Schwimmendes Entenhaus

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Hallo zusammen,

eine Nachbarin hat mich gefragt, ob ich ein Entenhaus bauen kann - nichts leichter als das. Um es mir nicht zu schwer zu machen, sollte das Haus etwa so aussehen, wie jenes, welches man im Internet bei vielen Webseiten sehen kann.
Siehe: http://www.baumarkt.de/nxs/381///baumarkt/schablone1/Bauanleitung-schwimmendes-Entenhaus-fuer-den-Teich

Es ist auch so ähnlich geworden, aber nur fast... lest selbst.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Holzauswahl

Wer schon mal mit Holz für draussen gearbeitet hat, weiss, dass es schnell verrottet, wenn man nicht die richtige Wahl des Holzes oder innere und äußere Schutzmassnahmen beachtet.
Insbesondere wird ein Holz im Wasser sehr schnell kaputt gehen.
Für das Entenhaus schlug die Bauanleitung im Internet vor, dass man Kiefer nehmen kann... besser als Fichte oder Tanne, aber immer noch nicht gut.
Teak, Garapa, oder sonstige Tropenhölzer schieden schon aufgrund des Preises aus.
Meine Wahl fiel auf Lärche, welches im Wasser gut haltbar ist (hoher Harzanteil im Kern) und unbehandelt eine schöne graue Patina entwickelt. Ich habe recht günstig im Baumarkt Lärche Rauspundbretter bekommen. 6 qm sollten reichen. Ein paar Douglasiebohlen (45x70) sollten das Hausgerüst darstellen.

Da ich eine Struktur in der Oberfläche habe wollte, sind alle Bretter über den Frästisch gewandert und sind mittels 45° Fasefräser an den Rändern profliliert worden. Es sieht einfach ästhetischer aus, als eine glatte Fläche zu haben.

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Der Bauplan

Wie beschrieben habe ich den Bauplan im Internet als Hilfe genommen, den aber noch ein wenig verändert.
Bauplan: http://www.baumarkt.de/nxs/381///baumarkt/schablone1/Bauanleitung-schwimmendes-Entenhaus-fuer-den-Teich

Die Abmessungen habe ich grob beibehalten, aber ich wollte ein Dach zum öffnen, um ab und zu im Haus mit dem Kärcher aufzuräumen. Ausserdem ist die Ausrichtung der Bretter auf dem Dach unsinnig, da die horizontalen Fugen Regenwasser durchlassen. Vertikal gibt es die Probleme nicht.
Da meine Bretter viel dicker waren als die in der Anleitung musste alles angepasst werden. Als Schwimmhilfe dient ein Styrodurbrett von 125x60x10cm. Das erzeugt einen Auftrieb von 73 Kilo (Eigengewicht schon abgezogen). Das reicht auch gerade so.... mehr dazu am Schluss - beim Schwimmunterricht.

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Die Hauskonstruktion

Dazu ist nicht viel zu sagen. Der Plan im Internet gibt eine grobe Vorstellung. Da ich das Dach modifizieren wollte, musste ich eine kleine Pfettenkonstruktion einbauen. Die "Firstpfette" ist auf einer vertikalen Leiste aufgeschraubt, die wiederum mit einer Abplattung am der unteren Leiste verschraubt und verleimt ist (D3 Leim reicht hier völlig, da es nachher verkleidet ist und keinen Wasserkontakt hat). Den Rahmen habe ich mit 5x80mm Schrauben zusammengefügt. Die Leisten habe ich vorher aus einem 45x70 mm Douglasiebalken geschnitten. Die Tischkreissäge mit Flachzahnblatt (wenige Zähne, da Längsrichtung!) ist da sehr hilfreich.

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Konstruktiver Holzschutz

Da das Haus unbehandelt bleiben soll, habe ich einige Massnahmen ergriffen, um Regenwasser besser ableiten zu können. Generell ist nur Staunässe ein Problem. Holz, welches im nassen Zustand trocknen kann, ist nicht problematisch. Am unteren Rand sind alle Profilbretter leicht angefast. Das habe ich nach der Montage mit einer Kreissäge mit Führungsschiene erledigt. Einfacher geht es kaum. Die Dachausskanten sind ebenfalls mit einer Fase versehen, so dass das Regenwasser besser abtropft.

