Sommerküche mit Hochbeet

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    300 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Wir haben vor 5 Jahren, als wir unser Haus bezogen haben, ein ebenerdiges Gemüsebeet angelegt. Dieses ist auf 3Metern Breite einen Meter tief und auf den beiden Metern rechst einen halben Meter tief. Im Laufe der Zeit wurde dann die Terrasse drumherum gebaut.
Es gab aber immer ein Problem mit dem Beet: Durch eine Hecke auf der linken Seite, welche wir aus Sichtschutzgründen nicht entfernen wollen, sind die linken zwei Meter des Beetes ab Mittag arg verschattet. Schlecht, gerade wenn man das Beet als Gemüsebeet nutzt.
So machten wir uns Gedanken über eine bessere Form der Nutzung. Seit 1,5 Jahren besitzen wir einen (recht einfachen) Gasgrill, welcher unter einem Dachüberstand des Gartenhauses lagert und jedes Mal mühsam hervorgeräumt und startbereit gemacht werden muss. So reifte der Gedanke an einen neuen Lagerplatz. Aus Lagerplatz wurde "Nutzungsplatz" und die Idee einer kleinen "Outdoorküche" reifte immer mehr. Hinzu kam die Idee eines kleinen Hochbeetes. Am Ende stand ein Bauplan (im Kopf), der beides miteinandern verbinden sollte: die sonnigen 3 Meter Breite für ein Beet nutzen und die anderen 2 Meter zu einem Grillunterstand mit Arbeitsfläche verändern.

Wichtig: Ich bin mir darüber im klaren, dass bei nur einem Meter Tiefe und der doch recht offenen Bauweise kein umfassender Wetterschutz besteht. Aber wenn ich hier einen geschlossenen Verschlag gebaut hätte, wäre das verbleibende Beet wieder vollkommen verschattet...

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Akku-Stichsäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
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Materialliste
  • Pfosten | KDI (7x7)
  • Rauhspund | Douglasie
  • Kabel | 3x1,5
  • LED-Außenlampe
  • Außensteckdose
  • Schalter
  • Folie

Los geht's - Schritt für Schritt

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Aus Beet wird Pflasterfläche

Zunächste habe ich den losen Oberboden im ehemaligen Beet ausgelöffelt. Hierbei habe ich bis zur festen Schicht alles weggenommen um einen möglichst festen Untergrund zu haben. Darauf kam Splitt, in welchem ich dann Verbundpflaster verlegt habe, welches ein guter Freund von seiner Terrasse noch übrig hatte. Zeitgleich habe ich die Einschlaghülsen für die späteren Pfosten gesetzt.
Ich weiß, dass der Unterbau keine "professionelle" Lösung mit Unterbau aus Schotter etc. ist. Aber auf den 2m² steht am Ende ein Grill und ab und an mal eine Person. Da sollte die Sache in der gewählten Form passen.

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Revier abstecken

Nun folgten die weiteren Einschlaghülsen, damit die Eckpunkte im wahrsten Sinne des Wortes bestimmt sind. Zudem habe ich die Pfosten geschnitten und in die Hülsen gesetzt.

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Es geht in die Höhe

Nun ging es also in die Höhe: Der Dachunterbau wildet sich aus drei Kanthölzern. Zudem habe ich den Rahmen des späteren Hochbeetes gebaut.
Ganz bewusst habe ich die Mehrkosten für KDI-Pfosten gegenüber unbehandeltem Bauholz in Kauf genommen. Ich denke, dass die Sache so ein gutes Tück haltbarer ist, ohne dass man alles peinlich genau pinseln muss.

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Dach eindecken

Da ich noch einige alte Dachpfannen habe soll das Dach auf längere Sicht damit eingedeckt werden. Allerdings habe ich davon keine Ahnung. Und ein Kumpel, welcher Dachdecker ist, ist derzeit arbeitsbedingt nicht verfügbar. Daher habe ich übergangsweise erst einmal Kunststoffwellplatten auf das Dache genagelt. Für etwas über 10€ eine Alternative über den Winter...

