Schraubstock Klapptisch

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

Aus Platzgründen würde ein festmontierte Schraubstock auf der kleinen Werkbank stören.
Zusätzlich durch den kleinen Raum wäre ein weiterer Tisch nur im Weg. Alternativ wäre die Möglichkeit gewesen den Schraubstock nur temporär zu befestigen oder mit einer entsprechenden Tischklemme auf- und abzubauen.
Auf Dauer hätte mich das genervt und würde auch zu lange dauern. Darum entschied ich mich ein Klapptisch zu bauen, bei dem der Schraubstock innerhalb von Sekunden einsatzbereit ist.

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • 1 x Platte | Holz (16x80 (nach Bedarf))
  • 3 x M8 Schrauben (M8)
  • 3 x M8 Mutter (M8)
  • 3 x Winkel | Metall
  • 3 x Scharnier
  • 2 x Schieberiegel
  • Holzschrauben (div. Längen)
  • Holzleisten (58x38 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung und erste Schritte

Da der Klapptisch nicht sonderlich breit und tief sein muss, wird keine große Holzplatte benötigt. Ich habe die Reststücke vom Zuschnitt beim Baumarkt durchforstet.
Ursprünglich wollte ich eine Reststück einer Küchenarbeitsplatte nehmen. Aber dann bin ich auf eine 3-Schicht Platte gestossen. Die war ausreichend dick und wirkte stabil.
Auf dem Bild ist zu sehen, wo der Klapptisch hin soll.
Eine zur Seite klappbare Stütze, soll den Tisch dann halten.

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Zuschnitt

Ich habe für den Tisch 16 cm Breite ausgemessen und zurecht gesägt.
Die Kanten habe ich mit dem Elektrohobel bearbeitet. Lässt sich natürlich auch schleifen. Habe ich dann mit der Hauptfläche auch gemacht.
Da der runtergeklappte Tisch nicht bündig an der Wand anliegen darf, habe auch ein Teilstück von 10 cm Tiefe abgesägt. Diese Stück ist dann fest an der Wand fixiert und daran wird dann das Scharnier befestigt.
Da ich für den Schraubstock einen Drehteller verwende, habe ich am Tischende noch die Ecken ausgesägt. So stößt bei Drehen nichts an.
Anschließend habe ich alle Kanten mit den Öberfräse bearbeitet und kein scharfen Kanten zu haben.
Zu guter Letzt das Ganze noch etwas mit Öl behandelt.

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Konstruktion der klappbaren Stütze

Als Grundlage habe ich günstiges sägeraues 35x58 mm  Fichtenholzleisten genutzt. Allerdings bin ich nochmal mit dem Elektrohobel drüber gegangen.
Auf Bild Nr. 3 ist dann gut zu erkennen wie die Stütze aussehen soll. Einfache Dreieckskonstruktion. Eine Seite im 45 Grad Winkel abgesägt und drangehalten und dann entsprechend in der Länge gekürzt.
Im Bild 5 habe ich alles mal angehalten. Dabei stellte ich fest, daß das Scharnier beim Ausklappen im Weg wäre und habe die Holzleiste, auf dem der Tisch aufliegen soll, etwas höher angesetzt und einen Aussparung reingefräst. (Bild 6 und 7)
Mit einem passenden Winkel habe ich das die beiden Leisten dann verbunden. Die dritte Leiste habe ich dann einfach mit zwei Schrauben festgemacht.

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Seitenanschlag

Damit die Stützkonstruktion beim Ausklappen auch in der richtigen Position sitzt, habe ich noch einen Seitenanschlag eingeplant.
Der besteht aus einem Reststück der 3-Schichtplatte.
Dann noch mit drei Löchern versehen. Die Stütze noch mittig angehalten und den Anschlag direkt auf die richtige Seite angesetzt.
Allerdings habe ich ihn noch nicht angeschraubt um die nächsten Schritte fertig zustellen.

