Schleichi - die Schildkröte - ein Nachziehspielzeug

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Schleichi auf Testfahrt
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Vornweg, ich habe das Buch mit den Vorlagen zu Weihnachten erhalten, und natürlich muuste ich gleich daraus etwas probieren. Da meine Mittlere in die "Schildkrötenklasse" geht, musste ich natürlich, und ganz ohne Beeinflussung, die Schildkröte als erstes machen.....

Nachdem mir derzeit allerhand unfreundliche Eigenschaften und Worte in den Mund gelegt werden, insbesondere hier bei 1-2-do, möchte ich erklären, dass das Wort Schleichi sich NICHT auf unsere erkrankten und/oder älteren Mitglieder bezeiht, welche diverse Fortbewegungshilfen (Krücken, Rollstuhl, etc.) benötigen, um den Alltag zu meistern.

Schleichi, das war einfach der Vorlagenname aus dem Buch, und den habe ich übernommen, obwohl der Originaltitel vermutlich anders lautend ist, da das Buch vermutlich vom Englischen übersetzt ist.
Mir hat dieses Projekt Spaß gemacht, auch wenn ich nicht die "richtigen" Werkzeuge dafür verwendet habe, aber ich möchte hier auch aufzeigen, dass man auch zum Ziel kommt, wenn man sich nicht strikt an die Vorgabe hält. Also viel Spaß beim durchschleichen der Arbeitsschritte....

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schlagbohrschrauber
  • Stichsäge
  • Tischbohrmaschine
  • Oberfräse
  • Schwingschleifer
  • Bandsäge
  • Spindelschleifer
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Materialliste
  • div. x Holzreste
  • 4 x Holzräder | 43mm
  • 1 x Fahrradschlauch
  • 1 x Schnur
  • Leim | Lack (2K Kleber)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorlage abzeichnen

Aus diesem Buch ist die Vorlage
Alles abzeichnen
Alles mal abgezeichnet

Jeder "Otto-Normal-User" nimmt eine Vorlage fotografiert sie, und druckt sie aus, oder geht gleich zum Kopierer.....
Tja, blöd nur, wenn man keinen Drucker daheim hat, zumindest im Haus habe ich zwar eine minimale EDV Ausstattung, aber eben keinen Drucker.

Da ich in meinem Job öfters mit der zeichnerischen Gestaltung von Gefahrenbereichen von Scharfschießen zu tun habe, habe ich immer ein bisserl was an Millimeterpapier daheim....

Also habe ich die Vorlagen für die weitere Bearbeitung einfach abgezeichnet, oder wie wir Österreicher sagen: glernt is glernt.
Die Holzformate waren in Dicken, die ich eindeutig nicht zu Hause hatte, bzw. auch nicht gängig in Baumärkten im deutschprachigen Raum, also schau ma moi, was da ist.

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Materialsuche und Zuschnitt des Panzers

Mein Resteberg
Grobzuschnitt für die weitere Bearbeitung der gesamten Materialien

In meinem Chaos, dass ich Werkstatt nenne, habe ich einen großen Resteberg unter meinem Arbeitstisch, darin fand sich ein Stück Butcherblock (Hevea), also ideal für den Panzer, auch Reste von Multiplex, bzw. von der 27mm 3 Schichtplatte fand sich darin.
Also schnitt die Reste mal für die weitere Bearbeitung passend zu.

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Das Panzeroberteil entsteht

40° auf der Bandsäge eingestellt
Zuschnitt Panzer
Übertrag der Öffnung
Ausschnitt
von unten
naja, sauber ist was anderes.....
Was nicht passt, wird passend geschliffen.....

Die Bandsäge mit einem 7mm Blatt bestückt (vorgesehen wäre ein 3mm Blatt, welches aber bei mir ohne einen Umbau des BS nicht hinein passt), tja mit einer PEGAS Feinschnittbandsäge wäre dies kein Problem, aber da ich weder den Platz für sowas habe, noch das Geld dafür, muss ich halt das nehmen, was da ist.
Den Tisch auf 40 Grad gestellt, wobei hier reicht die Genauigkeit der mechanischen Anzeige der Säge komplett aus, ich hätte zwar nachmessen können, aber warum?

