Segmentkörbchen mit der Dekupiersäge (Scroll Saw Basket)

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Das Dekupiersägefieber hat mich gepackt!

Nachdem ich ja bereits eine Holzschüssel mit der Dekupiersäge gefertigt habe, wollte ich mich mal an einer aus Ringsegmenten gebauten Schale versuchen.
Im Netz gibt es dazu einige hübsche Beispiele, zu finden unter der englischen Bezeichnung "Scroll Saw Basket" - auch Vorlagen werden zum Download bereit gestellt.
Dafür bin ich ziemlich dankbar, da ich (wer sich ein paar meiner Projekte angesehen hat, weiß es) leider nicht zeichnen kann!
Dankbar bin ich für die Vorlagen, nicht für die englische Bezeichnung.

Viel Spaß beim lesen und nachbauen!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Sägestation,  Dekupiersäge SD1600V
  • Schleifroller,  OSM 100
  • Schleifpapier in verschiedenen Körnungen
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Materialliste
  • Sperrholz | Buche (21 x 21 cm)
  • Walnussöl

Los geht's - Schritt für Schritt

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Sperrholz vorbereiten

Von meiner großen Sperrholzplatte (Buche) säge ich mir ein quadratisches Stückchen mit 21cm Kantenlänge an der TKS zurecht.

Die Vorlage habe ich praktischer Weise auf DIN A4 ausgedruckt (210 mm x 297 mm), passt also in der Breite genau auf mein Holzbrettchen.

Zuerst umwickel ich das Sperrholz mit Paketband. Hierdurch verhindere ich eventuelle Ausrisse beim Sägen. Jetzt sprühe ich die Oberseite mit Sprühkleber ein und klebe so die Vorlage drauf. Nachdem der Kleber trocken ist, kommt noch eine Schicht durchsichtiges Paketband drüber, welches der Sägeblattkühlung dient.

Dann bohre ich mit einem 1,5mm Bohrer die Löcher für die Innenschnitte. Natürlich bricht mir hier mal wieder ein Bohrer ab: kommt davon, wenn man "nur noch eben schnell" etwas macht - selber schuld!
Trotzdem grrrr...

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Aussägen der einzelnen Ringe

Ich beginne zu sägen: von Innen nach Außen.
Warum? Keine Ahnung.

Es wird wirklich Zeit, meine Scheppach gegen eine Hegner oder Pegas zu tauschen! Die Deku vibriert und hoppelt auf der Werkbank vor sich hin, dass es wahrlich keine Freude ist!
Nach kurzer Zeit sehe ich schon wieder doppelt. Dann säge ich den Rest morgen und mach mir jetzt ein frisch gehopftes auf - vielleicht hilft das gegen kribbelnde Fingerspitzen!

Am nächsten Tag habe ich dann auch irgendwann alle Ringe fertig gesägt - jetzt jann ich das Holz wieder aus seiner Papier-/Tesahülle befreien.
Sieht doch schon ganz gut aus!

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Reparatur und hübsch machen

Oh Schreck: das Sperrholz hatte Fehler!
Leider ist die mittelere Schicht im Holz bei den äußeren drei Ringen mangelhaft. So geht das doch nicht!
Alles nochmal machen? Nein - nicht mit mir!

Ich nehme ein Reststück Buchensperrholz, greif mir Schleifpapier und produziere "ein wenig" Schleifstaub. Diesen vermische ich mit Leim und stelle mir so meine eigene Holzpaste her.
Die verstreiche ich auf den schadhaften Stellen und verschließe somit den klaffenden Spalt.
Jetzt muss ich halt wieder warten, bis alles trocken ist.

Derweil bearbeite ich schonmal die Kanten der inneren Ringe mit dem Spindelschleifer und schleife auch einige Sägefehler bei. Die Bohrlöcher feile ich vorsichtig mit meinen Minifeilen (Dreikant- und Halbrundfeilen) weg.
Den Feinschliff erledige ich erst mit 120er und dann mit 180er Schmirgel.

Inzwischen ist auch der Leim trocken, jetzt kann ich die äußeren Ringe gleichfalls anhübschen.
Ich find meinen Spindelschleifer toll!

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Der Herr der Ringe

Als erstes ordne ich die einzelnen Ringe mal probehalber an: Jeder Ring wird leicht versetzt auf den anderen gelegt, wobei die dabei entstehenden Abstände möglichst gleich sein sollen (dann ist der Boden auch fein zentriert). Auch sollen die Kanten an den späteren Klebestellen fluchten.

Passt alles? Sitzen die Segmente gut aufeinander?
Sieht prima aus!

Mit einem Bleistift zeichne ich mir leicht an, wie die einzelnen Ringe aufeinander liegen. Dann weiß ich nämlich später, wo ich Leim auftragen muss und wo nicht! Lieber habe ich auf der Unterseite leichte Bleistiftstriche, als auf der Oberseite Kleber, der da nicht hingehört! Ich kenn mich doch...

Dann kann ich ja ans leimen gehen:
Mit einem Streichholz (liegt von meinem Katapult-Projekt noch herum) trage ich beim äßersten Ring auf die angezeichneten Stellen etwas Leim auf. Nur nicht zu viel nehmen! Dann lege ich den nächst kleineren Ring auf, wobei ich natürlich die Lage streng kontrolliere.  Herausquillenden Leim entferne ich gleich mit Hilfe eines dünnen Holzrestes. Da die einzelnen Ringe beim Zusammenpressen gerne verrutschen, mache ich hier ausnahmsweise mal langsam und arbeite mich geduldig in mehreren Etappen vorwärts.

Damit das Körbchen später stabil ist, beschwere ich es während des Trocknens.

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Letzte Ölung

Sobald der Leim gut abgebunden hat begutachte ich die Klebestellen und entferne den ein oder anderen Leimfleck mit dem Cutter.

Anschließend öle ich das Körbchen mit Walnussöl ein - sieht einfach besser aus als rohes Holz und macht es etwas unempfindlicher.
Und riecht gut!

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Fazit

Hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Damit Ihr beim Nachbau nicht die gleichen Fehler macht, ein paar Hinweise:

Mit 1,5mm Bohrer zu bohren war keine gute Idee: zwar komme ich relativ komfortabel mit meinen Sägeblättern (Niqua Fix No.3) durch das Bohrloch, dafür muss ich aber ziemlich viel feilen um das Anfangsloch zu egalisieren. Lieber etwas mehr fummeln und mit 1mm bis maximal 1,2mm bohren. Oder das nächste mal ein Sägeblatt No. 1 hernehmen...

Die Anfangslöcher habe ich hier in Reihe (also immer im gleichen Eck) gebohrt. Geschickter ist es natürlich, wenn man dies variiert.

Das nächste Mal säge ich von außen nach innen! Den äußersten Ring auf der Deku zu führen war gar nicht so einfach bei der geringen Wandstärke!

Man lernt halt nie aus...

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UPDATE 03.01.2019: noch ein Körbchen

Nach dem gleichen Prinzip habe ich noch ein weiters Körbchen gesägt, welches ich euch gerne zeigen möchte.


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