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Vorbereitung zur Montage des Schraubstocks

Auf den ersten beiden Bilder ist zu sehen, wie ich den Schraubstock aufgesetzt habe um zu schauen, daß alle passt.
Wichtig war, daß der Spannhebel auch in jeder Drehstellung nicht am Tisch anstösst.
Dann die Löcher vom Drehteller anzeichen und entsprechend bohren. Danach nochmal schauen ob alles passt.
Anschließend habe ich den Seitenanschlag von unten verschraubt.

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Wandmontage des Klapptischs

Zunächst habe ich das Scharnier gesetzt und verschraubt. Das schmale Teil des Tisches ist fest an der Wand montiert und wird von Winkeln gehalten.
Da das Ganze von der Höhe bündig mit meiner Werkbank sein soll, habe ich einfach ein Stück Holz angelegt. Mit der Wasserwaage ausgerichtet und die Bohrlöcher angezeichnet.

In meinem Fall habe ich als Wand nur eine Wand aus Spanholz. Die Montage gestaltete sich da etwas anderes, aber muss ich nicht näher drauf eingehen. Idealerweise steht natürlich eine feste Wand zur Verfügung.

Auf Bild 6 ist dann zu sehen, daß soweit schonmal hängt und nicht gleich abgefallen ist.

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Klappstütze

Die Stütze habe ich zuerst mit Scharnieren versehen. So konnte ich diese dann an der Wand anhalten und entsprechenden anzeichnen.
Auf Bild 3 ist dann zu sehen, daß diese dann auch schon hängt. Wegklappen funktioniert auch schon, wie auf dem 4. Bild zu erkennen.

Der Seitenanschlag verhindert natürlich nur zur einen Seite das Wegklappen der Stütze. Beim Arbeiten am Schraubstock soll sich natürlich nichts selbstständig machen. Daher werden auf der gegenüberliegeneden Seite noch kleine Schieberiegel (Bild 5) verbaut.

Diese ansetzen und anzeichnen und verschrauben. Den Riegel dann noch ob an die Platte schieben und auch wieder anzeichnen. Von unten dann ein Loch bohren, wo die Riegel dann eingeschoben wird.
Natürlich möglichst nicht durchbohren.

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Endgültige Montage des Schraubstocks

In meinem Fall kommt natürlich zuerst der Drehteller. Die Löcher dafür sind ja schon vorbereitet. Noch Unterlegscheiben und dann fest verschrauben. Danach kann der eigentliche Schraubsteck auf dem Drehteller festgemacht werden.

Anschließend mal die ganze Konstruktion runtergeklappt. Fällt nicht von der Wand ab. Passt.

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Detailarbeiten

Leider stellte sich heraus, daß ich das Scharnier die stramm genug verschraubt habe und es in sich wackelte. Um noch etwas Spannung drauf zu bekommen, habe ich eine Reststück Aluminium dazwischen gesetzt (Bild 1 und 2).

Für den Schraubstock habe ich noch zwei Paar Schonbacken. Um dieser immer griffbereit zu haben, kam mir folgende Idee.
Da diese magnetisch sind, habe ich unter der Stütze einfach zwei kleine Schrauben für jede Schonbacke verschraubt. So kann ich diese einfach unten anheften.
Bei Bedarf kann ich sie einfach abmachen und brauche nicht umständlich in einer Schublade suchen.

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Impression

Zum Schluss noch mal ein paar Bilder von allen Seiten. Durch die dünne Spanholzrückwand ist das ganze nicht 100% wackelfrei. Da wäre eine Montage an einer Betonwand sicher besser. Das Scharnier hätte sicherlich auch ein besseres sein können. Da wäre eines mit weniger Spiel sicherlich besser gewesen.

Ingesamt bin ich aber sehr zufrieden und endlich kann ich vernünftig an einem Schraubstock arbeiten und er ist nicht im Weg und schnell einsatzbereit.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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