Schlüsselkästchen

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    8 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Vom letzten Projekt war noch ein Stück Esche (60cm x 17cm x 2,8cm) und ein paar kleinere Leisten übrig geblieben. Daraus sollte nun ein Schlüsselkästchen werden.
Es gab diesmal keinen detaillierten Plan, sondern nur ein grobes Bild im Kopf. Die Einzelheiten und Abmessungen wurden dadurch bestimmt, wie das verfügbare Holz ausreichte. Solche Projekte haben ihren Reiz darin, dass die Ideen während des Baus entstehen.
Allerdings stelle ich am Ende fest, dass mit diesen Randbedingungen auch der Projektbericht nicht so ganz "straight forward", sondern eher etwas konfus ist.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitung und Planung

Auftrennen in drei Brettchen
Teile gehobelt und grob zugesägt

Mit der Bandsäge konnte ich das Brett in drei dünne Teile zerlegen. Gehobelt habe ich die Brettchen dann beidseitig von Hand. Hat auch ganz gut funktioniert, und sie hatten danach eine Stärke von 7mm.
Darauf hin habe ich die Abmessungen des Kästchens mit 26cm x 26cm x 8cm festgelegt.
Zwei der Brettchen zusammen geleimt reichten aus für Tür und Rückwand, aus dem dritten wurden Seitenteile, Deckel und Boden.
Die Rückwand sollte lose in Nuten in Seitenteilen, Deckel und Boden liegen, damit das Holz etwas Platz zum Arbeiten hat.
Den ersten Gedanken, die Tür aus Rahmen und Füllung zusammen zu setzen habe ich verworfen und beschlossen, die Tür durchgehend aus einem Stück zu machen. Um dann ein Verziehen zu verhindern, sollten zwei Gratleisten eingebaut werden. Ich war gespannt ob das so funktionieren würde.
Der Innenausbau sollte aus zwei Reihen Haken bestehen. Und weil meist noch irgendwas lose in einen solchen Kasten gelegt wird, sollte ein schmales Querbrettchen unten verhindern, dass diese Utensilien herausfallen.

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Fertigen der Einzelteile

Anzeichnen der Zinken
Anschlag zur Begrenzung der Schnitttiefe beim Zinken sägen
Falz in der Rückwand fräsen
Nuten für die Rückwand fräsen
Aussparungen für die Hakenleisten stemmen
Gratleisten für die Tür
Beim zweiten Versuch passt's dann
Zapfenbänder bohren
Zapfenbänder fertig
Zapfenbänder einlassen
So sieht's dann aus
Probehalber zusammen gesteckt

Nun wurden also die einzelnen Flächen auf Maß gesägt.
Die Zinken an den vier Außenkanten habe ich diesmal mit der Bandsäge gesägt und dann mit dem Stechbeitel nachgearbeitet. Offen gesagt klappt's so bei mir besser als wenn ich von Hand säge. Mit einem kleinen Anschlag hinter dem Sägeblatt lässt sich leicht sicherstellen dass alle Einschnitte gleich tief werden. Jedenfalls passten Seitenteile, Deckel und Boden am Ende ganz gut zusammen.
Nun konnte ich die Nuten für die Rückwand und den umlaufenden Falz in der Rückwand fräsen. Quer zur Faserrichtung der Rückwand habe ich von den Maßen her etwas Luft gelassen, damit sich das Holz noch ausdehnen kann wenn die Luft feuchter wird.
Zwischendurch stieß ich auf die Frage, wo ich eigentlich die Schlüsselhaken befestigen wollte. Die Rückwand schien mir dazu etwas zu schwach zu sein. Deshalb habe ich zusätzlich zwei Leisten vorbereitet, die direkt vor der Rückwand liegen und in die beiden Seitenteile eingezapft sind. Die entsprechenden Aussparungen habe ich dann mit dem Stechbeitel gemacht.

Eine kleine Herausforderung war dann die Herstellung und das Einpassen der Gratleisten in die Tür. Beim ersten Versuch musste ich leider feststellen, dass ich bei der schrittweisen Annäherung der Leistenbreite an die Nut den letzten Schritt zu groß gemacht hatte. Die Leiste hatte zu viel Luft in der Nut. Beim zweiten Versuch hat es dann geklappt. Mit sanftem Druck ließen sich die Leisten in die Nuten einschieben.

Nebenbei hatte ich mir überlegt, dass ich gerne schöne und wertig aussehende Scharniere aus Messing haben wollte. Nun sehen aber die allgemein angebotenen Zapfenbänder nicht nur wertig aus, sondern sie kosten auch entsprechend. Deshalb wollte ich versuchen, solche Bänder selbst zu machen.
Also habe ich je ein Stückchen Flachmaterial und Rundmaterial aus Messing gekauft (in Summe ca 6 Euro). Vier Stückchen Flachmaterial wurden abgelängt, gebohrt, gesenkt und gefeilt. In zwei davon wurde jeweils ein kurzes Stückchen Rundmaterial eingedrückt und sicherheitshalber von hinten verlötet. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Mit dem Stechbeitel habe ich dann die Bänder in Türe, Deckel und Boden eingelassen.
Ebenfalls mit dem Stechbeitel habe ich in die Rückwand Aussparungen gemacht damit das Kästchen dann mit Haken an die Wand gehängt werden kann.
Die Zuhaltung habe ich mit 4 kleinen Magneten gemacht, von denen je zwei in die Seitenwand und in die Tür eingelassen sind. Die entsprechenden Löcher habe ich vorab gebohrt.

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Zusammenbau

Nun mit Leim
Griff feilen
Gewinde zur Befestigung
Griff fertig
Zinken verputzen
Ganz ordentlich
Aussparungen zur Aufhängung
Nochmal
Passt

Zwischendurch hatte ich alle Teile natürlich vielfach zusammen gesteckt um zu sehen ob alles passt. Nachdem ich mir sicher war, konnte ich alles verleimen. Dabei habe ich die Tür fertig eingebaut gelassen um zu verhindern dass ich irgendwo einen Winkel nicht sauber halte und die Tür dann schief hängt. Da ich nur sehr kleine Spaltmaße haben wollte, wäre das fatal gewesen.

Während der Trocknungszeit konnte ich mich um einen Griff kümmern. Nachdem ich Spaß an Messing gefunden hatte, habe ich an einem alten Reststück alles abgesägt und -gefeilt was nicht nach Griff aussah. Dann wurden noch zur Befestigung zwei Löcher gebohrt und Gewinde geschnitten. Ich finde, das Ergebnis passt ganz gut zu den Scharnieren.

Nachdem der Leim ausgehärtet war, wurden mit dem Hobel die Zinken verputzt, alles geölt und montiert.
Inzwischen hängt das Teil an der Wand.


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