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Das Dach

Wie bereits erwähnt wollte ich das Haus "wartungsfreundlicher" machen. Also musste eine Dachhälfte zum Öffnen gestaltet werden. Was sich einfach anhört, war nicht so einfach aufgrund der gweählten Kontruktion. Das erste und letzte Brett konnte nicht mit einer Leiste befestigt werden, da es auf den Pfetten aufliegen sollte und die "Fassade" keine weiteren Durchbrüche haben sollte. Abhilfe schafft hier ein Senkloch, bzw. 6 davon, in denen Schrauben versenkt wurden. Das sollte eine Weile halten. Die anderen Bretter sind mit Nut und Feder zusammengeschoben und mit zwei Leisten verbunden worden. Weiteres Problem: die Bretter waren sehr verdreht, so dass das Dach auf der einen Seite auflag und die andere hing 6 cm in der Luft. Ich habe (nach einigem Probieren) einen Schliesshaken mittig angebracht, so dass die Dachhälfte nach unten gezogen wird und sich arretieren lässt. Am First sind die Bretter alle mit dem Dachneigungswinkel versehen, so dass diese senkrecht nach oben spitz zulaufen. Das erforderliche Klappscharnier (Edelstahl - was sonst) musste ich oben auf das Dach montieren. Alles andere schien mir zu schwach seitens der Konstruktion. Zwischen den beiden Dachhälften ist aber immer noch ein Spalt von 1-2 mm, welchen ich durch einen Rest von Kofferraummatte abgedichtet habe. So kommt kein Wasser auf die Köpfe des Federviehs...

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Der Eingang

Da gibt es nicht zu viel zu sagen: Bretter arretieren und einen Halbkreis aufzeichnen und mit der Stichsäge zusägen. Seht her... ich habe eine Stichsäge von Bosch.... :-)Um den Enten den Weg ins neue Domizil zu erleichtern, habe ich noch 2 Treppen gebaut.
Eine kommt direkt vor den Eingang, die andere wird am Ponton befestigt.

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Das Ponton

Wie bereits erwähnt, soll das Teil nachher schwimmen. Ich habe eine Styrodurplatte als Schwimmhilfe genommen. Bitte beachten: kein Styropor nehmen, denn der saugt sich im Laufe der Zeit eher voll, da die Masse inhomogen ist und sich in den Zwischenräumen Wasser breit macht. Die Rauhspundbretter wurden mittig aufgetrennt, Nut und Feder entfernt und gefast. Testweise habe ich die Latten zusammengestellt, um zu sehen, welche Abstände dazwischen gut aussehen und ich mit den Brettern auskomme, die ich geschnitten hatte. Den Bereich des Hauses habe ich freigelassen, um Gewicht zu sparen und eine Reinigung zu ermöglichen. Lediglich die 4 Ecken sind noch etwas länger, da ich hier das Haus mit Edelstahlwinkel befestigen werde. Das Styrodur ist mit einer Teichfolie oben versehen, um den Schwimmkörper beim "abkärchern" nicht zu beschädigen. Ausserdem kann man es besser sauberhalten. Die ausgessparte Fläche wird mit einem Gitter abgedeckt, so dass die Enten auf einem Rost sitzen können.

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Der Schwimmtest

Der entscheidende Moment. Schwimmt das Teil? Ich habe meinen Nachbarn gebeten, seinen Mini-Teich zu missbrauchen, um die Schwimmfähigkeit zu testen. Das Haus steht zwar noch 180 Grad verdreht, was aber für die Gewichtsverteilung irrelevant ist. Später wird der Eingang richtig herum sein. Ich war sehr erstaunt welchen Auftrieb die Platte erzeugt. Das Holz wird noch ein wenig nasser werden, so dass es insgesamt noch tiefer liegen wird, aber die Enten bekommen keine nassen Füsse. Nun kann es ausgeliefert werden.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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