Schildkrötengehege für Jungtiere

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    600 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Schildkröten sollten bei uns einziehen.....
nach viel lesen über die Artgerechte Außenhaltung von europäischen Landschildkröten fällte ich die Entscheidung ein eigenes Außengehege zu bauen.
Die Gründe hierfür waren, dass meist nur ein Gewächshaus als Unterkunft für die Tiere benutzt wird. Hier schien mir allerdings die Dämmung gerade in der Übergangszeit nicht ausreichend. Klar es gibt Wärmelampen, die ist hier auch drinnen verbaut, aber ich dachte mir das Holz doch einen Höheren Dämmwert hat als Plexiglas und so entstand dieses Projekt....
Ich muss dazu sagen, dieses Projekt ist "gewachsen" Im ersten Jahr sah die Unterkunft noch so aus wie auf dem Titelbild, heute ist das Haus höher geworden, mit Elektronik versehen und eine geeignete Entwässerung ist vorhanden....

Los geht's - Schritt für Schritt

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Erdarbeiten

Der erste Schritt war einen Platz zu finden.... das Gehäuse sollte 2mx1m Fläche bekommen. Hier bot sich ein recht ungenutzter Platz in unserem Garten an. Die Lage war auch optimal, Südseite. Also begann ich erst einmal mit Erdarbeiten

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Fundament erstellen

Die Erde ist draußen, die ersten Maße wurden gemessen, nun begann das Betonieren. Ich habe hierzu Beetplatten verwendet, die ich in einem Rechteck von 2m x 1m in den Beton gesetzt haben. Verwendet habe ich hierzu einen sogenannten "Gartenbeton", dieser ist mit Trass versetzt und soll das Ausblühen des Betons verhindern.

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Schutzmaßnahmen gegen ungebeten Gäste

Das Fundament ist getrocknet. Jetzt gilt es die kleinen Kröten gegen ungebetenen Besuch von unten zu schützen (Wühlmäuse, etc)
Hierzu wurde die Innenfläche ausgehoben und mit einem Edelstahlgitter versehen. Die Ränder wurden mit etwas Mörtel am Fundament befestigt. Auf das Netz kam dann noch eine Gartenfolie (wasserdurchlässig)

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Befüllen der untersten Schicht

Nach dem Auslegen der Folie wurde das Beet mit Split gefüllt, um ein "Versumpfen" des Geheges bei Regen zu verhindern. Auch auf der Außenseite des Geheges wurde mit Splitt aufgefüllt und Rasenkantsteine verlegt. (Hatte leider nur ein Bild als das Gehäuse schon draufstand)

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Bau des Geheges

verdübeln
Probesitzen ob alles passt
Ausrichten der Schrägen Verglasung
Einarbeiten des Eingangs
Wieder alles verdübeln

Nun folgte der Bau des Geheges, eine eigentlich simple Sache, da es nur galt einen Rahmen zu bauen.
Verwendet habe ich für das gesamte Gehäuse Douglasienholz (190x40x2000).
Die unterste Reihe wurde gesägt, ausgerichtet und erstmal mit 90x90er Douglasienholz verschraubt.
Ich habe danach den Rahmen noch verdübelt, um einen besseren Halt zu bekommen.
Danach kam die "zweite Etage" diese ist in der Tiefe 50cm und in einem Winkel von 45° geschnitten. Diese Teile habe ich ebenfalls erst gesägt und dann ausgerichtet. Um eine optimale Abdichtung zu bekommen, habe ich noch eine Fensterdichtung zwischen die beiden "Etagen" geklebt. Dann wie gehabt nach dem Verschrauben noch verdübelt.
Dann einmal alles aufsetzen ob auch alles passt.
Im nächsten Schritt kam dann noch der Eingang dazu... auch wieder Schrauben und danach verdübeln.
Als Verglasung kann ich ALLTOP empfehlen, dies ist UV Durchlässig. Ich habe hier eine 16mm Doppelstegplatte verwendet und in den Rahmen eingepasst und mit Silikon und zwei Aluwinkeln befestigt. Das eigentliche Gehege war nun fertig und wurde noch mit Wetterschutz gestrichen, es folgen noch Deckel und Außenbeetabdeckung

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Deckel des Geheges (Innenraum)

ALs nächstes kam der Deckel des Innengeheges dran. Ist hier nur ein einfacher Rahmen aus 70x40er Douglasie. Da das Gehege bei mir ein leichtes Gefälle hat, habe ich auf ein schräges Dach verzichtet, das sollte man jedoch beachten wenn man ein solches Gehege auf eine ebene Fläche stellt. 
Der Deckel wurde dann ebenfalls gestrichen und mit Scharnieren und Schnappriegeln am Gehege befestigt

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Abdeckung Außengehege

Um die Kröten auch im Auslauf gegen fliegen Räuber zu schützen, wurde das Außengehege ebenfalls mit einem Deckel versehen. Verwendet habe ich hier einen doppelten Rahmen aus Douglasienholz, auf welchen ich ein Edelstahlgitter aufgetackert habe.
Die Abdeckung wurde nach dem Streichen dann ebenfalls mit Scharnieren am Gehege befestigt.

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Upgraden des Gehges

Da im ersten Jahr das Gehege noch ohne Bewohner war, konnte ich ausgiebig die Temperaturen und das Verhalten bei schlechtem Wetter testen. Von daher starteten im darauffolgenden Frühjahr kleine "Upgrades" um das Gehege zu verbessern.

1. Um eine entsprechende Wärmequelle im Inneren komme ich nicht herum, um eine Wärmelampe anzubringen ist das Gehäuse leider nicht hoch genug. Also kam ein weiterer Rahmen dran (Siehe Bau Gehege). Ebenfalls mit Fensterdichtung zur oberen Ebene abgedichtet.
Die untere Seite des Rahmens habe ich noch  mit Kompriband beklebt, um einen absolut winddichten Abschluss zu den Steinen zu bekommen

2. Einbau von Elektronik
Die Wärmelampe wurde im Inneren fest verdrahtet und in eine Wetterfeste Außendose gesetzt. Die Lampe selbst wird über einen Thermowächter und einer Wlan Steckdose über Smart Home gesteuert.

3. Entwässerung 
Anbringen eines Regenablaufs über dem Eingang, um diesen in jedem Fall trocken zu halten.




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Einzug der Bewohner

Nach dem Bepflanzen des Beets war es dann soweit..... Die Bewohner sind eingezogen


Rechtlicher Hinweis

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