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Beetbau

Nun habe ich das spätere Beet mit Folie verkleidet. Hierzu habe ich eine Industriefolie von der Rolle verwendet, welche ich oben von außen an die Kanthölzer getackert habe um sie in Form zu bringen.
Darauf folgte dann die Verkleidung des Beetes mit Rauhspund-Douglasie. Die Wahl dieses Materials erwies sich als gut, denn die die Nut- und Federkonstruktion biegen sich nicht einzelne Bretter unter der späteren Last durch die ingefüllte Erde nach außen, sondern der Verbund trägt die Last sehr gut. Durch die Fixierung des oberen Brettes mit vielen Schrauben ist nun auch die Folienbefestigung nun auch noch einmal deutlich verstärkt worden (Folie liegt ja nun zwischen Kantholz und Rauhspund).

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Der Arbeitsbereich entsteht

Nun habe ich den Unterstand nach links, Richtung Hecke, ebenfalls mit Rauhspund verschlossen und bei der Gelegenheit auch den seitlichen Abschluss für die Arbeitsplatte gebaut und ebenfalls verkleidet.
Die Arbeitsplatte habe ich für 8€ in der Restekiste im OBI-Holz-Zuschnitt gefunden und für besser als irgendwelche anderweitigen Eigenkonstruktionen befunden. Dass die Arbeitsplatte, trotz Versiegelung aller offenen Stöße, draußen keine 20 Jahre halten wird ist mir klar. Aber für das Geld tausche ich sie bei Bedarf nach ein paar Jahren gerne wieder aus.

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Verkabelung für Strom und Licht

Da ich kein Elektriker (sondern nur Sohn eines solchen) bin und Strom ja durchaus mit Respekt behandelt werden sollte, werde ich hier keine detaillierte Anleitung zur Verdrahtung erstellen. Nur so viel: Ich habe Strom aus einem benachbarten Geräteschuppen und einer dortigen Abzweigdose per Leerrohr rübergeholt.
An der Verkabelung hängt nun eine mittig unter dem Dach platzierte LED-Außenleuchte sowie zwei Außensteckdosen über der Arbeitsplatte. Hier soll dann im Sommer, so die Idee, unsere elektrische Kochplatte stehen können um beispielsweise Beilagen direkt neben dem Grill kochen zu können.

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weitere To do`s

Was noch fehlt, ist die Installation letzter Details, die eher küchenspezifisch sind. Beispielsweise Haken für Küchenwerkzeuge, einen Unterbaumülleimer, etc. Dies werde ich aber erst dann einbauen, wenn ich während der ersten Nutzungen merke, was wir wo brauchen.

Jetzt kommt der Grill noch an seinen Platz (mit dem Rücken zur weißen Wand). Dort kann er fest stehen und ist lediglich durch entfernen der Wetterschutzhaube umgehend einsatzbereit.

Das Hochbeet ist im unteren Bereich mit dem Aushub der Pflasterarbeiten befüllt. Darauf liegt nun schon einiges an Heckenschnitt, Rasenschnitt, Ästen vom Rückschnitt unserer Bäume, etc. Hier wird weiter befüllt und im Frühjahr kommt dann als Abschluss noch Erde darüber, damit dann Gemüse gepflanzt werden kann.

Die Balkenkonstruktion hinter dem Beet mag noch Fragen aufwerfen. Denn diese ist nicht nur für den Kabelkanal aufgestellt worden. Diesen hätte man auch hinter das Beet legen können. Hier kommen im Frühjahr Haken ins Holz um ein Netz einhängen zu können. Denn wir haben viel Katzen in der Nachbarschaft, welche frische Beete nur zu gern als Klo nutzen. Also kommt, bei Bedarf, ein Netz drüber welche hinten oben am Kantholz eingehängt wrird und nach vorne entweder nur lose hängt oder dort auch noch mit Haken, Knäufen oder irgendetwas anderem befestigt wird.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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