekte habe ich unter Anderem auch mit einer sehr betagten, aber immer noch sehr stabilen Workmate aus dem Hause B&D ausgeführt. Leider waren beim Festspannen der Holzteile auch Grenzen gesetzt. Für eine richtige Hobelbank habe ich kein passendes Kleingeld. Inspiriert durch den Bauvorschlag „Aufsatz-Werkbank“ der Zeitschrift „Selbst ist der Mann“ Ausgabe Nr. 02/2010, habe ich mir gedacht, sowas könnte man bestimmt einfacher durchführen, zumal ich vor vielen Jahren von meiner Familie einen Maschinentisch von Wolfkraft zu Weihnachten bekommen habe. Meine Idee war, daß man auf dem Tisch eine Art „Korsett“ aufbringt, bestehend aus Dachlatten und einer 9,5 mm starken Sperrholzplatte. Darauf sollten 2 zusammengeklebte Spanplatten 20 mm stark befestigt werden. Diese Platte sollte im Rastermaßabstand von 100 x 100 mm 20mm-Forstnererbohrer-Löcher bekommen. Darin könnte man Bankhaken „versenken“. Dann habe ich einen Artikel über den Multifunktionstisch der Marke mit den grellgrünen Dekor auf seinen Werkzeugmaschinen in der Zeitschrift „Die Holzidee“ aus dem gleichen Hause gelesen. Ich dachte mir, so etwas müßte mein neuer Aufsatz auch „können“. Seitlich angebrachte Löcher für Klemmen hatte ich geplant. So wurden meine Ideen immer konkreter und die Planung umfangreicher.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Tischkreissäge
  • Schwingschleifer
  • Diverse Bohrer
  • Schleifpapier
  • Holzleim
  • Hammer
  • Stemmeisen
  • Kleine Säge
  • Bleistift, Winkel, Zollstock - ich hoffe ich habe alle aufgeführt

Los geht's - Schritt für Schritt

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Teil 1

Eine Span-Verlegeplatte, 20mm stark, wurde in zwei gleiche Teile 570 x 950 mm mit der Stichsäge gesägt, da ich keine Handkreissäge besitze. Anschließend wurden dieSägekanten dieser Platten grob mit einem Schleifpapier Körnung 40 entgratet.Dann wurden die Platten mit viel Holzleim aufeinander geklebt, mit Gewichten beschwert und austrocknen lassen. Danach habe ich eine Sperrholzplatte, 9,5 mm stark, mit den gleichem Maß wie die Spanplatten, zurechtgesägt und die Kanten entgratet. Anschließend wurden die Tischmaße des Maschinentisches ( Wolfcraft ) ermittelt und notiert. Auf die Sperrholzplatte sind dann die Maße des Tisches übertragen worden, es wurden 3mm-Löcher gebohrt und anschließend versenkt. Die Dachlatten habe ich beschriftet, damit auch alles später an der richtigen Stelle ist. Zunächst habe ich die Teile „trocken“, d.h. ohne Holzleim,nur mit Spax-Schrauben 3 x 30 mm zusammengeschraubt, um zu sehen ob alles paßt.Dazu habe ich die Platte hochkant in den Workmate gespannt und die vordere unddie hintere Latte vorerst nur mit 2 Schrauben fixiert. Nach Überprüfung habeich die Latten links und rechts auch nur mit jeweils 2 Schrauben befestigt.Nachdem die Vorrichtung auf dem Metalltisch paßte - eine Aussparung für die Halterung der Sägeeinrichtung habe ich mit der Japansäge, dem Stemmeisen und mit der Raspel ausgeführt – habe ich die erste Latte losgeschraubt, Leim aufgebrachtund wieder festgeschraubt. So wurden auch die restlichen Latten befestigt.