Kleine Warnhinweis, immer beobachten, wo das Bandsägeblatt läuft, denn bei so einem Schnitt können leicht mal die Finger im Weg sein, und die Bandsäge macht da keinen Unterschied, was sie sägt....

Zuerst habe ich den Panzer rundum geschnitten, dann habe ich die Vorlage für den Ausschnitt der Kopf und Schwanzöffnung ausgeschnitten und direkt auf das Holz übertragen. Tja. hier kam dann das Fehlen des 3mm Blattes zum Vorschein,....
Einen sauberen Schnitt der durchgängig war, den bekommt man mit dem 7mm Blatt nicht hin.
Aber wer damit ein Problem ist eh selber schuld.....
Ab zum Spindelschleifer und den Schnitt berichtigt, also ausgeschliffen.....

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Der Kopf

Der Kopf an der Bandsäge
fertig geschnitten
Ups, bohren sollte man eigentlich vorher
fertiger Kopf

Da ich die Schildkröte gleich 2 mal gemacht habe, habe ich 2 Reststücke Multiplex zusammengeschraubt und die Form mal geschnitten. Erst dann bin ich draufgekommen, das es sinnvoller gewesen wäre, erst die Löcher für Antrieb und Auge zu bohren.....
Naja die Köpfe wieder in die ausgeschnitten Form gelegt, mit Kreppband fixiert, und dann gebohrt. Ging zwar auch, jedoch wäre es umgekehrt deutlich besser gewesen.

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Der Schwanz

Erst bohren
dann schneiden
fertiger Schwanz

Eigentlich genau gleich wie der Kopf zu fertigen, nur dieses Mal, habe ich vorher gebohrt, man lernt ja aus seinen Fehlern....

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Die Füße und Achsenhalter

Vorlagen aufkleben
ausgeschnitten
Dicke anpassen
Löcher bohren mit definierter Tiefe
passend geschliffen

Aus einem Rest der 3 Schichtplatte 27mm habe ich die Füße geschnitten und passend in der Dicke geschnitten, bzw. geschliffen.

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Die Übergangsplatte zwischen Panzer oben und Füße

Reste zusammengeschraubt
Bohren bis die Spitze durch ist
von der Rückseite fertig bohren
alle 4 fertig gebohrt
Innen ausgeschnitten
Außenform nachgezeichnet
und an de BS geschnitten
Etwas nachschleifen
Trockenanprobe

Sollte es dafür einen fahmännischen Begriff geben, dann ist mir dieser nicht bekannt..... Bin ja kein Biologe.
Also 2 Multiplexreste zusammengeschraubt, die Löcher für die Ecken mit dem 25mm Forstnerbohrer gebohrt, wobei um Umreissen zu vermeiden, sollte man kurz nachdem die Spitze durch ist, die Platte umdrehen, und von der anderen Seite weiter bohren.
dann das Innenleben mit der Stichsäge entfernt und die Außenkante mit der Bandsäge geschnitten. Dann einmal alles auf die optische Zusammenpassung geprüft und mal übereinander gelegt.

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Kanten abrunden und schleifen

Abrunden
Schleifen

Die Kanten von der Übergangsplatte habe ich dann am Oberfrästisch abgerundet und die Einzelteile geschliffen

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Räder umarbeiten

Die Zeichenschablone war bei diesen Rädern unmöglich auf die Räder zu übertragen
Mittig aufgebohrt
exzentrische Bohrung gesetzt
mittels Holzdübel probiert und festgestellt, dass ich unten schleife.....
Wichtig hier, der mittlere Teil darf nicht über das rad hinaus ragen
hier zur Veranschaulichung, wie es unten nicht sein sollte

Ich habe mir Räder gekauft, da der Stückpreis von 50 cent wohl fast nicht mehr zu unterbieten ist (wohl gemerkt im lokalen Bastelshop, und nicht über das Internet).
Jedoch hatten diese eine 3 mm Bohrung in der Mitte und waren etwas kleiner als in der Vorlage gefordert.
Also zuerst mal die mittige Bohrung für die Achse vergrößert und dann die Bohrung für die Exzentrische Achse ausgemessen, angezeichnet und gebohrt. Naja viel Platz ist da nicht mehr.....
Dann mal alles anprobiert und festgestellt, dass ich aufrund der kleineren Räder Kopf und Schwanz etwas kleiner machen muss, da diese sonst unten den Boden berührt hätten. Naja eine Hängebauchschildkröte sieht wohl auch nicht so toll aus....

