Sitzbank und Schuhregal aus Bambus für den Flur

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    80 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Aus den Holzresten meiner bisherigen Bambusmöbel sollte eine kleine Sitzbank (für unser Patenkind) entstehen. Vorgabe war, dass einfache Flechtkörbe von IKEA reinpassen sollten.
Nun ja, seht selbst...

Los geht's - Schritt für Schritt

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Das Design und die Abmessungen

Als Basis sollten einige Holzreste, die aus meinen bisherigen Projekten übrig waren, dienen. Das Holz, oder besser Gras, war Bambus in 40 mm Stärke.
Die Abmessungen sollten flurgerecht 350x780x420mm (Tiefe, Breite, Höhe) sein.
Unterhalb sollte Platz für IKEA Körbe sein. Diese sind ca. 16 cm hoch und werden auf 15mm starken eloxierten Alustäben liegen.

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Zuschnitt

Bei solch starken Platten bietet sich eine Verleimung auf Gehrung an. Es war ein wenig fummelig die 45 Grad exakt zu schneiden. Meine Tischkreissäge (scheppach ts2000) kann zwar geschwenkt werden, aber die Anzeige ist recht grob. Bei 45,1 Grad betrug die Abweichung schon fast 5 mm auf 40 cm Schenkellänge. Mit etwas Geduld wurden dann aber doch 45 Grad daraus, wie man auf den Bildern erkennen kann. Da Bambus ziemlich schnell ausreisst habe ich ein neues Dünnschnittblatt mit Extremwechselzahn und 64 Zähnen genommen. Die rechten Winken waren ein Gedicht!
Die Gehrung sollte später beim Verleimen nicht verrutschen, so dass ich ein paar Lamellos eingefräst habe.
Die Bohrung für die Alustangen sind mit einem mobilen Bohrständer und Forstnerbohrer schnell und sauber gemacht worden.

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Verleimen

Ich hasse es zu verleimen... immer Hektik, keine Zeit die Zwingen richtig zu setzen. Leim, der überall später in den Ecken sitzt und nicht rauswill... usw. Diesmal habe ich einen Trick angewandt, der zumindest in den Ecken sehr hilfreich ist: Man beklebt die Kanten mit einem Kreppband, welches nach dem Antrocknen einfach abgezogen wird. So bleiben keine Leimreste über. Ansonsten ist dieser Schritt der wichtigste und vermutlich schnellste der gesamten Bauphase. 15 Minuten Offenzeit hatte der 3D Leim. Mit den Lamellos in der Gehrung war die Passung auch sehr gut. Das sollte ein Leben lang halten.

Korpuszwingen kann man nie genug haben! Eine Zwinge habe ich auch für den Gegendruck als Spreizer verwendet. So blieben die Füsse schön im rechten Winkel und die Gehrung wurde schon dicht.
Ausserdem ist eine Trockenübung unerlässlich. Soweit hatte alles gepasst.

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Ein kleines Malheur und ein Bügeleisen

Beim Verleimen habe eine Zulage einer Zwinge vergessen. Das Resultat: eine Einkerbung!

Um diese zu entfernen, habe ich einen alten Schreinertrick verwendet: man befeuchtet die Stelle und bügelt (!) diese mit einem heissen Bügeleisen aus. Der Effekt: das Holz quillt und die Vertiefung hebt sich wieder. Siehe Bilder...

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Schleifen und Finish

Das Produkt ist immer nur so gut wie das Finish. Also musste auch hier geschliffen werden: Korn 80, 180, 320 und fertig. Mein Excenterschleifer hat auch diesmal wieder ganze Arbeit geleistet. Als Endbehandlung habe ich ein OSMO Produkt verwendet, welches in der Anwendung sehr einfach ist. Nach der ersten Schicht kann man schön den matten Seidenglanz und die Glattheit erkennen.

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Die Füsse

Analog zu dem Waschtischunterschrank habe ich auch hier die Füsse aus Vollalu-Stangen gemacht. Das Bürsten ist von Hand gemacht worden, da die Stangen vorher leicht geglänzt hatten und einige Kratzer drin waren. Mit der Maschine hätte man keine geraden Schleifspuren hinterlassen.

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Finale

Zum Schluss (nach 2maligen wachs-/ölen) war es dann fertig.
Fehlt noch ein Spiegel... aber das wird Bestandteil eines weiteren Projekts, welches ich hier vorstellen werde.


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