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Teil 2

Aus Ermangelung stärkeren Holzes habe ich jeweils 2 Stück 9,5 mm starke Sperrholzstreifen 100 mm breit gesägt, diesmal mit Hilfe einer Tischkreissäge. Die Streifen wurden entgratet, mit Holzleim versehen und mit Spax-Schrauben 3x16mm zusammengeheftet. Anschließend wurden, in einem gleichmößigem Abstand, 20 mm – Löcher mit einem Forstnerbohrer gebohrt. Außer in der vorderen Platte. Hier habe ich für später geplant, eine Spannzange einzubauen. Die fertiggestellten „doppelten“ Teile habe ich dann zur Probe auf die Abdeckung gestellt und kleine Anpassungen durchgeführt. Dann wurden 3mm Löcher von der Unterseite des Aufsatzes gebohrt und versenkt. Anschließend habe ich das Teil in die Workmate gespannt, Leim auf die Sperrholzbretter gegeben und mit Hilfe von zwei Schnellspannklemmen fixiert. Dann wurden die Streifen mit Spax-Schrauben 3x30mmauf der Oberseite des Aufsatzes befestigt.

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Teil 3

Aufbau der „Lochplatte“, zunächst ein Provisorium… Dachlatten ausgemessen, abgelängt, innen an den Rahmen vom Aufsatz gehalten und mit 2 Schnellspannklemmen fixiert. Anschließend wurden diese Leisten ohne Leim nach dem Vorbohren mit ein paar Spax-Schrauben 3x30mm angeheftet. Nach oben hin wurden ca. 1mm die Leisten rausschauen lassen. Eine Sperrholzplatte 9,5mm stark, 950 x 570 mm habe ich ausgesägt, und entgratet. Ca. 28mm Abstand vom Rand wurden 4 mm-Löcher gebohrt und versenkt. Auf die bis dato nur mit Schrauben befestigten Leisten wurde Holzleim aufgetragen, die Platte aufgelegt und mit 4x30 mm Spax-Schrauben festgeschraubt. Anschließend habe ich die provisorisch seitlich aufgebrachten Schrauben entfernt. Die Platte, die nun einen Rahmen auf der Unterseite hat, wurde umgedreht und die Leisten wurden untereinander mit Leim versehen und zusammengeschraubt. Jetzt kommt die Spanplatte, mittlerweile 40mm stark, zum Einsatz. Diese habe ich mit viel Holzleim versehen. Darauf habe ich die zuvor erstellte Platte mit Rahmen gelegt, zunächst nur ein Loch 4 mm an einer Ecke gebohrt, versenkt und eine Schraube 4x40 mm Spax-Schraube eingeschraubt. Dann habe ich auf die diagonal gegenüberliegenden Seite eine Schraube angebracht. Dann folgten die anderen „Ecken“. Nun wurden alle Löcher an den Rändern gebohrt und versenkt. Dann folgten die Schrauben. Nachdem ich im „Innenraum“ ein 100 x 100 mm Raster, ausgehend von der Mitte, angezeichnet hatte, wurden in den Zwischenräumen Löcher gebohrt und die Schrauben eingebracht. Dabei machten meine zwei Accu-Schrauber „schlapp“, sodaß ich meine mittlerweile über 30 Jahre alte Kress-Bohrmaschine zum Einsatz brachte. Die elektronische Regelung läßt zwar zu wünschen übrig aber es funktionierte auch so. Dann habe ich das Ganze mal zusammengesetzt und kleine Anpaßarbeiten durchgeführt.

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Teil 4

Ein Raster 100 x 100 mm, ausgehend von der Mitte, habe ich dann angezeichnet und die Kreuzungspunkte mit einem Dorn ein Markierungsloch gesetzt. Danach wurde in die Bohrmaschine ein Forstnerbohrer 20 mm eingespannt, die Spitze aufgesetzt und die Löcher so grade, wie`s ging ganz durchgebohrt. Eine Heidenarbeit, bei dem mein Bohrer ( ein Billig-Produkt im 5 er Pack zu € 15,00 ) den „Geist“ aufgegeben hatte, er fing an heiß zu werden und wurde stumpf. Ich besorgte mir bei einem befreundeten Heimwerker einen Neuen und damit ging`s hervorragend. Danach habe ich mit dem Bandschleifer ringsrum erst mit einem 60er Korn grob vorgeschliffen und dann mit dem 180 er feinverschliffen. Einige Bankhaken habe ich bereits erstellt, es kommt eine separate Anleitung. Eine Erweiterung ist auch noch geplant


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