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Lackieren

verwendeter Lack
Der wichtigste Hinweis am Lack
Kronenkorken als Lackierspitzen....

Da es ja Spielzeug ist, habe ich beschlossen einen spielzeugtauglichen lack zu verwenden. Alle Teile 2 mal händisch gestrichen, wobei ich dort wo die Teile zusammengeklebt werden, nicht gestrichen habe.

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Zusammenbau Teil 1

Mittelachse und exzentrischer Dübel eingeleimt
Kopf auf die Achse gesetzt und die zweite Seite verleimt.
Kopf und Schwanz verleimt
Ich habe nen Platten

Die Achsen habe ich natur gelassen, da vermutlich der Holzabrieb weniger schädlich ist, als wenn Lack abgerieben wird (wenn schon am Lack steht, dass man einen P2 Filter beim Schleifen verwenden sollte).
Also habe ich Holzdübel als Mittelachse in die Räder geleimt. Natürlich darauf geachtet, dass diese rechtwinkelig drin sind.
Dann habe ich einseitig die exzentrische Mittelachse mittels Dübel eingeleimt. Auf diese Mittelachse kam der bewegliche Teil, Kopf oder Schwanz. Beim Zusammenleimen der Räder muss man verdammt aufpassen, dass man erstens nicht den beweglichen Teil festklebt, und zweitens dass alles im Winkel ist, Radsturz, Achsen und alles sich im Gleichklang bewegt. Natürlich müssen die 2 Räder auch deckungsgleich zueinander sein.
Leider hatte ein Rad einen Platten, also holpert diese Schildkröte ein wenig.....Komplett zusammen gebaut und schon hatte ich ein Problem. Deswegen füge ich hier einen zusätzlichen Arbeitsschritt ein, um meinen Gedankenfehler zu zeigen.

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Hoppala..... sie rollt nicht

Fahrradschlauchstücke drauf geklebt

Am Teppich ging alles gut, jedoch am Parkett hatte ich das Problem, dass die Schildkröte sich nicht bewegen ließ..... Die Holzräder rutschten einfach weiter ohne sich zu drehen.
Da kommt man natürlich erst drauf, wenn alles zusammengeklebt ist....
Ich glaube, dies ließe sich mit dem Totenkopf-Sprechblasen-Symbol am ehesten darstellen.....
Also prüft vorher, ob es am gewünschten Einsatzort auch funktioniert!!!!!
Eine kurze Frage im Forum hier, und froschn, hat mich auf den richtigen Lösungansatz gebracht, einen Fahrradschlauch übers Holz zu ziehen. Also einen Fahrradschlauch genommen, der seit längerem im Keller lag, ein paar Streifen abgeschnitten, und diesen mittels Uhu Kraft Alleskleber aufs Holz geklebt.
Ja und dieses Mal habe ich alle Untergründe getestet, die Schildkröte läuft.....

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Endlich fertig montieren

Zusammenkleben der Einzelteile
Panzer drauf
Schnur rein und fertig

Zuerst habe ich einen Fuß auf die Zwischenplatte geklebt. Dann die Achsen eingesetzt und den zweiten Fuß festgeklebt. Nach einem Testlauf habe ich dann den Panzer aufgeklebt.
Noch 2 Löcher für die Zugschnur in die Zwischenplatte gebohrt und die Zugschnur eingefädelt und mit dem Feuerzeug etwas verschmort.
Soweit endlich fertig.

Dies Projekt ist zwar nicht so sonderlich schwierig, jedoch muss man bei gewissen Teilen so genau als möglich arbeiten. Als Anfängerprojekt würde ich es nicht bezeichnen, und mit den richtigen Werkzeugen (Bandsäge mit 3mm Blatt) wäre es vermutlich etwas einfacher zu fertigen.
Somit ist dieses Projekt fertig, aber Hazett  hat mich schon auf ein Nachfolgeprojekt gebracht mit der Idee des Zuges oder Lokomotive.....


Rechtlicher Hinweis

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